Ausgabe #4 / 2010

  • Die Baden-Badener trumpfen mit Architektur 08.11.2012 Zu Höherem berufen Zu Höherem berufen

    Zu Höherem berufen

    Als Ludwig Wilhelm von Baden-Baden sechs Jahre alt war, ließ ihm sein Vater, Markgraf Ferdinand Maximilian, eine Medaille prägen. Auf der Rückseite zeigt sie einen Adler, dem ein kleinerer Adler folgt. Beide fliegen der Sonne entgegen, in der eine Krone leuchtet. Über dem Motiv steht "Non Deteriora Sequendo" - "Nichts Geringeres verfolgen". Der Hintergrund dazu: 1661 bewarb sich das badische Fürstenhaus um den polnischen Königsthron und präsentierte auch Ludwig Wilhelm als Kandidaten. Das geschah insgesamt dreimal und jedesmal vergeblich: 1661, 1674 und 1697.

  • Das Prinzenhaus in Plön 08.11.2012 "Wat doch dat Leben för’n Wessel hett!" "Wat doch dat Leben för’n Wessel hett!"

    "Wat doch dat Leben för’n Wessel hett!"

    Heute, wo sich das Prinzenhaus auf dem Plöner Schlossareal längst zu einer bedeutenden Adresse im kulturellen Leben entwickelt hat, kann man sich kaum vorstellen, dass am ersten bundesweiten Tag des offenen Denkmals 1993 gerade einmal fünf Besucher zu einer Führung von Silke Hunzinger durch den Schlossgarten und das Prinzenhaus kamen.

  • Das Badekabinett in Schloss Augustusburg 08.11.2012 Wasser ist zum Baden da! Wasser ist zum Baden da!

    Wasser ist zum Baden da!

    Wer das Wort "Fliesen" hört, der hat vor seinem geistigen Auge sofort eine ganze Reihe von Vorstellungen: sauber, hygienisch, pflegeleicht, praktisch - Badezimmer! Und wer das "Badekabinett" des Kölner Kurfürsten Clemens August in Schloss Augustusburg in Brühl bei Köln besichtigt, fühlt sich, oberflächlich betrachtet, zunächst in seinen Vorstellungen von der praktischen Fliese bestätigt: Bis zur Decke sind die Wände des kurfürstlichen Badezimmers mit blau-weißen Ornament-Fliesen verkleidet.

  • Das Malteserschloss in Dätzingen 08.11.2012 Seeschlacht in Schwaben Seeschlacht in Schwaben

    Seeschlacht in Schwaben

    Wie kommen historische Ansichten von La Valletta, der Hauptstadt von Malta, ins schwäbische Dätzingen? Diese Frage stellen sich wohl viele Besucher des dortigen Schlosses.

  • Kloster Marienstern ist schwer beschädigt 08.11.2012 Im Sturm gefallen Im Sturm gefallen

    Im Sturm gefallen

    Kloster Marienstern in Mühlberg an der Elbe, auch "Güldenstern" genannt und eines der bedeutendsten Zisterzienserinnenklöster Brandenburgs, hat in seiner turbulenten Geschichte schon einiges durchgemacht: Um 1228 gegründet, wurde es ab 1557 zunächst in ein Gut verwandelt und beherbergte nach 1945 zeitweise Büros, ein Lehrlingswohnheim sowie Kindergarten und Jugendklub.

  • Die Schönborns und Balthasar Neumann 08.11.2012 Im Dienste des Absoluten Im Dienste des Absoluten

    Im Dienste des Absoluten

    Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich in Deutschland allmählich die Kunst des Barock durch. Seine beschwingten Formen, seine lichtdurchfluteten Räume, die gekonnten Inszenierungen mittels Malerei und Skulptur waren genau die Sprache, mit der die großen und kleinen deutschen Souveräne sich selbst und dem Volk ihre Vorstellungen von Macht zeigen konnten. Anfang des 18. Jahrhunderts schickte sich die Familie von Schönborn an, als geistliche Würdenträger von Mainz, Bamberg, Würzburg, Worms und Speyer eine politisch sehr einflussreiche Hausmacht zu werden. Als der junge Baumeister Balthasar Neumann ihren Weg kreuzte, fanden sie in ihm den idealen Partner für ihre unzähligen Bauvorhaben.

  • Deckengestaltung von der Gotik bis zum Hochbarock 08.11.2012 Hohe Kunst an der Decke Hohe Kunst an der Decke

    Hohe Kunst an der Decke

    Als Raumabschluss gotischer Innenräume kennen wir überwiegend steinerne Rippengewölbe. Verzierte Holzdecken sind selten, waren ursprünglich aber zahlreicher vorhanden. Sie fielen jedoch häufig Brandkatastrophen oder modischen Veränderungen späterer Zeiten zum Opfer.

  • Schloss Friedenstein in Gotha 08.11.2012 "Friede ernehret, Unfriede verzehret" "Friede ernehret, Unfriede verzehret"

    "Friede ernehret, Unfriede verzehret"

    Über dem Portal von Schloss Friedenstein in Gotha umarmen sich Pax und Justitia. Die Inschrift "Friede ernehret - Unfriede verzehret" ist Programm. Man schreibt das Jahr 1643. Die Verhandlungen zum Ende des schrecklichen Krieges, den man später den Dreißigjährigen nennen wird, haben begonnen. Nach 25 Kriegsjahren ist das Land verwüstet, zahllose Truppendurchmärsche, Plünderungen, Hunger und Pest haben den Menschen zugesetzt.

  • Interview mit Dr. Wolfgang Illert 08.11.2012 Die Kunst des Barock Die Kunst des Barock

    Die Kunst des Barock

    Dr. Wolfgang Illert, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, über die Bedeutung und Förderung von Denkmalen aus dieser Zeit

  • Eine Dorfkirche braucht Ihre Hilfe 08.11.2012 Der schiefe Turm von Kotelow Der schiefe Turm von Kotelow

    Der schiefe Turm von Kotelow

    Günter Schmidt hat es sich nicht nehmen lassen, uns "seine" frühgotische Kirche in Kotelow selbst zu zeigen. Dabei ist der 83-jährige ehemalige Küster nicht mehr gut zu Fuß - die Knie machen ihm seit einer Operation Probleme. Stolz zeigt er uns den spätgotischen Altar, der im Landkreis Mecklenburg-Strelitz zu den wertvollsten zählt, macht uns auf das ungewöhnlich große hölzerne Kastenschloss am Südportal sowie auf Kanzel und Herrschaftsgestühl aus dem 18. Jahrhundert aufmerksam. Aber er berichtet auch von seinen Sorgen: Der Fachwerkhelm des Kirchturms neigt sich bedrohlich in südwestliche Richtung und muss dringend gesichert werden.

  • Die Geschichte der Schlosskirche Blieskastel 08.11.2012 Der Graf holte die Franziskaner Der Graf holte die Franziskaner

    Der Graf holte die Franziskaner

    Blieskastel gilt als ein Kleinod im Saarland. Tatsächlich hat sich das Städtchen bis heute seinen barocken Charme bewahrt, der untrennbar mit den Grafen von der Leyen verbunden ist: Als diese ihre Residenz 1773 von Koblenz nach Blieskastel verlegten, kam ein wirtschaftlicher und künstlerischer Aufschwung in Gang, der bis heute das Stadtbild bestimmt.

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