© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Städte und Ensembles - Ein Denkmal steht selten allein. Bauwerke, Straßen und Plätze bestimmen das Gesicht von Dörfern und Städten. Renaissance und Barock brachten streng symmetrische Pläne hervor, bei denen schon der Grundriss einer Stadt Schönheit und Regelhaftigkeit verspricht. In anderen Epochen galten unterschiedliche Prinzipien.

  • Hamburg präsentiert die Projekte der Internationalen Bauausstellung 08.11.2012 Vom Flak- zum Energiebunker Vom Flak- zum Energiebunker

    Vom Flak- zum Energiebunker

    Einen "Sprung über die Elbe" wollten die Stadtplaner wagen, als sie die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) 2006 starteten. Denn die Stadtteile Veddel, Wilhelmsburg und Harburg, auf die sich dieses Instrument zur Stadtentwicklung erstreckt, liegen zwar nur wenige S-Bahn-Stationen vom Hamburger Zentrum entfernt. Doch kaum ein Bewohner Blankeneses oder anderer Nobelstadtteile hat sich je dorthin verirrt. Im März 2013 wurden die meisten Projekte präsentiert.

  • Vor 60 Jahren wurde Chemnitz umbenannt 08.11.2012 Einmal Karl-Marx-Stadt und zurück Einmal Karl-Marx-Stadt und zurück

    Einmal Karl-Marx-Stadt und zurück

    Vor 60 Jahren wurde Chemnitz auf Beschluss der DDR-Regierung in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Das ist heute im doppelten Sinn Geschichte: Der Tag jährt sich, aber gefeiert wird er nicht mehr. Denn in der Volksabstimmung vom 23. April 1990 - noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands - wurde die Entscheidung zurückgenommen. 76 Prozent der Bürger wünschten sich den alten Namen Chemnitz für ihre Stadt zurück.

  • Das Kulturhaus im sozialistischen Musterdorf Mestlin 08.11.2012 Brigadefest und Bäuerinnen-Konferenz Brigadefest und Bäuerinnen-Konferenz

    Brigadefest und Bäuerinnen-Konferenz

    Kulturhäuser spielten eine zentrale Rolle im Leben der DDR-Bürger - teils aus Zwang, teils freiwillig. Wie so vieles war auch die Freizeitgestaltung meist nicht der eigenen Entscheidung überlassen. Trotzdem hat mancher die Veranstaltungen und Feiern in den Kulturhäusern in schöner Erinnerung. Aber eben nicht alle. Bei der Behandlung der Gebäude als Denkmale gibt es deshalb Vorbehalte. Dennoch gilt es, die Kulturhäuser zu bewahren, weil sie einen wichtigen Teil der DDR-Geschichte darstellen.

  • Eine private Spende stößt die Sanierung des Quedlinburger Pulverturms an 08.11.2012 Wenn sich Puzzleteile zusammenfügen Wenn sich Puzzleteile zusammenfügen

    Wenn sich Puzzleteile zusammenfügen

    Es begann mit einem 80. Geburtstag. Die Jubilarin, Dr. Susanne Kauffmann-Kramer, lud im Frühjahr 2011 Familienangehörige und Freunde zu einem mehrtägigen Besuch in ihre Heimatstadt Quedlinburg ein. Vor allem die jüngere Generation sollte die Wurzeln der seit 1680 dort ansässigen, weit verzweigten Verwandtschaft kennenlernen.

  • Vielfalt rund um den Dresdner Körnerplatz 08.11.2012 Eierschecke & Kunst Eierschecke & Kunst

    Eierschecke & Kunst

    Der Körnerplatz in Dresden ist Geschäfts- und Verkehrsmittelpunkt mit großer historischer Tradition am Kopf der denkmalgeschützten Elbbrücke "Blaues Wunder". Er wurde nach Christian Gottfried Körner (1756-1831) benannt, der 1783 nach Dresden kam.

  • Einsatz für den Paulusplatz in Darmstadt 08.11.2012 Das Herz des Tintenviertels Das Herz des Tintenviertels

    Das Herz des Tintenviertels

    "Denkmal braucht Hilfe!" steht in großen Lettern auf einem Banner. An der südwestlichen Stützmauer des Darmstädter Paulusplatzes gemahnt es an die notwendige Sanierung des Areals. Zudem zeigt eine Fotomontage, welche Pracht die repräsentative Treppe zum Vorplatz der ehemaligen Landeshypothekenbank einst besaß und wie sie wieder aussehen könnte.

  • Die Diskussion zur Restaurierung der Meisterhäuser in Dessau 08.11.2012 Idee oder Substanz? Idee oder Substanz?

    Idee oder Substanz?

    Als "Aushängeschild" der Bauhausbewegung plante Walter Gropius die Meisterhaussiedlung in Dessau. Sie avancierte durch die anhaltende Wirkung der Werbefotografien von Lucia Moholy zu einer Ikone der Moderne. Während diese als (Vor-)Bilder den westlichen Architekten vor Augen standen, wurden die weitgehend unzugänglichen Originale während der DDR-Zeit vernachlässigt und immer unansehnlicher. Nach 1989 ergab sich die Gelegenheit, die Wirklichkeit wieder dem Bild anzugleichen, das man sich von ihr gemacht hatte.

  • Können Berlins historische Gaslaternen gerettet werden? 08.11.2012 Historische Gaslaternen Beleuchtung mit Seele

    Beleuchtung mit Seele

    Wenn sich die abendliche Dämmerung über den Berliner Stadtteil Charlottenburg legt, nimmt man hier und da ein leises Zischen wahr: Zwischen Schloss und Lietzensee zünden die Glühstrümpfe der historischen Gaslaternen - jede von ihnen individuell, durch einen solarbetriebenen Miniatursensor gesteuert. Ihr hellgelber Schein breitet sich sternenförmig aus und taucht die meist um 1900 entstandenen Fassaden in sanftes Licht.

  • Die Restaurierung des Klosters Ilsenburg ist auf einem guten Weg 08.11.2012 Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam

    Wie Heine zu "Prinzessin Ilse" kam

    "Endlich gelangten wir auf den Ilsenstein. Das ist ein ungeheurer Granitfelsen, der sich lang und keck aus der Tiefe erhebt. Von drei Seiten umschließen ihn die hohen, waldbedeckten Berge, aber die Vierte, die Nordseite, ist frei, und hier schaut man das unten liegende Ilsenburg und die Ilse, weit hinab ins niedere Land", schrieb Heinrich Heine in seinem 1826 veröffentlichten Band "Die Harzreise". Ohne es eigens zu erwähnen, hat er von dem Felsen aus auch das Ilsenburger Kloster betrachtet, das vor beinahe 1.000 Jahren hoch über dem Tal des Flüsschens Ilse errichtet wurde.

  • Weshalb Samson erst einen Baum ausriss 08.11.2012 Das Einhorn und die Unschuld Das Einhorn und die Unschuld

    Das Einhorn und die Unschuld

    Die geflügelten Darstellungen von Engel, Ochse, Löwe und Adler gelten von jeher als Symbole der vier Evangelisten, werden ihnen aber erst seit dem 4. Jahrhundert zugeordnet. Ihre Wurzeln haben die vier Tiere in den Visionen des Propheten Hesekiel, wie er sie in den Versen 4 - 10 des 1. Kapitels beschreibt.

  • Wolkenkratzer und ihre Geschichten 08.11.2012 Palmen vor der Top-Etage Palmen vor der Top-Etage

    Palmen vor der Top-Etage

    Tag für Tag, von morgens bis abends, stehen sie Schlange, die Menschen, die mit einem der 57 Aufzüge 10 Meter pro Sekunde, 64 km/h, in die Höhe katapultiert werden wollen. Und zwar in die Höhe von 450 Metern. Stolze Preise werden für den Besuch der Aussichtsetage des Burj Khalifa in Dubai verlangt, umgerechnet 17 Euro mit tagelanger Voranmeldung und 67 Euro bei spontaner Lust auf Ausblick, aber das ist es den mehreren tausend Menschen täglich wert.

  • Was alte Marktplätze erzählen 08.11.2012 Zwischen Brot und Pranger Zwischen Brot und Pranger

    Zwischen Brot und Pranger

    In der mittelalterlichen Stadt spielten sich die wichtigsten Bereiche des Lebens in der Öffentlichkeit ab. Auf den Straßen und Plätzen wurden handwerkliche Produkte hergestellt, Recht gesprochen und leichtere Strafen vollzogen, Kirmes gefeiert, Zähne gezogen und zur Ader gelassen. Vor allem aber wurde gehandelt.

  • Die Besichtigung der Festung Ehrenbreitstein lohnt nicht nur zur Bundesgartenschau 08.11.2012 Festungsbau Zur Eroberung freigegeben

    Zur Eroberung freigegeben

    Aus der Vogelperspektive betrachtet, sind sie oft sternförmige Gebilde, die uns ihre gesamte baukünstlerische Perfektion offenbaren. Ihre Konstruktion geht auf eine ausgeklügelte und über Jahrhunderte entwickelte Ingenieurstechnik zurück. Dennoch wurden die Festungsanlagen in Deutschland lange Zeit nicht als Kulturdenkmale wahrgenommen und im Gegensatz zu Burgen und Schlössern eher gering geschätzt. Die Festung Ehrenbreitstein ist einer von drei Ausstellungsorten der diesjährigen Bundesgartenschau (BUGA) in Koblenz.

  • Die Stadtmauer von Oberwesel 08.11.2012 Welterbe mit 16 Türmen Welterbe mit 16 Türmen

    Welterbe mit 16 Türmen

    Der städtische Viehhirte von Oberwesel am Rhein hatte kein leichtes Leben. Tagsüber musste er die Kühe der Bürger auf die Weiden führen, nachts übte er das Amt eines Brandwächters aus. Hoch oben im 6. Stock des Kuhhirtenturms lag seine Wachstube und darüber hing die Brandglocke. Täglich musste er also über einfache Leitern den hohen Turm besteigen. Sicher hielt er dabei auch zuweilen nach Feinden Ausschau, schließlich lag sein Dienstsitz an der besonders gefährdeten westlichen Stadtmauer am Michelfeld. Noch heute umschließen die Befestigungsanlagen die Stadt auf knapp drei Kilometer fast vollständig.

  • Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken brachte barocken Glanz und Wohlstand 08.11.2012 Schwarze Kohle, weißer Putz Schwarze Kohle, weißer Putz

    Schwarze Kohle, weißer Putz

    Mit Fug und Recht darf man behaupten, dass Saarbrücken und das Saarland eine von der Geschichte gebeutelte Gegend ist. Ein Grenzgebiet, das niemand so wirklich haben wollte und das doch strategisch wichtig genug war, um mehrfach überrannt, verhandelt und ausgebeutet zu werden.

  • Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Gottorp 08.11.2012 Landesvater aus Berufung Landesvater aus Berufung

    Landesvater aus Berufung

    Klare zurückhaltende Linien statt opulenter Prunk - das war wohl die Maßgabe Peter Friedrich Ludwigs, als er Oldenburg zu seiner Residenz machte. Noch heute verleiht die frische Eleganz hell getünchter Gebäude, die hier ab 1785 in klassizistischen Formen entstanden, der Stadt ihr unverwechselbares Bild.

  • Wolfsburg – wie ein Auto eine Stadt schuf 08.11.2012 Wolfsburgs Architektur Kultur im Kofferraum

    Kultur im Kofferraum

    Der freundliche Herr Cramm vom Besucherdienst der Volkswagen AG lächelt stolz. Das Werkforum in Wolfsburg ist mit allen technischen Finessen ausgestattet. "Spüren Sie das leichte Beben unter Ihren Füßen? Das sind die Schwingungen aus dem Presswerk, das einen Kilometer entfernt ist."

  • Interview mit Professor Josef Baulig 08.11.2012 Die städtebauliche Entwicklung Saarbrückens Die städtebauliche Entwicklung Saarbrückens

    Die städtebauliche Entwicklung Saarbrückens

    Städtebauliche Überlegungen über Vergangenheit und Zukunft der Hauptstadt des Saarlands

  • Städtebauer beherrschten sogar die Zugluft 08.11.2012 Die Anatomie einer Stadt Die Anatomie einer Stadt

    Die Anatomie einer Stadt

    Die überwiegende Zahl unserer Städte entstand im 12. und 13. Jahrhundert, zumeist allmählich und damit weitgehend planlos von einer Burg oder einem Kloster als Keimzelle ausgehend. Zum ersten Typ gehört zum Beispiel die nordhessische Stadt Fritzlar, die der nördlichste Vorposten der Erzbischöfe von Mainz war. In der Entfernung eines Tagesritts legte deren ärgster Rivale, Landgraf Ludwig III. von Thüringen, nach 1194 die Stadt Melsungen an.

  • Wie der Zug zum Licht die Häuserlandschaft veränderte 08.11.2012 Von traufen- und giebelständigen Häusern Von traufen- und giebelständigen Häusern

    Von traufen- und giebelständigen Häusern

    Die mittelalterlichen Städte Deutschlands haben überwiegend die giebelständige Bauweise gewählt, das heißt, die schmalen, dafür aber sehr tiefen Häuser stehen mit dem Giebel zur Straße. Dies ergibt, wie man an der Altstadt von Landshut erkennen kann, ein sehr lebendiges, in der Dachzone malerisch bewegtes Straßenbild.

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