Sehen und Erkennen - "Man sieht nur, was man weiß" heißt es schon bei Johann Wolfgang von Goethe. In diesem Sinne schauen wir in dieser Rubrik auf Details, die den Bauwerken ihr unverwechselbares Gesicht geben und dem Betrachter so manches über ihre Entstehungszeit verraten.

  • Das Geheimnis besonders schmucker Ziegelsteine 08.11.2012 Was sind Feierabendziegel? Was sind Feierabendziegel?

    Was sind Feierabendziegel?

    Historische Ziegel einzuordnen ist eine Wissenschaft für sich. Denn ihre Formen und Formate sind vielgestaltig. Manche tragen besonderen Schmuck und Zeichen - die sogenannten Feierabendziegel.

  • Was ist eine Knagge? 08.11.2012 Sehen und Erkennen Sehen und Erkennen

    Sehen und Erkennen

    In der Baukunst ist die Knagge ein Kantholz. Sie dient als Konstruktionselement, das die Balken verriegelt und den Überhang eines Stockwerks in der Art einer Konsole gegen die Wand abstützt.

  • Wo Holz, Stroh und Reet Schutz bieten 08.11.2012 Dächer aus der Natur Dächer aus der Natur

    Dächer aus der Natur

    Kulturlandschaften entwickelten sich im Laufe der Geschichte aus den geologischen und topographischen Gegebenheiten, aus den klimatischen Verhältnissen, den ethnischen Eigenarten der Bewohner und den historischen Zusammenhängen. Sie prägen die Baukunst, vor allem im ländlichen Raum, wo der Austausch mit anderen Kulturlandschaften nicht so stark war wie in den vom Fernhandel beeinflussten Städten.

  • Synagogen, ein Teil unserer Kulturgeschichte 08.11.2012 Prächtig in der Stadt, schlicht auf dem Land Prächtig in der Stadt, schlicht auf dem Land

    Prächtig in der Stadt, schlicht auf dem Land

    Synagogen waren einst ein wichtiger Teil der Baukunst in Deutschland, leider sind sehr viele von den Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht 1938 zerstört worden. Die erhaltenen haben deshalb eine ganz besondere religions- und baugeschichtliche Bedeutung.

  • Neoklassizismus und Neue Sachlichkeit 08.11.2012 Die Baukunst zwischen den Weltkriegen Die Baukunst zwischen den Weltkriegen

    Die Baukunst zwischen den Weltkriegen

    Soweit die Werke berühmter Jugendstil-Architekten wie Otto Koloman Wagner und Joseph Maria Olbrich auf der Wiener Sezession beruhten, bedeuteten sie eine Vorwegnahme von Tendenzen der Neuen Sachlichkeit, einer der Hauptrichtungen zwischen den beiden Weltkriegen. Doch um das Jahr 1910 änderte sich das bei allen führenden Baumeistern, zuerst bei Olbrich. Sein letztes Werk vor seinem frühen Tod 1908 war das ehemalige Warenhaus Tietz an der Königsallee in Düsseldorf, das vor allem im jetzt leider zerstörten Inneren deutliche Züge eines Neoklassizismus aufwies.

  • Dächer prägen das Bild von Kulturlandschaften 08.11.2012 Stein, Blei und Kupfer Stein, Blei und Kupfer

    Stein, Blei und Kupfer

    Materialien zur Dachdeckung gibt es viele. Neben den heute am meisten gebräuchlichen Ziegeln finden Stoffe aus der Natur wie Holz, Stroh und Reet Verwendung. Je nach Landschaft und Bedeutung eines Gebäudes nutzt man aber auch Natursteine verschiedener Art oder Metallbleche. Davon soll in diesem Beitrag die Rede sein.

  • Bauten des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit 08.11.2012 Machtarchitektur und neue Bescheidenheit Machtarchitektur und neue Bescheidenheit

    Machtarchitektur und neue Bescheidenheit

    Es ist mit unserem Zeitgefühl schwer zu vereinbaren, dass die Schreckensherrschaft des Dritten Reiches nur zwölf Jahre gedauert hat. Davon nahm der Zweite Weltkrieg allein schon sechs in Anspruch. Deshalb sind zum Glück die meisten Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder die gigantischen Pläne für den Umbau von Berlin unvollendet geblieben.

  • Weshalb es nur noch wenige romanische Holzdecken gibt 08.11.2012 Mittelalterliche Kirchenräume Mittelalterliche Kirchenräume

    Mittelalterliche Kirchenräume

    Unsere Vorstellung von der Gestalt romanischer Kirchenräume wird vom heutigen Zustand geprägt. Im Laufe der Jahrhunderte kam es jedoch oft zu wesentlichen Veränderungen. So entspricht die zwischen 1129 und etwa 1150 erbaute Stiftskirche auf dem Schiffenberg bei Gießen in ihrer schlichten, aber eindrucksvollen Erscheinung so ganz unserem Bild von einer romanischen Kirche.

  • Städtebauer beherrschten sogar die Zugluft 08.11.2012 Die Anatomie einer Stadt Die Anatomie einer Stadt

    Die Anatomie einer Stadt

    Die überwiegende Zahl unserer Städte entstand im 12. und 13. Jahrhundert, zumeist allmählich und damit weitgehend planlos von einer Burg oder einem Kloster als Keimzelle ausgehend. Zum ersten Typ gehört zum Beispiel die nordhessische Stadt Fritzlar, die der nördlichste Vorposten der Erzbischöfe von Mainz war. In der Entfernung eines Tagesritts legte deren ärgster Rivale, Landgraf Ludwig III. von Thüringen, nach 1194 die Stadt Melsungen an.

  • Wie der Zug zum Licht die Häuserlandschaft veränderte 08.11.2012 Von traufen- und giebelständigen Häusern Von traufen- und giebelständigen Häusern

    Von traufen- und giebelständigen Häusern

    Die mittelalterlichen Städte Deutschlands haben überwiegend die giebelständige Bauweise gewählt, das heißt, die schmalen, dafür aber sehr tiefen Häuser stehen mit dem Giebel zur Straße. Dies ergibt, wie man an der Altstadt von Landshut erkennen kann, ein sehr lebendiges, in der Dachzone malerisch bewegtes Straßenbild.

  • Wandgliederungen in romanischen und frühgotischen Kirchen 08.11.2012 Frühgotik aus der Normandie Frühgotik aus der Normandie

    Frühgotik aus der Normandie

    Die reformierte Kirche in Rysum, einem ostfriesischen Dorf unweit von Emden in der Krummhörner Marsch, war bisher wegen ihrer gotischen Orgel aus der Zeit um 1457 bekannt, eine der ältesten, noch voll bespielbaren in Europa. Jetzt kann die Kirche aus einem zweiten Grund kunstgeschichtliches Interesse beanspruchen.

  • Wie Haustüren das Wesen eines Hauses spiegeln können 08.11.2012 Die Kunst, die Zeit & die Türen Die Kunst, die Zeit & die Türen

    Die Kunst, die Zeit & die Türen

    Man sagt, die Fenster seien die Augen eines Hauses. Für die Türen gibt es dagegen keinen Vergleich mit dem Antlitz des Menschen, am ehesten könnte man sie den Mund nennen, der von abweisend verschlossen bis lachend geöffnet das Wesen eines Gebäudes ausdrücken kann. In diesem Beitrag soll - einer kleinen Kunstgeschichte gleich - die Entwicklung vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in unsere Zeit dargestellt werden.

  • Selbstbildnisse der Baumeister des Mittelalters 08.11.2012 In Stein gehauen für die Ewigkeit In Stein gehauen für die Ewigkeit

    In Stein gehauen für die Ewigkeit

    So wie Maler und Bildschnitzer blieben auch mittelalterliche Baumeister in der Anonymität einer Zeit, in der die vom Glauben und von der ständischen Ordnung geprägte Gemeinschaft sehr viel, der einzelne wenig galt. Zwar kennen wir bereits den Baumeister, der in der Zeit um 800 für Kaiser Karl den Großen die Pfalzkapelle in Aachen erbaute. Seinen Namen, Odo von Metz, überliefern uns Schriftquellen aus dem Ende des 9. Jahrhunderts. Mehr aber nicht, so dass wir uns kein Bild von seiner Persönlichkeit oder von seinen anderen Werken machen können.

  • Die illusionistische Malerei in der Baukunst 08.11.2012 Schon die alten Römer haben gemogelt Schon die alten Römer haben gemogelt

    Schon die alten Römer haben gemogelt

    Die Kunst des Barock hatte eine besondere Vorliebe, real existierende Räume mit Hilfe illusionistischer Malerei auszuweiten. In der Rotunde des Biebricher Schlosses in Wiesbaden erhielt das steinerne Kuppelgewölbe an der Innenseite eine Scheingliederung aus gemalten Pilastern und Kassetten.

  • Wie die Landschaft den Kirchenbau beeinflusst hat 08.11.2012 Vom Findling zum Granitquader Vom Findling zum Granitquader

    Vom Findling zum Granitquader

    Geologie, Topographie, Klima und Geschichte sind die Grundlagen, aus denen die Kulturlandschaften in Deutschland hervorgegangen sind. Besonders deutlich wird dies in den Küstengebieten der Nordsee, wo das Meer und die Stürme als Naturgewalten bis heute am stärksten wirken.

  • Die Entwicklung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert 08.11.2012 Backstein ist nicht gleich Backstein Backstein ist nicht gleich Backstein

    Backstein ist nicht gleich Backstein

    Backsteine sind seit Jahrtausenden in Gegenden, die arm an Natursteinen sind, der bevorzugte Baustoff. Während sie in Italien seit der Römerzeit durchgängig Verwendung fanden, haben sie im nördlichen Europa erst wieder im Mittelalter Einzug in die Baukunst gefunden. In diesem Beitrag werde ich die Entwicklung der Maße, Farben und Oberflächen der Backsteine bis in das 20. Jahrhundert verfolgen.

  • Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela 08.11.2012 Auf den Spuren der Jakobsmuscheln Auf den Spuren der Jakobsmuscheln

    Auf den Spuren der Jakobsmuscheln

    Hoch oben am Ostchor der Paulskirche in Worms entdeckt man an einer Lisene zwischen den Fenstern zwei aus dem Werkstein herausgearbeitete Muscheln und fragt sich, was sie wohl zu bedeuten haben. Einmal auf dieses Motiv aufmerksam geworden, findet man es häufiger und an verschiedenen Stellen, so an einer Säulenbasis im Langhaus von St. Georg im elsässischen Haguenau

  • Von Barockgärten und Landschaftsparks 08.11.2012 Europas große Gärten Europas große Gärten

    Europas große Gärten

    In der Geschichte der europäischen Gartenkunst bilden der französische Garten im Barock und der englische Landschaftspark die Höhepunkte. Ihre Zeugnisse sind heute noch am häufigsten vertreten, während man die Beispiele aus dem Mittelalter und der Renaissance nur noch selten antrifft. Vorbild für die barocken Fürstenhöfe in Deutschland waren Schloss und Park von Versailles, durch Ludwig XIV. von einem bescheidenen Jagdschloss seines Vaters zur großartigsten Residenz Europas ausgebaut.

  • Unterschiede im protestantischen Kirchenbau 08.11.2012 Die reine Lehre und die Macht der Bilder Die reine Lehre und die Macht der Bilder

    Die reine Lehre und die Macht der Bilder

    Die Gestalt von Kirchen wird sowohl im Äußeren, besonders aber im Inneren von der Gottesdienstordnung der jeweiligen Konfession bestimmt. Dabei stehen die katholischen Sakralbauten in der Tradition des Mittelalters. Sie haben dennoch eine spürbare Entwicklung durchgemacht, zuletzt ausgelöst durch die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1962-65.

  • Kirchen aus Holz und ihre Geschichte 08.11.2012 Gebaut in Gottvertrauen Gebaut in Gottvertrauen

    Gebaut in Gottvertrauen

    Die ersten christlichen Kirchen in Deutschland wurden in der Mehrzahl aus Holz errichtet und sind später durch Steinbauten ersetzt worden. So soll der Legende nach Bonifatius 724 seine erste Kapelle in Fritzlar aus dem Holz der Donareiche geschaffen haben, doch bereits 732 hat er sie durch eine steinerne ersetzt, von der er prophezeite, sie würde nie durch Feuer zerstört werden. Damit nannte er auch einen Grund, warum man bald auf Holzkirchen verzichtete, nämlich wegen der Brandgefahr.

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