Dezember 2016 S

Helfen Sie dem Geschenk aus der Vergangenheit!

Verletzliche Gaben

Zu Weihnachten widmen wir uns der Geschichte des Schenkens und bitten Sie um Hilfe für das einzigartiges Kulturerbe - ein Geschenk, das uns frühere Generationen hinterlassen haben.

Gold, Weihrauch und Myrrhe – kostbar waren die Gaben und mit Bedacht gewählt. Sie kamen von weit her. Die Heiligen Drei Könige brachten sie, geführt von einem hellen Stern am Firmament, aus dem Morgenland nach Bethlehem, um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen. So erzählen es die Legenden, die im 3. Jahrhundert ihren Anfang nahmen. Gold als Symbol für sein Königtum, Weihrauch als Zeichen für die Göttlichkeit und Myrrhe als Hinweis auf den Opfertod: die ersten Weihnachtsgeschenke. Im christlichen Glauben kommt das größte Geschenk aber von Gott selbst, der seinen Sohn in Gestalt des Kindes zu den Menschen brachte, um sie zu erlösen.

Ehrfurchtsvoll nähern sich die Heiligen Drei Könige dem Christuskind, um ihm ihre Gaben darzureichen. Die Wandmalereien von ca. 1380 gehören zu einem Bildprogramm, das den gesamten Chor der Martinskirche in Neustadt-Waiblingen (Baden-Württemberg) schmückt. Die wertvollen Malereien wurden erst in den 1950er-Jahren entdeckt. Damals sollten sie mit einer Kaseinschicht an der Wand fixiert werden. Was gut gemeint war, führte zur Bildung von Schimmel, der durch Begasung beseitigt werden musste. Jetzt konservieren Restauratorinnen mit viel Geduld die wertvollen Kunstwerke, reinigen die Oberflächen und sichern die Putz- und Farbschichten.
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Ehrfurchtsvoll nähern sich die Heiligen Drei Könige dem Christuskind, um ihm ihre Gaben darzureichen. Die Wandmalereien von ca. 1380 gehören zu einem Bildprogramm, das den gesamten Chor der Martinskirche in Neustadt-Waiblingen (Baden-Württemberg) schmückt. Die wertvollen Malereien wurden erst in den 1950er-Jahren entdeckt. Damals sollten sie mit einer Kaseinschicht an der Wand fixiert werden. Was gut gemeint war, führte zur Bildung von Schimmel, der durch Begasung beseitigt werden musste. Jetzt konservieren Restauratorinnen mit viel Geduld die wertvollen Kunstwerke, reinigen die Oberflächen und sichern die Putz- und Farbschichten.

Weihnachten und die Idee des Schenkens sind bedeutungsvoll miteinander verwoben. Mit ihrem geheimnisvollen Zauber zieht die Zeit der Bescherung nicht nur Kinder in ihren Bann. Am Heiligen Abend wollen die Menschen Freude stiften. Liebe und Zuneigung offenbaren sie, wenn sie mit einem Präsent einen besonderen Wunsch erfüllen und einen ausgefallenen Geschmack treffen. Und das Glück der Beschenkten lässt die Herzen der Schenkenden umso höher schlagen.


Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) wünscht sich, in diesem Jahr wieder von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, beschenkt zu werden. Denn Ihre Gaben tragen dazu bei, dass das Erbe der Vergangenheit bewahrt und an kommende Generationen weitergegeben werden kann. Auf den nächsten Seiten zeigen wir Ihnen Dorfkirchen, denen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Ihrer Unterstützung helfen kann. Damit möchte Monumente Sie auf die Festtage einstimmen und gleichzeitig im Sinne des feierlichen Bescherens auf die Geschichte des Schenkens blicken.

Die im Kern romanische Kirche St. Salvator in Tilleda (Sachsen-Anhalt) besitzt zahlreiche Baustücke aus der ehemaligen Königspfalz auf dem Pfingstberg. Nach einem Brand wurde die Kirche im 18. Jahrhundert barock verändert und erhielt die den Raum überspannende Holztonne und die hufeisenförmige Empore, während die Kanzel noch aus dem Jahr 1612 datiert. Die DSD förderte 2015 zusammen mit ihrem Stiftungsfonds Dorf¬kirchen die Sanierung des Daches.
Tilleda, Dorfkirche St. Salvator © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die im Kern romanische Kirche St. Salvator in Tilleda (Sachsen-Anhalt) besitzt zahlreiche Baustücke aus der ehemaligen Königspfalz auf dem Pfingstberg. Nach einem Brand wurde die Kirche im 18. Jahrhundert barock verändert und erhielt die den Raum überspannende Holztonne und die hufeisenförmige Empore, während die Kanzel noch aus dem Jahr 1612 datiert. Die DSD förderte 2015 zusammen mit ihrem Stiftungsfonds Dorf¬kirchen die Sanierung des Daches.

Die Erfindung des Christkinds

Weihnachtsgeschenke gibt es bereits seit der christlichen Antike. Neben Früchten und Süßigkeiten wechselten damals kleine Kunstgegenstände ihre Besitzer. Der Brauch, das Fest am 25. Dezember zu feiern, entstand im Rom des 4. Jahrhunderts. Es sollte aber noch bis zur Mainzer Synode im Jahr 813 dauern, bis dieses Datum nördlich der Alpen offiziell eingeführt wurde. Der Wunsch, an Weihnachten Geschenke zu machen, wurde zusätzlich beflügelt, weil mit der Geburt Christi auch das Kalenderjahr begann. Dieses Datum existierte in Deutschland noch bis in das 16. Jahrhundert neben dem 1. Januar als Jahresbeginn. Eine Doppelung, der wir vermutlich die Redewendung „zwischen den Jahren“ zu verdanken haben.


Im Mittelalter bekamen die Geschenke eine persönlichere Note. Besonders beliebt war es, erbauliche Texte aus Büchern abzuschreiben und zu versenden. Ebenso erfreuten Zuckertafeln, mit Lavendel gespickt, Lebkuchen, Blumen und sogar Edelsteine. Die Gaben zogen nun größere Kreise. Sie beschränkten sich nicht mehr nur auf die Familie und das Gesinde, sondern auch Pfarrer, Lehrer und Bekannte wurden bedacht. Endlich erreichten sie auch die Kleinsten, die in der Nacht vom „heiligen Christ“ aufgesucht wurden. Er steckte den Schlafenden Äpfel, Nüsse und Pfefferkuchen ins Bett oder in die Kleider. Die Kinder wohlhabender Eltern fanden am Morgen sogar Puppen, Bücher und Schreibzeug vor. Die Bescherung am Heiligen Abend, wie wir sie kennen, gab es damals noch nicht. Sie entwickelte sich nach und nach aus der liturgischen Tradition, die hohe kirchliche Feiertage bereits am Vorabend beginnen ließ.

Eindrucksvoll ist das spätgotische Sternengewölbe mit Rankenmalereien aus dem 19. Jahrhundert, das die Wallfahrtskirche von Pritzwalk-Alt Krüssow überfängt. Das Gebäude entstand im 15. Jahrhundert aus Backstein und Feldsteinen, wie es für die brandenburgische Prignitz typisch ist. Seit 2006 unterstützt die DSD die Restaurierung dieses wichtigen Denkmals der Annenverehrung.
Pritzwalk- Alt Krüssow, Wallfahrtskirche © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Eindrucksvoll ist das spätgotische Sternengewölbe mit Rankenmalereien aus dem 19. Jahrhundert, das die Wallfahrtskirche von Pritzwalk-Alt Krüssow überfängt. Das Gebäude entstand im 15. Jahrhundert aus Backstein und Feldsteinen, wie es für die brandenburgische Prignitz typisch ist. Seit 2006 unterstützt die DSD die Restaurierung dieses wichtigen Denkmals der Annenverehrung.

Im 15. Jahrhundert war die Geburtsstunde des Christkinds, dieses in unserer Vorstellung engelhaften Wesens, das das Fest bis heute beseelt. Von nun an existierte es neben dem heiligen Nikolaus, der zuvor allein am 6. Dezember die Kinder bescherte. Dass Luther das Christkind erfand, um den heiligen Nikolaus zu verdrängen, ist eine Legende. Denn es ist belegt, dass der Reformator seine eigenen Kinder mit heimlich versteckten Gaben beglückte, die sie am Nikolausmorgen vorfanden. Weiterentwickelt wurde die Heiligenfigur im Weihnachtsmann, der ab dem 19. Jahrhundert als dritter im Bunde hinzukam. Wie das Christkind war er eine märchenhafte Gestalt, allerdings übernahm er – dem heiligen Nikolaus entsprechend – eine erzieherische Funktion, indem er ermahnte und ermunterte. So ist die weihnachtliche Gabe nicht nur etwas Religiöses. Auch gesellschaftliche Aspekte sind mit ihr verwoben: Wer empfängt, sollte etwas dafür tun.


Bereits im Alten Rom hieß es „do ut des“, also „Ich gebe, damit du gibst“. Die Annahme von Gaben verpflichtet. Denn für seine Großzügigkeit darf der Schenkende eine Gegengabe erwarten.


Das Schönste am Schenken ist, dass sich damit eine feierliche Geste verbindet. Jeder kennt das besondere Gefühl, ein in buntes Papier eingeschlagenes Päckchen, gehalten von edlem Band, zu öffnen. Obwohl bereits im 7. Jahrhundert in China praktiziert, wurde es in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg selbstverständlich, Geschenke einzupacken. Aus der dem Geben und Nehmen innewohnenden Magie entstehen tiefe Verbindungen: Sie stiftet nicht nur Verpflichtungen und Allianzen, sondern schmiedet Freundschaften.

Mit flatternden Schriftbändern und Trompetenfanfaren jubilieren Engel am Sternenhimmel: Von den barocken Malereien der Dorfkirche St. Gregorius im thüringischen Alkersleben wurde bisher nur eine Probeachse restauriert. Für die Arbeiten am Westgiebel und an der Nordfassade des bis auf das 12. Jahrhundert zurückgehenden Gotteshauses gewann die DSD ihre treuhänderische Lieselotte-Lies-und-Otto-Roosen-Stiftung sowie die Stiftung Symphasis.
Alkersleben, St. Gregorius © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit flatternden Schriftbändern und Trompetenfanfaren jubilieren Engel am Sternenhimmel: Von den barocken Malereien der Dorfkirche St. Gregorius im thüringischen Alkersleben wurde bisher nur eine Probeachse restauriert. Für die Arbeiten am Westgiebel und an der Nordfassade des bis auf das 12. Jahrhundert zurückgehenden Gotteshauses gewann die DSD ihre treuhänderische Lieselotte-Lies-und-Otto-Roosen-Stiftung sowie die Stiftung Symphasis.

Schenken für himmlische Gaben

Jetzt, während wir uns auf das Gabenfest vorbereiten, füllen sich die Kirchen. Ihre adventliche Stimmung, die ins Licht der Kerzen und den Duft von heißem Wachs gehüllten Räume bieten eine besinnliche Atmosphäre inmitten der vorweihnachtlichen Betriebsamkeit. Umgeben von der früh einsetzenden Dunkelheit kann man innehalten, an die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes denken und sich auf die anstehenden Tage freuen.


Gedankenverloren gleitet dabei der Blick so mancher Kirchenbesucher über erzählfreudige Wandmalereien, farbige Fenster, Skulpturen und kostbare Reliquienschreine. Selbst auf dem Land finden sich Interieurs von ungeahnter kunsthistorischer Qualität. Auch sie waren einst Geschenke – Geschenke an Gott.

In vielen Kirchen weisen Wappen auf die Auftraggeber von Ausstattungsstücken hin. Wie an der  ehemaligen Herrschaftsempore von St. Pankratius in Lodersleben (Sachsen-Anhalt). Die DSD förderte 2012 die Instandsetzung des östlichen Mauerwerks und 2015 – zusammen mit ihrem Stiftungsfonds Dorfkirchen – der Südseite.
Lodersleben, St. Pankratius © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
In vielen Kirchen weisen Wappen auf die Auftraggeber von Ausstattungsstücken hin. Wie an der ehemaligen Herrschaftsempore von St. Pankratius in Lodersleben (Sachsen-Anhalt). Die DSD förderte 2012 die Instandsetzung des östlichen Mauerwerks und 2015 – zusammen mit ihrem Stiftungsfonds Dorfkirchen – der Südseite.

Der Glaube, dass nicht nur Werke der Barmherzigkeit und Wallfahrten, sondern auch Schenkungen von Madonnen- und Heiligenfiguren, Spenden für Reliquienschreine oder für den Bau einer Kirche angesichts des Jüngsten Gerichts aufgewogen würden, war der stärkste Antrieb für die Entstehung von Kunst in Kirchen. Nahezu alle sakralen Werke sind religiösen Motiven zu verdanken: Hinter Tafelmalereien, Glasfenstern, Goldschmiedearbeiten, liturgischen Gewändern, Skulpturen und Handschriften stehen fromme Schenkende, die sich nicht selten mit ihrem Bildnis, Namen oder Wappen verewigten.


In der Phantasie der Gläubigen war der Himmel ein Ort kostbarer Schätze und strahlender Pracht. Als Himmel auf Erden wurden Kirchenräume wie Schatzkammern ausgestattet. Die Schenkenden hofften zwar auf Gottes Barmherzigkeit, wollten aber mit frommen Leistungen und Gaben ihre Chancen auf einen Platz im Himmel erhöhen und sich auf Erden ein Stück Ewigkeit sichern. Nicht nur Adelige und wohlhabende Bürger, auch ganze Dorfgemeinden taten sich zusammen, um diesem Ziel näher zu kommen. Dabei entstanden neben kostbaren Kirchenausstattungen Schulen, Biblio¬theken, Spitäler und Waisenhäuser.

Durch Schenken bewahren

Viele Menschen fühlen sich heute mit Kirchen verbunden. Nicht nur durch den Glauben. Kirchen sind bauliche Mittelpunkte von Städten und Dörfern. Sie können Symbole für Heimat und Orte wichtiger Lebensstationen sein: Taufen, Hochzeiten und Trauergottesdienste finden hier statt, Weihnachten und Ostern werden gefeiert. Manchen sind sie stimmungsvolle Räume für Lesungen und Konzerte. Obwohl aus robustem Stein und Holz errichtet und durch edelste Materialien geschmückt, sind sie verletzlich. Der Zahn der Zeit nagt an vielen Gotteshäusern.


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz half in den letzten Jahrzehnten mit, unzählige Kirchen zu retten. Noch immer gilt ihr hauptsächliches Augenmerk der Gebäudehülle. Manche Bauten sind so stark geschädigt, dass sie einzustürzen drohen, andere benötigen wieder dichte Dächer und ein intaktes Mauerwerk. Wenn diese Arbeiten getan sind, kümmert sich die Stiftung um die Ausstattungen.

Ihren jahrelangen großzügigen Zuwendungen, liebe Leserinnen und Leser,  ist es zu verdanken, dass sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bisher so stark engagieren konnte. Im Sinne des freundschaftlichen Schenkens fühlen wir uns daher mit Ihnen verbunden. Und wir möchten mit Ihren guten Gaben weiterhin helfen.


Denn die einzigartige Denkmallandschaft betrachten wir als ein Geschenk unserer Vorfahren. Und weil ein Geschenk anzunehmen verpflichtet, möchten wir es erhalten, damit die Schönheit der Vergangenheit an die nächste Generation weitergegeben werden kann!


Julia Ricker

Schenken heißt  Verantwortung

Drei Fragen an die Architektin Annette Liebeskind, Leiterin der Abteilung Denkmalförderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz



Wem genau macht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit ihrer Förderung ein Geschenk?

Der Schutz von Denkmalen ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Ihre Besitzer sind so unterschiedlich wie die historischen Zeugnisse selbst: von der Dorfkirche über die kleine Reetdachkate bis hin zum großartigen Schlosspark.


Es ist immer wieder beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus, mit welcher Kreativität und welchem Engagement die Menschen ihre Denkmale pflegen, entwickeln und damit ihrer Region, der nächsten Generation und sich selbst einen großen Gefallen bereiten. Manchmal reichen trotz aller Anstrengungen die finanziellen Mittel nicht aus. Das Gefühl „allein auf weiter Flur“ zu stehen und es nicht zu schaffen, nimmt die Zuversicht. An diesem Punkt kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Geschenk machen, indem sie finanziell unterstützt – entweder in Form einer Anschubfinanzierung, einer finanziellen Überbrückung oder Abrundung. Außerdem hilft sie Denkmaleigentümern, das gemeinsame Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und so Teil einer Gemeinschaft Gleichgesinnter zu werden.

 
Der bau- und kunsthistorische Wert spielt bei der Auswahl unserer Förderprojekte ebenso eine Rolle wie die Dringlichkeit und die denkmalpflegerische Qualität der Maßnahmen, das öffentliche Interesse an der Erhaltung oder die denkmalverträgliche Nutzung. Wir wünschen uns, dass durch unsere Förderung auch andere Institutionen zur Unterstützung angeregt werden und begrüßen eine breite Förderung. Wichtig ist uns, dass der Denkmaleigentümer nach seinen Möglichkeiten immer auch einen eigenen Beitrag beisteuert – finanziell oder durch Eigenleistungen. So ist sichergestellt, dass die Hilfe an der richtigen Stelle lange wirksam bleibt.

Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Schenkt die Stiftung das ihr durch die Förderer anvertraute Geld nur weiter?

Mit der Förderung verbinden wir bestimmte Anforderungen, die nur durch eine fachliche Begleitung unserer Kunsthistoriker und Architekten sichergestellt werden kann. Bereits bei der Auswahl der Projekte werden die Besonderheiten des Denkmals und die geplanten Maßnahmen in Abstimmung mit Fachbehörden und den Anforderungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ermittelt und bewertet. Ebenso bedarf die Umsetzung der Maßnahmen fachlicher Beratung und Begleitung, denn die Interessen und Wege zum Ziel sind nicht immer deckungsgleich. In der Regel finden die Beteiligten aber Konsens, denn Ziel der Förderung ist, das Geld möglichst unbürokratisch und zügig weiterzugeben. Letztendlich überzeugen und ermutigen gut gelungene Projekte – auch andere Denkmaleigentümer.

Schenken die Fördernehmer den Spendern etwas zurück?

Ja! Das erleben wir täglich. Dadurch, dass sich die Stiftung keine Einschränkungen auferlegt bezüglich der Denkmalgattung, der Förderbeträge oder der Regionen findet fast jeder in seiner Nachbarschaft ein gefördertes Denkmal. Unser Geschenk materialisiert sich im Denkmal und bleibt als kulturelles Erbe erhalten und erlebbar.


Eigentümer von Objekten, die von uns gefördert wurden, nehmen am Tag des offenen Denkmals teil, um zu zeigen, was erreicht wurde und wie ein Denkmal zeitgemäß genutzt werden kann. Andere geförderte Objekte haben eine öffentliche Nutzung, und mancher private Denkmaleigentümer macht es darüber hinaus möglich, dass die Förderer einen Blick hinter die Kulissen werfen können: bei den Monumente-Reisen, bei Führungen oder kulturellen Veranstaltungen und bei Vorträgen.

Spendenaufruf

Die Denkmallandschaft ist ein großes Geschenk, das uns frühere Generationen hinterlassen haben.


Bitte helfen Sie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dieses reiche kulturelle Erbe für die Zukunft zu bewahren!

 

Weihnachtsspende

Auch kleinste Beträge zählen!

 
 


Die Wandmalereien in der Martinskirche von Waiblingen-Neustadt

Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Während der Restaurierungsarbeiten hatte unser Fotograf Roland Rossner die Gelegenheit, auf das Baugerüst zu klettern, um die wertvollen Wandmalereien aus der Nähe zu fotografieren.
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Noch immer sind die eleganten Züge der Figuren erkennbar.
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der gesamte Chor der Martinskirche ist mit einem umfassenden Bildpgrogramm ausgestattet. Ein bemerkenswertes Detail in der Szene der Anbetung der Heiligen Drei Könige: Der älteste König hat seine Krone abgelegt, um Christus zu huldigen.
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Geburt Christi
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Schutzmantelmadonna ist ein beliebter ikonographischer Typus des Mittelalters. Er zeigt die Muttergottes, die ihren Umhang ausbreitet und Zufluchtsuchende darunter ihren Schutz bietet.
 
 
Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Während der Restaurierungsarbeiten hatte unser Fotograf Roland Rossner die Gelegenheit, auf das Baugerüst zu klettern, um die wertvollen Wandmalereien aus der Nähe zu fotografieren.
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Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Noch immer sind die eleganten Züge der Figuren erkennbar.
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Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der gesamte Chor der Martinskirche ist mit einem umfassenden Bildpgrogramm ausgestattet. Ein bemerkenswertes Detail in der Szene der Anbetung der Heiligen Drei Könige: Der älteste König hat seine Krone abgelegt, um Christus zu huldigen.
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Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Geburt Christi
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Neustadt-Waiblingen, Martinskirche © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Schutzmantelmadonna ist ein beliebter ikonographischer Typus des Mittelalters. Er zeigt die Muttergottes, die ihren Umhang ausbreitet und Zufluchtsuchende darunter ihren Schutz bietet.
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Informationen


Martinskirche, Im Unterdorf 21, 71336 Waiblingen-Neustadt, Pfarramt: Tel. 07151 81167, www.neustadt-evangelisch.de

St. Gregorius, Am Berg 1, 99310 Alkersleben, Pfarramt Elxleben-Witzleben: Tel. 036200 70271, www.kirchenkreis-arnstadt-ilmenau.de www.denkmalschutz.de/st-gregorius

St. Andreas und Stephani, Kirchplatz, 06318 Wansleben am See, Gemeindebüro:
    Tel. 03477 490808, www.kirchenkreis-eisleben-soemmerda.de

St. Pankratius
, 06268 Querfurt-Lodersleben, Kirchspiel Querfurt: Tel. 034771 24263, www.evkirchspielquerfurt.de

Wallfahrtskirche
, 16928 Pritzwalk-Alt Krüssow, Kirchengemeinde Heiligengrabe, Tel. 033962 50271, www.kirche-heiligengrabe.de

St. Nikolaikirche (Wunderblutkirche), An der Kirche 4, 19336 Bad Wilsnack, Kirchengemeinde: Tel. 038791 568587, www.wunderblutkirche.de

 

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