Wohnhäuser und Siedlungen Historismus Interieur Material August 2012 L

Holz in Villen und Landhäusern

Mehr als Eiche

Er ist als der "dumme Bub" in die Annalen der Familie Büchner eingegangen. Denn im Gegensatz zu seinem zwei Jahre älteren Bruder Georg - dem Dichter und Revolutionär - verließ Wilhelm Büchner das humanistische Gymnasium Pädagog in Darmstadt ohne Abschluss. Die Eltern gaben ihn daraufhin in eine zweijährige Lehre beim Zwingenberger Hofapotheker Ferdinand Ludwig Winkler, der die naturwissenschaftliche Begabung Wilhelms erkannte. Er empfahl ihm ein Chemiestudium, das er zunächst in Heidelberg und ab 1837 bei Justus Liebig in Gießen absolvierte.

1841 richtete er in der Waschküche des elterlichen Hauses ein chemisches Labor ein. Dort gelang es ihm, synthetisches Ultramarin herzustellen. Der "dumme Bub" heiratete reich und konnte mit der Mitgift seiner Frau Elisabeth eine Fabrik in Pfungstadt gründen. Sein Ultramarin war sehr hochwertig, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und machte Wilhelm Büchner zu einem wohlhabenden Mann.

Die Villa des Ultramarinfabrikanten Wilhelm Büchner in Pfungstadt 
© R. Rossner
Die Villa des Ultramarinfabrikanten Wilhelm Büchner in Pfungstadt

Zunächst wohnte er mit seiner Familie - 1846 wurde Tochter Caroline, vier Jahre später Sohn Ernst geboren - im sogenannten Herrenhaus inmitten der Produktionsstätten. Im Volksmund sprach man von der Blaufabrik, weil die Mühlen einen feinen blauen Nebel ausstießen, der sich auf die Arbeiter, die Gebäude und die sie umgebende Natur legte. 1860 entschloss sich Wilhelm Büchner, vom Darmstädter Baurat Carl Balthasar Harres in sicherem Abstand, aber durch eine Allee mit der Fabrik verbunden, eine Villa errichten zu lassen. 1863 war Grundsteinlegung, und ein Jahr später konnte die Familie ihr zweieinhalbgeschossiges Heim beziehen.

Wilhelm Büchner legte großen Wert auf eine erlesene Ausstattung. 
© R. Rossner
Wilhelm Büchner legte großen Wert auf eine erlesene Ausstattung.

Der sozial engagierte Fabrikant, der seine Arbeiter an den Gewinnen beteiligte, bestand auf einem schlichten Wohnhaus ohne äußeren Prunk. "Es war von dem Besitzer die Aufgabe gestellt worden", schreibt sein Architekt 1865 in einer Baugewerbe-Zeitschrift, "auf das Aeußere des Gebäudes nur das dringend Nothwendigste zu verwenden, bei der inneren Ausstattung dagegen mit den Mitteln nicht zu kargen." Besonders stolz war Harres auf seine geruchslose Abtrittanlage.

Vor allem die Räume der Bel Etage - Gesellschafts- und Speisesaal - waren mit erlesenem Stuck, Malereien, Wandvertäfelungen, Eichenparkett sowie Dielenböden aus Kiefer und Fichte versehen.

Das Gründerzeithaus wurde im Stil des Historismus gebaut. Er begann - vereinfachend zusammengefasst - mit dem Klassizismus (1789-1830), dem der Romantische Historismus (1835-60), der Gründerzeitliche Historismus (1860-88), der Späthistorismus (1888-1910) und der Neuklassizismus (1910-1925) folgten. Die Architekten nahmen Bezug auf historische Strömungen - für die äußere Gestaltung genauso wie für die innere. Manchmal mischten sie die Stile, und es ist noch gar nicht so lange her, dass der Historismus aufgrund seiner Kopien und seines Stilpluralismus bei den Kunsthistorikern keine Gnade fand.

Bei allen historistischen Strömungen wurden die Wände und Decken, zumindest in den Repräsentationsräumen der Wohnhäuser und öffentlichen Bauten, mit Holz verkleidet. Vor allem Eiche kam zum Einsatz. Harres verwendete bei der Villa Büchner allerdings einfaches Nadelholz. Um den Türen einen eichenen Charakter zu geben, wurden sie mit einem entsprechenden Anstrich versehen, der die Maserung des Holzes täuschend echt wiedergibt. Die Decke des Familien-Speisezimmers wirkt durch ihre Farbigkeit und Struktur, als bestünde sie ebenfalls aus Holz. Doch es handelt sich lediglich um braun gestrichenen Gipsstuck. Ein für diese Zeit durchaus üblicher Kunstgriff, der ebenfalls im Ehrenfremdenwohnzimmer von Schloss Drachenburg im Siebengebirge bei Königswinter zum Einsatz kam.

Die reiche Holz-Ausstattung des Speisezimmers von Schloss Drachenburg bei Königswinter. Auf den Malereien zwischen Wandvertäfelungen und Decke sind Jagdmotive dargestellt. 
© C. Fein
Die reiche Holz-Ausstattung des Speisezimmers von Schloss Drachenburg bei Königswinter. Auf den Malereien zwischen Wandvertäfelungen und Decke sind Jagdmotive dargestellt.

Schloss Drachenburg bei Königswinter

Das auf halber Höhe zum Drachenfels gelegene späthistoristische Gebäude hatte sich Baron Stephan von Sarter 1882-84 errichten lassen. Der Gastwirtssohn aus Bonn war in Paris als Finanzanalyst reich geworden und strebte nach herrschaftlichen Lebensformen. Gegen eine Spende ließ er sich daher 1881 durch Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen in den Adelsstand erheben und schuf sich ein luxuriöses Privathaus, das ihn als kunstsinnigen und vermögenden Hausherrn zeigen sollte.

Mit den Zinnen, Erkern und dem Bergfried erinnert das Schloss an eine mittelalterliche Burg; eine Vorburg ist ebenfalls vorhanden. Sarter beauftragte zunächst die Düsseldorfer Architekten Bernhard Tüshaus und Leo von Abbema mit dem Bau, zog dann aber den in Paris arbeitenden Architekten Wilhelm Hoffmann hinzu, der das Schloss wahrscheinlich um den Nordturm und die Kunsthalle - eine Glasgemäldegalerie, wie wir sie in barocken Schlössern finden - erweiterte. Er war wohl auch für die feste und bewegliche Ausstattung des Schlosses verantwortlich, lieferte die Vorlagen für die Glasmalerei in der Kunsthalle und half bei der Suche nach geeigneten Künstlern für die Gestaltung der Wände.

Maske an einem Scheinkamin im Billardzimmer von Schloss Drachenburg 
© C. Fein
Maske an einem Scheinkamin im Billardzimmer von Schloss Drachenburg

Diese sind in vielen Räumen im unteren Bereich mit Eichen- oder Nadelholz vertäfelt, darüber befinden sich Malereien mit Motiven aus historischen Begebenheiten und Sagen. Die Einbauschränke bestehen aus Tanne oder Fichte mit Nussbaumfurnier. Der figürliche Schmuck an den Kaminen wurde aus Lindenholz geschnitzt.

Das Speisezimmer ist besonders reich mit edel verziertem Holz ausgestattet. In die Wandvertäfelung sind ein prächtiges Buffet und ein Kamin integriert, der allerdings keine Funktion hatte. Der Hausherr ließ nicht nur kostbare Materialien verbauen, sondern stattete sein Schloss mit allem technischen Komfort aus, der Ende des 19. Jahrhunderts zur Verfügung stand, zum Beispiel mit einer Zentralheizung. Gewohnt hat Sarter in seinem Haus allerdings nie. Er besaß seit 1890 die französische Staatsbürgerschaft und starb 1902 in Paris. Sein Grab befindet sich auf dem unterhalb des Schlosses gelegenen Königswinterer Friedhof.

Die weitere Geschichte von Schloss Drachenburg, das häufig leerstand, geplündert und zum Ende des Zweiten Weltkriegs beschädigt wurde, hat inzwischen ein gutes Ende gefunden: Nach einer umfassenden Sanierung und Restaurierung durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wurde das Schloss 2010 als Museum des Historismus wiedereröffnet - wie es vom Bauherrn eigentlich gedacht war, der offenbar gar nicht vorhatte, dort einzuziehen.

Alfred Krupp und die Villa Hügel in Essen

Das war bei Alfred Krupp, dem Erbauer der Villa Hügel in Essen, anders. Wie die Büchners, lebte er mit seiner Familie zunächst auf dem Gelände seiner Fabrik, bis ein neuer Schmiedehammer das Wohnhaus erzittern ließ. 1864 flohen die Krupps vor dem Lärm auf die stillen Ruhrhöhen.

Die obere Halle in der Villa Hügel 
© Florin Laubenthal
Die obere Halle in der Villa Hügel

Ab 1869 ließ Alfred Krupp über dem Baldeneysee auf 8.100 Quadratmetern Grundfläche eine überaus imposante Villa errichten. Sie besteht aus einem dreigeschossigen Haupthaus mit Belvedere und einem Logierhaus, die miteinander verbunden sind. Der Bauherr griff häufig in die Planungen ein und überwarf sich mit den Architekten, die unter großem Druck arbeiten mussten. Bergschäden führten außerdem zum Absacken des Fundaments. Dennoch konnte Familie Krupp ihr herrschaftliches Anwesen am 10. Januar 1873 beziehen.

Von einem Bau, der nach außen Bescheidenheit darstellen sollte, wie Wilhelm Büchner dies von seinem Architekten verlangt hatte, hielt der Essener Industrielle nichts. Obwohl er ein ambivalentes Verhältnis zum Adel hatte - er lehnte nicht nur Victor von Weltzien als Architekt ab, sondern unterband auch viele Jahre die Hochzeit seines Sohnes Friedrich Alfred mit Margarethe von Ende - eiferte Alfred Krupp mit seiner Villa Schlossbauten nach. Im Herbst 1877 empfing er Kaiser Wilhelm I., der ihm genau das in einem Dankbrief bescheinigte: "(...) aber allen Ernstes füge ich nur noch hinzu, wie der Tag in Essen zu den interessantesten meiner ganzen Herbstreise gehörte, und die Stunden in Ihrer Villa (id est Schloß) mir in Ihrer Nähe die angenehmsten Rückerinnerungen für immer gewähren werden."

Der Essener Industrielle Alfred Krupp gab 1869 den Auftrag zum Bau der imposanten Villa Hügel. 
© Florin Laubenthal
Der Essener Industrielle Alfred Krupp gab 1869 den Auftrag zum Bau der imposanten Villa Hügel.

Die Villa hat 269 Räume, die beiden jeweils 432 Quadratmeter großen Hallen dominieren das Erdgeschoss und das erste Stockwerk des Haupthauses. Im Parterre befanden sich die offiziellen Gesellschaftsräume, in der ersten Etage die privaten Salons und Schlafräume von Alfred Krupp und seiner Frau Bertha, ein Musiksalon und das Arbeitszimmer des Hausherrn. Darüber lagen die Junggesellenwohnung des Sohnes und Gästezimmer, im Dachgeschoss die Zimmer der Angestellten.

Weil Alfred Krupp panische Angst vor Bränden hatte, ließ er die Räume seiner Villa mit möglichst wenig Holz und Textilien ausstatten. Einige Böden waren zwar mit Parkett belegt, andere jedoch mit Mettlacher Fliesen aus der Manufaktur Villeroy & Boch. Die Stufen des Treppenhauses bestanden aus gegossenem Eisen.

Nach Alfreds Tod 1887 zogen Friedrich Alfred und Margarethe Krupp - sie durften zehn Jahre, nachdem sie sich kennengelernt hatten, endlich 1882 heiraten - mit ihren beiden Töchtern Bertha und Barbara in die Villa Hügel und nahmen einige Veränderungen an der Ausstattung vor. Die untere Halle, die Bibliothek und weitere Räume wurden mit Holz verkleidet. Im Parterre entstand aus zwei Gesellschaftszimmern ein großer Speisesaal, der eine halbhohe Vertäfelung mit einem eingebauten Buffet erhielt. Diese Form der Gestaltung sollte den Räumen Gemütlichkeit verleihen, selbst wenn sie dadurch - für unseren heutigen Geschmack - düster und gedrückt wirken. Doch auch in diesen Villen gab es helle Räume. Vor allem Damensalons, ebenso wie Frühstückszimmer vermittelten durch die Verwendung von eleganten Blumentapeten sowie durch weiße Decken und helle Wandvertäfelungen einen viel freundlicheren Eindruck.

Im Jagdschloss Gelbensande kann heute geheiratet werden. 
© ML Preiss
Im Jagdschloss Gelbensande kann heute geheiratet werden.

Ein großherzogliches Refugium: das Jagdschloss Gelbensande

Eine gute Mischung aus einer naturbelassenen, gebeizten und weißlackierten hölzernen Raumausstattung hat sich bis heute im Jagdschloss Gelbensande bei Rostock erhalten. Es war das erste Gebäude, das Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915) für seinen neuen Auftraggeber, Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg-Schwerin, ab 1884 ausführte. Der Architekt hatte sich zuvor in Dresden einen Namen gemacht und wurde 1900, nach erfolgreicher Restaurierung des Doberaner Münsters, zum Geheimen Hofbaurat ernannt.

Die Rostocker Firma Saniter brannte die roten und gelben Backsteine für das Jagdschloss. Das Holz für die Balkone, das Fachwerk und die Ausstattung kam von der Forstinspektion Gelbensande. Es stammt sicher zum Teil von den Kiefern, die abgeholzt werden mussten, um Platz für den Baugrund zu schaffen.

Manche Räume des Jagdschlosses werden museal genutzt und erinnern an die Zeit der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin. 
© ML Preiss
Manche Räume des Jagdschlosses werden museal genutzt und erinnern an die Zeit der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin.

Das Jagdschloss bot ein privates Refugium für die großherzogliche Familie, die ab 1887 jedes Jahr für mehrere Monate dort wohnte. Nach dem Tod ihres Mannes zehn Jahre später verließ Großherzogin Anastasia Schwerin und übersiedelte mit ihren Kindern Alexandrine, Friedrich Franz und Cecilie ganz nach Gelbensande. Die Jüngste verlobte sich dort am 4. September 1904 mit dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm. Als der Architekt Paul Schultze-Naumburg von Kaiser Wilhelm II. 1914 den Auftrag erhielt, in Potsdam ein Schloss für das Kronprinzenpaar zu errichten, nahm er auf Bitten Cecilies das Jagdschloss Gelbensande zum Vorbild, das sie "das irdische Paradies" ihrer Kindheit nannte.

Schloss Cecilienhof wurde ebenfalls mit edlen Hölzern ausgestattet, die prächtige Treppe aus dunkler Eiche war ein Geschenk der Stadt Danzig. Auf Wunsch Cecilies wurde für sie ein Raum als Schiffskajüte gestaltet, deren Einbaumöbel aus lackiertem Kiefernholz noch immer bewundert werden können.

Von der Villa zum Landhaus

Der Cecilienhof ist englischen Landhäusern nachempfunden, die sich durch sachliche und schlichte Formen auszeichnen, aber mit erlesenen Materialien handwerklich solide gebaut und ausgestattet wurden. "Im Gegensatz zur Villa", so der Architekturhistoriker Julius Posener (1904-1996), "liegen im Landhaus die Wohnräume zu ebener Erde, man geht also aus ihnen direkt in den Garten hinaus. Dadurch wird das Haus niedriger, es wirkt gelagert, es liegt im Garten (...), und der Garten erhält dadurch eine enge Beziehung zu den Räumen." In seiner Autobiografie beschreibt er das Wohnhaus, in dem er bis zu seinem sechsten Lebensjahr aufwuchs, als düster und muffig. 1910 bezog die Familie ein Gebäude im Berliner Stadtteil Lichterfelde, das von den Kindern wegen seines in dunkel-braunem Farbton verputzen Dachgeschosses "Schokoladenvilla" genannt wurde: "Es war ein modernes Haus, genauer gesagt, ein Haus im englischen Landhausstil' - geräumig, sonnig und bequem (...)".

Das Landhaus, das Hermann Muthesius für seine Familie in Berlin-Nikolassee baute. 
© ML Preiss
Das Landhaus, das Hermann Muthesius für seine Familie in Berlin-Nikolassee baute.

Eine besonders ausführliche Beschreibung dieses Gebäudetyps lieferte der Architekt Hermann Muthesius in seinem dreibändigen, 1904 erschienenen Werk "Das englische Haus". Dort führt er akribisch die Gestaltung der Räume und ihre Ausstattung auf - bis hin zu einem "großen strohbeflochtenen Korb, der etwa das doppelte Format eines Papierkorbes hat" und im Schlafzimmer die getragene Wäsche aufnehmen sollte. Muthesius war vom preußischen Handelsministerium 1886 als Attaché an die deutsche Botschaft in London gesandt worden. Zu seinen Aufgaben gehörte es, sich mit der englischen Reformbewegung in Architektur sowie Kunsthandwerk auseinanderzusetzen und ihre Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse zu prüfen. Außerdem nahm er die Gelegenheit wahr, englische Landhäuser zu besuchen, die er ausführlich in den Bänden katalogisierte. Von Muthesius wissen wir, dass in den Landhäusern Eichenholz vorherrschte, man aber auch Nadelhölzer einsetzte. "Ein ferneres viel gebrauchtes Holz", schreibt er im dritten Band, "ist Mahagoni, es wird im Wohnhause hier und da zur Wandverkleidung des Speisezimmers verwendet, wenn auch seine häufigste Verwendung im Geschäftshause zu suchen ist, für dessen inneren Ausbau es in England das Universalholz ist. Es tritt nur im polierten Zustande auf."

Im Haus Muthesius ist viel im Original erhalten, darunter dieses stilvolle weißlackierte Treppengeländer mit naturbelassenem Handlauf. 
© A. Herrmann
Im Haus Muthesius ist viel im Original erhalten, darunter dieses stilvolle weißlackierte Treppengeländer mit naturbelassenem Handlauf.

Muthesius kehrte 1903 nach Deutschland zurück und baute bis zu seinem Tod 1927 über 70 Landhäuser, darunter 1906-07 das für seine Familie in Berlin-Nikolassee. Es war ein gastfreundliches Haus mit einem 12 Meter langen und 4,80 Meter breiten Musikzimmer, dem größten Raum des Gebäudes. Als Fußbodenbelag wählte Muthesius Wassereiche. "Da die Stämme selbst gekauft und zerlegt wurden, konnte auch von dem nur halbdurchgefärbten Innenholze, das im Handel in der Regel als unbrauchbar beiseite geworfen wird, Gebrauch gemacht werden. Gerade die noch halb gelben Stäbe geben dem Boden einen eigenartigen schillernden Reiz", schildert er 1912 in seinem Buch "Landhäuser". Die dort abgebildeten Beispiele zeigen, dass die düstere Vertäfelung eines Speisezimmers wie in Schloss Drachenburg oder einer Halle wie in der Villa Hügel der Vergangenheit angehörten. Muthesius stattete seine Häuser ebenfalls mit Holz aus, doch es dominieren die hellen und freundlichen Töne.

Carola Nathan

© P. Brunner
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Wilhelm Büchner (1816-1892) machte mit der Herstellung mit Ultramarin ein Vermögen. Er war der jüngere Bruder des Dichters und Revolutionärs Georg Büchner.
© R. Rossner
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Die Decke im Speisezimmer der Villa Büchner ist nicht aus Holz, sondern aus bemaltem Stuck.
© ML Preiss
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Die spätere preußische Kronprinzessin Cecilie nannte das Jagdschloss Gelbensande das "irdische Paradies" ihrer Kindheit.
© ML Preiss
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Holz gibt es sogar im Badezimmer des Jagdschlosses Gelbensande.
© ML Preiss
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Im Jagdschloss Gelbensande wurde Holz naturbelassen oder weiß lackiert.
© Landesamt für Denkmalpflege, Bremen
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Die Villa Ichon in Bremen ist am diesjährigen Tag des offenen Denkmals zu besichtigen.
© R. Rossner
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Das Speisezimmer in der Villa Büchner
 
 
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Wilhelm Büchner (1816-1892) machte mit der Herstellung mit Ultramarin ein Vermögen. Er war der jüngere Bruder des Dichters und Revolutionärs Georg Büchner.
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Die Decke im Speisezimmer der Villa Büchner ist nicht aus Holz, sondern aus bemaltem Stuck.
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Die spätere preußische Kronprinzessin Cecilie nannte das Jagdschloss Gelbensande das "irdische Paradies" ihrer Kindheit.
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Holz gibt es sogar im Badezimmer des Jagdschlosses Gelbensande.
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Im Jagdschloss Gelbensande wurde Holz naturbelassen oder weiß lackiert.
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Die Villa Ichon in Bremen ist am diesjährigen Tag des offenen Denkmals zu besichtigen.
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Das Speisezimmer in der Villa Büchner
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