Denkmalnachrichten April 2017

Ausgezeichnete Förderprojekte

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schätzt sich glücklich, dass zum Jahresbeginn gleich mehrere ihrer Förderprojekte wichtige Denkmalpreise erhalten.

Über den vom Land Nordrhein-Westfalen gestifteten Staatspreis für Denkmalpflege dürfen sich Ende März die Eigentümer des Hauses Mayer-Kuckuk in Bad Honnef, Andrea Köhler und Hartmut Witte, freuen. (Ein Monumente-Interview mit Hartmut Witte lesen Sie hier.) 


Zusätzlich gibt es fünf undotierte Anerkennungen, die bürgerschaftliches Engagement für historische Bauwerke würdigen und fördern möchten. Eine Anerkennungen ging an Martin Menke vom Trägerverein Haus der Vereine in der Alten Dreherei e. V. Dem Verein ist es zu verdanken, dass die 1874 erbaute und 1909 erweiterte Fabrikhalle in Mülheim nach langem Leerstand eine geeignete Nutzung erhielt und damit der Verlust des Industriedenkmals verhindert werden konnte. Ebenfalls prämiert wurde Norbert Niehaus, Vorsitzender des Mühlenvereins Lohmühle e. V. Der Verein setzte das Mühlengebäude von 1834 in Duisburg-Baerl detailgetreu instand, sodass zukünftig bei Veranstaltungen wieder Korn gemahlen werden kann.Für den mit 7.000 Euro dotierten Preis, der jährlich im Wechsel zwischen Westfalen und dem Rheinland verliehen wird, können sich Denkmaleigentümer bis zum 14.4.2017 bei der Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in  Münster   bewerben. www.lwl.org/staatspreis-2017

Mestlin, Kulturhaus © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mülheim a. d. Ruhr, Alte Dreherei © Martin Menke, Mülheim a. d. Ruhr
Dampfer Welle © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Duisburg-Baerl, Mühle © ADR-LVR, S. Wolf
 

Die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr (l. o.), die Lohmühle in Duisburg-Baerl (r.), und das Kulturhaus in Mestlin (l. u..) erhalten in diesem Jahr wichtige Denkmalpreise. Am Bereisungsdampfer Welle (M.) wurde eine Auszeichnungstafel angebracht. Alle Denkmale sind Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Im Rahmen eines Konzerts wird im Sommer der Spielstättenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern an das Kulturhaus Mestlin vergeben. 1957 als kulturelles Zentrum des damaligen Musterdorfes eröffnet, stand der Bau in Formen des sozialistischen Neoklassizismus nach 1996 leer und verfiel. Seit 2008 kümmert sich der Verein Denkmal Kultur Mestlin e. V. darum, das Kulturhaus und die umliegenden Gebäude zu erhalten. Für die Konzerte bietet das Haus, das in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, einen eindrucksvollen Rahmen. Die Festspiele gastieren bereits seit 2014 regelmäßig in Mestlin. Gemeinsam mit dem Nordkurier verleihen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern den mit 5.000 Euro dotierten Preis zum siebten Mal an Konzertorte mit besonderem Entwicklungspotenzial. Die Auszeichnung ging in den vergangenen Jahren unter anderem an das Kloster Rühn und die Klosterruine Dargun, ebenfalls Förderprojekte der DSD. Im November letzten Jahres bekam der Verein Dampfer WELLE e. V., Bremen den Sonderpreis des Bremer Denkmalpflegepreises für die Restaurierung und Erhaltung des historischen Bremer Bereisungsdampfers Welle. Seit März 2017 weist eine Bronzeplakette an dem Schiff auf diese Auszeichnung hin. 


Julia Ricker

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