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Denkmalarten Schlösser und Burgen Herrscher, Künstler, Architekten Ausgabe Nummer August Jahr 2019 Denkmale A-Z H

Zum 250. Geburtstag des großen Naturforschers

Alexander von Humboldt

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert zwei Denkmale, die mit Alexander von Humboldt in enger Verbindung stehen.

Seine Liebe zur Naturwissenschaft verhilft dem Jungen schon früh zu dem scherzhaften Namen „kleiner Apotheker“: Alexander von Humboldt (1769–1859) sammelt bereits in der Kindheit erste Funde und ordnet sie in seinem Kinder-zimmer in Berlin, wo der spätere Weltenbummler vor 250 Jahren geboren wurde.

Ausschnitt eines Widmungsblatts von 1807 „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen nebst einem Naturgemälde der Tropenländer. Auf Beobachtungen und Messungen gegründet, …“
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Ausschnitt eines Widmungsblatts von 1807 „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen nebst einem Naturgemälde der Tropenländer. Auf Beobachtungen und Messungen gegründet, …“

Als junger Mann studiert er in Göttingen ­Naturwissenschaften und findet unter anderem in dem Physiker Georg Christoph Lichtenberg und dem Botaniker Johann Friedrich Blumenbach wegweisende Unterstützer. Dabei fasziniert ihn nicht ein Fachgebiet allein.


Nach einer Weile im Staatsdienst erfüllt er sich, finanziell abgesichert durch das Erbe seiner Mutter, den Traum des Forschungsreisenden. 

Das Humboldtschlösschen in Berlin wird mithilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten.
Berlin-Tegel, Humboldtschlösschen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Das Humboldtschlösschen in Berlin wird mithilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten.

Die Expeditionen führen ihn über Europa hinaus nach Amerika und Asien. Humboldt forscht, notiert, zeichnet, ordnet, kartographiert und vermisst; penibel und vom Wissensdurst getrieben. Seine Erkenntnisse publiziert er in zahlreichen Veröffent­lichungen.


Er zeigt sich offen entsetzt darüber, wie mit Sklaven und Indigenen umgegangen wird, und er ist einer der Ersten, der die Auswirkungen menschlichen Handelns auf das Klima aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet und davor warnt.   Nicht nur in diesen Belangen ist Humboldt seiner Zeit voraus.

Im Humboldthaus von Bad Steben, Bayern, lebte der Naturforscher Alexander von Humboldt von 1792-1797. Es ist ebenfalls ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Bad Steben, Humboldthaus © Peter Schabe, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Im Humboldthaus von Bad Steben, Bayern, lebte der Naturforscher Alexander von Humboldt von 1792-1797. Es ist ebenfalls ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Bis zu seinem Tod im Mai 1859 hat der vielseitig interessierte Forscher ein beachtliches interdisziplinäres   Netzwerk geschaffen, das noch heute die Forschungslandschaft prägt.


Jennifer Stracke

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