Denkmalnachrichten Oktober 2016

DNK vergibt Silberne Halbkugeln

Ausgezeichnete Förderprojekte

Preisgekrönte Förderprojekte der Deutschen Stfitung Denkmalschutz

Es ist ein ganz besonderer Ort, der Ruhe ausstrahlt und zugleich voller Leben ist: Das Kloster Stift zum Heiligengrabe zählt zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Anlagen in Brandenburg. Dies ist nicht zuletzt der Beharrlichkeit der Äbtissinnen zu verdanken. Vor zwanzig Jahren zog wieder ein evangelischer Frauenkonvent in das im 13. Jahrhundert von Zisterzienserinnen gegründete Kloster ein. Seit dieser Zeit setzen sich die Stiftsfrauen unermüdlich für die Erhaltung und vielfältige Nutzung des historischen Ensembles ein, das mittlerweile in den Rang eines Denkmals von nationaler Bedeutung aufgestiegen ist.
Für ihr Engagement werden die Äbtissinnen jetzt mit der Silbernen Halbkugel geehrt. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) vergibt den Preis an Persönlichkeiten und Personengruppen, die sich in herausragender Weise um das bauliche und archäologische Erbe verdient machen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) freut sich mit den Damen aus Heiligengrabe, denn sie hat die Klosteranlage seit 1996 kontinuierlich unterstützt.


Auch zwei weitere Fördernehmer der DSD kommen in den Genuss der Auszeichnung: Stephan Prinz zur Lippe erhält die Silberne Halbkugel für seinen großen persönlichen und finanziellen Einsatz, die Ruine Falkenburg im westfälischen Detmold-Berlebeck als wichtiges Beispiel für den mittelalterlichen Burgenbau zu retten und Besuchern zugänglich zu machen. Für die archäologische Grabung und die Mauerwerkssanierung stellte die DSD Mittel bereit.

Die Äbtissinnen vom Kloster Stift zum Heiligengrabe erhielten die höchste Auszeichnung, die in Deutschland für Denkmalpflegeprojekte verliehen werden kann.
Kloster Heiligengrabe © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Äbtissinnen vom Kloster Stift zum Heiligengrabe erhielten die höchste Auszeichnung, die in Deutschland für Denkmalpflegeprojekte verliehen werden kann.

In Sachsen-Anhalt wird der Arbeitskreis Werbener Altstadt e. V. mit dem Denkmalpreis bedacht. Er forciert seit vielen Jahren die Instandsetzung von Bau- und Kulturdenkmalen in der kleinen Hansestadt an der Elbe. Darüber hinaus wirkt der Arbeitskreis auf kreative Weise dem demographischen Wandel entgegen und erarbeitet Konzepte für die Stadtentwicklung. Auf vorbildliche Weise unterstützt er so die amtliche Denkmalpflege. Die DSD fördert in Werbens Altstadtkern die Kirche St. Johannis und das ehemalige Kommandeurshaus. Weitere Preisträger der Silbernen Halbkugel sind Helmut Barth, der für sein bürgerschaftliches Engagement in Hamburg, vor allem in dem Verein „Freunde der Denkmalpflege“, gewürdigt wird, sowie Axel Hindemith für seinen ehrenamtlichen Beitrag, die Bau- und Bodendenkmalpflege in Niedersachsen durch seine Veröffentlichungen einem breiten Publikum zu vermitteln. Darüber hinaus vergibt das DNK vier Journalistenpreise und einen Internetpreis. Die diesjährigen Auszeichnungen werden am 24. Oktober in Görlitz feierlich überreicht. Nähere Informationen und die übrigen Preisträger finden Sie unter www.dnk.de.    


Bettina Vaupel

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