Landschaften, Parks und Friedhöfe Oktober 2011

Die jahrhundertealte Kulturlandschaft bietet mehr als erlesene Weine

Verwurzelt im Rheingau

Es sind knapp 35 Kilometer entlang des Rheins, grob gefasst zwischen Rüdesheim und Wiesbaden und rund acht Kilometer ins Land hinein: Auf diesen, vom Wasser des Rheins und den üppigen Wäldern des Taunus begrenzten Flecken Erde schmiegt sich eine anmutige, sonnenverwöhnte Landschaft. Dem Betrachter präsentieren sich die Ortschaften am Ufer wie an einer Perlenkette aufgereiht und wie hineingesprenkelt in die geraden Linien der Weinberge auf den sanft ansteigenden Hügeln.

Vom Niederwalddenkmal bei Rüdesheim eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke auf das Rheintal und den Rheingau.  
Rüdesheim, Niederwalddenkmal © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Vom Niederwalddenkmal bei Rüdesheim eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke auf das Rheintal und den Rheingau.

Die exakte Geometrie der Rebstockreihen wird vom Bodenrelief, dem sie folgen, aufgelockert. Aufgefangen wird der wandernde Blick von herrschaftlichen Kloster- und Schlossanlagen ebenso wie von Weinbergkapellen und Bildstöcken. Das ist das Herz des Rheingaus, der weitaus mehr bietet als nur Wein von Weltruf. Berühmt ist diese jahrhundertealte Kulturlandschaft - vor allem für den Rebensaft aus der Rieslingtraube, die hier nachweislich seit 1435 mit viel Sorgfalt und Mühe von meist alteingesessenen Winzerbetrieben gekeltert wird. Relativ gesehen, wird im Rheingau mit einem Anteil von über 80 Prozent der meiste Riesling weltweit angebaut.

Schon die Römer, die tief in den oberhalb des Rheingaugebirges anschließenden Taunus vordrangen, bewirtschafteten die fruchtbare Gegend. Bedeutenden Aufschwung aber nahm der Weinbau mit den Benediktiner- und Zisterzienserorden. Seit 780 widmeten sie sich ihm beinahe wissenschaftlich intensiv, stets durch die Erzbischöfe und späteren Kurfürsten von Mainz und Trier sowie von der Abtei Fulda kontrolliert. Kloster Johannisberg - 1563 säkularisiert, aber weiterhin als Weingut geführt - kann bis heute für sich verbuchen, seit 1775 Spät- und Auslese betrieben und damit eine aufsehenerregende neue Weinqualität gewonnen zu haben. Der Legende nach war der Kurier des Klosters Fulda an der Erfindung Schuld. Wie immer erwartete man ihn sehnlich mit der Erlaubnis zur Weinlese, und dieses eine Mal verspätete er sich erheblich. Die Trauben wiesen bereits die damals unbekannte Edelfäule auf. Der mutige Kellermeister ließ sie trotzdem ernten, und die Weinkenner waren voll des Lobes über den herrlichen Geschmack.

Der Kabinettkeller mit historischen Steinberg-Fässern in Kloster Eberbach.  
Eltville, Kloster Eberbach © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der Kabinettkeller mit historischen Steinberg-Fässern in Kloster Eberbach.

Die Zisterzienser vom Kloster Eberbach wiederum brachten 1136 ihre Weinreben aus dem Burgund mit und verstanden es, nicht nur eines der bedeutendsten Klöster zu schaffen, sondern auch - vom Zoll befreit - den Weinhandel auf dem Rhein bis Köln zu beherrschen. Auf dem Steinberg bauten sie so ausgezeichnete Reben an, dass sie den Weinberg im 13. Jahrhundert mit einer drei Kilometer langen Bruchsteinmauer vor Tieren und Traubendieben schützten und damit den Weinstöcken noch ein besonderes Klima gaben. Auch wenn heute die Hessischen Staatsweingüter, zu denen Kloster Eberbach gehört, dort eine der modernsten, im Rheingau aber auch umstrittensten Kellereianlagen besitzen, wird der Weinberg nach wie vor durch die historischen Tore in dieser bundesweit einmaligen Mauer betreten.

Klosterwein und Schutzwall

Doch dies ist nur ein Schutzwall im Kleinen: Das historische Gebiet des Rheingaus beginnt mit dem etwa acht Kilometer breiten Band am Rheinknie östlich von Eltville im Wallufftal und endet hinter Rüdesheim bei Lorch und Lorchhausen im Tal der Wisper mit ihren Nebentälern.

Um 1415 stifteten die Schröter diese anmutige "Traubenmadonna" der Pfarrkirche in Hallgarten. Die Muttergottes hält eine Scherbe, wie man mundartlich im Rheingau Krüge nennt. Die gefährliche Arbeit der Schröter war es, die schweren Fässer aus den Kellern zu "schroten", zu ziehen.  
Hallgarten, Pfarrkirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Um 1415 stifteten die Schröter diese anmutige "Traubenmadonna" der Pfarrkirche in Hallgarten. Die Muttergottes hält eine Scherbe, wie man mundartlich im Rheingau Krüge nennt. Die gefährliche Arbeit der Schröter war es, die schweren Fässer aus den Kellern zu "schroten", zu ziehen.

Ab dem 12. Jahrhundert gehörte der Rheingau dem Erzbistum Mainz. Diesem war sehr daran gelegen, die ertragreiche und wohlhabende Gegend zu schützen. Vom Rhein aus wurde sie gut bewacht. Die Höhenzüge allerdings, die auf die Wälder des Taunus zulaufen und zum Walluftal hinunterführen, bereiteten dem Erzbistum große Sorge. So begann man, einen natürlichen, mindestens 35 Meter breiten Schutzwall anzupflanzen, das ebenso einmalige "Gebück". Dazu wurden Sträucher und Bäume verwendet, deren Triebe am Stock ausschlagen. Sie wurden miteinander verflochten und wieder in die Erde eingepflanzt, wo sie erneut wurzelten. Dazwischen setzten die Leute dornige Sträucher. Das etwa 36 Kilometer lange Geflecht war so schwer zu durchdringen, dass man es ab 1490, als der Rheingau seine größte Selbständigkeit besaß, mit steinernen Wachtoren und Bollwerken versah. Leider wurde es im 18. Jahrhundert abgeholzt, und die Bauwerke wurden geschleift. Auf dem heutigen Gebückwanderweg kann man ihm nachspüren, dort wurde es an wenigen Stellen wie an der Mapper Schanze rekonstruiert.

Den Rheingau damals zu schützen, war ein weitsichtiger Plan, denn die Region ist nicht nur wohlhabend wegen des Weins, sondern auch reich an Kulturgut. Architektur und Kunstwerke schufen neben den Klöstern viele Adelsfamilien, die dort seit Jahrhunderten ebenfalls Weinbau betrieben. Namen wie Greiffenclau, Schönborn und Metternich sind mit dem Rheingau tief verwurzelt. Namen wie Weil, Mumm oder Bickelmaier verweisen aber auch darauf, dass zahlreiche bürgerliche Winzerfamilien die Region prägen. Heute gibt es rund 1.000 Winzerbetriebe im Rheingau, die etwa dreitausend Hektar Rebfläche bewirtschaften und stolz auf ihre Heimat sind.

Weil es dort so viel Wissenswertes gibt, sollte man sich für den reizvollen Weinort Kiedrich mit seiner gotischen Pfarrkirche Zeit nehmen.  
Kiedrich, Pfarrkirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Weil es dort so viel Wissenswertes gibt, sollte man sich für den reizvollen Weinort Kiedrich mit seiner gotischen Pfarrkirche Zeit nehmen.

Zu Recht, denn nicht umsonst zieht die liebliche Gegend mit ihrem südländischen Charme seit langem beständig Weinliebhaber und Besucher an. Johann Wolfgang von Goethe genoss 1814 seinen Aufenthalt "im angenehmen Rheingau" und erkundete ausgiebig die vielen Sehenswürdigkeiten der Gegend. Begleiten mussten ihn meist Kinder der Familie Brentano, mit der er befreundet war und in deren Haus in Winkel er auch logierte. Als Genussmensch schmeckte ihm besonders der hervorragende Wein des Jahrgangs 1811. "Von unserem guten Rheinwein konnte er ganz fürchterlich viel trinken, besonders von dem 11er ...", bemerkte die Hausherrin Antonie Brentano.

Am meisten freuten sich die poetisch veranlagten Brentano-Sprösslinge Bettina und Clemens über Besuch. Sie entwickelten zum Rheingau und zum anschließenden Mittelrheintal eine Leidenschaft, der sie gerne Ausdruck verliehen. Vor allem Clemens von Brentano (1778-1842) und sein Freund Achim von Arnim (1781-1831) sind Protagonisten der vielzitierten Rheinromantik. Als der Frankfurter Kaufmann Franz Brentano in Winkel, heute ein Ortsteil von Oestrich-Winkel, 1804 das Sommerhaus erwarb, entdeckten seine Kinder den Reiz dieser schönen, heiteren Landschaft. Schwärmend erwanderten sie die Hügel, genossen den Wein und die Aussicht auf den Rhein, der an dieser Stelle wie ein breiter See wirkt, und hielten ihre Begeisterung in Liedern und Gedichten fest. "Clemens wird allemal ein Narr, wenn er an den Rhein kommt", notierte Bettina. Für den ruhelosen Romantiker Brentano und seinen Freundeskreis wurde die alte Kultur- und Naturlandschaft wieder lebendig. Noch heute umweht den Rheingau dieses besondere, als "Lebensgefühl" hochgelobte romantische Flair.

Geöffneter Paradiesgarten

Doch der Fortschritt hat auch den Rheingau erfasst. In dem einstmals wohlbehüteten Paradiesgarten sind die Pforten geöffnet, haben sich Verkehr, Wirtschaft und Technik ausgebreitet. Die einzelnen, im alten Stadtbild pittoresken Fachwerkstädte wie Rüdesheim, Oestrich und Winkel, Geisenheim oder Hattenheim wachsen an der Rheinschiene über die Gewerbegebiete zusammen, ihre charakteristischen Ortskerne werden durch die umliegenden Wohngebiete verwischt.

Dennoch ist er zu finden, der Zauber des Rheingaus. Dazu muss der Reisende die stark befahrene Bundesstraße 42 verlassen, die von Rüdesheim vorbei an der von ihr zum Glück unberührten Rosenstadt Eltville, der geheimen Hauptstadt des Rheingaus, nach Wiesbaden, der offiziellen Hauptstadt, führt. Und er muss sich mit der mindestens so frequentierten und lauten Bahnstrecke anfreunden, die ab 1853 mitten durch die Weinberge geplant wurde. Dass sie mit 500 Zügen pro Tag zur meistbefahrenen Trasse in Europa würde, daran hatte niemand im Traum gedacht.

800 Jahre war Schloss Vollrads der Stammsitz des Geschlechts von Greiffenclau, das bereits im 11. Jahrhundert Weinbau betrieb. Seit 1997 wird dort weiter die Weintradition bewahrt und auch das kulturelle Erbe der Familie gepflegt.  
Oestrich-Winkel, Schloss Vollrads © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
800 Jahre war Schloss Vollrads der Stammsitz des Geschlechts von Greiffenclau, das bereits im 11. Jahrhundert Weinbau betrieb. Seit 1997 wird dort weiter die Weintradition bewahrt und auch das kulturelle Erbe der Familie gepflegt.

Je mehr sich der Besucher von Ufer und Bahn entfernt, durch die hügelige Höhe Abstand vom Trubel gewinnt, desto beschaulicher wird die Landschaft und umso ruhiger sein Gemüt. Alte Weingüter wie Schloss Vollrads, Burg Schwarzenstein und Klöster wie die Abtei St. Hildegard oder der wiederbelebte Wallfahrtsort Marienthal geben dem Suchenden Erholung für Geist und Seele. Es verwundert nicht, dass die große Mystikerin Hildegard von Bingen hier wirkte und ihr Schrein in der Eibinger Pfarrkirche oberhalb von Rüdesheim verehrt wird.

Rüdesheim hingegen setzte von Beginn an auf Fremdenverkehr. Als das Binger Loch vor seinen Toren noch ein ungesprengtes Riff war, konnten die Rheinschiffe diese Stelle nicht passieren. Zwischen Lorch und Geisenheim wurden die Waren auf kleine Lastkähne umgeladen sowie auf dem Landweg transportiert. In Assmannshausen standen 50 Pferde dafür bereit. Assmannshausen ist nicht allein die Stadt der Pferde: In den steilen Lagen ringsum wird auf rund 160 Hektar neben dem Riesling eine weitere Spezialität gewonnen. Mit der Traubensorte Blauer Spätburgunder besitzt der Rheingau auch einen Spitzenrotwein. Gemeinsam mit Lorch und Lorchhausen gehört Assmannshausen noch zum Rheingau, wenn es auch nördlich des Rheinknies liegt. So darf sich der Rheingau rühmen, ebenfalls Anteil am UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal zu haben.

Fast 150 Jahre, bis 1480, residierten in Eltville die Mainzer Erzbischöfe. In der größten Stadt des Rheingaus zeugen der markante Turm der kurfürstlichen Burg und viele historische Adelshöfe noch davon.  
Eltville © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Fast 150 Jahre, bis 1480, residierten in Eltville die Mainzer Erzbischöfe. In der größten Stadt des Rheingaus zeugen der markante Turm der kurfürstlichen Burg und viele historische Adelshöfe noch davon.

Rüdesheim lag mitten im Geschehen, und als mit den preußischen Sprengungen das Binger Loch entstand und damit die von Lotsen begleitete Durchfahrt der Schiffe möglich wurde, verschrieb sich der Weinort dem lebenslustigen Trubel. Bietet er doch den anerkannt süffigsten Wein des Rheingaus. Noch heute verlassen mehrfach am Tag Ströme von Passagieren die Rheinschiffe, um in dem Weinort mit der weltberühmten "Drosselgasse" Traditionsgastronomien und Straußwirtschaften aufzusuchen. Spätestens hier erfährt der Unkundige, dass man im Rheingau ein sehr gutes Verhältnis zu ausländischen Gästen, besonders aus den USA und Japan, hat.

Religion und Heimatgefühl

Doch zurück zu den Ordensbrüdern und -schwestern. Sie prägten die Kulturlandschaft des Rheingaus, die aus einer tiefen Religiosität erwuchs - Maria und der Heilige Urban werden als die Patrone der Winzer an vielen Orten verehrt. Adel und Bürger standen nicht nach und wirkten an der Gestaltung der Kulturlandschaft mit. Ob in Kloster- oder Pfarrkirchen - man ist beeindruckt vom Reichtum und der individuellen Vielfalt ihrer Ausstattung. Dies drückt sich auch in den Städtchen, in den adeligen oder bürgerlichen Wohnhäusern aus. Mit Stolz und Heimatgefühl bewahren die Besitzer über Generationen weitergereichte Kunstwerke und Interieurs, pflegen und schmücken ihre Häuser.

Oestrich-Winkel © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Oestrich-Winkel © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eines der pittoresken Ortsbilder bietet Oestrich, heute ein Ortsteil von Oestrich-Winkel.
Oestrich-Winkel, Schloss Vollrads © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Oestrich-Winkel, Schloss Vollrads © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der mittelalterliche Wohnturm von Schloss Vollrads bei Oestrich-Winkel gilt als ein Wahrzeichen des Rheingaus.
Geisenheim © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Geisenheim © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick über die Weinberge auf Geisenheim mit dem sogenannten Rheingauer Dom. Sein Nordturm und das Mittelschiff werden auch mithilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert.
Eltville, St. Peter und Paul © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eltville, St. Peter und Paul © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Eltville, die zu den vier ältesten Kirchen im Rheingau zählt.
Eltville © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eltville © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit der 1871 von Carl Schmitt gegründeten Rosenschule avancierte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, zur Rosenstadt. Ihre Rosentage am ersten Juni-Wochenende locken Gäste von weither an.
Geisenheim, Kloster Johannisberg © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Geisenheim, Kloster Johannisberg © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Das ehemalige Kloster Johannisberg mit seiner expressionistischen Kirche von 1928.
Geisenheim, Kloster Marienthal © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Geisenheim, Kloster Marienthal © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
1974 gab man dem Gnadenbild aus dem 13. Jahrhundert ein moderne Fassung. Es ist das Pilgerziel in der Wallfahrtskirche des heute noch bestehenden Klosters Marienthal.
Eltville, Kloster Eberbach © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eltville, Kloster Eberbach © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Ein beeindruckendes Zeugnis des Zisterzienserordens ist das 1136 gegründete Kloster Eberbach.
 
 
Oestrich-Winkel © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eines der pittoresken Ortsbilder bietet Oestrich, heute ein Ortsteil von Oestrich-Winkel.
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Oestrich-Winkel, Schloss Vollrads © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der mittelalterliche Wohnturm von Schloss Vollrads bei Oestrich-Winkel gilt als ein Wahrzeichen des Rheingaus.
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Geisenheim © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick über die Weinberge auf Geisenheim mit dem sogenannten Rheingauer Dom. Sein Nordturm und das Mittelschiff werden auch mithilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert.
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Eltville, St. Peter und Paul © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Eltville, die zu den vier ältesten Kirchen im Rheingau zählt.
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Eltville © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit der 1871 von Carl Schmitt gegründeten Rosenschule avancierte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, zur Rosenstadt. Ihre Rosentage am ersten Juni-Wochenende locken Gäste von weither an.
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Geisenheim, Kloster Johannisberg © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Das ehemalige Kloster Johannisberg mit seiner expressionistischen Kirche von 1928.
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Geisenheim, Kloster Marienthal © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
1974 gab man dem Gnadenbild aus dem 13. Jahrhundert ein moderne Fassung. Es ist das Pilgerziel in der Wallfahrtskirche des heute noch bestehenden Klosters Marienthal.
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Eltville, Kloster Eberbach © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Ein beeindruckendes Zeugnis des Zisterzienserordens ist das 1136 gegründete Kloster Eberbach.
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Auch heute muss der Rheingau geschützt werden. 2002 wurde der Zweckverband Rheingau mit dem Ziel gegründet, die vielschichtigen Interessen aller sieben Städte und Gemeinden zu koordinieren. Die Denkmalpflege versucht darauf zu achten, dass Wirtschafts- und Tourismusförderung nicht zu viele Blüten treiben.

So klein der Rheingau flächenmäßig ist, um so mehr Zeit sollte man sich nehmen, um seine bekannten und unbekannten Kulturschätze zu finden und aufzusuchen. Eine sehr empfehlenswerte, weil gut recherchierte und mit hervorragenden Aufnahmen versehene Reiseliteratur ist im Juni in der Monumente edition erschienen. Sie führt den Leser kenntnisreich in und durch den Rheingau. Ob er nun selbst dort verweilt oder sich von Ferne bildet - ein Glas Wein sollte er vor sich haben. Das ist Kulturgenuss pur.

Christiane Rossner

Lesetipp zum Thema:
Angela Pfotenhauer/Elmar Lixenfeld: Der Rheingau.
Hrsg.: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn. MONUMENTE Publikationen, Bonn 2011. Paperback: 978-3-86795-036-7, 144 S., 14,80 Euro; ISBN Festeinband: 978-3-86795-035-0, 144 S., 19,80 Euro.


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