© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Technische Denkmale - Kathedralen der Arbeit werden sie gerne genannt.  Je größer und mechanisch ausgefeilter sie sind, umso beeindruckender erscheinen sie. Kommt noch architektonische Qualität hinzu, sind wir angetan von der ästhetischen Wirkung dieser funktionalen Bauwerke. 

  • Wahrzeichen Bremerhavens sucht Förderer 08.11.2012 Die Dreimastbark "Seute Deern" Die Dreimastbark "Seute Deern"

    Die Dreimastbark "Seute Deern"

    Ob er wohl ein Amerikaner ist, der Klabautermann der "Seute Deern"? Das Holz der Dreimastbark stammt nämlich von der nordamerikanischen Pitch-Pine, einer für den Schiffsbau geeigneten Kiefernart, und in Bäumen wohnen bekanntlich auch die Kobolde. Wird der Baum gefällt, bleibt der Kobold in seinem Holz und findet dann gerne in einem Schiffsmast ein neues Zuhause. Wird der zwergengroße Klabautermann von den Seeleuten respektiert und mit gutem Essen versorgt, ist er ein hilfreicher und guter Schiffsgeist. So scheint er auch die "Seute Deern", Flaggschiff des renommierten Deutschen Schifffahrtsmuseums und Wahrzeichen Bremerhavens, trotz ihres aufregenden und wechselvollen Schicksals, nie ernsthaft verlassen zu haben.

  • Das Gradierwerk in Bad Salzungen 08.11.2012 Der heilende Hauch des Salzes Der heilende Hauch des Salzes

    Der heilende Hauch des Salzes

    In einen weißen Leinenumhang gehüllt schreiten wir andächtig durch den feinen Salznebel, der an den Reisigwänden des Gradierwerkes in Bad Salzungen knisternd herabrieselt. Mit uns suchen an diesem Tag etwa 500 Kurgäste Heilung von ihren Atemwegserkrankungen. Denn in Bad Salzungen gibt es die am höchsten konzentrierte Sole, die man in Europa für Inhalationen verwendet.

  • Meisterwerk der Ingenieurtechnik 08.11.2012 Das Wunder vom Linachtal Das Wunder vom Linachtal

    Das Wunder vom Linachtal

    Der Schwarzwald hat eine Attraktion, die selbst vielen Einheimischen unbekannt ist: die Linachtalsperre bei Vöhrenbach. Nicht allein die Konstruktion der 1922 bis 1925 erbauten Eisenbeton-Sperrmauer ist interessant. Man kann sie obendrein von allen Seiten studieren, denn 1987 wurde das Wasser des Linachstausees aus Sicherheitsgründen abgelassen.

  • Die Beschussanstalt in Zella-Mehlis 08.11.2012 "Where is Walther?" "Where is Walther?"

    "Where is Walther?"

    Als die amerikanischen Soldaten am 3. April 1945 Zella-Mehlis besetzten, war ihre erste Frage "Where is Walther?" Denn hier hatte Carl Walther 1908 die erste Selbstladepistole gebaut, die in den folgenden Jahrzehnten ihren Siegeszug um die Welt antrat. Die Amerikaner konfiszierten alle Unterlagen, und die gesamte Familie Walther wurde - vor der Übergabe an die Russen - ebenso wie andere Fabrikantenfamilien zwangsevakuiert.

  • Interview mit Axel Föhl 08.11.2012 Von alten und neuen Industriebauten Von alten und neuen Industriebauten

    Von alten und neuen Industriebauten

    MO: Zeugen der Industrie und Technik gehören sicher nicht zu den ältesten Arbeitsfeldern der Denkmalpfleger. Wann hat die Denkmalpflege Industriedenkmale für sich "entdeckt" und was waren Meilensteile in der Entwicklung bis heute?

  • Krummer Eichenstamm macht den Wind 08.11.2012 Tausend und eine Mühle Tausend und eine Mühle

    Tausend und eine Mühle

    Familie Albrecht verplant ihre Wochenenden nicht gerne lange im voraus. Da die Hamburger aber große Liebhaber von Wind- und Wassermühlen sind, wissen sie schon heute, wie sie den Pfingstmontag verbringen werden. Denn seit zwölf Jahren veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung an diesem Tag ihren traditionellen Mühlentag. Kleine und große Besucher können sich am 5. Juni 2006 von den malerischen Mühlengebäuden und der interessanten Mühlentechnik verzaubern lassen.

  • Die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land 08.11.2012 Neues Leben für alte Hallen Neues Leben für alte Hallen

    Neues Leben für alte Hallen

    "Es hat alles seine Schattenseite, auch diese hochgesteigerte Industrie, doch ist sie deshalb nicht zu verwerfen. Hat doch selbst die Tugend ihren Nachteil, wo sie im geringsten das Maß überschreitet, und dagegen das Schlimmste, ja das Laster nicht ausgenommen, seine lichten Stellen." (Pückler: Briefe eines Verstorbenen)

  • Die Schalker Knappen aus der Zeche Consol 08.11.2012 Kohle brechen und Tore schießen Kohle brechen und Tore schießen

    Kohle brechen und Tore schießen

    Mit viel Pomp feierte 2004 der Gelsenkirchener Fußballverein Schalke 04 mit seinen über 37.000 Vereinsmitgliedern das hundertjährige Bestehen. Schon ein paar Jahre zuvor gönnte er sich mit der Arena "Auf Schalke" eines der größten, teuersten und spektakulärsten Fußball-Stadien Europas. In den Anfängen des Vereins wurden die Spiele der Schalker allerdings nicht in Arenen der Superlative, sondern auf Straßenplätzen angepfiffen, bis man sich 1927 die Kampfbahn "Glückauf" leisten konnte. Bis heute werden die Spieler von "S04" die "Knappen" genannt.

  • Der Focke-Windkanal in Bremen 08.11.2012 Denkmal für den Vater des Hubschraubers Denkmal für den Vater des Hubschraubers

    Denkmal für den Vater des Hubschraubers

    Weihnachten 1997: Der Ingenieur Kai Steffen liest die Memoiren des Bremer Flugpioniers Henrich Focke (1890-1979). Zum ersten Mal erfährt er dabei etwas von einem Windkanal, den sich Focke in den 1960er Jahren in Bremen eingerichtet hat. Neugierig geworden, geht er auf die Suche.

  • Wie an der Finow eine einstmals lebendige Industrieregion zuwächst 08.11.2012 Das vergessene Tal Das vergessene Tal

    Das vergessene Tal

    Die Macht des Geschriebenen ist groß. Besonders groß ist Macht dann, wenn man über etwas gar nicht schreibt. Bedeutendes wird klein, manchmal verschwindet es ganz aus dem Gedächtnis. Das Finowtal, eine Autostunde von Berlin, oder anders gesehen, nicht weit von der polnischen Grenze entfernt, ist solch ein vergessener Raum.

  • Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte 08.11.2012 Stahlriese mit Flair Stahlriese mit Flair

    Stahlriese mit Flair

    Es ist in diesen Tagen ein ganz besonderes Erlebnis, durch die Gebläsehalle des Weltkulturerbes der Völklinger Hütte zu schlendern. Bücher, Waffen, Geschirr aus Keramik, Silber und Perlmutt und vieles mehr erzählen in der Ausstellung "Schätze aus 1001 Nacht" die Geschichte des 500-jährigen Kulturaustausches zwischen dem Morgen- und dem Abendland. Die prächtigen Exponate bilden einen einzigartigen Kontrast zu den riesigen Maschinen, mit denen Hochofenwind zum Schmelzen des Roheisens erzeugt wurde, und die bis heute den einzigartigen Charakter dieser Halle ausmachen.

  • Meisterwerk von Mendelsohn hat wieder eine Zukunft 08.11.2012 Hüte unterm Hut Hüte unterm Hut

    Hüte unterm Hut

    Im Jahr 1680 hatte Luckenwalde Glück: Die bis dahin recht verschlafene Marktsiedlung wurde brandenburgisch, und so konnte ihr der Große Kurfürst zu einer beachtlichen industriellen Entwicklung verhelfen. Er siedelte dort Zeugmacher und Strumpfwirker an und ermutigte Tuchmacher aus Thüringen, in Luckenwalde Werkstätten einzurichten. 1828 nahm die erste Dampfmaschine ihren Betrieb auf, und 1841 erhielt das Städtchen einen Anschluss an die Anhalter Bahn. Dreißig Jahre später hatte sich Luckenwalde vor allem einen Namen in der Herstellung von Hüten gemacht.

  • Die Hafen-City 08.11.2012 Hamburg implodiert Hamburg implodiert

    Hamburg implodiert

    Hamburg hat im Jahr 1871 ein Problem: Das Deutsche Reich ist gerade mit viel Pomp ein zweites Mal gegründet worden und möchte nun aufgrund seiner leidvollen kleinstaatlichen Erfahrung in der Vergangenheit ein zusammenhängendes Zollgebiet schaffen. Die Stadt aber wehrt sich, ihre Unabhängigkeit als "Freye Stadt" und als Freihandelsplatz aufzugeben. Es ist schon ein gewisser Druck von Seiten des Reichskanzlers Otto von Bismarck nötig, bis Hamburg schließlich 1881 von einem Zollanschlussvertrag überzeugt werden kann.

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