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Historische Persönlichkeiten - Sie alle prägten die Baukunst, ob als Förderer der Kultur oder als Porträtierte. In dieser Rubrik stehen historische Persönlichkeiten – Könige, Fürsten, Wissenschaftler, Künstler, Architekten – und ihre Werke im Mittelpunkt, darunter Karl der Große, Friedrich II. und Königin Luise.

  • Die Johanneskirche von Hans Scharoun erhält ein neues Dach 08.11.2012 Scharounkirche Ein Zelt aus Ziegeln

    Ein Zelt aus Ziegeln

    Nur wenigen ist es bekannt: In Bochum befindet sich, ganz in der Nähe der Innenstadt, ein Schmuckstück der modernen Kirchenarchitektur - der einzige, nach Entwürfen Hans Scharouns (1893-1972) verwirklichte Sakralbau.

  • Interviewfragen mit Oliver Mack 08.11.2012 Das Dix-Haus als Spiegel eines Familienlebens Das Dix-Haus als Spiegel eines Familienlebens

    Das Dix-Haus als Spiegel eines Familienlebens

    Das Architekturbüro space4 wurde mit den Restaurierungsarbeiten am Otto-Dix-Haus beauftragt. Das Architekturbüro hat auch das Museumsprojekt Humpis-Quartier in Ravensburg betreut. Oliver Mack sieht sich als Architekt und Ausstellungsmacher.

  • Van de Veldes Haus Schulenburg ist wieder ein Gesamtkunstwerk 08.11.2012 Am Anfang war ein Möbelstück Am Anfang war ein Möbelstück

    Am Anfang war ein Möbelstück

    Am westlichen Rand der thüringischen Stadt Gera befindet sich inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes ein Meisterwerk des belgischen Jugendstil-Architekten Henry van de Velde. Er entwarf und errichtete die repräsentative Villa in den Jahren 1913 bis 1915 für den Geraer Textilfabrikanten Paul Schulenburg.

  • Die Restaurierung des Klosters Ilsenburg ist auf einem guten Weg 08.11.2012 Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam

    Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam

    "Endlich gelangten wir auf den Ilsenstein. Das ist ein ungeheurer Granitfelsen, der sich lang und keck aus der Tiefe erhebt. Von drei Seiten umschließen ihn die hohen, waldbedeckten Berge, aber die Vierte, die Nordseite, ist frei, und hier schaut man das unten liegende Ilsenburg und die Ilse, weit hinab ins niedere Land", schrieb Heinrich Heine in seinem 1826 veröffentlichten Band "Die Harzreise". Ohne es eigens zu erwähnen, hat er von dem Felsen aus auch das Ilsenburger Kloster betrachtet, das vor beinahe 1.000 Jahren hoch über dem Tal des Flüsschens Ilse errichtet wurde.

  • 200 Jahre Märchen der Brüder Grimm 08.11.2012 Die Guten ins Töpfchen Die Guten ins Töpfchen

    Die Guten ins Töpfchen

    Wenn im Winter dicke Schneeflocken fallen, hat Frau Holle ihre Kissen aufgeschüttelt. Ein Dornröschenschloss ist ein Garant für Romantik, die Liste der Rapunzeltürme weit länger als des schönen Kindes Haar. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute: in Büchern, Filmen und in der Werbung, als nostalgische Glanzbilder oder computergeneriert. Aschenputtel, Rotkäppchen und der Froschkönig sind auf der ganzen Welt präsent. Die Märchenfiguren, die die Brüder Grimm so populär gemacht haben, scheinen unsterblich.

  • Wie Friedrich II. Land gewann 08.11.2012 Die Kirche der Kolonisten Die Kirche der Kolonisten

    Die Kirche der Kolonisten

    Hier habe ich im Frieden eine Provinz erobert", soll der preußische König Friedrich II. ausgerufen haben, nachdem es ihm gelungen war, das häufig überschwemmte Oderbruch trockenzulegen und fruchtbares Ackerland zu gewinnen. Schon sein Vater Friedrich Wilhelm I. hatte mit dem Gedanken gespielt, die Oder zu begradigen. Doch ihm war das Unternehmen letztlich zu teuer gewesen. Friedrich II. wagte sich an das Projekt und gab dafür rund 600.000 Taler aus. Bis 1786 gründete er 50 Dörfer, in denen sich nach und nach 300.000 Kolonisten aus dem In- und Ausland ansiedelten.

  • Wilhelm I. und Katharina von Württemberg 08.11.2012 Wilhelm I. von Württemberg "Alles, alles, dem König und uns"

    "Alles, alles, dem  König und uns"

    Der Weg auf den Württemberg schlängelt sich durch Weinberge, führt vorbei an beschaulichen Dörfern und Besenwirtschaften. Dann wird es mit einem Mal ganz erhaben: Auf der Kuppe thront ein antikisierender Rundtempel, zu dem man über eine imposante Freitreppe gelangt.

  • Deckenmalereien von Wenzel Hablik in Bad Oldesloe entdeckt 08.11.2012 Textiles Werken in bunt Textiles Werken in bunt

    Textiles Werken in bunt

    Er hatte das Problem, das viele Künstler kennen, und das auch die Kreativen der sogenannten Goldenen Zwanziger im vorigen Jahrhundert kannten. Der Kopf quillt über vor grenzenloser Phantasie, allein die Aufträge machen sich rar bis unsichtbar.

  • Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut 08.11.2012 Finanzgenie und edler Ritter Finanzgenie und edler Ritter

    Finanzgenie und edler Ritter

    Selbst für moderne Maßstäbe ist sie gewaltig: Die Burg von Burghausen mit ihren fünf Vorhöfen gilt als die längste Europas. Auf einem Bergrücken zwischen der Salzach und deren früherem Flussarm, dem Wöhrsee, gelegen, ist sie heute zusammen mit der Altstadt zu ihren Füßen ein malerisches Kleinod.

  • Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken brachte barocken Glanz und Wohlstand 08.11.2012 Schwarze Kohle, weißer Putz Schwarze Kohle, weißer Putz

    Schwarze Kohle, weißer Putz

    Mit Fug und Recht darf man behaupten, dass Saarbrücken und das Saarland eine von der Geschichte gebeutelte Gegend ist. Ein Grenzgebiet, das niemand so wirklich haben wollte und das doch strategisch wichtig genug war, um mehrfach überrannt, verhandelt und ausgebeutet zu werden.

  • Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Gottorp 08.11.2012 Landesvater aus Berufung Landesvater aus Berufung

    Landesvater aus Berufung

    Klare zurückhaltende Linien statt opulenter Prunk - das war wohl die Maßgabe Peter Friedrich Ludwigs, als er Oldenburg zu seiner Residenz machte. Noch heute verleiht die frische Eleganz hell getünchter Gebäude, die hier ab 1785 in klassizistischen Formen entstanden, der Stadt ihr unverwechselbares Bild.

  • Fürst Heinrich XXII. Reuß älterer Linie 08.11.2012 "Der Unartige" "Der Unartige"

    "Der Unartige"

    Damit hatte Bismarck nicht gerechnet. Wütend verließ er am 21. Oktober 1878 zusammen mit den meisten Abgeordneten den Saal. Soeben war das "Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" nicht, wie von ihm bereits im Vorhinein verkündet, einstimmig vom Bundesrat angenommen worden. Ein unbeugsamer Fürst hatte dagegen gestimmt: Heinrich XXII. aus dem Haus Reuß älterer Linie. Er wird als "der Unartige" in die Geschichte eingehen - und die Auflösung des Gesetzes 1890 mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen.

  • Die Baden-Badener trumpfen mit Architektur 08.11.2012 Zu Höherem berufen Zu Höherem berufen

    Zu Höherem berufen

    Als Ludwig Wilhelm von Baden-Baden sechs Jahre alt war, ließ ihm sein Vater, Markgraf Ferdinand Maximilian, eine Medaille prägen. Auf der Rückseite zeigt sie einen Adler, dem ein kleinerer Adler folgt. Beide fliegen der Sonne entgegen, in der eine Krone leuchtet. Über dem Motiv steht "Non Deteriora Sequendo" - "Nichts Geringeres verfolgen". Der Hintergrund dazu: 1661 bewarb sich das badische Fürstenhaus um den polnischen Königsthron und präsentierte auch Ludwig Wilhelm als Kandidaten. Das geschah insgesamt dreimal und jedesmal vergeblich: 1661, 1674 und 1697.

  • Die Schönborns und Balthasar Neumann 08.11.2012 Im Dienste des Absoluten Im Dienste des Absoluten

    Im Dienste des Absoluten

    Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich in Deutschland allmählich die Kunst des Barock durch. Seine beschwingten Formen, seine lichtdurchfluteten Räume, die gekonnten Inszenierungen mittels Malerei und Skulptur waren genau die Sprache, mit der die großen und kleinen deutschen Souveräne sich selbst und dem Volk ihre Vorstellungen von Macht zeigen konnten. Anfang des 18. Jahrhunderts schickte sich die Familie von Schönborn an, als geistliche Würdenträger von Mainz, Bamberg, Würzburg, Worms und Speyer eine politisch sehr einflussreiche Hausmacht zu werden. Als der junge Baumeister Balthasar Neumann ihren Weg kreuzte, fanden sie in ihm den idealen Partner für ihre unzähligen Bauvorhaben.

  • Mit dem Fahrrad auf Luthers Spuren 08.11.2012 "Lass reisen, wer will" "Lass reisen, wer will"

    "Lass reisen, wer will"

    Erst auf mein zweites Klingeln wird die Tür zum Gemeindebüro aufgerissen. Dennoch traue ich mich, die Frage nach einem Stempel für meinen Pilgerpass zu stellen. Eine Mitarbeiterin schnappt sich den Ausweis und verschwindet ins Haus. Hereingebeten werde ich nicht. Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs auf dem Lutherweg, und zwar auf der nördlichen Route von Wittenberg über Dessau, Zerbst und Bernburg nach Eisleben.

  • Die Böhms erneuern den Sakralbau 08.11.2012 Böhm-Architektur Gott wohnt auch im Beton

    Gott wohnt auch im Beton

    "Der Vater erhebe seinen Sohn zum Mitbesitzer,er lasse ihn mitbauen, - pflanzen und erlaube ihm,wie sich selbst, eine unschädliche Willkür.Eine Tätigkeit lässt sich in die andre verweben,keine an die andre anstückeln. Ein junger Zweig verbindetsich mit einem alten Stamme gar leicht und gern,an den kein erwachsener Ast mehr anzufügen ist." Johann Wolfgang von Goethe,Die Wahlverwandtschaften, 1809

  • Die Habliks und ihr buntes Haus 08.11.2012 Hablik-Haus Utopien in Itzehoe

    Utopien in Itzehoe

    Planeten kreisen durch das Universum. Auf ihnen türmen sich strahlende Kristalle in den schwarzen Raum. Fenster im Kristallgebirge deuten an, dass sie bewohnt sind. Es sind Stadtentwürfe in fernen Sonnensystemen, so wie sie der böhmische Künstler Wenzel Hablik ab 1909 erdachte.

  • Johann Conrad Schlaun: Meister des barocken Backsteins 08.11.2012 Im Land der Westfälischen Sinfonie Im Land der Westfälischen Sinfonie

    Im Land der Westfälischen Sinfonie

    "Bei Clemens August trug man blau und weiß, da lebte es sich wie im Paradeis", sagte man im Rheinland und in Westfalen des 18. Jahrhunderts und noch darüber hinaus, in dem riesigen Gebiet nämlich, in dem der Wittelsbacher Kurfürst regierte. Als Sonnenkönig vom Rhein eiferte Clemens August, der sich viel lieber der Kunst und der Jagd als der Politik widmete, in seinem Baueifer dem großen französischen Vorbild nach. Für Johann Conrad Schlaun, den Barockbaumeister aus Westfalen, war das Erzbistum in der Tat ein Paradies, bot es ihm doch den idealen Boden für eine eindrucksvolle Architekten-Karriere.

  • Arnold von Westfalen baute für die Wettiner 08.11.2012 Arnold von Westfalen Ein Dienstpferd und jährlich ein Hofgewand

    Ein Dienstpferd und jährlich ein Hofgewand

    "Groß vogel wollen große nest haben,damit sie fur ander gehaltenund brachtlich gesehen werden."Württembergische Räte 1496 an Herzog Eberhard II.

  • Henry van de Velde bleibt auch 50 Jahre nach seinem Tod aktuell 08.11.2012 Die Schönheit der Linie Die Schönheit der Linie

    Die Schönheit der Linie

    Er war auf dem besten Weg, einen unerschütterlichen Platz in der Hautevolee Berlins einzunehmen. Als Henry van de Velde 1901 für den Hof- und - man kann es wohl nicht anders nennen - Promifriseur Felix Haby die Ausstattung seines Salons entworfen hatte, stand er im Mittelpunkt der gehobenen Gesellschaft.

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