Denkmalnachrichten Februar 2016

Ausgezeichnete Förderprojekte

Die Europäische Holocaustgedenkstätte in Landsberg am Lech und das Schloss Weißenstein in Pommersfelden wurden im September mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis ausgezeichnet

Die beiden Förderobjekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gehören zu insgesamt sechs bayerischen Baudenkmalen, die von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gewürdigt wurden. Bei der Preisvergabe lag ein besonderes Augenmerk auf herausragenden Ingenieurleistungen, die maßgeblich zum Erfolg der Instandsetzungen beigetragen haben.


Ihre Arbeit ist besonders wichtig, aber meist nicht zu sehen, im Gegensatz zu Maßnahmen an der Fassade.
In der Kategorie Private Bauwerke ging Gold an die Europäische Holocaustgedenkstätte. Sie wurde dafür gewürdigt, dass das Tonröhrenbauwerk zugunsten eines authentischen Raumeindrucks nur von außen stabilisiert und auf eine Stützkonstruktion im Innenraum verzichten wurde.


Beim Schloss Weißenstein stand die Sicherung des Dachtragewerks im Vordergrund, das bereits bei der Erbauung unvollständig konstruiert wurde. Das Denkmal wurde mit Silber ausgezeichnet, weil sich die Tragwerkergänzungen in hervorragender Weise in die historische Substanz einfügen. Zusätzlich eingebaute Kontrolleinrichtungen gewährleisten darüber hinaus, dass die wertvollen Deckenmalereien und Stuckflächen in den Räumen unter dem Dachtragwerk vor Schubkräften und Bewegung geschützt werden.


Julia Ricker

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