© Hans Bach, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Landschaften, Parks und Friedhöfe - Für viele sind sie die wahren Paradiese unserer Zeit: Vor Jahrhunderten angelegt und von Gärtner-Generationen gepflegt, verbreiten die grünen Kulturdenkmale den Zeitgeist unterschiedlicher Epochen und lassen ihre Zerbrechlichkeit vergessen. Die kunstvollen Vegetationen sind vergänglich, befinden sich im ständigen Wandel von Wachsen und Vergehen – eine besondere Herausforderung für die Gartendenkmalpflege.

  • Eine Zeit-Reise durch Europas größtes Bodendenkmal 08.11.2012 Der Limes, das leise Welterbe Der Limes, das leise Welterbe

    Der Limes, das leise Welterbe

    Es war ein Spektakel der besonderen Art, mit dem sich Kaiser Wilhelm II. am 11. Oktober 1900 mitten im Taunus als Nachfolger antiker Imperatoren feiern ließ. Anlass war die Grundsteinlegung der Saalburg nördlich von Bad Homburg v. d. Höhe. Reste des einstigen Römer-Kastells am obergermanischen Limes hatte man zuvor ausgegraben und wissenschaftlich untersucht - nun sollte es wiederaufgebaut werden.

  • Vor 150 Jahren wurde der Neandertaler entdeckt 08.11.2012 Der Irrtum des Rudolf Virchow Der Irrtum des Rudolf Virchow

    Der Irrtum des Rudolf Virchow

    Das Gedränge im Neandertal war groß. Jeder wollte als Erster einen Blick auf die Grabungsfunde in diesem berühmten Tal unweit von Düsseldorf werfen. Als die Archäologen Dr. Ralf W. Schmitz und Dr. Jürgen Thissen auf einer Pressekonferenz im September 2000 schließlich zeigten, wie exakt ein wenige Tage zuvor geborgenes Jochbein zu der 1856 entdeckten Schädeldecke des Neandertalers passte, stockte uns der Atem: Es sah so aus, als schaute uns der alte Herr nun an, weil die linke seiner für ihn so typisch runden Augenhöhlen durch den Fund ergänzt werden konnte.

  • Wie man im Artland historische Höfe rettet 08.11.2012 Hochzeitsbänke im Backhaus Hochzeitsbänke im Backhaus

    Hochzeitsbänke im Backhaus

    Als der Artländer Bauer Henrich Wehlborg im Jahr 1750 ein neues Wohnhaus in Wehdel bei Badbergen errichten wollte, sollte im Giebel besonders viel Holz verbaut werden. Denn damit konnte er seinen Wohlstand angemessen zeigen.

  • Das Dresdner Elbtal - eine Flusslandschaft als Welterbe 08.11.2012 "Wo man von Schönheit trunken wird" "Wo man von Schönheit trunken wird"

    "Wo man von Schönheit trunken wird"

    Eine Gondelfahrt als Welterbe, aufgenommen in die Liste der UNESCO, gibt es das? Ungewöhnlich, aber so geschehen am 24. Juni dieses Jahres in Dresden. Der Direktor des Welterbezentrums der UNESCO, Francesco Bandarin, war höchstpersönlich aus Paris nach Dresden gekommen und überreichte die Urkunde.

  • Zur Geschichte der Orangerien 08.11.2012 Kein Land "wo die Zitronen blühen" Kein Land "wo die Zitronen blühen"

    Kein Land "wo die Zitronen blühen"

    Der Fuldaer Fürstabt Amand von Buseck gab im Jahr 1747 eine Gemäldeserie in Auftrag: Es handelte sich nicht, wie man vermuten könnte, um eine Ahnengalerie, um Porträts von Kirchenoberhäuptern oder Historienbilder.

  • Auch alte Bäume verdienen Schutz 08.11.2012 Von Linden, Eichen und Kastanien Von Linden, Eichen und Kastanien

    Von Linden, Eichen und Kastanien

    Besonders bemerkenswerte Bäume sind häufig Naturdenkmale - sie können aber auch Kulturdenkmale sein, selbst wenn sie nicht zu einem denkmalgeschützten historischen Garten oder Park gehören. Um das deutlich zu machen, möchte ich auf eine Begebenheit in einem der letzten Jahre meiner Tätigkeit als hessischer Denkmalpfleger zurückgreifen.

  • Die Anliegen der Gartendenkmalpflege 08.11.2012 "Nicht nach Schwänen werfen ..." "Nicht nach Schwänen werfen ..."

    "Nicht nach Schwänen werfen ..."

    Gärten sind Tore zum Paradies - ob im biblischen Sinn oder als mythisches Arkadien. Heute muss oft schon die grüne Lunge zwischen zwei Autostraßen als Elysium des Stadtmenschen herhalten.

  • Zur Entwicklung der Gartenkunst 08.11.2012 Natur aus Menschenhand Natur aus Menschenhand

    Natur aus Menschenhand

    "Füllet die Erde und machet sie euch untertan", forderte Gott das erste Menschenpaar auf (1. Mose 1,28), was dessen Nachkommen bis heute gründlich besorgt haben, indem sie die Schöpfung ständig veränderten. So wurde zum Beispiel bei uns in Deutschland schon seit vorgeschichtlicher Zeit aus der Natur- eine Kulturlandschaft.

  • Karl Foerster prägte die moderne Gartenkultur 08.11.2012 Herr der blühenden Gärten Herr der blühenden Gärten

    Herr der blühenden Gärten

    Am liebsten hätte Karl Foerster seiner neuen Züchtung, einer einfachblühenden Chrysantheme, den Namen "Hirsch tritt im Abendsonnenschein aus Waldrand vor" gegeben. Da das aber weder in den Katalog noch auf das Etikett passte, nannte er die meterhohe, rotgoldene Blütenmasse "Rotwild". Der Einsicht folgend schrieb er 1953: "Phantastik und Romantik muss im Katalog ja genügend gebändigt sein."

  • Der Schlosspark von Veitshöchheim 08.11.2012 Ein Garten wie im Traum Ein Garten wie im Traum

    Ein Garten wie im Traum

    Beschwingtes Flötenspiel, ein Kavalier tanzt mit einer eleganten Dame Menuett. Herumtollende Kinder, kleine Mädchen, die höfisch gekleidete Jungen kokett zum Tanz auffordern.

  • ... und sein Park voller Weltwunder 08.11.2012 Der grüne Lord von Wörlitz Der grüne Lord von Wörlitz

    Der grüne Lord von Wörlitz

    Eigentlich wollte er in England leben und nicht in Dessau oder Wörlitz. Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740 - 1817) hatte sich 1763 auf der britischen Insel in Land und Leute verliebt. Er bewunderte an England die Freisinnigkeit, den volkstümlichen Geist, die Politik und hochentwickelte Industrie. Vor allem aber studierte er die Bauwerke und Parks und ließ sich in Ackerbau und Viehzucht unterrichten.

  • Ein Naturschauspiel als Barockkunstwerk 08.11.2012 Der Felsengarten in Sanspareil Der Felsengarten in Sanspareil

    Der Felsengarten in Sanspareil

    Kein Vergnügen ohne einen Hauch von Erziehung. Über all den wunderbaren Schloss- und Parkanlagen, die die preußische Prinzessin Wilhelmine - Markgräfin von Bayreuth von 1731 bis 1758 und Schwester Friedrichs des Großen - uns hinterlassen hat, scheint ihr mahnender Zeigefinger zu schweben. Er erwischt uns auch in Sanspareil, diesem idyllischen Dorf, etwa vierzig Kilometer westlich von Bayreuth gelegen.

  • Fürst Pückler und der Muskauer Park 08.11.2012 Das Welterbe eines Exzentrikers Das Welterbe eines Exzentrikers

    Das Welterbe eines Exzentrikers

    Er gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Hermann Fürst von Pückler-Muskau, der seine Mitmenschen gern durch extravagante Kleidung und exzentrisches Verhalten überraschte. Gleichzeitig war er wohl der genialste Gartenarchitekt seiner Zeit. Eine seiner Schöpfungen, der Park im sächsischen Bad Muskau, wurde von der UNESCO im letzten Jahr mit der Aufnahme in die Liste des Welterbes geadelt.

© 2015 Deutsche Stiftung Denkmalschutz • Monumente Online • Schlegelstraße 1 • 53113 Bonn