Menschen für Denkmale - Gelungene Denkmalpflege ist immer ein Gemeinschaftswerk: Oft sind es einzelne Personen oder kleine Gruppen, die die Bewahrung von Denkmalen anstoßen und ihre Restaurierung vorantreiben. Doch das Ergebnis wird durch Teams erzielt, die eng zusammenarbeiten: Bauherren, Architekten, Statiker, Denkmalpfleger und Handwerker der verschiedenen Gewerke, zudem Ehrenamtliche, Bewohner von Denkmalen, Institutionen und Behörden, die Fördergelder geben.
Im Februar 1997 hatten die Schüler des Gymnasiums Grootmoor in Hamburg-Bramfeld das erste Mal in "ihrer" Müsselmower Kirche gestanden. Riesige Löcher klafften damals im Dach des efeuberankten Backsteingebäudes. Schuttberge türmten sich im Kirchenschiff und überall lagen Gebeine aus den aufgebrochenen Grüften. Doch die 18 und 19 Jahre alten Schüler ließen sich durch diesen jämmerlichen Anblick von ihrem Wunsch nicht abbringen etwas für diese Kirche und damit auch für die 150 Einwohner des Ortes zu tun.
Dass sich fast alle Dorfbewohner zu einem Förderverein zusammenschließen, ist selten. So geschehen 1999 im sachsen-anhaltischen Dorf Seena. Der "Förderverein zum Erhalt der Seenaer Kirche e.V." schaffte es tatsächlich, die heruntergekommene Barockkirche des Dorfes zu retten. Seit 1996 wurde ernsthaft über den Abriss der Kirche aus dem 17. Jahrhundert nachgedacht. Wer sich alte Fotos anschaut, kann dies - nüchtern betrachtet - verstehen: das Dach teilweise eingefallen, die Fenster hohle Löcher, dazu Risse im brüchigen Mauerwerk, so breit, dass man den Arm bis zur Schulter hineinschieben konnte.
Katja ist sich ganz sicher, dass sie in der vergangenen Nacht Schlossgeist Dieter begegnet ist. Sie ist so aufgeregt, dass sie am Morgen nach diesem Erlebnis kaum einen Bissen vom leckeren Frühstück herunterbekommt, das fleißige Helfer für sie und die vierzig anderen Kinder des Ferienlagers im Schloss Dreilützow vorbereitet haben. Dieter ist eine der Attraktionen des Barockschlosses in Dreilützow, das Andreas Gottlieb von Bernstorff Anfang des 18. Jahrhunderts vom Baumeister Johann Paul Heumann errichten ließ. Das stattliche, zweigeschossige Backsteingebäude ist von einem großen Landschaftspark umgeben.
Diesen Tag im April 1998 wird Jochen Weppler so schnell nicht vergessen. Der Sanierungsleiter von Schloss Romrod besprach damals zusammen mit Mitarbeitern des hessischen Landesdenkmalamtes das Vorgehen bei der Restaurierung einer Kassettendecke im Herrenbau - und fand dabei ein vergilbtes Couvert.
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