Landschaften, Parks und Friedhöfe - Für viele sind sie die wahren Paradiese unserer Zeit: Vor Jahrhunderten angelegt und von Gärtner-Generationen gepflegt, verbreiten die grünen Kulturdenkmale den Zeitgeist unterschiedlicher Epochen und lassen ihre Zerbrechlichkeit vergessen. Die kunstvollen Vegetationen sind vergänglich, befinden sich im ständigen Wandel von Wachsen und Vergehen – eine besondere Herausforderung für die Gartendenkmalpflege.

  • Was passiert im Welterbe Oberes Mittelrheintal? 08.11.2012 Nah am Wasser gebaut Nah am Wasser gebaut

    Nah am Wasser gebaut

    Ein Morgen im Herbst: Schiffe schieben sich durch den aufsteigenden Nebel übers Wasser, fahles Licht scheint durch den Dunst, das Laub der Weinberge leuchtet, Wolkenfelder geben geheimnisvoll Burgruinen frei. Wer jemals eine solche Stimmung in der dramatischen Naturkulisse des Mittelrheintals erlebt hat, der kann alle Brentanos, Heines und Mary Shelleys dieser Welt verstehen, der spürt, dass dies immer eine Gegend der Reisenden, der Schauenden und Staunenden bleiben wird; der begreift, warum der Mittelrhein ein besonderes Erbe der Menschheit ist, auch immer bleiben wird und darum besonders intensiv gepflegt werden will.

  • Die Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten 08.11.2012 Verwilderte Schönheit Verwilderte Schönheit

    Verwilderte Schönheit

    Wenn ein Franzose vom Garten Eden liest", schrieb Horace Walpole 1770, "so nimmt er ohne Zweifel an, es sei etwas in der Art wie Versailles gewesen, mit beschnittenen Hecken, Laubengängen und Lattenwerk". Der Schriftsteller war einer der geistigen Wegbereiter Englischer Landschaftsgärten, die die strenge Formensprache barocker Schlossparks als Ausdruck absolutistischer Willkürherrschaft ablehnten.

  • Schüler führen durch die Lindauer Villengärten 08.11.2012 Unterrichtsfach "Denkmal" Unterrichtsfach "Denkmal"

    Unterrichtsfach "Denkmal"

    Es ist eine Szene, wie geschaffen, um das selbsterfundene bayerische Klischee von Lederhose und Laptop in schönster Weise zu bestätigen: Schüler der denkmal aktiv-Projektgruppe vom Lindauer Valentin-Heider-Gymnasium stehen im Park der Villa Lindenhof am Bodenseeufer und zeigen auf ein Schweizerhaus, ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude im ländlichen Stil.

  • Wasserkunst als Quell der Freude 08.11.2012 Schön verrückt! Schön verrückt!

    Schön verrückt!

    "Schäumend und brausend über felsenstürzende Wasserfälle, still zerstäubende Katarakte, als hohe Wassersäulen emporstrebende Springbrunnen und klarspiegelnde Seen offenbaren die Ideen der flüssigen schweren Materie gerade so, wie die Werke der Baukunst die Ideen der starren Materie enthalten." Arthur Schopenhauer (1788-1860)

  • Im Altjeßnitzer Park kann man sich verlaufen 08.11.2012 Irren ist menschlich Irren ist menschlich

    Irren ist menschlich

    Ein kaum zu beschreibendes Gejuchze und Gelächter erklingt aus dem Irrgarten von Altjeßnitz. An diesem herrlichen Frühlingstag flitzen viele Kinder zwischen den Hainbuchenhecken umher, um den richtigen Weg zum Zentrum des Irrgartens zu finden. 200 Möglichkeiten gibt es insgesamt, und wer gleich den mit 400 Metern kürzesten Weg aufspürt, erreicht sein Ziel in wenigen Minuten.

  • Der Ginkgo-Baum und die Kirche von Harbke 08.11.2012 Goethe machte ihn unsterblich Goethe machte ihn unsterblich

    Goethe machte ihn unsterblich

    Alt geworden sind beide: der Ginkgo-Baum im Harbker Schlosspark und die kleine Kirche St. Levin in unmittelbarer Nähe. Johann Wolfgang von Goethe sah die zwei in besserem Zustand, als er vor 200 Jahren das Schloss der Familie von Veltheim rund 50 Kilometer westlich von Magdeburg besuchte.

  • Von Barockgärten und Landschaftsparks 08.11.2012 Europas große Gärten Europas große Gärten

    Europas große Gärten

    In der Geschichte der europäischen Gartenkunst bilden der französische Garten im Barock und der englische Landschaftspark die Höhepunkte. Ihre Zeugnisse sind heute noch am häufigsten vertreten, während man die Beispiele aus dem Mittelalter und der Renaissance nur noch selten antrifft. Vorbild für die barocken Fürstenhöfe in Deutschland waren Schloss und Park von Versailles, durch Ludwig XIV. von einem bescheidenen Jagdschloss seines Vaters zur großartigsten Residenz Europas ausgebaut.

  • In Ostfriesland schrieben Häuptlinge die Geschichte 08.11.2012 Inseln überrannt, das Binnenland unbekannt Inseln überrannt, das Binnenland unbekannt

    Inseln überrannt, das  Binnenland unbekannt

    Dass Ostfriesland neben der Küste auch ein geschichts- und kulturträchtiges Binnenland besitzt, in dem fast jeder Ort eine Sehenswürdigkeit bietet, ist den meisten Touristen unbekannt.

  • Das Karussell in Hanau wird restauriert 08.11.2012 24 Kreuzer "für 12 mal umzufahren" 24 Kreuzer "für 12 mal umzufahren"

    24 Kreuzer "für 12 mal umzufahren"

    Es muss ein unglaubliches Spektakel gewesen sein, das der französische König Ludwig XIV. aus Freude über die Geburt seines Sohnes Louis 1662 veranstaltete. Es entsprach dem Selbstverständnis des Sonnenkönigs, dass er den Festumzug als römischer Imperator verkleidet anführte. Ihm folgten 500 Reiter in pracht- und phantasievollen Kostümen. "Carrouse" wurde ein solches Festgelage genannt, und als "Carrousel" bezeichnete man verschiedene Reiterspiele, die dort veranstaltet wurden. Darunter auch das Ringelstechen, bei dem die Reiter mit ihren Lanzen Ringe treffen mussten.

  • Die schwäbische Eisenbahn 08.11.2012 Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..." Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..."

    Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..."

    "Auf de Schwäb'sche Eisebahne gibt's gar viele Haltstatione: Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach. Rulla, rulla, rullala, Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach."

  • Eine Zeit-Reise durch Europas größtes Bodendenkmal 08.11.2012 Der Limes, das leise Welterbe Der Limes, das leise Welterbe

    Der Limes, das leise Welterbe

    Es war ein Spektakel der besonderen Art, mit dem sich Kaiser Wilhelm II. am 11. Oktober 1900 mitten im Taunus als Nachfolger antiker Imperatoren feiern ließ. Anlass war die Grundsteinlegung der Saalburg nördlich von Bad Homburg v. d. Höhe. Reste des einstigen Römer-Kastells am obergermanischen Limes hatte man zuvor ausgegraben und wissenschaftlich untersucht - nun sollte es wiederaufgebaut werden.

  • Vor 150 Jahren wurde der Neandertaler entdeckt 08.11.2012 Der Irrtum des Rudolf Virchow Der Irrtum des Rudolf Virchow

    Der Irrtum des Rudolf Virchow

    Das Gedränge im Neandertal war groß. Jeder wollte als Erster einen Blick auf die Grabungsfunde in diesem berühmten Tal unweit von Düsseldorf werfen. Als die Archäologen Dr. Ralf W. Schmitz und Dr. Jürgen Thissen auf einer Pressekonferenz im September 2000 schließlich zeigten, wie exakt ein wenige Tage zuvor geborgenes Jochbein zu der 1856 entdeckten Schädeldecke des Neandertalers passte, stockte uns der Atem: Es sah so aus, als schaute uns der alte Herr nun an, weil die linke seiner für ihn so typisch runden Augenhöhlen durch den Fund ergänzt werden konnte.

  • Wie man im Artland historische Höfe rettet 08.11.2012 Hochzeitsbänke im Backhaus Hochzeitsbänke im Backhaus

    Hochzeitsbänke im Backhaus

    Als der Artländer Bauer Henrich Wehlborg im Jahr 1750 ein neues Wohnhaus in Wehdel bei Badbergen errichten wollte, sollte im Giebel besonders viel Holz verbaut werden. Denn damit konnte er seinen Wohlstand angemessen zeigen.

  • Das Dresdner Elbtal - eine Flusslandschaft als Welterbe 08.11.2012 "Wo man von Schönheit trunken wird" "Wo man von Schönheit trunken wird"

    "Wo man von Schönheit trunken wird"

    Eine Gondelfahrt als Welterbe, aufgenommen in die Liste der UNESCO, gibt es das? Ungewöhnlich, aber so geschehen am 24. Juni dieses Jahres in Dresden. Der Direktor des Welterbezentrums der UNESCO, Francesco Bandarin, war höchstpersönlich aus Paris nach Dresden gekommen und überreichte die Urkunde.

  • Zur Geschichte der Orangerien 08.11.2012 Kein Land "wo die Zitronen blühen" Kein Land "wo die Zitronen blühen"

    Kein Land "wo die Zitronen blühen"

    Der Fuldaer Fürstabt Amand von Buseck gab im Jahr 1747 eine Gemäldeserie in Auftrag: Es handelte sich nicht, wie man vermuten könnte, um eine Ahnengalerie, um Porträts von Kirchenoberhäuptern oder Historienbilder.

  • Auch alte Bäume verdienen Schutz 08.11.2012 Von Linden, Eichen und Kastanien Von Linden, Eichen und Kastanien

    Von Linden, Eichen und Kastanien

    Besonders bemerkenswerte Bäume sind häufig Naturdenkmale - sie können aber auch Kulturdenkmale sein, selbst wenn sie nicht zu einem denkmalgeschützten historischen Garten oder Park gehören. Um das deutlich zu machen, möchte ich auf eine Begebenheit in einem der letzten Jahre meiner Tätigkeit als hessischer Denkmalpfleger zurückgreifen.

  • Die Anliegen der Gartendenkmalpflege 08.11.2012 "Nicht nach Schwänen werfen ..." "Nicht nach Schwänen werfen ..."

    "Nicht nach Schwänen werfen ..."

    Gärten sind Tore zum Paradies - ob im biblischen Sinn oder als mythisches Arkadien. Heute muss oft schon die grüne Lunge zwischen zwei Autostraßen als Elysium des Stadtmenschen herhalten.

  • Zur Entwicklung der Gartenkunst 08.11.2012 Natur aus Menschenhand Natur aus Menschenhand

    Natur aus Menschenhand

    "Füllet die Erde und machet sie euch untertan", forderte Gott das erste Menschenpaar auf (1. Mose 1,28), was dessen Nachkommen bis heute gründlich besorgt haben, indem sie die Schöpfung ständig veränderten. So wurde zum Beispiel bei uns in Deutschland schon seit vorgeschichtlicher Zeit aus der Natur- eine Kulturlandschaft.

  • Karl Foerster prägte die moderne Gartenkultur 08.11.2012 Herr der blühenden Gärten Herr der blühenden Gärten

    Herr der blühenden Gärten

    Am liebsten hätte Karl Foerster seiner neuen Züchtung, einer einfachblühenden Chrysantheme, den Namen "Hirsch tritt im Abendsonnenschein aus Waldrand vor" gegeben. Da das aber weder in den Katalog noch auf das Etikett passte, nannte er die meterhohe, rotgoldene Blütenmasse "Rotwild". Der Einsicht folgend schrieb er 1953: "Phantastik und Romantik muss im Katalog ja genügend gebändigt sein."

  • Der Schlosspark von Veitshöchheim 08.11.2012 Ein Garten wie im Traum Ein Garten wie im Traum

    Ein Garten wie im Traum

    Beschwingtes Flötenspiel, ein Kavalier tanzt mit einer eleganten Dame Menuett. Herumtollende Kinder, kleine Mädchen, die höfisch gekleidete Jungen kokett zum Tanz auffordern.

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