Öffentliche Bauten Interieur April 2016 B

Kleine Geschichte der Bibliothekskultur

Räume der Erkenntnis

Die professionelle bibliothekarische Erfassung Tausender von Publikationen ist eine Herausforderung, eine eigene Wissenschaft. Verschiedene Zeiten haben verschiedene Arten der Aufbewahrung von Büchern hervorgebracht: Der Bibliotheksbau hat eine lange Geschichte.

Selbst mit geschlossenen Augen weiß man, wo man sich befindet. Es ist dieser würzig-trockene Geruch nach Papier und Leder, ein Bukett von Büchern in beträchtlicher Anzahl. Die Atmosphäre ist unverwechselbar: eine arbeitssame Stille, untermalt vom Blättern der Buchseiten, vom Klackern der Computertastaturen und von dezentem Geflüster. Diese Melange an Sinneseindrücken findet sich nur in Bibliotheken.


Es scheint, als habe sich an der Aura von Bibliotheken bei allem Wandel in der Schrift- und Buchkultur seit Jahrhunderten nichts geändert. Wozu es eigentlich auch keinen zwingenden Grund gibt: Bücher zeugen von Forschergeist, Wissensdurst und Kreativität. Bücher sind das Gedächtnis der Menschheit, gefasst in Schrift und Bild, bewahrt in Bibliotheken. Sie sind ein über die Maßen wertvolles Kulturgut, das nicht nur die Zeiten überdauern kann, sondern auch beständig wächst und wächst – sofern ihre Inhalte nicht durch falsche Behandlung oder vernichtende Absicht zerstört werden.


Maria Laach, die fast tausend Jahre alte Benediktinerabtei in der Vulkaneifel, besaß schon im Mittelalter eine Bibliothek. 2015 konnte die Restaurierung des Bibliotheksgebäudes von 1863 beendet werden. Die gusseiserne Wendeltreppe wurde seinerzeit in der Sayner Hütte fabriziert, wie das Kloster Maria Laach ein Förderprojekt der DSD
Maria Laach, Bibliothek © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Maria Laach, die fast tausend Jahre alte Benediktinerabtei in der Vulkaneifel, besaß schon im Mittelalter eine Bibliothek. 2015 konnte die Restaurierung des Bibliotheksgebäudes von 1863 beendet werden. Die gusseiserne Wendeltreppe wurde seinerzeit in der Sayner Hütte fabriziert, wie das Kloster Maria Laach ein Förderprojekt der DSD

Schon der doppeldeutige Begriff unterstreicht den Rang dieses kulturellen Erbes. So bezeichnet Bibliothek, hergeleitet aus dem Griechischen für Büchergestell, zum einen die Sammlung von Literatur, zum anderen die Räumlichkeiten, in denen sie aufbewahrt wird. Nicht einfach gestapelt, sondern jedes einzelne Werk erfasst, sortiert und über verschiedene Register – etwa nach Autoren, Titeln, Schlagworten oder Sachgruppen – auffindbar, damit es gezielt entnommen, benutzt und wieder einsortiert werden kann.


Wer jemals versucht hat, seine private Büchersammlung in eine durchdachte Ordnung zu bringen, weiß, dass die professionelle bibliothekarische Erfassung Tausender von Publikationen eine Herausforderung, eine eigene Wissenschaft ist. Und dass für diese Masse an Papier viel Platz benötigt wird.


Von der Mauernische zum Prunksaal

In der Antike waren Bibliotheken in gelehrten Kreisen gang und gäbe. Die größte Schriftensammlung der Antike, die Bibliothek von Alexandria, ist nicht nur wegen ihres Untergangs legendär, sondern auch, weil sie gezielt aufgebaut und in der systematischen Erfassung von jedweder Literatur aus der damals bekannten Welt als ers-te Universalbibliothek gerühmt wird.


Im christlichen Abendland waren die Klöster Verfasser und Hüter von Schriften. Sie stellten der mittelalterlichen Tradition der mündlichen Überlieferung eine schriftliche gegenüber. Um das Wissen der Theologen, aber auch antiker Philosophen und Politiker für die Nachwelt zu bewahren, wurde es in Skriptorien festgehalten. Die Handschriften sammelten die Mönche in einer ersten Buchform, dem Kodex. Zwischen den Klöstern fand ein reger Austausch statt, denn man war begierig, die Werke abzuschreiben. Die begabten Mönche versahen sie mit schmuckvollen Initialen und Miniaturen. Ihre Kunstfertigkeit verlieh den Handschriften eines Klosters einen eigenen Stempel, der zur Ehre Gottes, aber auch zur handfesten Politik diente. Die Skriptorien lagen im Herzen eines Klosters am Kreuzgang. Für das Studium legten die Mönche die prachtvollen, schweren Folianten auf Stehpulte. Auch wenn mit der Verbreitung der christlichen Lehre die Zahl der Schriften wuchs, waren ein separater Raum, wie es der ideale St. Galler Klosterplan von 832 vorsieht, für die wenigen Kodizes noch nicht üblich. Sie wurden in Truhen, verschließbaren Schränken oder Mauernischen in Sakristeien, Kapellen oder Kreuzgängen verwahrt.

Scharbausaal der Stadtbibliothek in Lübeck, die seit fast 400 Jahren existiert. Der Saal – nach dem Stifter der Bücher 1759 so genannt – wurde 1618/19 im ehemaligen Schlafsaal des Katharinenklosters eingerichtet, das Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde.
Lübeck, Scharbausaal Stadtbibliothek © Kai Raub
Scharbausaal der Stadtbibliothek in Lübeck, die seit fast 400 Jahren existiert. Der Saal – nach dem Stifter der Bücher 1759 so genannt – wurde 1618/19 im ehemaligen Schlafsaal des Katharinenklosters eingerichtet, das Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde.

Die Erfindung des Buchdrucks um 1450 führte zu revolutionären Entwicklungen. Dass Bücher nun schneller reproduziert werden konnten, ließ die Bestände weiter anwachsen. Neben den Klöstern waren es die humanistisch eingestellten, bibliophilen Landesherren, die Bibliotheken aufbauten. Theologie, Medizin, Philosophie und Jurisprudenz gehörten zu den bevorzugten Interessengebieten der Fürsten, die ihre Sammlungen für Gelehrte öffneten.


Es stellte sich die Frage, wie die Bücher untergebracht und für das Studium zugänglich gehalten werden sollten. Die Antwort schrieb die zweifache Bedeutung des Begriffs Bibliothek fest: Für die Buchsammlungen wurden eigene Räume eingerichtet – und die Bücher nun reihenweise an die Kette gelegt. Denn der Diebstahl von Büchern ist so alt wie das Buch selbst. Stehpulte wurden zu Lesebänken, an denen oben und unten Regale angebracht waren. Hieran befestigte man die Bücher, deren Rücken mit Scharnieren für die Eisenketten versehen waren. Die Bänke standen entweder quer im Raum, um den Lichteinfall zu nutzen oder wurden an die Wand gerückt, was letztlich zu den großzügigen Saalbibliotheken mit flächendeckenden, zimmerhohen Wandschränken und -regalen führte.


Für diejenigen, die sie betreten durften, muss der Eindruck sensationell gewesen sein. Bibliotheken waren entweder inbrünstig verehrte Räume der Erkenntnis oder sie überzeugten allein durch ihre prachtvolle Optik. Denn je nach Aufbau und Organisation dieser Welt der Bücher war an ein ernsthaftes Studium nicht zu denken.

Angekettete Bücher in der Universität von Leiden, Stich ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert
© akg/North Wind Picture Archives
Angekettete Bücher in der Universität von Leiden, Stich ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert

Durch die Reformation wurde mit den Klosterbibliotheken die verteidigte Wissenshoheit in den Orden im wahrsten Sinne des Wortes aufgelöst und zerstreut. Viele Buchsammlungen gingen in den Besitz der Landesherrn über, die wiederum große Bestände an ihre Universitäten überwiesen. Mit Luthers Aufruf an die Ratsherren, christliche Schulen mit „guten librayeren“ zu errichten, entstanden vor allem in reformierten Städten vermehrt Rats- und Stadtbibliotheken sowie Kirchenbibliotheken.


Auch die erhaltenen Klosterbibliotheken im süddeutschen Raum erlebten durch die Gegenreformation im 17. und 18. Jahrhundert eine zweite Blütezeit. Der Kampf um die Vorherrschaft wurde von geistlicher und weltlicher Seite auch über die Bibliotheken geführt.


Stolz zeigten die Besitzer ihre eindrucksvollen Sammlungen. Doch erst die Zeit des Barock brachte die Bibliotheken zu ihrer prachtvollen Entfaltung, die uns bis heute unvermindert fasziniert. Üppiges Schnitzwerk, umlaufende Galerien und Deckenmalereien rahmten die an den Wänden aufgebauten Buchregale. Die Mitte des weiten Prunksaals blieb frei, um dort die wertvollsten Stücke auszustellen. Aber es wäre einseitig zu behaupten, diese überbordende Zierde sei allein Ausdruck der Eitelkeit des Sammlers gewesen. Die Intention war vielschichtiger. Den Schriftwerken, diesem geliebten Kulturschatz, wollte man das entsprechend wertvolle Gefäß geben. In den Klosterbibliotheken wurde die Huldigung durch ausgefeilte Bildprogramme noch erhöht: Alles Wissen, das der Mensch erlangt, führt ihn letztlich zu Gott, der Allmacht der Weisheit und der Erkenntnis.

In der ehemaligen Klosterbibliothek von Amorbach hat eine höfische Buchsammlung Platz gefunden: Seit 1856 befindet sich die Fürstlich Leiningensche Hofbibliothek in dem 1782 bis 1800 von Ignaz Neumann klassizistisch umgeformten Raum.
Amorbach, Hofbibliothek © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
In der ehemaligen Klosterbibliothek von Amorbach hat eine höfische Buchsammlung Platz gefunden: Seit 1856 befindet sich die Fürstlich Leiningensche Hofbibliothek in dem 1782 bis 1800 von Ignaz Neumann klassizistisch umgeformten Raum.

Weniger Licht – mehr Wissen     

Immer wieder gab es Ansätze, Bibliotheken nicht nur einem ausgewählten Kreis zu öffnen, sondern auch die Öffentlichkeit mehr teilhaben zu lassen. Doch der Weg zur Volksbibliothek war noch weit. Zunächst hatte man sich mit praktischen Problemen auseinanderzusetzen. Wie sollte die sinnvolle Einrichtung einer Bibliothek aussehen? Starke Temperaturunterschiede und zu viel Licht schadeten dem Papier und den ledernen Einbänden, während die Studierenden eine ausreichende Beleuchtung benötigten. So wurden Tisch und Stuhl in Fensternähe gerückt. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. gab der römische Architekturtheoretiker Vitruv Ratschläge für die bestmögliche Lage einer Bibliothek, die im 15. Jahrhundert Leon Battista Alberti erneut aufgriff und modifizierte. Beide empfahlen, die Bibliothek nach Osten auszurichten, weil dort Licht und Temperatur weitestgehend konstant blieben. Da zu Vitruvs Zeiten noch verschlossene Schränke zur geschützten Aufbewahrung der Schriften dienten, riet Alberti angesichts offener Regale, die Bibliothek nach Norden auszurichten und das Studierzimmer abzutrennen.


Die nächste Herausforderung stellte die Säkularisation an die Bibliotheken des 19. Jahrhunderts. Durch die Auflösung der Klöster wurden Massen von Buchbeständen heimatlos. Was nicht an die Landesherren überging, wurde verkauft oder landete bei Papiermüllern und war damit verloren.


Die geretteten Sammlungen in bestehende Bibliotheken einzupflegen, war schon wissenschaftliche Kür, doch der Platzmangel erwies sich als das größere Problem. Um die Dimensionen zu verdeutlichen, sei Bayern herangezogen: Dort beliefen sich die Buchbestände aus den etwa 150 aufgelösten Klöstern auf rund 1,5 Millionen Exemplare. Hier gab der italienische Architekt Leopoldo Della Santa 1816 in seiner Schrift „Über den Bau und die Verwaltung einer öffentlichen Universalbibliothek“ den entscheidenden Impuls. Er gliederte den idealen Bibliotheksbau in drei klar abgegrenzte Bereiche: in einen Verwaltungsteil, einen Lesesaal und in einen Magazintrakt. Diesen bestückte er mit einem Regalsystem, das die Räume voll ausnutzt und die Bücher über einen Hauptgang und schmale Seitengänge zugänglich macht.

In Zittau hat eine Bibliothek mit allen modernen Ansprüchen Platz in einem Denkmal aus dem 16. Jahrhundert gefunden: Das als Speichergebäude errichtete massive Salzhaus wurde 2001 nach jahrelanger Vernachlässigung wieder eröffnet und mit ihm die neue Kreisbibliothek.
Zittau, Salzspeicher © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
In Zittau hat eine Bibliothek mit allen modernen Ansprüchen Platz in einem Denkmal aus dem 16. Jahrhundert gefunden: Das als Speichergebäude errichtete massive Salzhaus wurde 2001 nach jahrelanger Vernachlässigung wieder eröffnet und mit ihm die neue Kreisbibliothek.

Auf dieser Grundlage wurden großzügige Neubauten für Universitäts-, Landes- und Staatsbibliotheken in klassizistischer und historistischer Formensprache gebaut. Den repräsentativen Part übernahmen nun die Lesesäle, die mit hohen Kuppeln und Gewölben überspannt wurden – majestätisch, aber ungemütlich für die Leser.


Das Magazin jedoch entwickelte sich mit dem Literaturzuwachs und gleichzeitiger Spezialisierung in Fachgebiete zum Kern der Bauwerke. Obwohl die Bibliothekare darauf achteten, die Zeiten der Buchbestellungen kurz zu halten, bedauerte so mancher Nutzer, dass er nicht mehr selbst und intuitiv die Werke heraussuchen durfte. Diese Tempel geballten Wissens lagen selbstverständlich in zentraler Stadtlage. Sie wurde vielen zum Verhängnis, weil die Bibliotheksgebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die moderne Architektur ihrer Wiederaufbauten passte sich den geänderten Nutzungsbedürfnissen an.


Bestimmten früher die Sammlungen, vornehmlich die Medien Buch und Zeitschrift, Funktion und Einrichtung der Bibliotheken, sind mittlerweile ganz andere Aspekte in den Vordergrund gerückt. Dies gilt auch für die öffentlichen Bibliotheken, die mit der Reichsgründung 1871, als Kultur und schulische Bildung in die kommunale Verantwortung übergingen, vermehrt eingerichtet wurden. Heute müssen die Bibliothekare die verschiedenen Medien audio-visueller Art verwalten, Mengen von Daten handhaben und den Nutzern unkompliziert und breitgefächert zur Verfügung stellen – und dies mit wenig Personal und drastisch gekürztem Budget. Angesichts Internet und Digitalisierung wird trotzdem der bangen Frage entgegengewirkt, ob Bibliotheken in ihrer physischen Form überflüssig werden, weil jeder für sich von überall her die nötigen Informationen abruft, und die breite Öffentlichkeit angeblich weniger liest.

Auch so etwas gibt es noch: Privatbibliotheken, die jenseits der Öffentlichkeit mit viel Mühe gehegt und gepflegt werden. Diese hier in einem westfälischen Schloss ist in einem Raum mit edelsten seidenen Draperie-Tapeten untergebracht. Zum Schutz der wertvollen Bände wurden Gaze-Vorhänge vor die Bücherregale gehängt.
© ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Auch so etwas gibt es noch: Privatbibliotheken, die jenseits der Öffentlichkeit mit viel Mühe gehegt und gepflegt werden. Diese hier in einem westfälischen Schloss ist in einem Raum mit edelsten seidenen Draperie-Tapeten untergebracht. Zum Schutz der wertvollen Bände wurden Gaze-Vorhänge vor die Bücherregale gehängt.

Blättern und scrollen

Im Augenblick scheint es so, dass „richtige“ Bücher wohl noch lange existieren werden. Die Menschen haben nach wie vor Lust am Lesen. Allein 2015 erschienen in Deutschland 80.000 neue Bücher auf dem Markt, die in der Masse der Konkurrenz oft mit ungewohntem Papier und aufwendigen Einbänden auf sich aufmerksam machen. Interessanterweise stagniert der Verkauf von E-Books. Vielleicht mögen die Menschen lieber durch Bücher blättern als scrollen.


Lesen und Medienkompetenz als Anreiz für intensive Kommunikation: Diesen Ansatz greifen öffentliche wie wissenschaftliche Bibliotheken immer häufiger auf. Da keine Rede davon ist – und wer sich als Kulturnation versteht, wird diesen Gedanken noch nicht einmal ernsthaft zulassen –, die vorhandenen und historischen Buchsammlungen zu schreddern, wird es Bauwerke zu ihrer Aufbewahrung weiterhin geben. Daher bieten sich Bibliotheken als Treffpunkt, als Veranstaltungsort und als kundenorientierte Dienstleister an und erschließen damit auch ein neues Publikum. Cafeterien, Aufenthalts- und Veranstaltungsbereiche laden zum Gespräch und zum Verweilen ein. Es werden Internet- und Mitarbeiterplätze für die Hilfe bei der Recherche eingerichtet, und in den Lesesälen stehen Bereiche für Einzel- und Gruppenarbeit bereit, so angeordnet, dass sich die Studierenden nicht gegenseitig stören. Dass die Anzahl der Plätze oft als zu knapp bemessen moniert wird, zeigt, wie gut dieses offene Bibliothekskonzept angenommen wird – und wie wenig bei aller Nutzerstatistik der Bedarf bei der Planung vorhergesehen werden kann. An diesem Anspruch von Nutzung und Flexibilität reiben sich beim zeitgenössischen Bibliotheksbau Architekten und Bibliothekare, die die Dynamik in einer fest umrissenen Form unterbringen wollen.

Sie existiert seit dem 15. und ist seit dem 18. Jahrhundert eine der schönsten Bibliotheksräume überhaupt: die Stiftsbibliothek der Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen in der Oberpfalz. Neben den kostbaren Büchern beeindrucken die lebensgroßen geschnitzten Figuren, die die Empore tragen, und die Deckenmalereien.
Waldsassen, Klosterbibliothek © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Sie existiert seit dem 15. und ist seit dem 18. Jahrhundert eine der schönsten Bibliotheksräume überhaupt: die Stiftsbibliothek der Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen in der Oberpfalz. Neben den kostbaren Büchern beeindrucken die lebensgroßen geschnitzten Figuren, die die Empore tragen, und die Deckenmalereien.



Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

hat die Restaurierung folgender

denkmalgeschützter Bibliotheksgebäude und -räume unterstützt:


1    Berlin-Neukölln,

Ehem. Volksbibliothek, 1914


2    Bayern, Amorbach, Benediktinerabtei, Hofbibliothek des Fürstenhauses zu Leiningen von 1790, Schlossplatz, 63916 Amorbach,

tägliche Führungen, Tel. 09373 200574

www.amorbach.de


3   Bayern, Passau, Kloster Aldersbach, Bibliothek von 1760, Freiherr-von-Aretin-Platz 1, 94501 Aldersbach. Vom 29. Apr.–30. Okt. 2016 läuft dort die Landesausstellung „Bier in Bayern“. Geöffnet täglich 9–18 Uhr.

Im Rahmen der Ausstellung finden auch Führungen durch die historischen

Klosterräume statt. www.landesausstellung-bier.de

www.aldersbacher.de


4 Bayern, Roggenburg, Kloster, Bibliothek ab 1781

Prämonstratenser-Kloster Roggenburg, Klosterstraße 5, 89297 Roggenburg,

Führungen Mo–Sa 9–11.30 Uhr und 12.30 –17 Uhr. Tel. 07300 9600-0,

www.kloster-roggenburg.de



 




5   Bayern, Waldsassen, Abtei, Bibliothek seit dem 15. Jahrhundert,

(DSD-Förderprojekte: Klosterkirche und ehem. Wirtschaftsgebäude)

Basilikaplatz 3, 95652 Waldsassen,

April bis Okt. Di–So 11–16 Uhr

Besichtigung nur mit Führungen.

Tel. 09632 920025

www.abtei-waldsassen.de


6   Brandenburg, Schloss Steinhöfel, Bibliotheksbau von 1797

Am Schloßweg 4, 15518 Steinhöfel.

Der Park, in dem der Bibliotheksbau liegt, ist öffentlich zugänglich.


7   Mecklenburg-Vorpommern, Barth, St. Marien, Bibliothek von 1398

(Restaurierung dank der Mithilfe durch die G. und H. Murmann-Stiftung und die Beck‘sche Stiftung)

St. Marien, Papenstraße 6, 18356 Barth,

Führungen: 18. März – 28. Okt. 2016   jeweils Mi 14 Uhr,

Förderverein Kirchenbibliothek

St. Marien Barth e. V.,

Tel. 0511 5334701,                      www.barthbibliothek.de


8   Niedersachsen, Beierstedt, Vasel’scher Hof, Bibliotheksanbau von 1885


9   Rheinland-Pfalz, Maria Laach, Abtei, sog. Jesuitenbibliothek von 1863

Benediktinerabtei Maria Laach, 56653 Maria Laach, Tel. 02652 59-0

www.maria-laach.de





10   Sachsen, Limbach-Oberfrohna, Schloss Wolkenburg, Bibliothek von 1780

 Schloss Wolkenburg, Schloss 3, 09212 Limbach-Oberfrohna,

Öffnungszeiten: Di–So und feiertags 14–17 Uhr, Tel. 037609 58170

www.limbach-oberfrohna.de


11   Schleswig-Holstein, Lübeck, Stadtbibliothek, 1616–22,

Hundestraße 5-–17, 23539 Lübeck, Führungen durch die historischen Säle der Stadtbibliothek jeweils am 1. Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung.

Kontakt: Angela Buske,

Tel. 0451 122-4161 und 122-4114

www.stadtbibliothek.luebeck.de


12    Schleswig-Holstein, Preetz, Adeliges Kloster, sog. Predigerbibliothek ab 1670

Adeliges Kloster Preetz, Klosterhof 5, 24211 Preetz,

Anmeldung unter Tel. 04342 86829 und adeligesklosterpreetz@t-online.de, www.klosterpreetz.de


13   Thüringen, Weimar, Anna Amalia Bibliothek ab 1761

 Anna Amalia Bibliothek, Platz der Demokratie 1, 99423 Weimar,

Klassik Stiftung Weimar, Besucherinformation Tel. 03643 545-400,

www.klassik-stiftung.de

 

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