© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Technische Denkmale - Kathedralen der Arbeit werden sie gerne genannt.  Je größer und mechanisch ausgefeilter sie sind, umso beeindruckender erscheinen sie. Kommt noch architektonische Qualität hinzu, sind wir angetan von der ästhetischen Wirkung dieser funktionalen Bauwerke. 

  • Eine spätmittelalterliche Mühle in Nottuln 08.11.2012 Ausgerechnet Wasser gefährdete die Wassermühle Schulze Westerath Ausgerechnet Wasser gefährdete die Wassermühle Schulze Westerath

    Ausgerechnet Wasser gefährdete die Wassermühle Schulze Westerath

    Bleiben wir bei der ungeschönten Wahrheit: Mehrfach hatte das Ehepaar Westerath unsere Redaktion telefonisch vorgewarnt: "Kommen Sie bloß nicht bei winterlichem Regenwetter zum Fotografieren! Dann sieht unsere Wassermühle wirklich deprimierend aus!"

  • Geschichte einer Spielwarenfabrik 08.11.2012 Steiffs Tierleben Steiffs Tierleben

    Steiffs Tierleben

    Teddy und Mecki waren vielgeliebte Gefährten meiner Kindheit. Ohne meine Stofftiere in sicherer Nähe wäre ich nicht eingeschlafen. Denn sie beschützten mich, und ich träumte häufig von ihren Abenteuern, die sie zu meinem Erstaunen stets ohne sichtbare Blessuren überstanden.

  • Die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr hofft auf Rettung 08.11.2012 Für Truthähne und Traktoren Für Truthähne und Traktoren

    Für Truthähne und Traktoren

    Es gibt Bauwerke, deren einstige Schönheit noch im Verfall durchscheint, so dass man sie um ihrer selbst willen bewahren möchte. Und es gibt Ruinen, deren Anblick nicht nur ergreifend ist, sondern die beim Betrachter Visionen hervorrufen: von den Möglichkeiten, sie sinnvoll zu nutzen, ohne sie dafür in ihrer Authentizität verändern zu müssen. Die Alte Dreherei in Mülheim-Speldorf weckt solche Vorstellungen. Seit langer Zeit pfeift der Wind durch die zerbrochenen Glasscheiben des backsteinernen Bauwerks aus dem 19. Jahrhundert, und es regnet durch die Löcher im Dach. Große und kleine Pfützen masern den Estrichboden, ihre Feuchtigkeit lässt Schienenstränge, die hier einst verlegt waren, wie ein Vexierbild aufscheinen.

  • Die geheimnisvolle Kraft der Leuchttürme 08.11.2012 Feuer am Rande des Meeres Feuer am Rande des Meeres

    Feuer am Rande des Meeres

    Der Strahl des Leuchtturms, der sich mit solcher Selbstherrlichkeit im Finstern über den Teppich gestreckt hatte, kam (...) nun sacht und liebkosend hereingeglitten und verweilte sich verstohlen und sah sich um und kam liebevoll abermals." (Virginia Woolf)

  • Der Große Refraktor auf dem Telegrafenberg 08.11.2012 Potsdams Sternengucker Potsdams Sternengucker

    Potsdams Sternengucker

    Professor Hermann Carl Vogel ist stolz, Kaiser Wilhelm II. nach langer Zeit wieder zu einem seltenen Himmelsereignis einladen zu können. Eine totale Mondfinsternis steht bevor, und Vogel, Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums auf dem Telegrafenberg in Potsdam, weiß, dass Seine Majestät begeistert sein würde, diese direkt am Fernrohr zu erleben.

  • Eine kleine Kulturgeschichte der Globen 08.11.2012 Globen Im Inneren der Welt

    Im Inneren der Welt

    Zeitgenössischen Berichten zufolge zog sich Zar Peter der Große morgens gern für eine Stunde zurück, um sich mit Astronomie zu beschäftigen und über Gott und die Welt nachzudenken. Er setzte sich dazu in seinen riesigen Globus, den er - an allen modernen wissenschaftlichen Ideen und Apparaten brennend interessiert - 1713 im Zuge des Nordischen Krieges als ein "Staatsgeschenk" aus dem Besitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf erbeutet hatte.

  • Geschichten um die historische Brückenbaukunst 08.11.2012 Meisterwerke über den Fluss Meisterwerke über den Fluss

    Meisterwerke über den Fluss

    Mit hoher Geschwindigkeit rasen in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1988 drei Männer in einem dunkelblauen Lastwagen von Potsdam aus auf die Glienicker Brücke zu. Noch bevor die Grenzposten begreifen, dass es sich um einen Fluchtversuch handelt, durchbricht der Wagen sämtliche Absperrungen. Völlig zerbeult kommt er mit gerissenen Bremsschläuchen und einem geplatzten Reifen nach 200 Metern auf der Westberliner Seite zum Stehen. Die drei Männer bleiben unverletzt. Anderthalb Jahre später wird die innerdeutsche Grenze auch an diesem geschichtsträchtigen Ort geöffnet, wird die Glienicker Brücke zum Symbol der Einheit.

  • Der Astropeiler Stockert in der Eifel ist saniert 08.11.2012 Echo vom Mond Echo vom Mond

    Echo vom Mond

    Dass der Mensch auf den Mond kam, ist auch einem kleinen Berg in der Nordeifel zu verdanken. 1956 wurde auf dem Stockert bei Bad Münstereifel ein Pionierbau der Radioastronomie eingeweiht. Nach dem kurz zuvor im holländischen Dwingeloo in Betrieb genommenen Radioteleskop stand den Forschern hier einer der ersten Riesenspiegel weltweit zur Verfügung. Die 25-Meter-Parabolantenne kann elektromagnetische Wellen aus dem All empfangen und somit wichtige Erkenntnisse über die Entstehung des Universums liefern. Mit Hilfe von Radiostrahlen lassen sich nicht nur Sterne, sondern auch dunkle Gasnebel erforschen. Die amerikanischen Mondmissionen profitierten ebenfalls von dem Wissen, das auf dem Stockert gebündelt wurde.

  • Leipzigs neue Ufer 08.11.2012 Mit vielen Wassern gewaschen Mit vielen Wassern gewaschen

    Mit vielen Wassern gewaschen

    Es gibt einen Ort in Leipzig, der gewährt wie kaum ein zweiter Einblicke in diese Stadt: in ihre Vergangenheit, in ihren aktuellen Zustand und womöglich auch in ihre Zukunft. Es ist ein anderes Leipzig, eines jenseits von Bach, Buch und Messe. Dieser Ort, die ehemalige Baumwollspinnerei am Rande des Stadtteils Plagwitz, bewahrt faszinierend unverkrampft Vergangenes mit all seinen Spuren und ist gleichzeitig Nukleus eines hochaktuellen und weltumspannenden Universums.

  • Die industrielle Geschichte Kloster Bredelars 08.11.2012 Hochofen im Kirchenschiff Hochofen im Kirchenschiff

    Hochofen im Kirchenschiff

    Theodor Ulrich, Spross einer Unternehmerfamilie aus Brilon, ist in den 1820er Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Eisenhütte. Seit Jahrhunderten schon wurde das in den sauerländischen Bergen abgebaute Erz in kleinen Hütten geschmolzen. Doch Theodor Ulrich setzt auf einen größeren Betrieb.

  • Die Bremerhavener Hansekogge 08.11.2012 800 Tonnen Wachs 800 Tonnen Wachs

    800 Tonnen Wachs

    Es war eine Riesensensation, als 1962 bei Hafenausbauarbeiten in Bremen Bagger auf die Überreste einer Hansekogge stießen, besonders als sie nach Untersuchungen auf das Jahr 1380 datiert werden konnte. Es war der erste so gut erhaltene Fund dieser Schiffsgattung. Die Koggen gelten als Wahrzeichen und Fundament für den legendären Handelserfolg der Hanse.

  • Die schwäbische Eisenbahn 08.11.2012 Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..." Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..."

    Wo auch "Kuh und Ochse fahre ..."

    "Auf de Schwäb'sche Eisebahne gibt's gar viele Haltstatione: Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach. Rulla, rulla, rullala, Schtuegart, Ulm und Biberach, Mekkebeure, Durlesbach."

  • Die Krämerbrücke in Erfurt 08.11.2012 Thüringens Ponte Vecchio Thüringens Ponte Vecchio

    Thüringens Ponte Vecchio

    Nur in den frühen Morgenstunden kann man Erfurts Krämerbrücke menschenleer erleben. Zu allen anderen Tageszeiten herrscht hier ein eifriges Kommen und Gehen.

  • Spaniens König und die Schwebefähre in Osten 08.11.2012 Lautlos gleitet "Herkules" Lautlos gleitet "Herkules"

    Lautlos gleitet "Herkules"

    Man kann schon einen Schrecken bekommen, wenn man nichtsahnend durch das hübsche Dorf Osten in Niedersachsen fährt, der Biegung der Hauptstraße folgt, die von ordentlichen, niedrigen Backsteinhäusern gesäumt ist, und dann urplötzlich vor einem spinnenartigen metallischen Gebilde steht, das den imposanten Deich-Gasthof "Fährkrug" noch um viele Meter überragt.

  • Hamburgs Deichtorhallen 08.11.2012 Kunst nach Kommerz Kunst nach Kommerz

    Kunst nach Kommerz

    In wenigen Minuten erreichen wir Hamburg Hauptbahnhof. Sie haben Anschluss..." Wenn der Intercity die Oberhafenbrücke passiert, sieht man sie auf der linken Seite: die ehemaligen Markthallen am Deichtorplatz, die Deichtorhallen. Nichts erinnert mehr an das bunte Treiben, das dort bis zur Verlegung des zentralen Großmarktes nach Hammerbrook herrschte. Heute wirkt der Platz vor den Hallen hanseatisch - vornehm und kühl.

  • Der historische Kornspeicher in Barth 08.11.2012 Handel und Wandel Handel und Wandel

    Handel und Wandel

    Ihre Stadttore waren aus Erz und die Glocken aus Silber, welches für so gewöhnlich galt, dass man die einfachsten Dinge daraus herstellte, und die Kinder auf der Straße sogar mit Silbertalern Klingpenning spielten", heißt es über die sagenumwobene Stadt Vineta. Für diese Verschwendung seien ihre hochmütigen Bewohner schließlich in einer stürmischen Novembernacht bestraft worden, als Vineta im Meer versank.

  • Das Übersee-Museum in Bremen 08.11.2012 Die Welt des Hugo Schauinsland Die Welt des Hugo Schauinsland

    Die Welt des Hugo Schauinsland

    Welch großartige Inszenierung! Eine beeindruckende Fülle an Exponaten empfängt uns in dem riesigen, hellen, aber schlichten Raum. Wie auf einer dreidimensionalen Landkarte bewegen wir uns zwischen den Inseln Ozeaniens, staunen über Boote, Statuen, exotische Pflanzen, Meerestiere und Korallenriffe.

  • Die "Greundiek" ist wieder auf großer Fahrt 08.11.2012 Das alte Schiff und das Meer Das alte Schiff und das Meer

    Das alte Schiff und das Meer

    Lewer en lütt Herr as en groot Knecht", war das Motto von Kapitän Henry Dölling, der 1965 das Küstenmotorschiff "Hans-Hermann" von Kapitän Herbert Behrens kaufte. Behrens hatte es nach seinen beiden im Krieg gefallenen Söhnen genannt, doch der neue Eigner taufte es auf den Namen seiner Ehefrau "Rita Dölling" um.

  • „De Goede Verwagting“ 08.11.2012 Was Windmühlen erzählen können Was Windmühlen erzählen können

    Was Windmühlen erzählen können

    Ob bei Familie Thaden in Neuharlingersiel Hochzeit gefeiert, ein Kind geboren oder ein Trauerfall beklagt wird, können auch die weiter entfernt wohnenden Nachbarn leicht an der Stellung der Windmühlenflügel ausmachen. Die letzten fünf Jahre war das aber nicht möglich, denn 2001 mussten die Thadens die Flügel ihres Galerieholländers "De Goede Verwagting" - die gute Erwartung - entfernen. Sie befürchteten, dass sie samt defekter Kappe hinunterstürzen könnten.

  • Immer mehr Wassertürme sind nur noch leere Meisterwerke der Baukunst 08.11.2012 Druck von oben Druck von oben

    Druck von oben

    Stolz überragen sie Städte und Landschaften, sie machen Kirchtürmen und Schornsteinen Konkurrenz. Einige zeigen ihre Funktion mit architektonischer Schlichtheit, andere können leicht mit Burg- oder Schlosstürmen verwechselt werden. Heute jedoch werden sie kaum noch beachtet. Viele Menschen wissen nicht einmal, welchen Zweck sie haben oder einst hatten. Dabei sind die Wassertürme herausragende Denkmale der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts.

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