Denkmalarten Kleine und große Kirchen Stile und Epochen Gotik Romanik Menschen für Monumente Menschen für Denkmale Ausgabe Nummer Oktober Jahr 2025 Denkmale A-Z D
Christliche Frauenkonvente existieren seit über 1.000 Jahren. Manche präsentieren sich heute als moderne Wohngemeinschaften. Über eine kaum bekannte, aber umso sinnstiftendere Form eines Lebens im Denkmal.
Donnerstag, nach dem Morgengebet: Selbstbewusst sind sie, mit eigener Meinung, freundlich, aber auch interessiert. Die acht Kapitularinnen vom Stift Fischbeck im Weserbergland vermitteln alles andere als weltabgewandtes Klausurdasein. Bei der Mette hatten sie noch die schwarzen Chormäntel übergeworfen, sangen Gebete aus vergangenen Jahrhunderten. Es umgab sie im Chorgestühl der Stiftskirche eine fast einschüchternde monastische Aura.
Jetzt, bei ihrer allwöchentlichen Kapitelsitzung gibt es kein Ornat und keine Strenge mehr, nur alltagserfahrene Frauen, die wissen, was sie wollen. Kein Wunder, sie waren fast alle in ihrem Berufsleben in leitenden Positionen: Kulturdezernentin, Grundschuldirektorin, Versicherungsfachfrau. In ihrem früheren Erwerbsleben. Jetzt leben und arbeiten sie in Fischbeck als Stiftsfrauen.
Lebensgemeinschaft auf evangelisch
Die Bereitschaft zu arbeiten, wenn auch nicht in den früheren Tätigkeiten, ist eine der Aufnahmebedingungen im Stift. Und natürlich der Glaube. Er ist mehr als nur verbindendes Element. Gemeinsam gebetet wird morgens und mittwochs in der Vesper. Ansonsten gibt es keine Verpflichtungen. Dafür ein Leben in einem gebauten Kunstschatz, an einem Ort, der im Jahr 955 gegründet wurde. Ein Leben in jahrtausendealten Mauern, jedoch ohne Versteinerung, ohne Gelübde und Gehorsamszwang.
Weitere Voraussetzungen, um als Stiftsdame aufgenommen zu werden: Alleinstehend muss man sein, wobei es keine Rolle spielt, ob man schon immer alleinlebend war, verwitwet oder geschieden ist. Viele haben Kinder. Die Lebensführung sollte finanziell gesichert sein. Evangelisch muss man sein. Bereit sein, sich mit den anderen zu einer „Lebensgemeinschaft auf christlicher Grundlage“ zu verbinden und „kulturellen, kirchlichen und sozialen Zwecken zu dienen“. So steht es in der Klosterordnung, die unterschrieben werden muss. Eine Kleiderordnung gibt es nicht, jede führt ihren Haushalt selbstständig.
Das Leben in den mietfreien Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen des Stifts ist privat, bietet aber die Möglichkeit für Kontakte – in Zeiten der zunehmenden Vereinsamung ist allein schon das ein überzeugendes Argument für dieses weitgehend unbekannte Altersmodell.
Katrin Woitack ist die Äbtissin von Stift Fischbeck. Sie, früher als Gemeindepastorin tätig, führt mit jeder Anwärterin Gespräche, mitunter sehr lange. Besuche werden vereinbart, oft ein mehrwöchiges Probewohnen. In der Kapitelsitzung am Donnerstag werden Alltagsdinge besprochen, aber auch die strategische Ausrichtung des Konvents. Zum Beispiel, wie man das Altersproblem der Neugewinnung von Kapitularinnen löst: Unter 65 Jahren müssen die Anwärterinnen sein, was sich aber als schwierig erweist, wenn bis ins Alter von 65 oder länger im Erwerbsberuf gearbeitet werden muss.
Doch Regularien der Damenstifte können sich ändern. Einer der größten Brüche geschah zweifelsohne 1954: Erst seitdem gibt es in Stift Fischbeck bürgerliche Stiftsdamen. Davor mussten 16 adlige Vorfahren nachgewiesen werden. Damit veränderte sich der Charakter der Stiftskapitel grundlegend von einer Versorgungseinrichtung für den evangelischen Adel zu einer bewussten Entscheidung für ein spirituell erfülltes Leben in der dritten Lebensphase.
Entstanden sind die adligen evangelischen Damenstifte in der Reformationszeit. Den Klöstern drohte je nach Konfession des Landesherrn die Auflösung. Mit dem Modell des Klosters ohne Gelübde und ohne lebenslange Bindung entgingen die Einrichtungen dem Untergang. Schließlich waren die Konvente auch bedeutende wirtschaftliche Einrichtungen. Äbtissin Katrin Woitack kann davon berichten, dass einst etwa 80 Personen im Stiftsbezirk Fischbeck lebten. Die adligen Damen residierten mit Dienerschaft im Stift. Handwerker, Bauern, Arbeiter und Zehntverwalter kümmerten sich um die Einnahmequellen der Konvente: Forst, Ackerland und Mühlen.
Katrin Woitack ist die Äbtissin von Stift Fischbeck. Sie, früher als Gemeindepastorin tätig, führt mit jeder Anwärterin Gespräche, mitunter sehr lange. Besuche werden vereinbart, oft ein mehrwöchiges Probewohnen. In der Kapitelsitzung am Donnerstag werden Alltagsdinge besprochen, aber auch die strategische Ausrichtung des Konvents. Zum Beispiel, wie man das Altersproblem der Neugewinnung von Kapitularinnen löst: Unter 65 Jahren müssen die Anwärterinnen sein, was sich aber als schwierig erweist, wenn bis ins Alter von 65 oder länger im Erwerbsberuf gearbeitet werden muss.
Doch Regularien der Damenstifte können sich ändern. Einer der größten Brüche geschah zweifelsohne 1954: Erst seitdem gibt es in Stift Fischbeck bürgerliche Stiftsdamen. Davor mussten 16 adlige Vorfahren nachgewiesen werden. Damit veränderte sich der Charakter der Stiftskapitel grundlegend von einer Versorgungseinrichtung für den evangelischen Adel zu einer bewussten Entscheidung für ein spirituell erfülltes Leben in der dritten Lebensphase.
Äbtissinnen als Managerinnen
Auch heute stellen Wald und verpachtetes Land das wirtschaftliche Fundament dar. An die 20 Gebäude sind auf dem weitläufigen Stiftsgelände verteilt. „Die habe ich tatsächlich noch nie nachgezählt“, sagt Katrin Woitack und muss doch bei jedem einzelnen über eine optimale Nutzung nachdenken. Die meisten Gebäude sind vermietet. Ein Reitverein nutzt Stallungen und Weiden. Das klassizistische Abteigebäude, der Kreuzgang, das ehemalige Dormitorium und das Refektorium, ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, bieten viel Raum, aber wenig Platz für heutige Anforderungen. Die Äbtissin muss betriebswirtschaftlich denken und manchmal auch schwierige Wege gehen. „Die Einrichtung eines Standesamtes im Kapitelsaal war im Kapitel sehr kontrovers besprochen worden“, nennt sie als Beispiel. „Aber letztendlich kommen wir immer zu einem gemeinsamen Beschluss.“
Bei baulichen Angelegenheiten steht ihr die Klosterkammer Hannover zur Seite. Die Klosterkammer ist ein einmaliges Konstrukt, eine Sonderbehörde des Landes Niedersachsen. Sie ist aus einer Vorläuferorganisation des 16. Jahrhunderts hervorgegangen, 15 Klöster unterhält sie heute noch. Diese haben unterschiedliche Ausrichtungen, insgesamt sind zurzeit etwa 100 Stiftsfrauen eingeschrieben. Allerdings wohnen die meisten nicht in den Konventen, anders als in Fischbeck. Dieses gehört mit den Stiften Bassum, Börstel und Obernkirchen zu den freien Stiften, das heißt, sie stehen nur unter Rechtsaufsicht der Kammer und verwalten sich ansonsten selbst. Die Klosterkammer unterhält eine Bau- und Restaurierungsabteilung, sie hilft bei der großen Aufgabe, die kulturell wertvollen Klostergebäude fachgerecht zu erhalten.
Die Fischbecker Stiftskirche etwa stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist kunsthistorisch außerordentlich bedeutend. Deshalb gehört es zu den Aufgaben der Kammer, Förderungen einzuwerben, zum Beispiel bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die in den Stiften Fischbeck und Obernkirchen Förderverträge überreichen konnte und unter anderem für Stift Bassum eine treuhänderische Stiftung in ihrer Obhut hat.
Paradies in der Prignitz
Ruhig und belebt zugleich – so präsentiert sich das Kloster Stift zum Heiligengrabe in der Prignitz, in diesem stillen Land zwischen Berlin und Hamburg gelegen, und ist von seiner Struktur doch so ganz anders. Umgeben von der Klostermauer empfängt den Besucher hier ein parkähnliches Anwesen mit schön geschwungenen Grasflächen, dicht umwachsenen Teichen und riesigen Bäumen, zwischen denen die Giebel der gotischen Backsteingebäude durchblitzen – alles in allem ein kleines Paradies.
Das Stift gehört zu den bedeutendsten Anlagen vorreformatorischer Zeit in Brandenburg, denn es ist ohne größere Veränderungen erhalten geblieben. Das Zisterzienserinnenkloster wurde 1287 gegründet und nach der Reformation in ein evangelisches Fräuleinstift, ab 1742 in ein adeliges Damenstift umgewandelt. Im 19. Jahrhundert unterhielten die Stiftsdamen, durch Friedrich Wilhelm IV. veranlasst, eine Internatsschule. Heiligengrabe überstand den Nationalsozialismus, sowjetische und sozialistische Nachkriegszeiten.
1996 fand die Stiftsneuausrichtung in den heruntergekommenen Gebäuden statt. „Durchgehend“, darauf ist Äbtissin Dr. Ilsabe Alpermann stolz, „ist das Stift als solches genutzt worden. Auch in schwierigen DDR-Zeiten.“ Die Äbtissin, in Zivilkleidung, „wir haben kein Ornat“, führt durch das Abteigebäude. Ein Traumberuf sei das Amt für sie. Gerade auch wegen der Managementtätigkeiten, die ihr abverlangt werden. Zu drei Vierteln sei ihr Beruf, den sie seit 2022 ausübt, der einer Geschäftsführerin, ein Viertel der geistlich-kulturellen Seelsorge gewidmet.
Das Stift ist nicht Teil der Landeskirche, sondern eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts. Neben der Arbeit mit dem Konvent steht sie im ständigen Gespräch mit dem Hotelbetreiber, der Schulleitung und den Mietern, die Gebäude auf dem Areal nutzen. Der Stolz und die Liebe zum Stift, diesem harmonisch-schönen Ort, ist aus jedem ihrer Sätze zu hören.
Die Beschäftigung mit der Bausubstanz und mit den Denkmalen bereitet ihr große Freude „Die Backsteingotik gehört zu unserer kirchlichen DNA.“ Die Bauhüllen sind weitestgehend saniert – seit 20 Jahren auch mit Unterstützung der DSD, aber „es stehen Gebäude leer.“ Ein Gesamtkonzept muss erarbeitet werden. „Es geht nun in weitere Großprojekte.“ Übernachtungsmöglichkeiten müssen geschaffen werden. Der Bedarf sei da, die Nachfrage nach Seminaren und Einkehrtagen kann, nachdem man das Coronatief überwunden hat, kaum bedient werden.
Jugend im alten Kloster
Schon lange fester Bestandteil des Stifts ist die Jugendbauhütte Brandenburg. Sie hat von 2005 bis 2007 die ehemalige Brennerei des Klosters auf dem einstigen klostereigenen Gutshof saniert und ein Seminarzentrum eingerichtet. Es beherbergt regelmäßig Gruppen, nicht nur der Jugendbauhütten. Das belebt das Kloster, zumal drei Jugendliche hier ihre Einsatzstellen haben. Paula Wätzold, im Jahr 2012/13 Freiwillige der Jugendbauhütte Brandenburg, erinnert sich an das erfüllte Jahr: „Die Zeit im Kloster war eine ganz besondere.“ Der Ort hat die gebürtige Berlinerin gefangen genommen: „Ich fühle mich mit ihm so vertraut und freue mich immer, seinen Zauber weiterzugeben.“
Das tat sie in den Jahren nach ihrem Freiwilligenjahr regelmäßig als Teamerin in den Seminaren in Heiligengrabe und jetzt sogar als Projektleiterin bei den Jugendbauhütten der DSD. Nicht nur das Zusammenspiel von Architektur und Geschichte berührte sie. Immer fühlte sie sich auch angesprochen vom geistlichen Rahmen des Klosters. Zweimal in der Woche versammeln sich sämtliche Mitarbeiter zum Gebet, vom Gärtner bis zur Äbtissin, vom Jugendlichen bis zur Stiftsfrau. Gleichgültig, ob gläubig oder nicht. Das verbindet mit dem Ort.
Zwölf Stiftsfrauen gibt es zurzeit im Konvent. Drei leben hier. Residenzpflicht hat nur die Äbtissin. Die Aufnahmebedingungen sind weniger streng gefasst als in anderen evangelischen Damenstiften wie etwa Stift Fischbeck: Wirtschaftlich selbstständig sollten die Frauen sein, einer christlichen Kirche angehören und sich einbringen. Alleinstehend müssen die Stiftsfrauen in Heiligengrabe jedoch nicht sein. Die Äbtissin selbst wohnt mit Ehemann im Kloster. Die Teilnahme am Stiftsleben geht auch von außerhalb, mit Besuchen der regelmäßigen Konventstreffen. Videogespräche über theologische Themen, Einkehrtage, das tägliche Gebet bieten Gemeinschaft, wenn auch nicht immer örtliches Zusammensein. Einige der Stiftsdamen haben eine Zweitwohnung auf dem Areal.
Eine von ihnen ist Dr. Irmgard Schwaetzer, von 1991 bis 1994 Bundesbauministerin. Nach ihrer Regierungstätigkeit übernahm sie tragende Funktionen in der Evangelischen Kirche Deutschlands, von 2013 bis 2021 als Präses der Synode der EKD. Die heute 83-Jährige suchte anschließend eine geistliche Gemeinschaft, mit der sie sich verbinden konnte – und fand sie in Heiligengrabe. Den Ort kannte sie von früheren Veranstaltungen. Die Rettung der Baudenkmale beglückt sie, die als Ministerin mit der DSD eng zusammenarbeitete und die jahrelang dem Domkirchenkollegium des Berliner Doms vorstand, sehr. Als Stiftsfrau kümmert sie sich besonders um die Aufarbeitung der NS-Zeit, mehrere Veranstaltungen im Jahr finden im jüdisch-christlichen Lernhaus im Klosterstift unter ihrer Moderation statt.
Kraftort Kloster
Wie
aber kommt man ohne ein solch kirchenverbundenes Leben in ein Damenkonvent, ob
in Präsenz oder extern? Wer sich von den Kapitularinnen ihre Werdegänge
erzählen lässt, lernt die verschiedensten Vorleben und Beweggründe kennen. Die
Hochachtung, mit einem Ort mit einer solch langen Geschichte verbunden zu sein,
ist bei allen zu spüren. Die Fischbecker Stiftsdamen erzählen: „Wie eine
Offenbarung hat mich die Romanik angezogen“, sagt zum Beispiel Uda von der
Nahmer. Als einen „Sehnsuchtsort“ habe sie das Kloster erlebt, erzählt eine
weitere Stiftsdame. Und Camilla Dormagen, die die Führungen im Klosterstift
koordiniert, nennt die Stiftskirche einfach ihre „Perle der Romanik“.
Die Arbeiten, die die Stiftsdamen hier übernehmen, sind verbindlich und eng mit dem Ort verbunden: Ein Torhausladen wird geführt, der Friedhof mit 1.100 Plätzen verwaltet, die zahlreichen Veranstaltungen organisiert, die Pilger müssen begrüßt und untergebracht und schließlich auch der Park und der Kräutergarten gepflegt werden. Hausmeister Dirk Stock wird durch einen Freiwilligen der Internationalen Jugendbauhütte Gartendenkmalpflege und einen Rentner im Minijob geholfen. Die wenigen Angestellten lassen sich an einer Hand abzählen.
Auch im Kloster Stift zum Heiligengrabe gibt es immer viel zu tun, Äbtissin Alpermann jongliert die verschiedensten Projekte gleichzeitig und sagt dennoch: „Dieser Ort mit den Menschen, den Konzerten und Begegnungen gibt so viel Energie. Kraft, die man hineingibt, bekommt man wieder zurück.“ Kraftorte, das sind die Klöster. Stift Fischbeck seit über 1.000, Heiligengrabe seit fast 750 Jahren. Sie sind eine Art Paradies und gleichzeitig moderner Alltag, der organisiert sein will. Sie liegen mitten unter uns und sind doch so unbekannt. Die Stifte sind gelebte Denkmale – zeitlos und zeitgemäß zugleich. Und es sind hier wie dort Plätze frei.
Beatrice Härig
Adelige Stifte in Schleswig-Holstein
Auch in Schleswig-Holstein gibt es seit der Reformation evangelische Damenstifte. Für insgesamt vier Klöster (in Preetz, Schleswig, Itzehoe und Uetersen) übernahmen ab 1541 anstelle des Lübecker Bischofs die ritterschaftlichen Familien gemeinsam mit dem Landesherren die Aufsicht. Damit waren die unverheirateten Töchter des Adels weiterhin versorgt – solange sie nicht heirateten – und nannten sich nun Stiftsdamen. Bis heute ist die Einschreibung in die Klöster nur Angehörigen der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft, in Kloster St. Johannis in Schleswig auch anderer adeliger Familien, möglich. Sie besitzen – unverheiratet – Wohnrecht als Stiftsdamen mit einer Präbende, einer monatlichen Geldzahlung. Doch auch wenn es noch eingeschriebene Stiftsdamen gibt: Außer den Priorinnen wohnen nur wenige bis gar keine in den Klosterbezirken, die Konventualinnenhäuser sind vermietet.
So auch in Preetz mit seiner kunsthistorisch bedeutenden Klosterkirche (Foto: Chorgestühl), dessen Restaurierung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bereits mehrmals gefördert hat. In den drei anderen schleswig-holsteinischen Damenstiften hat die DSD ebenfalls Maßnahmen an den Baudenkmalen unterstützt.
Seit 2010 nennt sich Magdeburg Ottostadt. Sie besinnt sich auf die Wurzeln des Begründers des späteren Heiligen Römischen Reiches, Kaiser Ottos I. Nicht von ungefähr befindet sich in der gotischen Kathedrale seine Grablege, denn Magdeburg gilt als seine Lieblingspfalz. Doch nicht nur in der heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, sondern auch in der Region sind zahlreiche Zeugnisse der Ottonen zu finden.
Kopflos trabte eines der Schafe in der Stiftskirche von Bassum umher. Nun ist es wieder - vollständig und formvollendet - Teil der Herde, die sich um das wellige Wasser mit dem Stiftskirchen-Modell auf dem Boot gruppiert.
Für das Christentum ist der Opfertod von Gottes Sohn ein zentrales Motiv des Glaubens, deshalb kommt auch den plastischen Kruzifixen in den katholischen und lutherischen Kirchen eine wichtige Rolle zu. Sie bringen den Kern der christlichen Lehre zum Ausdruck: die Erlösung der Menschheit von den Sünden durch den Tod Christi und den Sieg Christi über den Tod durch die Auferstehung.
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