© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Material - Das Schieferdecker-Handwerk hatte seine Blüte im Mittelalter, Reetdächer findet man hauptsächlich im Norden des Landes. Fachwerkhäuser sehen in Rheinland-Pfalz anders aus als in Niedersachsen, und Beton ist ein beliebtes Baumaterial seit den 1970er Jahren. Über Baumaterialien gibt es viel zu erfahren.

  • Dächer prägen das Bild von Kulturlandschaften 08.11.2012 Stein, Blei und Kupfer Stein, Blei und Kupfer

    Stein, Blei und Kupfer

    Materialien zur Dachdeckung gibt es viele. Neben den heute am meisten gebräuchlichen Ziegeln finden Stoffe aus der Natur wie Holz, Stroh und Reet Verwendung. Je nach Landschaft und Bedeutung eines Gebäudes nutzt man aber auch Natursteine verschiedener Art oder Metallbleche. Davon soll in diesem Beitrag die Rede sein.

  • Deckengestaltung von der Gotik bis zum Hochbarock 08.11.2012 Hohe Kunst an der Decke Hohe Kunst an der Decke

    Hohe Kunst an der Decke

    Als Raumabschluss gotischer Innenräume kennen wir überwiegend steinerne Rippengewölbe. Verzierte Holzdecken sind selten, waren ursprünglich aber zahlreicher vorhanden. Sie fielen jedoch häufig Brandkatastrophen oder modischen Veränderungen späterer Zeiten zum Opfer.

  • Das Jugendstilfenster in Werdau 08.11.2012 Tee, Glanz und Perlen Tee, Glanz und Perlen

    Tee, Glanz und Perlen

    Wenn sich die Damen der werdauischen Gesellschaft im Jahre 1906 zum Tee in der Villa des Fabrikanten Gustav Bruno Vogel einfanden, kamen sie für gewöhnlich im Salon der Damen zusammen. Wie sehr mögen sie dort angesichts des funkelnden Glasperlenfensters den erlesenen Geschmack und die Modernität der Hausherrin bewundert haben.

  • Wann Bücher zerfallen und wie man sie erhalten kann 08.11.2012 Mal zerlesen, mal zerfressen Mal zerlesen, mal zerfressen

    Mal zerlesen, mal zerfressen

    Gnadenlos fressen sie sich durch die Zeilen, vernichten Buchstabe um Buchstabe der wertvollen Handschrift aus dem 14. Jahrhundert. Wo einmal lateinische Gedichte zu lesen waren, erscheinen jetzt nur noch dunkle Flecken. An den Rändern sind die Blätter schon bedrohlich ausgefranst. Die Schädlinge machen auch vor dem Einband nicht halt, tun sich gütlich an Leder und Leim und greifen den hölzernen Buchdeckel an.

  • Die Böhms erneuern den Sakralbau 08.11.2012 Böhm-Architektur Gott wohnt auch im Beton

    Gott wohnt auch im Beton

    "Der Vater erhebe seinen Sohn zum Mitbesitzer,er lasse ihn mitbauen, - pflanzen und erlaube ihm,wie sich selbst, eine unschädliche Willkür.Eine Tätigkeit lässt sich in die andre verweben,keine an die andre anstückeln. Ein junger Zweig verbindetsich mit einem alten Stamme gar leicht und gern,an den kein erwachsener Ast mehr anzufügen ist." Johann Wolfgang von Goethe,Die Wahlverwandtschaften, 1809

  • Kunstwerke aus Wachs 08.11.2012 Duell um Floras wächsernes Lächeln Duell um Floras wächsernes Lächeln

    Duell um Floras wächsernes Lächeln

    Kaum ein Kunsthandwerk besitzt ein so schönes Vokabular wie die Wachsbildnerei: Da wird bossiert und zart beflockt, das Material zu Jungfernwachs gebleicht, werden Moulagen modelliert, Wangen rosiniert und Engelsflügel mit einem Hauch Glanz bestreut. Keroplastik nennt man die Kunst, die beinahe so alt ist wie die Menschheit selbst, aber dennoch fast versunken und vergessen.

  • Die Villa Merkel in Esslingen 08.11.2012 Palazzo aus Beton Palazzo aus Beton

    Palazzo aus Beton

    Sie atmet den Geist einer Villa Farnesina in Rom: Umgeben von einem weitläufigen Landschaftsgarten, der bis zum Neckar reicht, verkörpert das Wohnhaus Merkel die Ideale der Neurenaissance.

  • Die Entwicklung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert 08.11.2012 Backstein ist nicht gleich Backstein Backstein ist nicht gleich Backstein

    Backstein ist nicht gleich Backstein

    Backsteine sind seit Jahrtausenden in Gegenden, die arm an Natursteinen sind, der bevorzugte Baustoff. Während sie in Italien seit der Römerzeit durchgängig Verwendung fanden, haben sie im nördlichen Europa erst wieder im Mittelalter Einzug in die Baukunst gefunden. In diesem Beitrag werde ich die Entwicklung der Maße, Farben und Oberflächen der Backsteine bis in das 20. Jahrhundert verfolgen.

  • Eine kleine Kulturgeschichte des Spiegels 08.11.2012 Der Zauber des Widerscheins Der Zauber des Widerscheins

    Der Zauber des Widerscheins

    Kerzenschein, so weit das Auge reicht, die Pretiosen gleich mehrfach wiederholt, und der ganze Raum verliert sich im Unendlichen. Der Barockmensch war ein Sinnenmensch par excellence und hat - als wahren Schauplatz seiner Epoche - den Spiegelsaal kreiert. Denn, was konnte die Sinne mehr ansprechen als optische Täuschungen und der Zauber raffinierter Lichteffekte?

  • Kirchen aus Holz und ihre Geschichte 08.11.2012 Gebaut in Gottvertrauen Gebaut in Gottvertrauen

    Gebaut in Gottvertrauen

    Die ersten christlichen Kirchen in Deutschland wurden in der Mehrzahl aus Holz errichtet und sind später durch Steinbauten ersetzt worden. So soll der Legende nach Bonifatius 724 seine erste Kapelle in Fritzlar aus dem Holz der Donareiche geschaffen haben, doch bereits 732 hat er sie durch eine steinerne ersetzt, von der er prophezeite, sie würde nie durch Feuer zerstört werden. Damit nannte er auch einen Grund, warum man bald auf Holzkirchen verzichtete, nämlich wegen der Brandgefahr.

  • Dendrochronologie schreibt Geschichte von Häusern neu 08.11.2012 Was Jahresringe verraten Was Jahresringe verraten

    Was Jahresringe verraten

    Die Kunstwissenschaft und Hausforschung erhielten vor rund fünf Jahrzehnten für die Datierung von Baudenkmalen Hilfe durch Forstbotaniker, denen es anhand der Jahresringe zunächst von Eichenholz, dann aber auch von Nadelholz gelang, das exakte Datum der Fällung von Bauholz festzustellen. Erst seit der Industrialisierung wird dies durch maschinengetriebene Sägen geschnitten. Zuvor wurden aus den runden Baumstämmen die im Querschnitt quadratischen oder rechteckigen Bauhölzer mit der Breitaxt herausgehauen, was man nur mit frisch gefällten Bäumen machen konnte, abgelagertes Holz war dafür zu hart.

  • Die Bronzeschule in Lauchhammer 08.11.2012 Mit Eisenguss in die Antike Mit Eisenguss in die Antike

    Mit Eisenguss in die Antike

    Wer im ausgehenden 18. Jahrhundert etwas auf sich hielt - ob Adel oder gehobenes Bürgertum -, wollte teilhaben an der Italien- und Griechenlandverehrung der Zeit. Dazu gehörte es auch, sich mit Nachbildungen von antiken Skulpturen zu umgeben. Wem aber das Geld für Marmor oder Bronze fehlte, dem bot sich nun mit dem Eisenkunstguss eine Alternative. Denn 1784 war es Detlev Carl Graf von Einsiedel, seit 1776 Besitzer des Eisenwerkes samt Eisengießerei im brandenburgischen Lauchhammer, erstmals gelungen, eine lebensgroße vollplastische Figur in Eisen zu gießen - eine antike Bacchantin.

  • Konrad Wachsmanns Serien-Hausbau 08.11.2012 Holz war sein Stoff Holz war sein Stoff

    Holz war sein Stoff

    Berlin, Anfang 1929. Elsa Einstein steht mit abweisender Miene in der Tür ihrer Wohnung auf der Haberlandstraße und hört sich das seltsame Begehren des jungen Mannes an: Er wolle das neue Sommerhaus für Albert Einstein bauen. Elsa Einstein hat schon viele Bettler und dreiste Presseleute an der Türe abgewiesen, weil ihr Mann dafür einfach zu weichherzig ist.

  • Speisen auf Blauweiß 08.11.2012 Hedwig Bollhagen Hedwig Bollhagen

    Hedwig Bollhagen

    Essen Sie nicht auch am liebsten von blau-weißem Geschirr?" fragt Heidi Manthey und serviert eine leuchtend-orange Kürbiscremesuppe. Auf dem Esstisch in der ehemaligen Wohnung der Keramikerin Hedwig Bollhagen in Marwitz bei Berlin stehen Teller aus Meißen, das weiß-blaue Zwiebelmuster. Die Marke auf der Unterseite des Tellers verrät seinen Wert: Er wurde 1770 gefertigt. Im Obergeschoss des Hauses, in dem "HB", wie die meisten die Keramikerin nennen, die längste Zeit ihres Lebens verbrachte, wohnt jetzt - mit Blick auf die weite brandenburgische Landschaft und ihre kleine Fabrik - Hedwig Bollhagens langjährige Mitarbeiterin, die Künstlerin Heidi Manthey.

  • Wussten Sie, dass es Stuckmarmor schon in der Antike gab? 08.11.2012 Vom echten Marmor bis zum Marmorieren Vom echten Marmor bis zum Marmorieren

    Vom echten Marmor bis zum Marmorieren

    Ist ja kein echter Marmor, nur ein Ersatz." Diese abfällige Bemerkung vernimmt man oft vor Bauwerken mit Stuckmarmor. In Wirklichkeit ist es heute teurer, Stuckmarmor herzustellen, als echten Marmor zu beschaffen. Die einzelnen Arbeitsschritte erfordern einen beachtlichen Zeitaufwand und große handwerkliche Fähigkeiten.

  • Das Prunkbett in Schloss Moritzburg 08.11.2012 Vollbad für eine Million Federn Vollbad für eine Million Federn

    Vollbad für eine Million Federn

    Alle Welt spricht vom Bernsteinzimmer in St. Petersburg. Doch auch Schloss Moritzburg bei Dresden hat ein kostbares Interieur zu bieten, und dies sogar im Original: das Federzimmer von Kurfürst August dem Starken. Nach über 30 Jahren unter Verschluss kann das Zimmer mit dem königlichen Paradebett seit April 2003 wieder besichtigt werden. 1723 hatte es der sächsische Kurfürst für das Japanische Palais in Dresden erworben, 1830 wurde das Federzimmer nach Schloss Moritzburg verlegt.

  • Die Welt der Papiertapeten des 19. Jahrhunderts 08.11.2012 Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden

    Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden

    In umschmeichelnden Gewändern, mit Blumengirlanden geschmückt, tanzen Mädchen in den Landschaften Illyriens vor dem Tempel der Athene. Die liebestolle Göttin Calypso lässt nichts unversucht, um den jungen Helden Telemach auf ihrer Insel zu halten, Amor und Psyche schwören sich ewige Liebe, und die berühmten Bauwerke von Paris zeugen von der Hochblüte europäischer Kultur. Diese und ähnliche Szenarien spielten sich hinter oftmals verschlossenen Türen ab, wohl bewahrt vor neugierigen Blicken und stolz gezeigt bei besonderen Anlässen.

  • Holländische Fayencefliesen in Schloss Caputh 08.11.2012 Die Lust am Spiel Die Lust am Spiel

    Die Lust am Spiel

    Geschickt sind sie, die zwei Jungen. Sie laufen auf hohen Stelzen, bekleidet mit Mützen, Jacken und kurzen Hosen. Nicht weit entfernt übt ein weiterer Junge den Kopfstand, und ein zweiter versucht, ihm nachzueifern. Andere Kinder lassen Drachen steigen, treiben Kreisel, reiten Steckenpferde oder spielen mit Murmeln und Knöchelchen. Ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der sich jeweils auf 13 mal 13 Zentimeter großen, blau-weißen Fliesen abspielt.

  • Die Geschichte des Kronleuchters leidet an seiner Zerbrechlichkeit 08.11.2012 Das streichelnde Licht Das streichelnde Licht

    Das streichelnde Licht

    Lichtblitze verfangen sich in den Brokatbordüren feiner Blazer, im Goldmuster mancher Krawatte und lassen die Damasttischdecke schimmern. Den Gesichtern der Abendgesellschaft schmeichelt der Glanz des Kronleuchters, der sich in den Aperitifgläsern spiegelt. Er ist die Krönung eines jeden Wohnraumes, umhüllt die Gäste mit seiner leuchtend goldenen Wärme und haucht einen Weichzeichner über die Szene.

  • Die Mauertechnik als Teil der europäischen Kulturgeschichte 08.11.2012 Mauern als Kunstwerk Mauern als Kunstwerk

    Mauern als Kunstwerk

    Das zusammenwachsende Europa muss sich in erster Linie seiner gemeinsamen Kultur bewusst werden, deren Anfänge weit zurückreichen. Dies ist auch an einem baugeschichtlichen Detail abzulesen, der Entwicklung der Mauertechnik.

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