Renaissance 1500 Herrscher, Künstler, Architekten Ikonographie Dezember 2013

Grünewalds Stuppacher Madonna ist restauriert

Schönheit hinter Glas

Ein fein nuanciertes Konzert der Farben entfaltet sich auf dem Madonnenbild von Matthias Grünewald. Mit brillanter Strahlkraft leuchten sie scheinbar aus sich heraus. Ob in kontemplativer Betrachtung oder aus kunsthistorischer Neugier - der Reichtum an Motiven zieht wohl jeden in seinen Bann.

Faszinierendes Händespiel: Die für Grünewald typischen gestreckten Finger von Mutter und Kind umkreisen eine Frucht. Links: Alte, farblich veränderte Übermalungen werden mit Aquarell-Punktretusche angeglichen. 
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Faszinierendes Händespiel: Die für Grünewald typischen gestreckten Finger von Mutter und Kind umkreisen eine Frucht. Links: Alte, farblich veränderte Übermalungen werden mit Aquarell-Punktretusche angeglichen.

Unermüdlich wandern die Augen über die thronende Gottesmutter mit dem Kind, erfassen die weiche Struktur des kostbaren Gewands, sehen die mit feinen Pinselstrichen herausgearbeiteten Blumen und Pflanzen, die Architekturdarstellungen und die sich in abstrakte Formationen auflösende Farbexplosion am Horizont. Am Vorabend der Reformation geschaffen, verdichtet Grünewalds Werk vielschichtige theologische Bedeutungsebenen, die sich mit einer präzisen Schilderung der Natur vereinen. Heute befindet es sich in der Dorfkirche von Stuppach, einem kleinen Ort südlich von Bad Mergentheim. Neben der Beweinung Christi in der Aschaffenburger Stiftskirche St. Peter und Alexander ist dieses Gemälde vermutlich das einzige des Künstlers, das nicht in ein Museum wanderte. Im letzten Jahr trug die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu bei, dass die Grünewald-Madonna langfristig an ihrem Aufstellungsort in Stuppach bewahrt werden kann.


Das rund 500 Jahre alte Tafelbild hat in jüngster Zeit viel erlebt. 2011 glänzte es in einer Ausstellung im Dresdener Semperbau neben Werken von Raffael, Albrecht Dürer und Lucas Cranach d. Ä. Obwohl mit höchstem Sicherheitsstandard transportiert, ließ Andreas Menrad die Madonna damals nur ungern an die Elbe ziehen. "Holztafelgemälde gehören zu den empfindlichsten Kunstobjekten", betont der Leiter des Fachgebiets Restaurierung am Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen. Andererseits, führt er fort, hätte die schon länger geschädigte Tafel wohl ohne die durch den Papstbesuch initiierte Ausstellung nicht so schnell untersucht, konserviert und restauriert werden können. Denn neben den Denkmalpflegern waren sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Pfarrgemeinde einig, dass einer Ausleihe nur dann zugestimmt werden kann, wenn das wertvolle Objekt nach seiner Rückkehr restauriert und in der Stuppacher Kirche ein optimales Klima geschaffen wird.

Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Das Werk befindet sich in der 1931 erbauten Seitenkapelle von Mariä Krönung, die der Kirchenarchitekt Hugo Schlösser als Tresor und Sanktuarium entworfen hatte. Weil Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Kapelle schwankten, wurde während der Restaurierung des Gemäldes eine Klimatechnik eingebaut, die Heizung, Lüftung und Entfeuchtung steuert. Um den Raum zusätzlich klimatisch von der Kirche abzutrennen, erhielt die schon bestehende Sicherheitswand aus Glas einen gläsernen "Deckel". Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schätzt sich glücklich, dass sie sich an der Restaurierung des Gemäldes und der Umrüstung der Kapelle dank Ihrer Spenden und Mitteln aus der Lotterie GlücksSpirale mit 70.000 Euro beteiligen konnte. Das Projekt wurde im Dezember 2012 abgeschlossen.

Besucher pilgern nun wieder ins Taubertal zu Grünewalds Tafel. Seit 25 Jahren kümmert sich Gerlinde Dörr als Kapellenpflegerin um das Gemälde und gibt ihre Begeisterung in engagierten Führungen weiter. Es seien Gläubige und Kulturtouristen gleichermaßen, die nach Stuppach kommen und sich dem Zauber der Grünewald-Madonna nicht entziehen können. Als Kunstwerk und Andachtsbild liebten aber auch die Einheimischen die Muttergottes, fügt Gerlinde Dörr hinzu.

Grünewalds Maria-Schnee-Altar

An der Schwelle vom Mittelalter zur frühen Neuzeit verkörpert Grünewald zusammen mit Zeitgenossen wie Dürer und Cranach die Blüte der Malerei im deutschsprachigen Raum. Seine farb- und lichtdurchfluteten Gemälde mit ihren teils ergreifenden Darstellungen christlicher Szenen sind um 1500 einzigartig. Gemessen an den überlieferten Werken seiner Malerkollegen ist Grünewalds Œuvre jedoch vergleichsweise klein. Heute zählen wahrscheinlich 23 Tafeln aus Altarzusammenhängen und 40 Zeichnungen zu seinem künstlerischen Nachlass. Viele Arbeiten können ihm nur aufgrund des Malstils zugeschrieben werden. Lediglich drei Werke weisen ein Monogramm auf, daneben sind drei Datierungen bekannt. Urkundliche Nachrichten, die Grünewalds Urheberschaft bezeugen, existieren nur zu seinem Hauptwerk, dem heute im Unterlinden-Museum in Colmar ausgestellten Isenheimer Altar.

Hinter Maria erhebt sich die Südquerhausfassade des Straßburger Münsters. Die beiden Rosettenfenster sind eine Erfindung Grünewalds. Sie spielen auf die Wappenräder der Mainzer Erzbischöfe an. Treppenaufgang ist der Aschaffenburger Stiftskirche entleht. Es ist möglich, dass es sich bei den drei, die Stufen heraufsteigenden Personen um Heinrich Reitzmann (vorne), Matthias Grünewald (hinten links) und den Mainzer Kurfürsten (hinten rechts) handelt. 
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Hinter Maria erhebt sich die Südquerhausfassade des Straßburger Münsters. Die beiden Rosettenfenster sind eine Erfindung Grünewalds. Sie spielen auf die Wappenräder der Mainzer Erzbischöfe an. Treppenaufgang ist der Aschaffenburger Stiftskirche entleht. Es ist möglich, dass es sich bei den drei, die Stufen heraufsteigenden Personen um Heinrich Reitzmann (vorne), Matthias Grünewald (hinten links) und den Mainzer Kurfürsten (hinten rechts) handelt.

Die Arbeiten am Isenheimer Altar waren noch nicht abgeschlossen, als Grünewald vermutlich um 1514 in seiner Straßburger Werkstatt mit der Stuppacher Madonna begann. Auftraggeber des 186 x 146 Zentimeter großen, auf Tannenholz ausgeführten Werks war Heinrich Reitzmann. Der Aschaffenburger Stiftskanoniker wollte es in der Nähe seiner Grablege aufstellen lassen. Wenig später wurde die Madonna Teil eines Triptychons.

Reitzmann hatte während eines Aufenthalts in Rom das an die Gründung von Santa Maria Maggiore erinnernde Maria-Schnee-Fest kennengelernt und wollte es in Aschaffenburg etablieren. Der Legende nach ließ die Muttergottes es im August an der Stelle schneien, wo ihr zu Ehren die Kirche Santa Maria Maggiore errichtet werden sollte.

Um das Maria-Schnee-Fest in der Aschaffenburger Stiftskirche St. Peter und Alexander angemessen begehen zu können, schloss sich Reitzmann mit den Brüdern Kaspar und Georg Schantz zusammen. Gemeinsam bauten die Stiftskanoniker eine Kapelle, in der sie Grünewalds Bild aufstellten. Reitzmann gab dann eine weitere Tafel mit der Darstellung des Schneewunders bei Grünewald in Auftrag. Sie befindet sich inzwischen im Freiburger Augustinermuseum. Als Seitenflügel bildete sie, zusammen mit einer dritten, heute verlorenen Seitentafel und der Stuppacher Madonna im Zentrum, den Maria-Schnee-Altar. Der Maler führte nicht nur die Bilder, sondern auch den Rahmen der Mitteltafel aus, der sich in Aschaffenburg als einziger von Grünewald erhalten hat. Er trägt das Monogramm und das Jahr der Fertigstellung 1519. Heute befindet sich darin eine Kopie der Stuppacher Madonna, die der bekannte Vertreter der Neuen Sachlichkeit, Christian Schad, Ende der 1940er Jahre anfertigte.

Das Wissen um Grünewald ging schon bald nach seinem Tod verloren. Im Dunkeln liegen das Geburtsjahr, das um 1480 angenommen wird, und der Geburtsort, für den man Würzburg vermutet. In den Quellen der Zeit begegnet er uns als Maler Mathis. Heute ist sicher, dass er mit Mathis Neithart-Gothart identisch ist. Den Namen Grünewald führte der Maler und Kunsthistoriker Joachim von Sandrart in seiner Künstlerbiographie von 1675 ein, in der er bereits beklagt, dass Grünewald zwar zu "den bästen Geistern der alten Teutschen in der edlen Zeichen- und Mahl-Kunst" gehöre, aber die künstlerische Bedeutung und die Kenntnis über sein Leben in Vergessenheit geraten seien.

Jahrzehntelang arbeitete Grünewald nicht nur als Maler, sondern auch als Bauinspektor und Wasserkunstmacher für die Mainzer Erzbischöfe. Unter Kardinal Albrecht von Brandenburg, einem der größten Kunstmäzene seiner Zeit, schuf er drei nicht mehr existierende Altäre für den Mainzer Dom. 1526 schied er aus den Hofdiensten aus und widmete sich fortan, in Frankfurt am Main lebend, auch der Herstellung und dem Vertrieb von Farben und Seifen. Stationen seiner Arbeit waren außerdem Aschaffenburg, Nürnberg, das Elsass und Halle, wo er im August 1528 als für die Stadt tätiger Wasserkunstmacher starb.

Gemalte Marienverehrung

Grünewalds Bilder eröffneten den Zeitgenossen eine überirdische Wirklichkeit, die der realen Augenerfahrung verschlossen war. Wie alle Maler der Epoche wollte er die jenseitige Sphäre vorstellbar machen. Indem er Motive naturnah wiedergab, schuf er die Illusion naher Präsenz. Gleichzeitig setzte er Gegenstände ins Bild, die über sich selbst hinausweisend mit symbolischer Bedeutung angereichert sind. Im Stuppacher Gemälde konzentriert sich die Verehrung Mariens als Braut, Personifikation der Kirche und Himmelskönigin.

Wie ein Stillleben mutet das Gebinde aus dornenlosen Rosen, Kamille, Frauenschuh und Lilien zu Füßen der Gottesmutter an. Zu sehen sind auch die weißen Markierungen der Restauratoren. 
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Wie ein Stillleben mutet das Gebinde aus dornenlosen Rosen, Kamille, Frauenschuh und Lilien zu Füßen der Gottesmutter an. Zu sehen sind auch die weißen Markierungen der Restauratoren.

Ein Schlüssel für die reiche Metaphorik ist das alttestamentliche Hohelied Salomons (Hld. 4, 12-15) und seine mittelalterliche Deutung als mystische Brautschaft von Christus und - der mit der Kirche gleichgesetzten - Maria. Ähnlich wie in den damals beliebten Madonnen im Rosenhag ist die als verschlossener Garten und versiegelter Quell besungene Braut dargestellt. Der von Mariens Hand herabfallende hauchdünne Schleier wird nicht nur im Hohelied erwähnt, sondern erinnert auch an den in Santa Maria Maggiore verehrten Marienschleier. Auf Maria beziehen sich sowohl der Rosenkranz als auch die Vase mit Rosen und Lilien. Ebenso die botanisch genau wiedergegebenen Pflanzen, denen von Johannisbeeren und Sauerampfer bis hin zu Feigen, Oliven und Kamille lindernde Wirkung zugeschrieben wird. Auf die Güte und Milde Mariens abhebend, betonen sie ihr heiltätiges Wirken. Kreuzformen im Zaun verweisen wie die Korallen am Armband des ¬Jesuskinds auf die bevorstehende Passion. Auffällig ist das Händespiel von Mutter und Kind. Ins Bildzentrum gerückt, zeigt es die Darbietung einer Frucht. Ob Granatapfel oder Feige - hier gehen die Meinungen auseinander -, die Frucht steht nach der mittelalterlichen Deutung mit Christus als neuem Adam und Maria als neuer Eva für die Überwindung des Sündenfalls. Maria als Verkörperung der Kirche spiegelt die Südquerhausfassade des Straßburger Münsters wider, die rechts hinter Mutter und Kind im Mittelgrund zu sehen ist. In der linken Bildhälfte spiegeln - diesmal auf Grundlage der Offenbarungen der heiligen Birgitta von Schweden - die Bienenstöcke Maria als vom Heiligen Geist bereitete Wabe feinsten Honigs. Und der Regenbogen versinnbildlicht Maria, die in ihrem Gebet als Fürsprecherin für die Menschen wirkt.

Der 1926 durch Joseph von Tettenborn fälschlicherweise als Gottvater restaurierte Weltenrichter in der Gloriole steht schließlich für die endzeitliche Vermählung von Christus und Maria anlässlich der Wiederkunft des Gottessohnes am Jüngsten Tag. Ein sinnfälliger Bezug, geht man davon aus, dass Reitzmann das Bild ursprünglich in der Nähe seiner Grabstätte wissen wollte. Über die genannten Ebenen hinaus ließen sich nicht endende Ausdeutungen anführen, denn die meisten Motive besitzen eine vielschichtige Symbolik.

Durch Restauratoren kuriert

Im 17. Jahrhundert wurde das Madonnenbild in der Maria-Schnee-Kapelle durch eine Darstellung der Heiligen Drei Könige ausgetauscht. Danach verliert sich seine Spur. Es gelangte unter ungeklärten Umständen zu einem nicht bekannten Zeitpunkt nach Bad Mergentheim. Dort kaufte es 1812 der Pfarrer von Stuppach, Balthasar Blumhofer, aus der aufgelösten Deutschordenskirche als vermeintliches Werk von Peter Paul Rubens auf.

Die Grünewald-Madonna hängt in der Seitenkapelle der Stuppacher Pfarrkirche Mariä Krönung, die 1607 vom Deutschen Orden erbaut wurde. 
Stuppacher Dorfkirche © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Grünewald-Madonna hängt in der Seitenkapelle der Stuppacher Pfarrkirche Mariä Krönung, die 1607 vom Deutschen Orden erbaut wurde.

Seither kam es zu etlichen Überarbeitungen und Übermalungen. 1854 wurde die Tafel in Stuppach beim Einpassen in den neugotischen Altar sogar beschnitten. Grundlegend und aus heutiger Sicht in einer objektgerechten Weise restaurierte sie Joseph von Tettenborn 1926-30 in der Stuttgarter Staatsgalerie. Andreas Menrad betont, dass die damals entstandenen großformatigen Glasnegative und Farbabbildungen für seine jüngsten Arbeiten an dem Gemälde von enormem Wert waren. Gemeinsam mit zwei freiberuflichen Restauratorinnen wurde in Menrads Atelier die Stuppacher Madonna untersucht. Modernste Technik half, zu den Geheimnissen des Gemäldes vorzudringen, mit Lasern Hohlstellen und mit Infrarotkameras tieferliegende Malschichten sichtbar zu machen. Überarbeitet wurden die Partien, an denen die Farbschicht locker war und spätere, nachgedunkelte Retuschen den Originalzustand verunklärten. Einen Gewinn brachte außerdem die Abnahme des lichtreflektierenden Firnisses. Weil Grünewalds Tafel jetzt durch ein UV-filterndes Sicherheitsglas geschützt ist, war ein neuer Überzug nicht mehr nötig. Konserviert und sicher steht sie wieder in Stuppach und strahlt fast so, wie der Maler sie erschaffen hat.

Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit botanischer Genauigkeit malte Grünewald die Blumen und Pflanzen auf seinem Madonnenbild.
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der hinter der Figurengruppe gezeigte Ort wird in der Forschung als Seligenstadt identifiziert.
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Kapelle, in der das Grünewaldbild verwahrt wird, birgt weitere Gemälde. Der Verkündigungsengel - ehemals der Seitenflügel eines Altars - könnte ebenfalls aus der Hand von Grünewald stammen.
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick in den Chor von Mariä Krönung
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit botanischer Genauigkeit malte Grünewald die Blumen und Pflanzen auf seinem Madonnenbild.
 
 
Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit botanischer Genauigkeit malte Grünewald die Blumen und Pflanzen auf seinem Madonnenbild.
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Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Der hinter der Figurengruppe gezeigte Ort wird in der Forschung als Seligenstadt identifiziert.
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Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Die Kapelle, in der das Grünewaldbild verwahrt wird, birgt weitere Gemälde. Der Verkündigungsengel - ehemals der Seitenflügel eines Altars - könnte ebenfalls aus der Hand von Grünewald stammen.
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Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Blick in den Chor von Mariä Krönung
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Stuppacher Dorfkirche, Grünewald-Madonna © ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Mit botanischer Genauigkeit malte Grünewald die Blumen und Pflanzen auf seinem Madonnenbild.
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Die Stelle, an der sich von Tettenborn in den 1920er Jahren etwas restauratorische Freiheit erlaubt hatte, wurde belassen. Auch wenn er ikonographisch nicht ganz passt, hat eine Kommission aus Kirchenvertretern, Restauratoren und Kunsthistorikern entschieden: Gottvater darf in seiner Lichtwolke sitzen bleiben.

Julia Ricker

Die kostenfreie Besichtigung der Madonna durch eine gläserne Sicherheitswand vor der Kapelle ist tägl. von 8.30 bis 18.30 Uhr möglich. Führungen in der Kapelle finden Mi, Do und Fr um 13.30 und 14.30 Uhr statt, an jedem 2. und 4. Sa und So sowie an Feiertagen 13.30 und 15.30 Uhr. Eintritt 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Informationen und Anmeldungen gesonderter Führungen bei der Kapellenpflege Stuppach, Tel. 07931 2605.

Weitere Infos im WWW:

www.stuppacher-madonna.de