Ikonographie - Ob Josef, der sich neben der Krippe pustend über den Brei beugt, ob ein geflügelt zum Himmel schwebendes Herz oder Maria mit dem Spinnrocken: Es gibt Darstellungen, die nicht ohne weiteres zu verstehen sind. Wie solche Motive in der Bildenden Kunst entstanden und was sie bedeuten, erfahren sie in dieser Rubrik.

  • 1.700 Jahre Martin von Tours 15.09.2016 Martin von Tours Markenzeichen: Mitgefühl

    Markenzeichen: Mitgefühl

    Vor 1.700 Jahren wurde Martin von Tours geboren. Obwohl jährlich gefeiert, wissen viele nicht von der wandelnden Bedeutung des Heiligen im Laufe der Geschichte.

  • Albrecht Dürer und die Kartierung der Sterne 13.01.2016 Der Hase am Südhimmel Der Hase am Südhimmel

    Der Hase am Südhimmel

    Sie spüren Kugelsternhaufen und Satellitengalaxien auf: Heutige Astronomen können Milliarden Lichtjahre weit ins All blicken. Vor 500 Jahren – das Fernrohr war noch nicht erfunden – sah unser Bild vom Himmel ganz anders aus.

  • Karl Völkers Deckenbilder in der Kirche von Schmirma 08.11.2012 Christus, geerdet Christus, geerdet

    Christus, geerdet

    Für die Kirche des kleinen Dorfes Schmirma in Sachsen-Anhalt schuf der Maler Karl Völker 1921 eine farbgewaltige Raumgestaltung. Nach der erfolgreichen Sanierung des Kirchendachs konnten die restaurierten Deckenbilder mit Szenen aus dem Leben Jesu in das Gotteshaus zurückkehren.

  • Kirchen nach dem Zweiten Vatikanum 08.11.2012 Moderner Kirchenbau Liturgie formt Räume

    Liturgie formt Räume

    Sie verkörpern den Geist des Aufbruchs, überwinden jahrhundertealte Strukturen. Noch heute wirken ihre schlichten Räume und Baumaterialien radikal. Die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil errichteten Kirchen vereinigen zeitgenössische ästhetische Vorstellungen mit bahnbrechenden theologischen Neuerungen. Als wichtige Zeugnisse unserer jüngsten Geschichte sind einige von ihnen bereits denkmalwürdig. Nachfolgend möchten wir Ihnen ausgewählte Beispiele vorstellen.

  • Patron der Jungfrauen und Seefahrer 08.11.2012 "Du lieber, heiliger Nikolaus" "Du lieber, heiliger Nikolaus"

    "Du lieber, heiliger Nikolaus"

    Am 6. Dezember schauen Kinder erwartungsfroh nach, ob der Nikolaus am Vorabend Gaben in ihren geputzten Stiefeln hinterlassen hat.

  • Was ist eine Knagge? 08.11.2012 Sehen und Erkennen Sehen und Erkennen

    Sehen und Erkennen

    In der Baukunst ist die Knagge ein Kantholz. Sie dient als Konstruktionselement, das die Balken verriegelt und den Überhang eines Stockwerks in der Art einer Konsole gegen die Wand abstützt.

  • Die Nazarener kommen nicht nur im Speyerer Dom zu neuen Ehren 08.11.2012 Nazarener Jedes Bild ein Gottesdienst

    Jedes Bild ein Gottesdienst

    Vor allem mit Wandmalereien in Kirchen strebten die Nazarener im 19. Jahrhundert die Erneuerung religiöser Kunst an. Im Dom zu Speyer haben ihre Werke eine ungewöhnliche Renaissance erlebt.

  • Lüpertz-Fenster in Gütz 08.11.2012 Alte Kirche in neuem Licht Alte Kirche in neuem Licht

    Alte Kirche in neuem Licht

    Der Förderverein für die Dorfkirche von Gütz in Sachsen-Anhalt wagte ein ehrgeiziges Projekt: Er beauftragte den Künstler Markus Lüpertz, neue Fenster für die alte Kirche zu schaffen.

  • Die Rettung der Lippersdorfer Bilderbibel 08.11.2012 Sündenfall und Seligpreisung Sündenfall und Seligpreisung

    Sündenfall und Seligpreisung

    In 55 Feldern erzählt die barocke Kassettendecke von St. Nicolai die Heilsgeschichte und vermittelt dabei einen Einblick in die von theologischen und moralischen Vorgaben geprägte Glaubenswelt der Zeit.

  • Grünewalds Stuppacher Madonna ist restauriert 08.11.2012 Schönheit hinter Glas Schönheit hinter Glas

    Schönheit hinter Glas

    Ein fein nuanciertes Konzert der Farben entfaltet sich auf dem Madonnenbild von Matthias Grünewald. Mit brillanter Strahlkraft leuchten sie scheinbar aus sich heraus. Ob in kontemplativer Betrachtung oder aus kunsthistorischer Neugier - der Reichtum an Motiven zieht wohl jeden in seinen Bann.

  • Die Geschichte des Hochaltars in der Marktkirche zu Halle 08.11.2012 Maria auf Abwegen Maria auf Abwegen

    Maria auf Abwegen

    Zu den bedeutendsten Schätzen der Kirche Unser Lieben Frauen zu Halle zählt der Hochaltar aus der Cranach-Schule. Mit dem Marienretabel hatte der Stifter, Kardinal Albrecht von Brandenburg, ein klares gegenreformatorisches Zeichen setzen wollen. Kein leichtes Erbe für ein evangelisches Gotteshaus.

  • Christkind-Figuren und ihre Ornate 08.11.2012 Göttliche Gewebe Göttliche Gewebe

    Göttliche Gewebe

    Seit dem Hochmittelalter bestimmten Christkind-Figuren jedes Jahr zur Weihnachtszeit die klösterliche Liturgie und den Alltag. Die Nonnen schneiderten den Puppen individuelle Gewänder auf den Leib.

  • Das Pilgerwunder des heiligen Jakobus 08.11.2012 Fliegende Brathähnchen Fliegende Brathähnchen

    Fliegende Brathähnchen

    In einer Kathedrale am spanischen Jakobsweg wurde im 15. Jahrhundert ein Hühnerkäfig installiert, der auf ein bekanntes Jakobuswunder verweist. Auch in Deutschland finden sich in vielen Wallfahrerkirchen Darstellungen der Hühnerlegende.

  • Vom Sehen im Mittelalter 08.11.2012 Petrus mit Brille Petrus mit Brille

    Petrus mit Brille

    Möglicherweise ist es ein Relikt der mittelalterlichen Tradition, dass Brillenträgern bis in die Moderne hinein nachgesagt wird, besonders intelligent und wissend zu sein.

  • Gudows Dorfkirche bewahrt ein seltenes Kunstwerk 08.11.2012 Die Madonna auf dem Mond Die Madonna auf dem Mond

    Die Madonna auf dem Mond

    Mondsichelmadonnen sind ein eigner Bildtypus in der christlichen Ikonographie. In der Dorfkirche des schleswig-holsteinischen Ortes Gudow befindet sich eine Muttergottesfigur aus dem frühen 15. Jahrhundert, die auf einer besonders originellen Darstellung der Mondsichel steht.

  • In Schwäbisch Hall sitzt Maria an einem Spinnrocken 08.11.2012 Der Faden des Lebens Der Faden des Lebens

    Der Faden des Lebens

    In der spätromanischen Urbanskirche in Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, wurde kürzlich eine spätgotische Wandmalerei restauriert, die Maria darstellt, wie sie einen Faden spinnt. Das im Mittelalter beliebte christliche Symbol des Spinnrockens stand nicht allein für die Verkündigung Mariens.

  • Kruzifixe des hohen Mittelalters 08.11.2012 Den Schmerz zur Schau gestellt Den Schmerz zur Schau gestellt

    Den Schmerz zur Schau gestellt

    Für das Christentum ist der Opfertod von Gottes Sohn ein zentrales Motiv des Glaubens, deshalb kommt auch den plastischen Kruzifixen in den katholischen und lutherischen Kirchen eine wichtige Rolle zu. Sie bringen den Kern der christlichen Lehre zum Ausdruck: die Erlösung der Menschheit von den Sünden durch den Tod Christi und den Sieg Christi über den Tod durch die Auferstehung.

  • Lob und Leid in Gold 08.11.2012 Altäre in Deutschland Altäre in Deutschland

    Altäre in Deutschland

    Prachtvoll stehen sie in vielen Kirchen: Altäre mit ihren kunstvoll gestalteten Retabeln. Als Ort der Eucharistiefeier erinnern sie an das letzte Abendmahl, das Sterben und die Auferstehung Jesu. Den wenigsten Besuchern eines Gotteshauses ist bewusst, dass die Altäre ihren Ursprung in der Antike haben. Tier-, Brand- oder Rauchopfer wurden auf ihnen dargebracht. Der Name leitet sich von "alta ara" ab, was erhöhte Opferstätte bedeutet. Diese frühen Altäre waren schlicht gehaltene Steinblöcke, die meist im Freien standen.

  • Die Kirche in Dahme/Mark wurde gesperrt 08.11.2012 Rot für Gift Rot für Gift

    Rot für Gift

    Die Stadtkirche St. Marien im brandenburgischen Dahme/Mark ist seit einem Jahr gesperrt. Ihr verformter Dachstuhl muss restauriert werden. Eine größere Aufgabe ist jedoch, das giftige Holzschutzmittel aus den 1970er Jahren zu entfernen.

  • Zu bemalen an einem Tag 08.11.2012 Die Fresken und der nasse Putz Die Fresken und der nasse Putz

    Die Fresken und der nasse Putz

    Im allgemeinen Sprachgebrauch werden fälschlicherweise alle Wand- und Gewölbemalereien als Fresken bezeichnet. In Wirklichkeit trifft der Ausdruck "Fresko" nur auf die Malereien zu, die auf den nassen Putz gemalt sind. Dabei wird dieser von den Pigmenten gewissermaßen durchgefärbt, wodurch eine untrennbare Einheit entsteht.

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