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Talent Monument: Folge 1

Denkmal-Talente

Was macht ein Denkmal eigentlich zu einem Denkmal? In unserer Serie zum aktuellen Jahresthema „Talent Monument“ richtet MONUMENTE den Blick auf Denkmale, die nicht immer im Scheinwerferlicht sind. Teil 1: Rezeptionsgeschichte von Denkmalen.

Mönchszelle“, „bescheidener Zweckbau“: So spöttelte die Presse einst über den Bungalow, der den deutschen Kanzlern ab 1964 als Residenz in Bonn zur Verfügung stand. Manch einer hatte ein repräsentativeres Gebäude für den Regierungschef der Bundesrepublik erwartet.


Kanzler Ludwig Erhard schätzte das elegante, sachlich-moderne Flachdachgebäude, das auf seine Veranlassung hin von dem Architekten Sep Ruf geplant wurde. Die kritisierte Schlichtheit war politisch gewollt. Die kons­truktive Leichtigkeit und Transparenz sollte einen bewussten Gegenentwurf zur monumentalen Staatsarchitektur der Nationalsozialisten bilden. Die folgenden Kanzler taten sich mit dem Bau schwer, zogen teilweise erst gar nicht ein. Helmut Kohl nannte ihn „ein absurdes Bauwerk“ und veränderte die karge Innenausstattung. Nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin im Jahr 1999 stand der Kanzlerbungalow leer und drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die Ära von Bonn als Bundeshauptstadt war zu Ende. 2001 stellte die Denkmalpflege ihn als bauhistorisch wie politikgeschichtliches Zeugnis bundesdeutscher Nachkriegsarchitektur unter Schutz.

Heute ist der Bonner Kanzlerbungalow ein hochkarätiges Baudenkmal. Anfänglich gab es große Kritik an dem von Bundeskanzler Ludwig Erhard beauftragten Dienst- und Wohnsitz der Regierungschefs.
IMAGO / Sven Simon
Heute ist der Bonner Kanzlerbungalow ein hochkarätiges Baudenkmal. Anfänglich gab es große Kritik an dem von Bundeskanzler Ludwig Erhard beauftragten Dienst- und Wohnsitz der Regierungschefs.

Werte im Wandel


Diese Geschichte – und der Blick in die Geschichte im Allgemeinen – lehrt uns: Im Laufe der Jahre verändert sich die Akzeptanz von Baustilen. Sie werden zeitbedingt beurteilt. Besonders Bauwerke der vorangegangenen Epoche werden häufig missachtet, um sie später wieder wertzuschätzen. Deutlich zeigt sich dieser Wandel in der zunächst abwertenden Stilbezeichnung Gotik oder dem Begriff Barock, der für schwülstig, unnatürlich und abgeschmackt stand. Heutzutage, in so schnelllebigen Zeiten, liegt kaum eine Generation Abstand zwischen dem Entstehen und Abtun von Architektur, Kunst, Musik oder Mode.


„Zwischen Errichtung eines Gebäudes und seiner möglichen Ausweisung als Kulturdenkmal liegen heute bisweilen nur noch 30 bis 40 Jahre“, erklärt Dr. Melanie Mertens, die im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Würt­tem­berg seit vielen Jahren Kulturdenkmale erfasst und erforscht. „Aktuell nimmt die Inventarisation Bauten und Grünanlagen der 1980er Jahre in den Fokus, um sie gegen vorschnelle Eingriffe zu schützen.“ Um Verluste zu verhindern, wie sie im 19. und auch im 20. Jahrhundert noch üblich waren, als zahllose Kirchen ihre barocke Ausstattung verloren oder später ihres historistischen Inventars beraubt wurden. Weshalb Baustile verkannt oder erkannt wurden, hat nicht nur ästhetische Gründe. Baustile sind Ausdruck ihres Zeitgeistes und wurden auch deshalb immer wieder unterschiedlich bewertet.


Gotik-Revival: Der Kölner Dom


Die Vollendung des Kölner Doms ist dafür ein beredtes Zeugnis. Mehr als 300 Jahre prägte der mächtige Torso des Doms die Silhouette der Stadt am Rhein. Als es um 1520 zum Baustopp der Kathedrale kam, war lediglich der gotische Chor fertiggestellt. Türme und Langhaus blieben unvollendet.


Wegen fehlender Pilger und den damit verbundenen Einnahmen konnte die Baustelle nicht mehr finanziert werden. Die außerhalb von Köln residierenden Erzbischöfe verloren das Interesse am Weiterbau. Auch die zunehmende Geringschätzung des gotischen Stils war ein Grund, weshalb die Arbeiten unterbrochen wurden. Verächtlich blickten die Kunsttheoretiker der Renaissance auf die gotische Baukunst. Für „monströs und barbarisch“ hielt man den gotischen Stil, so schrieb der italienische Architekt Giorgio Vasari 1550 in seinen einflussreichen Künstler-Viten. Die Ideale der Antike galten als Leitbild.

Rund 300 Jahre stand die Baustelle still. Romantische und nationale Begeisterung für den Kölner Dom führten 1842 zu seinem Weiterbau (Zustand von 1809).
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte
Rund 300 Jahre stand die Baustelle still. Romantische und nationale Begeisterung für den Kölner Dom führten 1842 zu seinem Weiterbau (Zustand von 1809).
Die große Kathedrale im Jahr 1880: vollendet, aber noch mit eingerüsteten Türmen.
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte
Die große Kathedrale im Jahr 1880: vollendet, aber noch mit eingerüsteten Türmen.
 

Die gotische Architektur, die nach Vasari „jegliche Ordnung vermissen“ lasse, war selbst in Deutschland nicht mehr gefragt. Seinen Tiefpunkt erlebte der Dom 1794, als die französischen Revolutionstruppen aus ihm einen Pferdestall machten und Teile der gotischen Ausstattung entfernten. Nicht nur in Köln, im ganzen Land litten historische Bau- und Kunstwerke unter den napoleonischen Kriegszerstörungen und den Auswirkungen der Säkularisation.


Infolge dieser enormen Verluste erlebte die mittelalterliche Kunst dann als Zeichen nationaler Identität im 19. Jahrhundert eine neue Wertschätzung. Immer lauter wurde der Wunsch, den gotischen Dom zu vollenden. Man pries seinen hohen künstlerischen Wert, verehrte ihn als Sinnbild katholischer Frömmigkeit und als nationales Heiligtum. Zur damaligen Zeit hielt man Deutschland für das Kernland der Gotik. Johann Wolfgang von Goethe sprach 1824 von dem Dom als dem „tüchtigsten, großartigsten Werk, das vielleicht je mit folgerechtem Kunstverstand auf Erden gegründet worden“ war. König Friedrich Wilhelm IV. würdigte ihn bei der Grundsteinlegung zum Weiterbau 1842 als „das Werk des Brudersinnes aller Deutschen, aller Bekenntnisse.“ Eine Welle der Begeisterung führte nach nur 38 Jahren Bauzeit 1880 zur Vollendung. Finanziell unterstützt wurde das größte Denkmalprojekt des 19. Jahrhunderts maßgeblich vom Zentral-Dombau-Verein, den Kölner Bürger 1841 gegründet hatten. Das gesellschaftliche Interesse am Kölner Dom war immens – und ist es bis heute, was sich auch an den mittlerweile Tausenden Mitgliedern des Dombau-Vereins bemerkbar macht.


Verkannter Historismus


So wie für die Kölner ihr Dom, so ist für die Wiesbadener ihr historistisches Stadtensemble von identitätsstiftender Bedeutung. In Deutschland gibt es kaum ein vergleichbares stä­dte­­bauliches Gesamtkunstwerk aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Heute kaum mehr vorstellbar: Große Teile davon sollten in den 1960er Jahren einer umfassenden Neubebauung zum Opfer fallen.

Modell des Generalplans von Ernst May (1963).
Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden
Modell des Generalplans von Ernst May (1963).

Im Auftrag der Stadt hatte der bekannte Stadtplaner Ernst May 1963 einen Generalplan erstellt, nach dem Villengebiete und Teile der Innenstadt radikal überformt werden sollten. Die Zerstörung historischer Architektur durch völlig neue Strukturen hielt er für unausweichlich. Bauten des Historismus und des Jugendstils wurden „mit Geringschätzung oder gar Verachtung behandelt“, erinnert sich 2005 der einstige Hessische Landeskonservator, Mitgründer und langjähriger Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Gottfried Kiesow in seinem Buch „Das verkannte Jahrhundert“. Allerorten wurden Fassaden zugunsten eines schlichten Erscheinungsbilds purifiziert, detailreiche Ausstattungen des 19. Jahrhunderts vernichtet. Auch weil die Architektur, deren Schmuck häufig alte Stilformen zitiert, als Sinnbild einer reaktionären Gesellschaft galt, die man in einer Zeit des demokratischen Neubeginns hinter sich lassen wollte.


Nachdem in den Villenvierteln Bodenspekulanten damit begonnen hatten, alte Gebäude bewusst zu beschädigen, formierte sich Widerstand gegen die Neubaupläne in der Bevölkerung. Zunächst waren die Bürgeraktionen eher sozialpolitisch motiviert. Mit dem drohenden Verlust erwachte nach und nach eine Wertschätzung des Historismus und Jugendstils. Zunehmend begeisterte man sich für die aufwendig ausgestatteten Häuser mit ihren prächtigen Fassaden.

Ernst May schlug vor, das Bergkirchenviertel in Wiesbaden radikal zu erneuern. Auf Bürgerproteste hin blieb das Quartier erhalten.
Reiner Sauer
Ernst May schlug vor, das Bergkirchenviertel in Wiesbaden radikal zu erneuern. Auf Bürgerproteste hin blieb das Quartier erhalten.

Mit ihrer Kleinteiligkeit und Materialvielfalt bildeten sie einen Kontrast zu den Neubauten der Nachkriegszeit, die zunehmend das Gesicht der Städte bestimmten. 1972 etwa sollte das sogenannte Weiße Haus, eine Jugendstilvilla des Architekten Josef Beitscher, abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden. Bürgerschaftliches Engagement konnte den Abbruch dieses wertvollen Bauwerks verhindern. Nicht nur in Wiesbaden – deutschlandweit führten breite Proteste zu einem Umdenken bei Politikern und Stadtplanern. Parallel zu dieser Bürgerbewegung erstarkte die staatliche Denkmalpflege, 1975 wurde das Europäische Denkmalschutzjahr ausgerufen.


In Wiesbaden kam es zu zahlreichen Projekten, um das historistische Stadtdenkmal zu erhalten. Statt flächenhafter Abrisse wurden die Stadtquartiere mit Hilfe des neuen Denkmalschutzgesetzes behutsam instand gesetzt. Die bundesweite Anerkennung dieser Maßnahmen folgte 1978, als Wiesbaden den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau erhielt.


Denkmalpfleger als Talentscouts


Diese Architekturepoche der 1960er und 1970er Jahre rückte vor einiger Zeit in das Blickfeld der Denkmalpflege. Als Inventarisatoren in den 1970er Jahren loszogen, um Bauwerke des Historismus zu entdecken, zu bewerten und zu schützen, bekamen sie Rückendeckung aus der Bevölkerung. Die Unterschutzstellung von Bauten der Nachkriegsmoderne dagegen findet weniger Beifall. Die Gesellschaft hat ein ambivalentes Verhältnis zu dieser Architektur mit ihrer oft plastischen Formen­sprache und der expressiven Betonsichtigkeit. Experimentelle Konstruktionen, damals neu verwendete Materialien und große Maßstäbe, die von gesellschaftlichen Visionen und Fortschrittsdenken erzählen, bringen eben nicht jeden zum Schwärmen. Aber die Fangemeinde wächst.

Nur knapp dem Abriss entgangen: die Wiesbadener Jugendstilvilla, die der Architekt Josef Beitscher 1901 für sich selbst erbaut hatte.
Markus Bollen
Nur knapp dem Abriss entgangen: die Wiesbadener Jugendstilvilla, die der Architekt Josef Beitscher 1901 für sich selbst erbaut hatte.

Wie und warum, fragen sich kritische Zeitgenossen, werden bestimmte Bauten auf den Sockel gehoben und zu Denkmalen gekürt? In den vergangenen Jahren hat die staatliche Denkmalpflege belastbare Auswahlmethoden entwickelt: In großen Kampagnen, wie in Baden-Württemberg, verschaffte sich die Inventarisation in Zusammenarbeit mit Hochschulteams und freien Architekturhistorikern einen systematischen Überblick über die baulichen Zeugnisse verschiedener Baugattungen der 1960er und 1970er Jahre.


Dr. Melanie Mertens erläutert: „Für die Basissammlung wurden Fachzeitschriften und die wissenschaftliche Literatur ausgewertet, nach analytischen Vergleichen eine Vorauswahl getroffen und die potenziellen Denkmalkandidaten ausgiebig besichtigt.“ Häufig lassen sich Menschen bei der Bewertung von Bauwerken von einem ästhetischen Empfinden leiten. Die Denkmalpflege ist nicht immun gegen diese Stimmungen, aber sie pflegt als wissenschaftliche Institution eine weniger emotionale Sicht auf ihr Sujet. „Wir beurteilen die Objekte nach architekturhistorischen und anderen wissenschaftlichen Kriterien“, so Melanie Mertens. „Idealerweise sollte eine Epoche abgeschlossen sein. Erst dann können die Entwicklungen überblickt und die infrage kommenden Objekte identifiziert werden. Auch sollte die Forschung so weit vorangeschritten sein, dass wir auf Basis fachlich erarbeiteter Grundlagen entscheiden können.“


Geschätzte Nachkriegsmoderne


So waren die jüngsten Gebäude der ehemaligen Rotaprint-Fabrik in Berlin-Wedding erst 33 Jahre alt, als sie nach Konkurs des Druckmaschinenherstellers 1991 unter Denkmalschutz gestellt wurden. Einem „der besten Architekturbeispiele der 50er Jahre in Berlin“, so schrieb 1991 Landeskonservator Helmut Engel, drohte damals der Abriss. Die „Berliner Zeitung“ titelte dagegen: „Bunker jetzt Baudenkmal“. Damit spiegelte sie die breite öffentliche Meinung über die Anlage wider, deren Nachkriegsbauten von dem Architekten Klaus Kirsten geplant wurden.

Der skulpturale Betonturm des ExRotaprint-Geländes: Mittlerweile ist das 1957/58 errichtete Gebäude ein Wahrzeichen für den Kiez in Berlin-Wedding.
Daniela Brahm
Der skulpturale Betonturm des ExRotaprint-Geländes: Mittlerweile ist das 1957/58 errichtete Gebäude ein Wahrzeichen für den Kiez in Berlin-Wedding.

Die Künstler Daniela Brahm und Les Schliesser hatten einen anderen Blick auf die Gebäude mit den verschachtelten Betonkuben. „Wir waren begeistert von diesem Highlight der Nachkriegsmoderne“, erzählt Daniela Brahm. Sie mieteten Räume in dem Ensemble, das der Bezirk übernommen hatte, der es jedoch schnell wieder loswerden wollte. Zur Rettung des Denkmals initiierten sie die Gründung der ExRotaprint gGmbH durch die Mieter vor Ort.


Es war ein zäher Kampf. Doch schließlich konnte die gemeinnützige Gesellschaft das verwahrloste Gelände erwerben. Seither setzt sie die Gebäude schrittweise instand und vermietet die Flächen zu je einem Drittel an Gewerbe, Kunst und Soziales. In dem schwierigen, sozial heterogenen Stadtteil ist man glücklich über die gelungene Belebung. „Die Architektur war Treibstoff für unser Projekt, das positive Strahlkraft auch für den Kiez entwickeln sollte“, so Brahm. Das auffällige Turmhaus ist nun auch in den Augen der Anwohner kein störendes Bauwerk mehr. „Erst eckte er bei den Leuten an. Jetzt lieben sie den grauen Klotz.“


Schnell können sich ästhetische Urteile wandeln. Und so hat die Denkmalpflege im Lauf der Geschichte immer wieder dazu aufgerufen, schonend mit dem überlieferten Erbe umzugehen. Zumal Denkmale nicht zwingend ästhetische Qualitäten haben müssen. Historische Bauten können viele andere einzigartige Eigenschaften haben, die sie als Kulturdenkmal auszeichnen. Eine Rolle spielen kann etwa ihre städtebauliche, historische oder wissenschaftliche Bedeutung. Diesen vielseitigen Talenten, die Menschen zum Nachdenken und Staunen bewegen, widmen wir uns in der nächsten Folge unserer Serie „Talent Monument“. 


Amelie Seck

Jahresthema 2023


Was macht ein Denkmal eigentlich zu einem Denkmal? Was haben historische Bauwerke für einzigartige Qualitäten, die sie als Denkmale auszeichnen? In diesem Jahr widmen sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und mit ihm der Tag des offenen Denkmals® dem Schwerpunktthema „Talent Monument“. Besondere Aufmerksamkeit sollen dabei Denkmale der jüngeren Vergangenheit bekommen. Denn in der öffentlichen Wahrnehmung haben sie es oft noch schwer. Monumente begleitet das Jahresthema mit einer Serie.


www.talent-monument.de

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