Kleine und große Kirchen - Sakralbauten tragen ein Stück Ewigkeit in sich. Sie sind das steingewordene Wort Gottes. Über ihren kunsthistorischen Wert hinaus sind sie identitätsstiftende Räume, die einen Ort unverwechselbar machen. Diese Rubrik widmet sich Kirchen und Synagogen, ihren Geschichten und den Herausforderungen für die Denkmalpflege bei der Restaurierung von Sakralbauten.

  • Wie der Dorfkirche Malchow Zukunft geschenkt wird 08.11.2012 Mit Glauben und Musik Mit Glauben und Musik

    Mit Glauben und Musik

    "Es ist erstaunlich. Unsere Malchower Dorfkirche musste so lange auf ihre Restaurierung warten, aber nun, da wir diese Aufgabe angehen, sprudeln wir nur so vor Ideen, wie wir sie nutzen werden", strahlt Irmtraut Peick, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Tatsächlich hielt die kleine uckermärkische Feldsteinkirche über 50 lange Jahre durch.

  • Theologische Hinweise zu Umnutzungen 08.11.2012 Leben ist Wandel Leben ist Wandel

    Leben ist Wandel

    Alles Leben ist Wandel. Aus der Sicht des katholischen Theologen ist dem, was Gottfried Kiesow schon vor einem Jahrzehnt auf einer Tagung zu "Kirchenbau zwischen Aufbruch und Abbruch" im Bistum Münster ausführte, voll und ganz zuzustimmen: "Die Kirchenbauten waren von Anbeginn in gleicher Weise einem bis heute währenden Wandel unterworfen wie die Auslegung der Heiligen Schrift und besonders die Liturgie, die am stärksten Einfluss auf die Gestaltung der sakralen Innenräume hatte."(1)

  • Die Bochumer Epiphaniaskirche liegt direkt am Ruhrschnellweg 08.11.2012 Komm zur Ruhe Komm zur Ruhe

    Komm zur Ruhe

    Auf der A 40 geht mal wieder nichts mehr. Dort im Stau zu stehen, gehört zum normalen Alltag der Ruhrgebietler. Doch an diesem Sonntag im Juli 2010 ist alles anders: Nicht mürrische Gesichter in Autos, die sich Stoßstange an Stoßstange reihen, sondern entspannte Menschen, die neben ihren Fahrrädern geduldig warten oder auf Inlinern kleine Pirouetten drehen. Es scheint, als hätten sie den Spruch "Ich komm' zur Ruhe" verinnerlicht, der in großen Lettern an der Autobahnbrücke in Bochum-Hamme zur Gelassenheit mahnt und auf die direkt neben der Autobahn liegenden Epiphaniaskirche hinweist.

  • Die Elias-Kirche in Prenzlauer Berg 08.11.2012 Kinder erobern ein Stück Stadt Kinder erobern ein Stück Stadt

    Kinder erobern ein Stück Stadt

    2005 gab man sich bei der Verleihung der Ferdinand von Quast-Medaille, benannt nach dem ersten preußischen Denkmalpfleger, ganz jugendlich: Die höchste Denkmal-Auszeichnung des Landes Berlin wurde damals an zwei Kinder- bzw. Jugendprojekte vergeben. Zum einen an die Elterninitiative der Zinnowwaldschule, die die Aula, "einer der schönsten Schulräume Berlins", renoviert hatten.

  • Hinter den Kulissen der Bonner Kreuzkirche 08.11.2012 "Durch Erinnerung nicht beschwert" "Durch Erinnerung nicht beschwert"

    "Durch Erinnerung nicht beschwert"

    Als sich die Kirchengemeinde der Kreuzkirche in Bonn zu Beginn der 1930er Jahre entschloss, "sämtliche mit gotisierenden Kapitellen ausgestattete Säulen, die vielen Wasserspeier und Kreuzblumen sowie unnötige Galerieverzierungen zu entfernen", hatte sie Gutes im Sinn. Zwar erachtete man die "Anwendung spielerischer oder gar unehrlicher Zutaten an kirchlichen Bauwerken" auch nicht mehr für zeitgemäß, doch im Mittelpunkt stand die marode Substanz der 1871 nach den Plänen von Christian August Dieckhoff eingeweihten neugotischen Hallenkirche.

  • Die Berliner Marienkirche erhielt eine neue Farbfassung 08.11.2012 Harmonie in Weiß und Grau Harmonie in Weiß und Grau

    Harmonie in Weiß und Grau

    Wie auf einem Tablett präsentiert sich die gotische Marienkirche in der Nähe des Alexanderplatzes in Berlin. Der 1270/80 begonnene, freistehende Backsteinbau ist das Relikt einer Zeit, als die planmäßige Entwicklung der Doppelstadt Cölln und Berlin ihren Anfang nahm und im Norden die "Neustadt" gegründet wurde.

  • In Flechtdorf werden die Zeitspuren bewahrt 08.11.2012 Traum von einer Herberge Traum von einer Herberge

    Traum von einer Herberge

    Als unser Fotograf in diesem Sommer ins nordhessische Flechtdorf kam, herrschte in den alten Gebäuden des Klosters gerade reges Treiben. Eine Studentengruppe der Fachhochschule Gießen-Friedberg hantierte mit Schnüren, Wasserwaagen und Zollstöcken. Alle Teile der Anlage wurden exakt vermessen. Auch wenn es zahlreiche Zeugnisse über das klösterliche Leben in Flechtdorf gibt, wirft die Baugeschichte noch viele Fragen auf. Deshalb ist es ein großes Glück, dass - trotz der Vernachlässigung in den letzten Jahrzehnten - noch ungewöhnlich viel Originalsubstanz erhalten ist.

  • Das Augustiner-Kloster in Erfurt 08.11.2012 Der Tag begann nach Mitternacht Der Tag begann nach Mitternacht

    Der Tag begann nach Mitternacht

    Groß war die Enttäuschung, als Martin Luther 1510 nach beschwerlicher Reise in Rom eintraf. Keine überwältigende Hingabe und Erleuchtung erfasste den Wallfahrer mit dienstlichem Auftrag im Epizentrum der christlichen Kirche, sondern purer Schrecken und Ekel angesichts der durchaus weltlichen Zustände in der klerikalen Welt. Enttäuscht kehrte er diesem Hort der fleischlichen Sünden und der feilgebotenen Ablässe den Rücken und machte sich zurück in Richtung Heimat.

  • Das St.-Johannis-Kloster in Schleswig 08.11.2012 Am Ufer der Schlei Am Ufer der Schlei

    Am Ufer der Schlei

    Konstantin Henkel lächelt, während wir im sensibel sanierten Remter des 800 Jahre alten St.-Johannis-Klosters in Schleswig fotografieren dürfen. "Nun ja, jetzt sieht unser mittelalterlicher Speisesaal wieder wunderbar aus - wie wollen Sie da vermitteln, wie baufällig das alles war und was genau mit den vielen großzügigen Spenden getan wurde?" Henkel, erster Stellvertreter des Vereins Freundeskreis St.-Johannis-Kloster, hat wie seine Mitstreiter arbeitsreiche Jahre in der Klosteranlage hinter sich. Sein Verein war gemeinsam mit dem Klosterprobst der Bauherr und Vertragspartner der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

  • Die Geschichte der Schlosskirche Blieskastel 08.11.2012 Der Graf holte die Franziskaner Der Graf holte die Franziskaner

    Der Graf holte die Franziskaner

    Blieskastel gilt als ein Kleinod im Saarland. Tatsächlich hat sich das Städtchen bis heute seinen barocken Charme bewahrt, der untrennbar mit den Grafen von der Leyen verbunden ist: Als diese ihre Residenz 1773 von Koblenz nach Blieskastel verlegten, kam ein wirtschaftlicher und künstlerischer Aufschwung in Gang, der bis heute das Stadtbild bestimmt.

  • Die Heilgeistkirche und ihr Spital in Stralsund 08.11.2012 Zuflucht für Alte und Elende Zuflucht für Alte und Elende

    Zuflucht für Alte und Elende

    Als ehedem mächtige Hansestadt am Strelasund verfügt das vorpommersche Stralsund über so manches bauliche Zeichen seiner einstigen Bedeutung. Stolze Kirchtürme prägen die Silhouette von See aus, mächtig aufragende Speichergebäude integrieren sich ins Bild, und für den Näherkommenden vervollständigen die reichen bürgerlichen Giebelhäuser den selbstbewussten Drang nach Höherem.

  • Kloster Roggenburg ist eine Großbaustelle 08.11.2012 Ora Et Labora Ora Et Labora

    Ora Et Labora

    Es ist als großes, kunstvoll ausgestattetes Barockkloster über Bayern hinaus bekannt. Dennoch sind wir diesmal dankbar für die Hilfe des Navigationsgeräts: Denn obwohl sich das Prämonstratenserkloster Roggenburg auf dem höchsten Punkt der Region erhebt, ist es bei der Anfahrt lange nicht zu erblicken, da es von altem Baumbestand umgeben ist.

  • Die Bethlehem-Kirche in Kiel-Friedrichsort 08.11.2012 Namenlos für 111 Jahre Namenlos für 111 Jahre

    Namenlos für 111 Jahre

    "Kirche, Küche, Pferdestall, eine etwas eigentümliche Zusammenstellung", so lautete das Urteil des Marinepfarrers Friedrich August Schorn, der 1901 das erste Buch über die Geschichte der Festung Friedrichsort geschrieben hat. Denn über zweihundert Jahre befand sich der Kirchenraum im Obergeschoss eines Gebäudes, das auch einen Pferdestall und die Küche des Kommandanten der im 17. Jahrhundert gegründeten dänischen Festung an der Kieler Förde beherbergte.

  • Zeugnisse jüdischen Lebens in Schwedt 08.11.2012 Gegen das Vergessen Gegen das Vergessen

    Gegen das Vergessen

    Seit dem 25. März weisen drei "Stolpersteine" in Schwedt darauf hin, dass hier die jüdische ­Familie Meinhardt ihren letzten selbstgewählten Wohnsitz hatte. Sie wurde in den 1940er Jahren deportiert und in Auschwitz beziehungsweise Treblinka ermordet. In 500 Orten Deutschlands und mehreren Ländern Europas verlegte Gunter Demnig bisher seine Stolpersteine, mit denen er an die Opfer der NS-Zeit erinnern möchte. Die Steine für die Familie Meinhardt sind die ersten, die der Künstler in Schwedt in den Boden einließ. Das "Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rassismus Schwedt" hatte zuvor die benötigten Mittel gesammelt.

  • Die Kirchenburg in Ostheim vor der Rhön 08.11.2012 "Ein feste Burg ist unser Gott" "Ein feste Burg ist unser Gott"

    "Ein feste Burg ist unser Gott"

    Mitten im Dreißigjährigen Krieg läutet im Rhönort Ostheim die Alarmglocke. Schnell packen die Menschen ihre wichtigsten Habseligkeiten und flüchten in ihre Kirchenburg. Das mächtige Haupttor ist kaum geschlossen, als die sogenannten Kroatischen Reiter, die auf Seiten Wallensteins kämpfen, an der äußeren Wehrmauer ankommen. Tapfer wehren sich die Ostheimer gegen den Ansturm.

  • Die Evangelische Kirche in Essen-Katernberg 08.11.2012 “Der Industrie ihre Kathedralen” “Der Industrie ihre Kathedralen”

    “Der Industrie ihre Kathedralen”

    Wenn Essen als europäische Kulturhauptstadt in diesem Jahr viele Besucher anzieht, geht es oft um die gelungene Rekultivierung der gesamten Region. Mit seinen Industriedenkmalen ist das Ruhrgebiet auch bei Radwanderern als grünes Feriengebiet beliebt.

  • St. Georgens Auferstehung - allen Spendern sei Dank 08.11.2012 Das Wunder von Wismar Das Wunder von Wismar

    Das Wunder von Wismar

    "Die paar Schritte zwischen St. Marien und St. Jürgen in Wismar (...) Wo noch sind auf zweihundert Meter so gewaltige Dome zusammengedrängt, Zeugnisse überquellender bürgerlicher Kraft und stolzer Frömmigkeit, in rascher Folge aufgestellt und schließlich am zu großen Wollen ermattend (...)"Theodor Heuss, 1920

  • Die Wandmalereien der Sigwardskirche in Idensen werden gerettet 08.11.2012 Wer verschafft ihr gute Luft? Wer verschafft ihr gute Luft?

    Wer verschafft ihr gute Luft?

    Die Alte Kirche in Idensen ist ein besonderes Kleinod. Eine romanische Kirche, in ihrer ursprünglichen Form kaum verändert, wie man sie in Deutschland nicht mehr häufig findet. Schon bei der Ankunft in Idensen, einem Ortsteil von Wunstorf, nahe beim Steinhuder Meer ist der Besucher von der schlichten, idyllisch liegenden Dorfkirche, die auch Sigwardskirche genannt wird, angetan.

  • Die Wieskirche fing mit einem hölzernen Christus an 08.11.2012 Die Wieskirche Ein Hochamt des Rokoko

    Ein Hochamt des Rokoko

    Für Touristen aus Übersee ist sie ein fester Programmpunkt auf der gebuchten Reiseroute "Europa in zehn Tagen". Abends in Frankfurt am Main eingetroffen, wird die Nacht im Bus verbracht, um pünktlich um 8.00 Uhr morgens, wenn die Wieskirche ihre Pforten öffnet, von diesem Inbegriff des bayerischen Rokoko empfangen zu werden.

  • Der Dom in Bremen wird saniert 08.11.2012 Vertrauen zur Himmelsbrücke Vertrauen zur Himmelsbrücke

    Vertrauen zur Himmelsbrücke

    So was hatte der Dom zu Bremen in seiner langen Geschichte auch noch nicht erlebt: Seile wurden zwischen seine Türme gespannt und eine schwingende Brücke installiert.

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