Landschaften, Parks und Friedhöfe 2000

Zeitgenössische Fenster in alten Kirchen

Kunst kennt keine Provinz

In jüngster Zeit haben Kirchenfenster renommierter zeitgenössischer Künstler von sich reden gemacht - allen voran Gerhard Richters Südquerhausfenster im Kölner Dom. Bemerkenswerte Werke aktueller Glaskunst finden sich aber nicht nur in den Metropolen. Seit ein paar Jahren entstehen sie in mittelgroßen Städten und in winzigen Dörfern. Zu ihren Schöpfern gehören neben hochgeschätzten Vertretern der Glasmalerei international gefeierte Künstler, die mit diesem Genre Neuland betreten. Monumente Online möchte einige Werke vorstellen.

Der Blick richtet sich auf Gotteshäuser im Osten Deutschlands, deren Restaurierung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt wurde. Vor allem in den Jahren nach der Wende half sie bei der Sicherung von Dächern und Mauerwerk. Jetzt, wo die Kirchen wieder standfest sind, ist dort ein bemerkenswertes künstlerisches Schaffen zu beobachten.

Der Maler Markus Lüpertz stellte im Juli seine Fenster-Entwürfe für die Dorfkirche in Gütz bei Halle vor. 
© ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn / VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Der Maler Markus Lüpertz stellte im Juli seine Fenster-Entwürfe für die Dorfkirche in Gütz bei Halle vor.

Eine von ihnen befindet sich im Örtchen Gütz bei Landsberg in Sachsen-Anhalt, wo sich der Lutherweg und die Straße der Romanik kreuzen. Im Juli erfreute sie sich bedeutenden Besuchs. Der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz war der Einladung des Fördervereins Gützer Kirche e. V. gefolgt und stellte im Rahmen des ersten Lutherwegfestes seine Entwürfe für die sieben Chorfenster vor. Ein Auftrag in dieser Dimension für das kleine, unweit der Doppelkapelle in Landsberg gelegene Gebäude mag kühn erscheinen. Für die rund 65 Vereinsmitglieder, die sich seit 1997 unermüdlich für die Kirche engagieren, ist er aber ein ernstes Anliegen. Die etwa 100 Jahre alten, fragmentarisch erhaltenen Fenster wollen sie durch den oft zum Malerfürsten geadelten Lüpertz würdig ergänzen lassen. Und der ehemalige Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie betont: "Dort, wo Kunst passiert, kann nie Provinz sein." Für ihn macht es offenbar keinen Unterschied, ob er seine Werke einem städtischen Vernissagen-Publikum oder den Besuchern des Dorffestes präsentiert.

Markus Lüpertz entwarf Fenster für die Dorfkirche in Gütz

Nicht die beiden Weltkriege hatten der im Kern romanischen Kirche, die spätgotisch ergänzt und im 18. Jahrhundert barock umgestaltet wurde, zugesetzt, sondern die Zeit danach. In den 1960er Jahren aufgegeben und Vandalismus ausgesetzt, drohte sie 30 Jahre später einzustürzen. Dass die Buntglasfenster vom Beginn des 20. Jahrhunderts überhaupt in Fragmenten bewahrt wurden, ist das Verdienst von Heinz-Walter Borgass. Der Apotheker brachte sie in den 1970er Jahren in das Landsberger Museum, das er ehrenamtlich leitete.

Zwei Fensterfragmente des 19. Jahrhunderts zeigen Christus und Luther. In seiner typischen Formensprache ergänzte der Künstler, was fehlt. 
© ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn / VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Zwei Fensterfragmente des 19. Jahrhunderts zeigen Christus und Luther. In seiner typischen Formensprache ergänzte der Künstler, was fehlt.

Die farbigen Scherben sorgten bei Barbara Derix, deren Werkstatt die historischen Gläser inzwischen restauriert hat, für schlaflose Nächte. Wie sollte man diese ergänzen? Sie war es, die den Vereinsfreunden riet, Markus Lüpertz mit der Aufgabe zu betrauen. "Ich bin froh, dass die Gützer den Mut beweisen, einen Fingerabdruck des 21. Jahrhunderts zu hinterlassen", erklärt sie, "damit beschreiten sie einen Weg, den es so in Deutschland noch nicht gab." Denn den gegenständlichen Bildern werden Motive hinzugefügt, die einen sichtbaren Kontrast bilden. "Man hätte einfach etwas Abstraktes entgegensetzen können, um den Zeitsprung deutlich zu machen", erklärt Lüpertz seinen Entwurf, "die figürliche Ergänzung ist aber eine zuneigungsvollere Verbindung zwischen Alt und Neu." Bei seiner Arbeit bezog er sich auf die erzählerische Idee der alten Fenster. Griff wieder auf, was fehlt, indem er etwa prankenartige Hände und Füße malte. Sie zeigen Luther, der schreibt und Melanchton, der lehrt. Christus, den die historischen Fenster als Weltenherrscher darstellen, kehrt bei Lüpertz, mit Wundmalen an den Füßen, zurück ans Kreuz. Die beiden völlig neu konzipierten Seitenfenster beziehen sich auf die jüngste Geschichte des Ortes: Lüpertz schuf in der für ihn typischen Formensprache einen sich duckenden "Wegschauer" und den "Wiederaufbauer", der sich kraftstrotzend gegen die Rahmenstruktur stemmt - er steht für die ehrenamtlichen Helfer.

Lüpertz hofft, dass seine Fensterentwürfe möglichst schnell realisiert werden. Ihre Finanzierung zu bewältigen, ist die nächste Mission des Fördervereins. Am Arbeitsprozess im Glasstudio will der Künstler teilhaben. Kirchenfenster sind für ihn kein unbekanntes Terrain, schuf er doch schon die großflächige Verglasung für den Machabäer- und den Marienchor der Kölner Kirche St. Andreas sowie das kleine Fenster über dem Nordportal der Totentanzkapelle in der Lübecker Marienkirche.

Zeitgenössische Kirchenfenster und Denkmalpflege

Moderne Fenster sind in historischen Kirchen keine belanglosen Verzierungen. Weil sich ihre Gestalt auf das gesamte Raumbild auswirkt, sind sie auch von denkmalpflegerischem Interesse. Je bedeutender ein Bauwerk, je wertvoller seine Ausstattung, desto wichtiger sind Neuschöpfungen, die nachhaltig künstlerisch überzeugend sind. Holger Brülls vom Landesdenkmalamt in Halle gehört zu den Konservatoren, die sich versiert auf dem Grenzgebiet zwischen Denkmalpflege und Kunst bewegen. Er berichtet, dass sich bei solchen Projekten immer wieder die Frage stelle, ob in historischen Räumen nur klassische oder auch moderne Techniken der Glasmalerei angewendet werden dürften, die im Raumkontext ein ungewohntes oder gar fremdes Erscheinungsbild abgeben.

Pastos und frei aufgetragen, aber durch das Bleigitter geordnet, sind die Farbschichten des Fensters von Thomas Kuzio in der Krypta des Naumburger Doms. 
© R. Rossner
Pastos und frei aufgetragen, aber durch das Bleigitter geordnet, sind die Farbschichten des Fensters von Thomas Kuzio in der Krypta des Naumburger Doms.

Für den Kunsthistoriker ist es wichtig, dass Neues und Altes am und im Bau unterschieden werden, aber miteinander harmonieren. Gerade dort, wo noch reiches Inventar vorhanden ist, sei es manchmal aus denkmalpflegerischer Sicht erforderlich, traditionellere Glasmalereitechniken einzusetzen. Größere Spielräume gebe es hingegen in Kirchen, die leer oder spärlich ausgestattet sind. Bei ihnen könnten die Glasmalereien den bedauerlichen Verlust des Inventars sogar kompensieren.

Sachsen-Anhalt, der Wirkungsbereich des Konservators mit dem Spezialgebiet Glasmalerei, bildet sich neuerdings zu einem Gefilde moderner Kirchenfenster aus. Wie in Gütz entstehen sie auf Initiative kunstsinniger Bürger, die die Werke durch Spenden und Patenschaften finanzieren. Zum Beispiel in Naumburg an der Saale mit seinem Dom: Nicht nur die Stifterfiguren im Westchor sind ein gern besuchter Anziehungspunkt. Kulturtouristen kommen inzwischen auch wegen der modernen Kirchenfenster, von denen der Bau gleich mehrere Exemplare zu bieten hat. Klein, aber aufwendig in ihrer Ausführung sind die von Thomas Kuzio. Im April dieses Jahres wurden sie in der Krypta unter dem Ostchor und in der Stephanus-Kapelle im südöstlichen Turm, die als Taufkapelle genutzt wird, eingesetzt. Kuzio ist Absolvent der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Pastose Farbschichten, wie auf eine Leinwand aufgetragen, sind typisch für ihn. Das traditionelle Bleigitter als ordnendes Element verlässt er jedoch trotz seiner expressiven Formensprache nie. Die schwarzen Strukturen der Naumburger Fenster wurden im Siebdruckverfahren aufgebracht und später durch schwarze Konturmalerei ergänzt. Von den dunklen ornamentalen Formen profitieren die farbigen Flächen, die teilweise sogar figürlich wirken. Sie leuchten umso mehr aus sich heraus. Kuzios Fenster zielen nicht nur auf Fernwirkung, sondern wollen auch aus der Nähe betrachtet werden. Denn was Oberflächenwirkung und Farbschichtung angeht, stehen sie der Leinwandmalerei nicht nach.

Fenster von Neo Rauch und Thomas Kuzio im Naumburger Dom

Nicht dem gestischen Farbauftrag, sondern der Figur sind die drei Fenster in der Elisabethkapelle des Naumburger Doms verpflichtet. Von Neo Rauch geschaffen, dem wohl bekanntesten Vertreter der "Neuen Leipziger Schule", sind sie seine bisher einzige Glasarbeit. Sie entstand 2007 zum 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth. Rauchs Markenzeichen sind bizarre Phantasiewelten. Seine Malweise erinnert an den sozialistischen Realismus und die Pop-Art. In Naumburg konzentriert er sich auf die Figur der Heiligen. Nach dem Tod ihres Ehemannes, des thüringischen Landgrafen Hermann I., sorgte Elisabeth in dem von ihr gegründeten Hospital in Marburg für Bedürftige. Weil sie mit ihrem Lebensstil in Armut und Buße dem Vorbild Christi folgte, wurde sie nur vier Jahre nach ihrem Tod im Jahr 1235 heiliggesprochen.

Detail des Fensters von Thomas Kuzio in der Taufkapelle des Naumburger Doms 
© R. Rossner
Detail des Fensters von Thomas Kuzio in der Taufkapelle des Naumburger Doms

Neo Rauch wählte drei Episoden der Elisabethgeschichte, die er auf wenige Bildelemente reduzierte: Im ersten Fenster verabschiedet sie sich, modern gekleidet, von ihrem Gatten, der sich auf einen Kreuzzug begibt, von dem er nicht mehr zurückkehren wird. Das zweite Fenster zeigt die Mantelspende an einen Bettler, das dritte Elisabeth bei der Krankenpflege. Ihre Taten, die zu den Werken der Barmherzigkeit gehören, schreiben den Bildern eine überzeitliche Forderung nach Nächstenliebe ein. Denn ihr ethischer Anspruch gilt bis heute. So steht das rubinrote Glas, das den Raum in ein warmes Licht taucht, nicht nur für die Passion, sondern auch für die Liebe. Die Motive wurden nach der Vorlage des Künstlers aus dem nur rot beschichteten, farblosen Glas herausgefräst und geätzt.

Die Figur bestimmt auch das Werk Xenia Hausners. Während Neo Rauchs Fenster an Druckgrafik erinnern, verfolgt die in Berlin arbeitende Malerin eine ganz neue Idee. Ihr Anspruch ist es, ein wirkliches Gemälde, mit sichtbarem Pinselduktus und erkennbaren Stofflichkeiten auf das Glas zu übertragen. Als Exponate für eine Ausstellung über zeitgenössische Glasmalerei in Deutschland, die derzeit in Chartres zu sehen ist, entstanden drei etwa ein Meter hohe Rundbogenfenster. Wenn die Pfarrgemeinde ihre Finanzierung gesichert hat, werden sie die Apsiswand der Dorfkirche von Gehrden zieren. Hinter dem Altar sollen sie ein leuchtendes Triptychon bilden. In dem schlichten romanischen Kirchlein des bei Zerbst gelegenen Ortes hat sich das mittelalterliche Inventar bis heute erhalten.

Altmeisterlich in der Ausführung, die Bildsprache aber gegen alle bisherigen Sehgewohnheiten:  Die Fenster von Xenia Hausner zum Thema Kreuzigung entstanden als Exponate für die aktuelle Glasmalerei-Ausstellung in Chartres. Anschließend sollen sie die mittelalterliche Dorfkirche in Gehrden bei Zerbst zieren.
Derix Glasstudios VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Altmeisterlich in der Ausführung, die Bildsprache aber gegen alle bisherigen Sehgewohnheiten: Die Fenster von Xenia Hausner zum Thema Kreuzigung entstanden als Exponate für die aktuelle Glasmalerei-Ausstellung in Chartres. Anschließend sollen sie die mittelalterliche Dorfkirche in Gehrden bei Zerbst zieren.

Dem Thema "Kreuzigung" gewidmet, steht der Zyklus jenseits aller bisherigen Sehgewohnheiten. Keines der Fenster stellt Christus am Kreuz dar, sondern angeschnittene weibliche Köpfe, Arme und Hände in Nahsicht. Wo Neo Rauch den Elisabethszenen einen Bildraum gibt, erscheinen Xenia Hausners Motive in extremer Nahsicht und regelrecht aneinandergedrängt. Die Künstlerin zeigt keine körperliche Gewalt, nicht den sterbenden Jesus, und dennoch verstören ihre Bilder. In den weiblichen Figuren könnte man die Frauen sehen, die in der christlichen Kunst leidend unterhalb des Kreuzes stehen. Den Zuschauenden zuzusehen und das, was sie mit Schmerz erfüllt, in seiner eigenen Phantasie zu ergänzen, fordert den Betrachter. So auch im mittleren Fenster, das gleichfalls mit Assoziationen spielt. Es zeigt zwei angewinkelte Arme, die an eine anatomische Studie erinnern. Die Mehrdeutigkeit der Bilder wirkt befremdend, die wie Fadenkreuze auf die Fenster gesetzten Bleigitter regelrecht bedrohlich. Im Gegensatz dazu steht die Schönheit der technischen Ausführung. Opalglas in zarten Tönen verbildlicht die Haut, daneben erscheinen Grün- und Blautöne, einzelne Glasscherben bilden die Haare. Xenia Hausner schafft mit ihren Fenstern keine Kunst zur meditativen Versenkung. Sie überschreitet - und darin besteht die Freiheit der Kunst - die tradierten Erwartungen des Betrachters. Fordert ihn dazu auf, sich mit ihrem Werk auseinanderzusetzen.

Licht und Farbe: Günter Grohs und David Schnell

Im Dom von Halberstadt verfolgt das Fenster im Südquerhaus schon allein wegen der bedeutenden mittelalterlichen Innenausstattung ein ganz anderes künstlerisches Ziel. Es nimmt sich zurück und moduliert mit wenigen Tönen das einfallende Licht. Eine Spezialität von Günter Grohs, der Licht sogar mit weißem, grauem oder farblosem Glas facettenreich gestaltet. Das Fenster ist mit knapp 17 Metern Höhe und einer Fläche von 80 Quadratmetern die buchstäblich größte Arbeit des Glasmalers, der wie Kuzio Absolvent der Kunsthochschule Burg Giebichenstein ist. Im Mai dieses Jahres rückte es an die Stelle einer modernen Schutzverglasung. Sie ließ so viel Licht in den Raum eindringen, dass sogar die mittelalterliche Ausstattung gefährdet war. Grohs setzte sich mit seinem Entwurf in einem Wettbewerb durch, der die Neuschöpfung des Fensters an ein Zitat aus dem Neuen Testament band: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde" (Offb. 21,1). Unterschiedlichste Techniken wurden bei der Herstellung eingesetzt, die optische Tiefe schaffen und die Lichtfülle differenzieren. Sie unterstützen die mittelalterliche Raumstimmung. Die hellen, reliefartig strukturierten Gläser wurden bei 800° Celsius verformt und nachträglich mit Schwarzlot und blauer Schmelzfarbe eingerieben. Die farbigen Flächen aus Echt-Antikglas gestaltete er mit Farb- und Schwarzlot.

Günter Grohs´ Südquerhausfenster im Dom von Halberstadt reduziert den Lichteinfall. 
© Roland Rossner
Günter Grohs´ Südquerhausfenster im Dom von Halberstadt reduziert den Lichteinfall.

Ebenso dem Ungegenständlichen verpflichtet, aber expressiv und dynamisch in der Komposition ist das Friedensfenster von David Schnell, der wie Neo Rauch der "Neuen Leipziger Schule" angehört. Es entstand 2009 als Siegerentwurf eines Wettbewerbs in Gedenken an die friedliche Revolution des Jahres 1989. Im 20. Jubiläumsjahr wurde es im Langhaus der Leipziger Thomaskirche eingesetzt. Es ist Teil eines Zyklus von sieben Fenstern im südlichen Seitenschiff. Sie bestimmen den heutigen Raumeindruck der Kirche, die einst Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs war. Schnells Fenster kommt ohne offensichtliche zeitgeschichtliche Symbole wie etwa die Friedenstaube aus, stattdessen sprießen Blumenblüten aus den scharfkantigen Verstrebungen, die wie aufgelöste architektonische Strukturen wirken. Die Formen sind ins Wanken geraten und illustrieren auf diese Weise die unsichere, ja gefährliche Situation des Umsturzes von 1989. Sich an der Geometrie des Bleigitters orientierend, konstruierte Schnell die auf ein schwereloses Zentrum zulaufenden Farbbahnen und sprengte so die Linien des Maßwerkgerüsts. Aus farbigem Echt-Antikglas, das mit einer Farbspritzpistole bearbeitet und geätzt wurde, erweist sich Schnells Werk als Malerfenster im wörtlichen Sinn. Der Künstler legte bei der Ausführung seines ersten Fensters Hand an, indem er beträchtliche Teile der Farbe selbst auftrug.

Kirchenfenster sind niemals autonome Kunstwerke, sondern gehören zur Architektur. Die Meisterschaft eines Künstlers zeigt sich dann, wenn sein Werk mit dem Tageslicht lebt, sich wandelnde Lichträume schafft. Dass die Künstler dabei mehr wagen dürfen, als ihre Glasscheiben nur unscheinbar in die Wand einzufügen, zeigen die vorgestellten Beispiele.

Julia Ricker

Expressiv in Form und Farbe ist das Friedensfenster von David Schnell in der Leipziger Thomaskirche
Roland Rossner , Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn courtesy Galerie EIGEN + ART LeipzigBerlin VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Expressiv in Form und Farbe ist das Friedensfenster von David Schnell in der Leipziger Thomaskirche

Dorfkirche Gehrden, Ringstraße, 39264 Gehrden, Kontakt: Ev. Pfarramt, Kirchstraße 1, 39279 Leitzkau, Tel. 039241/2 90, ev.pfarramt.leitzkau@t-online.de
Dorfkirche Gütz, Florian-Geyer-Straße, 06188 Landsberg-Gütz, Kontakt: Förderverein Gützer Kirche e. V., Otto-Quandt-Straße 8a, 06188 Landsberg, Tel. 034602/2 29 26, info@guetzerkirche.de
Dom St. Stephanus und St. Sixtus, Domplatz, 38820 Halberstadt, Tel. 03941/2 42 37, www.dom-und-domschatz.de
Thomaskirche, Thomaskirchhof 18, 04109 Leipzig Tel. 0341/2 22 24-0, www.thomaskirche.org
Dom St. Peter und Paul, Domplatz, 06618 Naumburg, Tel. 03445/23 01-120 oder -133, www.naumburger-dom.de