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Unser Weihnachtswunsch: Rettet unsere Orgeln!

Denkmale für die Sinne

Gerade zur Weihnachtszeit berühren sie die Menschen mit ihrer Pracht in Klang und Gestalt. Helfen Sie uns, bedürftige Orgeln zu retten.

Der Moment, bevor der Organist in die Tasten greift und den Weihnachtsgottesdienst eröffnet, ist faszinierend. Ein ganzes Orchester in einem Instrument, gespielt und registriert von nur einem Musiker. Ob Aeoline, Prinzipal oder Flöte: Die unzähligen Pfeifen erfüllen den riesigen Kirchenraum mit einem unvergleichlichen Klang – fein abgestimmt in Lautstärke und Klangfarbe. Die prächtige Gestalt der Orgel und die oftmals kunstvoll verzierten Prospekte prägen die Kirchenausstattung. Vom feierlichen Raumerlebnis bis hin zum Hörgenuss klanglicher Vielfalt: Es sind Denkmale für die Sinne. Wenn aber die Töne hängen, krächzen oder nicht aus der Pfeife finden, geht ein bedeutender Teil des lebendigen Denkmals verloren. Mit teils rigorosen Umbauten des Instruments wurde in originäre Klangbilder eingegriffen, Gehäuse oder Pfeifen zergehen durch Holzwurm und Bleifraß und die Windladen werden durch starke Tempertaturschwankungen rissig.

Drei Jahre arbeitete der Orgelbauer an der Scholtze-Orgel. Nach der Intonation wird das bedeutende Instrument im Advent wieder für die Havelberger erklingen.
© Stefan Beetz / sbeetz.com
Drei Jahre arbeitete der Orgelbauer an der Scholtze-Orgel. Nach der Intonation wird das bedeutende Instrument im Advent wieder für die Havelberger erklingen.

2021 konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit Ihrer Hilfe bereits viele wundervolle Denkmale fördern und retten. Die DSD hofft weiter auf Ihre Unterstützung für unser akut gefährdetes Kulturgut. Passend zur Weihnachtszeit zeigen wir Ihnen exemplarisch Klangschätze, die immer wieder Hilfe brauchen. Zehn Treuhandstiftungen unter dem Dach der DSD kümmern sich um den Erhalt und die Pflege von Orgeln, beispielsweise die Stiftung Altes Schloss Valley oder die Gemeinschaftsstiftung Orgeln: „Wir errichteten diese Treuhandstiftung in der Überzeugung, dass Klassische Musik zu den Kulturgütern gehört, die unser Leben am wertvollsten bereichern. Orgeln und Orgelmusik sind ein untrennbarer Teil dieser Kultur,“ sagen die Stifter Dr. Hartmut und Gabriele Schaefer. 2021 kürte der Deutsche Musikrat die Orgel zum Instrument des Jahres, die mit der Orgelmusik seit 2017 zum Immateriellen Kulturerbe zählt.


Ein gefeiertes Meisterstück ist die Orgel in der Havelberger Stadtkirche St. Laurentius: 1754 gebaut von Gottlieb Scholtze (1713–83), der ein Schüler des bedeutenden Orgelbauers Joachim Wagner (1690–1749) war. Das sieht und hört man – normalerweise zumindest. Denn die spätbarocke Orgel vergeht still und leise. 2013 wurde Matthias Bensch (36) Kantor der Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Er weigerte sich die Orgel in diesem Zustand zu spielen und setzte sich maßgeblich für die umfangreiche Restaurierung ein. Die Gründung des Orgelbauvereins 2014 war ein wichtiger Schritt. Ebenso wie die Sanierung von Dach, Fassaden, Böden und Gewölbe: Zum Erhalt der Stadtkirche und zum Schutz der Orgel. Denn das Gewölbe war mit Hausschwamm befallen und drohte einzustürzen. „Auch wenn ich mich oft fragte, wie wir das schaffen sollen,“ sagt Bensch über die mutlosen Momente. Sein Einsatz für das große Projekt wurde jedoch mit Spenden und Förderungen belohnt. Unter anderem engagiert sich die DSD: „Die Havelberger Laurentiuskirche besitzt mit ihrer besonderen Ausstattung, insbesondere der Scholtze-Orgel, überregionale Bedeutung“, so Dr. Eckhard Wegner (63), DSD-Referent aus der Denkmalförderung.

Die Orgelbauer haben sich in der Havelberger Stadtkirche eine gewaltige Werkstatt aufgebaut. Als Vorbereitung für das siebenwöchige Stimmen der Orgel werden bereits vorintonierte Pfeifen in das Prospekt eingesetzt.
© Stefan Beetz / sbeetz.com
Die Orgelbauer haben sich in der Havelberger Stadtkirche eine gewaltige Werkstatt aufgebaut. Als Vorbereitung für das siebenwöchige Stimmen der Orgel werden bereits vorintonierte Pfeifen in das Prospekt eingesetzt.


2019 startete die Restaurierung, betreut vom Dresdner Orgelbauer Kristian Wegscheider (67). „Es sind über 50 Prozent der originären Substanz erhalten“, freut er sich. Bei den Restaurierungen solcher Instrumente sind Schäden wie verbogene Pfeifen oder gerissene Windladen durch qualitatives Handwerk gut wiederherzustellen. „Die Risse in den Windladen waren allerdings enorm. Trotzdem konnten wir das 'Herz der Orgel' wieder schließen. Nun müssen vorbeugende Maßnahmen gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen erörtert werden.“ Matthias Bensch, seit 2018 Orgelsachverständiger, ist das originäre Klangbild wichtig. Trotz vieler Eingriffe sind originale Pfeifen erhalten: „Bei der Intonation werden wir der ursprünglichen Diposition nahekommen und die spätbarocke Farbigkeit und Pracht erreichen“, weiß er. Neben den Spuren der originären Substanz sind viele historische Referenzen vorhanden. „In Scholtzes Sinne werden wir die Orgel im Advent feierlich einweihen.“ Der erfahrene Orgelexperte Wegscheider möchte diese faszinierenden Denkmale dem Reichtum der Ursprünglichkeit annähern und gleichzeitig die umfangreiche Funktion gewährleisten. „Denn sie leben, wenn sie genutzt werden. Orgeln sind keine Museumsstücke. Vielmehr sind sie das Bindeglied zwischen Gläubigen, Musikliebhabern und Denkmalfreunden.“


Lebendige Denkmale


Auch Annette Stawenow (57) aus der thüringischen Gemeinde Großenlupnitz freut sich über die gerettete Orgel. Durch einen Wasserschaden und technische Probleme war die erhaltene historische Orgel von Emil Heerwagen (1857–1935) nicht mehr spielbar. Mit dem restaurierten Instrument öffnet die Kirchenmusikerin wieder Türen zum Gotteshaus: „Die prächtige Orgel macht es möglich, Menschen an Musik und Kirche heranzuführen, sei es mit Abendandachten in Orgelbegleitung oder Konzerten.“ Für die Restaurierung des barocken Orgelprospektes und des Orgelwerkes samt Blasebalg stellte die DSD Spenden bereit – unter anderem Dank des Engagements der Initiative im Denkmalschutz engagierter Ärzte und Apotheker e.V.. Bei der Orgelwiedereinweihung im Oktober entließ der Kirchenmusikdirektor Gotthard Gerber (84) die Gemeinde mit einem Orgelnachspiel von Johann Sebastian Bach. Als gebürtiger Großenlupnitzer erinnert er sich an den ursprünglichen Klang der Orgel und setzte sich zusammen mit der Gemeinde tatkräftig für die Restaurierung ein.

Arp Schnitger war der bedeutendste deutsche Orgelbauer des Barock. Nur noch 17 von 169 Schnitger-Orgeln existieren. Die Orgel von St. Pankratius wurde  in den letzten Jahrhunderten mehrmals restauriert und umgebaut – doch noch die Hälfte der 2.050 Pfeifen sind Originalbestand. Die DSD engagierte sich für den Erhalt des einmaligen Objektes.
© imago / epd
Arp Schnitger war der bedeutendste deutsche Orgelbauer des Barock. Nur noch 17 von 169 Schnitger-Orgeln existieren. Die Orgel von St. Pankratius wurde in den letzten Jahrhunderten mehrmals restauriert und umgebaut – doch noch die Hälfte der 2.050 Pfeifen sind Originalbestand. Die DSD engagierte sich für den Erhalt des einmaligen Objektes.

Die Arp-Schnitger-Orgel in St. Pankratius, Hamburg, ist nur eine von 24 Orgeln, die wir in der aktuellen Print-Ausgabe von Monumente im Adventskalender-Format vorstellen.


Gemeinschaftsstiftung Orgeln
Deutschland hat eine lange Tradition von Orgelbau und Orgelmusik. Die 2019 gegründete Gemeinschaftsstiftung Orgeln unter dem Dach der DSD fördert die Restaurierung, Erhaltung und Pflege der wertvollen Instrumente. Zustiftungen sind sehr willkommen. Für nähere Informationen und Fragen wenden Sie sich gerne an: kathleen.rottmann@denkmalschutz.de

Tel. 0228 9091-212.

 



Lange stand auch die Maerz-Orgel in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung im bayerischen Hitzhofen still. Es ist das 489. Instrument, das der königlich-bayerische Hoforgelbaumeister Franz Borgias Maerz 1905 schuf: Eine vollpneumatisch traktierte Kegelladen-Orgel. Sie ist integraler Bestandteil der Barockkirche, die selbst ein wichtiges Zeugnis im Frühwerk von Gabriel de Gabrieli ist. „Der besondere Denkmalwert der Orgel besteht im weitgehend unveränderten und erhaltenen Pfeifenwerk und Technikbestand“, so der DSD-Referent Dr. Peter Schabe (62). Den Klang der Orgel kennt Dr. Karl Knöferle (76) noch aus Kindheitstagen. „Ich habe vor vielen Jahren selbst den Blasebalg getreten.“ Seine ursprüngliche Bindung zu Ort, Orgel und Kirche sowie seine kunsthistorische Expertise bestärken den Rentner: „Nach der Sanierung der Kirche vervollständigt die Orgelrestaurierung unser Glück für das 300-jährige Jubiläum der Kirche 2022.“


Über die Förderung der Maßnahmen durch die DSD freut sich die Gemeinde sehr. Derweil kümmert sich der Orgelbaumeister Johannes Vleugels (38) in der Werkstatt um die durchgespielten Tasten der Klaviatur. Es folgt eine behutsame Überholung der alten Holz- und Metallpfeifen sowie die Restaurierung der belederten Kegel und Ventile. Nach über 100 Jahren ist das Leder bei der Kegelladenorgel porös. Vor Ort folgt die Restaurierung der pneumatischen Trakturen und des beschädigten marmorierten Gehäuses. „Wir müssen genau abwägen, welche Teile schadenfrei in die Werkstatt transportiert werden können und welche nicht.“ Der schonende Umgang ist bedeutsam für den Erhalt der historischen Substanz. Bis zum Kirchen-Jubiläum werden auch die aufwendigen klanglichen Arbeiten durchgeführt sein: „Die Maerz-Orgel hatte das Glück, dass ihr romantisches Klangkonzept fast unverändert blieb. Deswegen können wir einen Zustand abbilden, der die Geschichte der Orgel erzählt und dabei auch wirklich originär ist.“

Zu Gast bei der Orgelmanufactur Vleugels.

© Alex Kraus
© Alex Kraus
Die Holzpfeifen der Maerz-Orgel sind reinigungsbedürftig und teilweise wurmgeschädigt.
© Alex Kraus
© Alex Kraus
Übersichtlich sortiert: ein Teil der ausgebauten, bleiernen Pfeifen, die in der Orgelbauwerkstatt bearbeitet werden.
© Alex Kraus
© Alex Kraus
Feinarbeiten an den großen Metallpfeifen.
© Alex Kraus
© Alex Kraus
Die Tastenbelege aus Celluloid waren durchgespielt. Sie wurden restauriert und gereinigt.
© Alex Kraus
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Die Orgel ist ein Werk des königlich-bayerischen Hoforgelbaumeister Franz Borgias Maerz.
 
 
© Alex Kraus
Die Holzpfeifen der Maerz-Orgel sind reinigungsbedürftig und teilweise wurmgeschädigt.
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Übersichtlich sortiert: ein Teil der ausgebauten, bleiernen Pfeifen, die in der Orgelbauwerkstatt bearbeitet werden.
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Feinarbeiten an den großen Metallpfeifen.
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Die Tastenbelege aus Celluloid waren durchgespielt. Sie wurden restauriert und gereinigt.
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Die Orgel ist ein Werk des königlich-bayerischen Hoforgelbaumeister Franz Borgias Maerz.
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Bei der Furtwängler-Hammer-Orgel der Berliner Auenkirche ist das ursprünglich spätromantische Klangbild nur noch zu erahnen. „Unsere 'romantische Königin' braucht deshalb dringend Hilfe“, sagt der Kantor und Organist Winfried Kleindopf (46). Seit dem Bau der Orgel vor 120 Jahren haben zahlreiche Umbauten und Erweiterungen das Klangbild fast gänzlich entstellt. Bei der Restaurierung soll sich dieser gewachsene Zustand am Klangideal Mitte der 1920er-Jahre orientieren. Auch technische Mängel machen der Orgel mit 85 Registern und vier Manualen und Pedal große Probleme: Derzeit funktioniert nur noch ein Drittel der Orgel. Seit diesem Sommer hat auch die DSD ihre Förderung für die zweitgrößte Berliner Orgel zugesagt, um die umfassende Restaurierung zu unterstützen. Der Festgottesdienst zur Einweihung ist zum Reformationstag 2023 geplant. In Havelberg kann sich Matthias Bensch schon früher freuen: Er wird am Heiligen Abend am Spieltisch der Scholtze-Orgel sitzen und den Weihnachtsgottesdienst endlich wieder mit wunderschönen Klängen beschließen können.


Svenja Brüggemann

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Winfried Kleindopf ist Kantor in der Berliner Auenkirche: Die Furtwängler-Hammer-Orgel muss restauriert werden. Die Hilfe der DSD ist dringend nötig. Bitte helfen Sie uns zu helfen!
© Jorinde Bugenhagen / DSD
Winfried Kleindopf ist Kantor in der Berliner Auenkirche: Die Furtwängler-Hammer-Orgel muss restauriert werden. Die Hilfe der DSD ist dringend nötig. Bitte helfen Sie uns zu helfen!
 

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1 Kommentare

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    mezwo schrieb am 18.11.2021 00:46 Uhr

    Ich kenne eine fast unveränderte Barockorgel von 1732, die aktuell großen Bedarf einer Restaurierung hat. Sie ist seit diesem Jahr 1732 bis heute in der Schloßkirche der kleinen Gemeinde Lahm im Landkreis Coburg.
    Es ist das einzige vollständig erhaltene Werk der Familie Herbst aus Halberstadt. Der erste Organist und Kantor war Johann Lorenz Bach, ein Großneffe und Schüler von Joh. Seb. Bach in Weimar. Er spielte das Instrument bis zu seinem Tod 1773. Das Werk hat auf zwei Manualen und Pedal 29 Register, zwei Zimbelsterne, dazu einen langsamen und geschwindten Tremulant. Das Hauptwerk dominiert den Klang zusammen mit dem üppig disponierten Pedal, das u.a. einen offenen Subbaß 16', eine 10 2/3' Quinte, eine fünffache Pedalmixtur, drei Zungenregister mit 32' und 16' Posaune und 8' Trompete aufweist. Auf eine Pedalkoppel wurde deshalb verzichtet. Das Oberwerk hat u.a. eine 8' Vox humana und eine Sexquialtera mit Flöten- und Prinzipalstimmen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der geniale Leipziger Bach bei der Planung
    der Orgel seine klanglichen Vorstellungen mit seinem Großneffen besprochen oder beschrieben hat.
    Die finanzielle Ausstattung der kleinen Gemeinde reicht nicht, um die "Bachorgel" grundlegend zu sanieren.
    Ich zitiere einen südbayrischen Orgelbauer, der das erste Mal das Werk sehen und hören konnte:
    "Ich war sehr beeindruckt" Das gibt den Freunden dieser Orgel die Hoffnung auf Besserung des Zustands.

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