Juni 2010

Taufsteine im niederdeutschen Raum

Löwen, Taustäbe und Palmetten

Nach dem Beispiel der Taufe Christi durch Johannes im Jordan pflegte man in der frühen Christenheit die Erwachsenentaufe vorzunehmen. Das geschah in Baptisterien, wie sie mit ihren Taufbecken aus dem 4. Jahrhundert im römischen San Giovanni in Fonte und in St. Jean, Poitiers, noch erhalten sind. Vom frühen Mittelalter an wurden Kinder bereits kurz nach der Geburt getauft, und zwar tauchte man sie ganz ins Taufbecken. Heute begnügt man sich damit, ihnen einige Tropfen lauwarmen Wassers auf die Stirn zu träufeln, ebenso wie denen, die erst als Erwachsene in die Kirche eintreten. Die Baptisten haben bis heute ausschließlich die Erwachsenentaufe beibehalten.

© G. Kiesow 
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