Ausgabe #2 / 2007

  • Wussten Sie, dass es Stuckmarmor schon in der Antike gab? 08.11.2012 Vom echten Marmor bis zum Marmorieren Vom echten Marmor bis zum Marmorieren

    Vom echten Marmor bis zum Marmorieren

    Ist ja kein echter Marmor, nur ein Ersatz." Diese abfällige Bemerkung vernimmt man oft vor Bauwerken mit Stuckmarmor. In Wirklichkeit ist es heute teurer, Stuckmarmor herzustellen, als echten Marmor zu beschaffen. Die einzelnen Arbeitsschritte erfordern einen beachtlichen Zeitaufwand und große handwerkliche Fähigkeiten.

  • Das Prunkbett in Schloss Moritzburg 08.11.2012 Vollbad für eine Million Federn Vollbad für eine Million Federn

    Vollbad für eine Million Federn

    Alle Welt spricht vom Bernsteinzimmer in St. Petersburg. Doch auch Schloss Moritzburg bei Dresden hat ein kostbares Interieur zu bieten, und dies sogar im Original: das Federzimmer von Kurfürst August dem Starken. Nach über 30 Jahren unter Verschluss kann das Zimmer mit dem königlichen Paradebett seit April 2003 wieder besichtigt werden. 1723 hatte es der sächsische Kurfürst für das Japanische Palais in Dresden erworben, 1830 wurde das Federzimmer nach Schloss Moritzburg verlegt.

  • Eine kleine Kulturgeschichte des Kachelofens 08.11.2012 Viel Spiel ums Feuer Viel Spiel ums Feuer

    Viel Spiel ums Feuer

    Der Merseburger Stiftsbaumeister Johann Wilhelm Chryselius veröffentlichte 1790 eine "Anweisung, holzersparende Oefen, Pfannen-, Brat-, Kessel- und Küchenfeuerungen nach richtigen Grundsätzen und Erfahrungen anzulegen". In seiner weitverbreiteten Schrift schmähte er die großen Öfen vergangener Epochen nicht nur als unrentabel, sondern vor allem als hässlich: "Man ist gewohnt, unter dem Namen Kachelofen einen schlechten ungestalteten Ofen sich zu denken; und die meisten sind es auch wirklich; denn es giebt ganz außerordentlich große und plumpe Arten, gewöhnlich werden die Kacheln zu groß gemacht, und wunderbar verziert, z. B. in jeder Kachel ein geharnischter Mann, ein Fisch oder anderes Thier."

  • Die Welt der Papiertapeten des 19. Jahrhunderts 08.11.2012 Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden

    Liebestolle Göttinnen, Blumen und Girlanden

    In umschmeichelnden Gewändern, mit Blumengirlanden geschmückt, tanzen Mädchen in den Landschaften Illyriens vor dem Tempel der Athene. Die liebestolle Göttin Calypso lässt nichts unversucht, um den jungen Helden Telemach auf ihrer Insel zu halten, Amor und Psyche schwören sich ewige Liebe, und die berühmten Bauwerke von Paris zeugen von der Hochblüte europäischer Kultur. Diese und ähnliche Szenarien spielten sich hinter oftmals verschlossenen Türen ab, wohl bewahrt vor neugierigen Blicken und stolz gezeigt bei besonderen Anlässen.

  • Interview mit Dr. Johannes Erichsen 08.11.2012 Hilfe! Die Besucher kommen! Hilfe! Die Besucher kommen!

    Hilfe! Die Besucher kommen!

    Die bayerischen Königsschlösser gehören zu Deutschlands "Topzielen" und sind beispielhaft für das Dilemma der Denkmalpflege: Einerseits hat sie den Auftrag, Kulturgüter zu schützen, andererseits sollen diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Über Auflagen und Pflichten der Denkmalpflege bei von Touristen stark frequentierten Gebäuden berichtet Dr. Erichsen von der Bayerischen Schlösserverwaltung.

  • Das Augsburger Schaezlerpalais 08.11.2012 Ein Hauch von Mozart Ein Hauch von Mozart

    Ein Hauch von Mozart

    Für Wolfgang Amadeus Mozart war Augsburg die "vatterstadt meines papa", er besuchte die Stadt mehrmals, spielte sogar für eine Stelle vor. Daher gehörte Augsburg neben Salzburg und Wien zu den drei Städten, die sich letztes Jahr anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten "Mozartstadt" nannten. Leopold Mozart - Vater, Erzieher und Musiklehrer von Wolfgang Amadeus - wurde 1719 in Augsburg geboren. Sein Geburtshaus wurde zwei Jahre lang restauriert und zum Mozartjubiläum im Januar 2006 wiedereröffnet.

  • Holländische Fayencefliesen in Schloss Caputh 08.11.2012 Die Lust am Spiel Die Lust am Spiel

    Die Lust am Spiel

    Geschickt sind sie, die zwei Jungen. Sie laufen auf hohen Stelzen, bekleidet mit Mützen, Jacken und kurzen Hosen. Nicht weit entfernt übt ein weiterer Junge den Kopfstand, und ein zweiter versucht, ihm nachzueifern. Andere Kinder lassen Drachen steigen, treiben Kreisel, reiten Steckenpferde oder spielen mit Murmeln und Knöchelchen. Ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der sich jeweils auf 13 mal 13 Zentimeter großen, blau-weißen Fliesen abspielt.

  • Adelsspäße des 17. Jahrhunderts 08.11.2012 Die Bilderrätsel von Ludwigsburg Die Bilderrätsel von Ludwigsburg

    Die Bilderrätsel von Ludwigsburg

    Das kleine barocke Bild öffnet uns den Blick in eine Werkstatt mit sonderlichem Treiben: Da untersucht ein geflügelter Putto ein Goldstück, während ein weiterer eine Goldmünze ins Feuer hält. "Come l'oro nel foco" ist die Szene überschrieben: Wie das Gold im Feuer. Dass die Liebe sich erst erweisen muss, wollen die beiden Amoretten wohl aussagen.

  • Ein "Gemach, welches zu denen Studiis gewidmet ist" 08.11.2012 Der Orbansaal in Ingolstadt Der Orbansaal in Ingolstadt

    Der Orbansaal in Ingolstadt

    Bei einer Kulturreise durch Bayern steht Ingolstadt nicht unbedingt ganz oben auf dem Programm der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten.

  • Die Geschichte des Kronleuchters leidet an seiner Zerbrechlichkeit 08.11.2012 Das streichelnde Licht Das streichelnde Licht

    Das streichelnde Licht

    Lichtblitze verfangen sich in den Brokatbordüren feiner Blazer, im Goldmuster mancher Krawatte und lassen die Damasttischdecke schimmern. Den Gesichtern der Abendgesellschaft schmeichelt der Glanz des Kronleuchters, der sich in den Aperitifgläsern spiegelt. Er ist die Krönung eines jeden Wohnraumes, umhüllt die Gäste mit seiner leuchtend goldenen Wärme und haucht einen Weichzeichner über die Szene.

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