Barock

  • Die Baden-Badener trumpfen mit Architektur 08.11.2012 Zu Höherem berufen Zu Höherem berufen

    Zu Höherem berufen

    Als Ludwig Wilhelm von Baden-Baden sechs Jahre alt war, ließ ihm sein Vater, Markgraf Ferdinand Maximilian, eine Medaille prägen. Auf der Rückseite zeigt sie einen Adler, dem ein kleinerer Adler folgt. Beide fliegen der Sonne entgegen, in der eine Krone leuchtet. Über dem Motiv steht "Non Deteriora Sequendo" - "Nichts Geringeres verfolgen". Der Hintergrund dazu: 1661 bewarb sich das badische Fürstenhaus um den polnischen Königsthron und präsentierte auch Ludwig Wilhelm als Kandidaten. Das geschah insgesamt dreimal und jedesmal vergeblich: 1661, 1674 und 1697.

  • Das Badekabinett in Schloss Augustusburg 08.11.2012 Wasser ist zum Baden da! Wasser ist zum Baden da!

    Wasser ist zum Baden da!

    Wer das Wort "Fliesen" hört, der hat vor seinem geistigen Auge sofort eine ganze Reihe von Vorstellungen: sauber, hygienisch, pflegeleicht, praktisch - Badezimmer! Und wer das "Badekabinett" des Kölner Kurfürsten Clemens August in Schloss Augustusburg in Brühl bei Köln besichtigt, fühlt sich, oberflächlich betrachtet, zunächst in seinen Vorstellungen von der praktischen Fliese bestätigt: Bis zur Decke sind die Wände des kurfürstlichen Badezimmers mit blau-weißen Ornament-Fliesen verkleidet.

  • Die Schönborns und Balthasar Neumann 08.11.2012 Im Dienste des Absoluten Im Dienste des Absoluten

    Im Dienste des Absoluten

    Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich in Deutschland allmählich die Kunst des Barock durch. Seine beschwingten Formen, seine lichtdurchfluteten Räume, die gekonnten Inszenierungen mittels Malerei und Skulptur waren genau die Sprache, mit der die großen und kleinen deutschen Souveräne sich selbst und dem Volk ihre Vorstellungen von Macht zeigen konnten. Anfang des 18. Jahrhunderts schickte sich die Familie von Schönborn an, als geistliche Würdenträger von Mainz, Bamberg, Würzburg, Worms und Speyer eine politisch sehr einflussreiche Hausmacht zu werden. Als der junge Baumeister Balthasar Neumann ihren Weg kreuzte, fanden sie in ihm den idealen Partner für ihre unzähligen Bauvorhaben.

  • Die Geschichte der Schlosskirche Blieskastel 08.11.2012 Der Graf holte die Franziskaner Der Graf holte die Franziskaner

    Der Graf holte die Franziskaner

    Blieskastel gilt als ein Kleinod im Saarland. Tatsächlich hat sich das Städtchen bis heute seinen barocken Charme bewahrt, der untrennbar mit den Grafen von der Leyen verbunden ist: Als diese ihre Residenz 1773 von Koblenz nach Blieskastel verlegten, kam ein wirtschaftlicher und künstlerischer Aufschwung in Gang, der bis heute das Stadtbild bestimmt.

  • Das Kulissenheiliggrab von Rottach-Egern 08.11.2012 Kulissenheiliggrab Mit Magie bekehrt

    Mit Magie bekehrt

    Barocke Kulissenheiliggräber wollten die Gläubigen auf der emotionalen Ebene ansprechen, indem sie das Publikum an Tod und Leiden Christi mitfühlen und Jesu triumphale Auferstehung miterleben ließen. Die eindringlichen Bilder hatten offensichtlich mehr Überzeugungskraft als Worte.

  • Johann Conrad Schlaun: Meister des barocken Backsteins 08.11.2012 Im Land der Westfälischen Sinfonie Im Land der Westfälischen Sinfonie

    Im Land der Westfälischen Sinfonie

    "Bei Clemens August trug man blau und weiß, da lebte es sich wie im Paradeis", sagte man im Rheinland und in Westfalen des 18. Jahrhunderts und noch darüber hinaus, in dem riesigen Gebiet nämlich, in dem der Wittelsbacher Kurfürst regierte. Als Sonnenkönig vom Rhein eiferte Clemens August, der sich viel lieber der Kunst und der Jagd als der Politik widmete, in seinem Baueifer dem großen französischen Vorbild nach. Für Johann Conrad Schlaun, den Barockbaumeister aus Westfalen, war das Erzbistum in der Tat ein Paradies, bot es ihm doch den idealen Boden für eine eindrucksvolle Architekten-Karriere.

  • Die Wieskirche fing mit einem hölzernen Christus an 08.11.2012 Die Wieskirche Ein Hochamt des Rokoko

    Ein Hochamt des Rokoko

    Für Touristen aus Übersee ist sie ein fester Programmpunkt auf der gebuchten Reiseroute "Europa in zehn Tagen". Abends in Frankfurt am Main eingetroffen, wird die Nacht im Bus verbracht, um pünktlich um 8.00 Uhr morgens, wenn die Wieskirche ihre Pforten öffnet, von diesem Inbegriff des bayerischen Rokoko empfangen zu werden.

  • Wie man sich in Wiesentheid verzaubern lassen kann 08.11.2012 Bis Rom nur ein paar Schritte Bis Rom nur ein paar Schritte

    Bis Rom nur ein paar Schritte

    Dem fränkischen Wiesentheid liegt Rom ganz nah. Es scheint jedenfalls so. Man braucht eigentlich nur die katholische Pfarrkirche St. Mauritius zu besuchen. Von außen zeigt sich die Kirche als eine recht nüchterne Vertreterin des süddeutschen Barock. Wer sie jedoch betritt, befindet sich plötzlich nicht mehr in dem beschaulichen Residenzstädtchen der Grafen von Schönborn-Wiesentheid.

  • Die Ornamentik im Rokoko und Klassizismus 08.11.2012 Von Zöpfen, Muscheln und Rocaillen Von Zöpfen, Muscheln und Rocaillen

    Von Zöpfen, Muscheln und Rocaillen

    Die Architektur des Barock ist reich an Zierformen. Zwischen 1690 und 1735 - im Hochbarock - waren Muscheln, C-Schwünge und Bandelwerk die bevorzugten Ornamente. Danach tauchte eine neue Schmuckform auf, die dem Rokoko als Spätstil des Barocks seinen Namen gab: die Rocaille. Sie wurde in Frankreich zur Regierungszeit König Ludwigs XV. ungefähr ab 1730 geschaffen und ist in Deutschland bereits wenige Jahre später in München-Nymphenburg anzutreffen.

  • Schloss Bothmer hat eine gesicherte Zukunft 08.11.2012 Bedenke das Ende! Bedenke das Ende!

    Bedenke das Ende!

    Respice Finem" ist im Giebeldreieck des Corps de logis von Schloss Bothmer in Klütz zu lesen. Es sind die letzten beiden Worte des Lebensmottos von Graf Hans Caspar von Bothmer: "Was immer Du tust, das tue bedacht und bedenke das Ende". Er hatte das barocke Ensemble 1726-32 errichten lassen. Nicht immer handelten die folgenden Besitzer im Sinne dieses Spruches. Doch nun, mit der Übernahme durch das Land und der Errichtung einer landeseigenen "Stiftung Schloss Bothmer" sieht die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns endlich einer gesicherten Zukunft entgegen.

  • Die Universitätsstadt Eichstätt verbindet Tradition und Gegenwart 08.11.2012 Mit Respekt und Phantasie Mit Respekt und Phantasie

    Mit Respekt und Phantasie

    Er ist kaum noch zu entziffern, der Schriftzug an dem schlichten Gebäude neben der ehemaligen Sommerresidenz der Fürstbischöfe in der Eichstätter Ostenstraße. "Alles so schön bunt hier" ist in roten Lettern auf der grauen Betonwand zu lesen. Ein Student hat den Spruch 1988, gleich nach der Fertigstellung des zum Fachbereich Journalistik der Katholischen Universität gehörenden Fernsehstudios, aufgesprüht. Karljosef Schattner, Diözesanbaumeister in der Stadt an der Altmühl, ließ ihn - obwohl sicher als Kritik an seinem modernen Bau gemeint - nie entfernen.

  • Von Barockgärten und Landschaftsparks 08.11.2012 Europas große Gärten Europas große Gärten

    Europas große Gärten

    In der Geschichte der europäischen Gartenkunst bilden der französische Garten im Barock und der englische Landschaftspark die Höhepunkte. Ihre Zeugnisse sind heute noch am häufigsten vertreten, während man die Beispiele aus dem Mittelalter und der Renaissance nur noch selten antrifft. Vorbild für die barocken Fürstenhöfe in Deutschland waren Schloss und Park von Versailles, durch Ludwig XIV. von einem bescheidenen Jagdschloss seines Vaters zur großartigsten Residenz Europas ausgebaut.

  • Das Augsburger Schaezlerpalais 08.11.2012 Ein Hauch von Mozart Ein Hauch von Mozart

    Ein Hauch von Mozart

    Für Wolfgang Amadeus Mozart war Augsburg die "vatterstadt meines papa", er besuchte die Stadt mehrmals, spielte sogar für eine Stelle vor. Daher gehörte Augsburg neben Salzburg und Wien zu den drei Städten, die sich letztes Jahr anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten "Mozartstadt" nannten. Leopold Mozart - Vater, Erzieher und Musiklehrer von Wolfgang Amadeus - wurde 1719 in Augsburg geboren. Sein Geburtshaus wurde zwei Jahre lang restauriert und zum Mozartjubiläum im Januar 2006 wiedereröffnet.

  • Adelsspäße des 17. Jahrhunderts 08.11.2012 Die Bilderrätsel von Ludwigsburg Die Bilderrätsel von Ludwigsburg

    Die Bilderrätsel von Ludwigsburg

    Das kleine barocke Bild öffnet uns den Blick in eine Werkstatt mit sonderlichem Treiben: Da untersucht ein geflügelter Putto ein Goldstück, während ein weiterer eine Goldmünze ins Feuer hält. "Come l'oro nel foco" ist die Szene überschrieben: Wie das Gold im Feuer. Dass die Liebe sich erst erweisen muss, wollen die beiden Amoretten wohl aussagen.

  • Der Schlosspark von Veitshöchheim 08.11.2012 Ein Garten wie im Traum Ein Garten wie im Traum

    Ein Garten wie im Traum

    Beschwingtes Flötenspiel, ein Kavalier tanzt mit einer eleganten Dame Menuett. Herumtollende Kinder, kleine Mädchen, die höfisch gekleidete Jungen kokett zum Tanz auffordern.

  • Ein Naturschauspiel als Barockkunstwerk 08.11.2012 Der Felsengarten in Sanspareil Der Felsengarten in Sanspareil

    Der Felsengarten in Sanspareil

    Kein Vergnügen ohne einen Hauch von Erziehung. Über all den wunderbaren Schloss- und Parkanlagen, die die preußische Prinzessin Wilhelmine - Markgräfin von Bayreuth von 1731 bis 1758 und Schwester Friedrichs des Großen - uns hinterlassen hat, scheint ihr mahnender Zeigefinger zu schweben. Er erwischt uns auch in Sanspareil, diesem idyllischen Dorf, etwa vierzig Kilometer westlich von Bayreuth gelegen.

© 2021 Deutsche Stiftung Denkmalschutz • Monumente Online • Schlegelstraße 1 • 53113 Bonn