Ausgabe #3 / 2011

  • Gemeindemitglieder retten die Urbanskirche in Schwäbisch Hall 08.11.2012 Wie aus Maria Urban wurde Wie aus Maria Urban wurde

    Wie aus Maria Urban wurde

    Das Schicksal der Urbanskirche in Schwäbisch Hall schien 2005 besiegelt: Aus wirtschaftlichen Gründen sollte das mittelalterliche Gotteshaus am Rande der Stadt geschlossen werden. Doch die Gemeindemitglieder wollten das nicht zulassen und gründeten den Freundeskreis Urbanskirche e. V. Dieser organisiert seitdem in enger Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael und St. Katharina das gottesdienstliche Leben in der Urbanskirche und übernimmt die laufenden Kosten.

  • Wie Kirchenschließungen verhindert werden 08.11.2012 Von wegen ausgedient! Von wegen ausgedient!

    Von wegen ausgedient!

    Wie mag Josef sich gefühlt haben, als er erfuhr, dass seine Verlobte schwanger war und das nicht von ihm? Christen ist diese Frage vertraut. Sie wissen, warum Josef Maria dennoch zur Frau nahm. Für Nichtchristen, die möglicherweise schon in dritter Generation keine Bibel mehr im Haus haben, ist dies eine aufrüttelnde Frage. Gestellt in der anhaltischen Dorfkirche Polenzko, bewegte sie die Gemüter mancher Gottesdienstteilnehmer.

  • Die Hörspielkirche in Federow 08.11.2012 Tatort Dorfkirche Tatort Dorfkirche

    Tatort Dorfkirche

    Das mecklenburgische Dorf Federow am Rande des Müritz-Nationalparks war eigentlich nie für spektakuläre Ereignisse bekannt. Aber 2005 sollte es Stätte einer deutschlandweiten Premiere werden: Aus der örtlichen Kirche wurde die erste und bislang auch einzige Hörspielkirche. Ein sorgfältig installiertes Audio-System bietet bei bester Akustik in der Sommersaison täglich Literatur von Spannung über Erbauung bis Information.

  • Weshalb es nur noch wenige romanische Holzdecken gibt 08.11.2012 Mittelalterliche Kirchenräume Mittelalterliche Kirchenräume

    Mittelalterliche Kirchenräume

    Unsere Vorstellung von der Gestalt romanischer Kirchenräume wird vom heutigen Zustand geprägt. Im Laufe der Jahrhunderte kam es jedoch oft zu wesentlichen Veränderungen. So entspricht die zwischen 1129 und etwa 1150 erbaute Stiftskirche auf dem Schiffenberg bei Gießen in ihrer schlichten, aber eindrucksvollen Erscheinung so ganz unserem Bild von einer romanischen Kirche.

  • Wie der Dorfkirche Malchow Zukunft geschenkt wird 08.11.2012 Mit Glauben und Musik Mit Glauben und Musik

    Mit Glauben und Musik

    "Es ist erstaunlich. Unsere Malchower Dorfkirche musste so lange auf ihre Restaurierung warten, aber nun, da wir diese Aufgabe angehen, sprudeln wir nur so vor Ideen, wie wir sie nutzen werden", strahlt Irmtraut Peick, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Tatsächlich hielt die kleine uckermärkische Feldsteinkirche über 50 lange Jahre durch.

  • Theologische Hinweise zu Umnutzungen 08.11.2012 Leben ist Wandel Leben ist Wandel

    Leben ist Wandel

    Alles Leben ist Wandel. Aus der Sicht des katholischen Theologen ist dem, was Gottfried Kiesow schon vor einem Jahrzehnt auf einer Tagung zu "Kirchenbau zwischen Aufbruch und Abbruch" im Bistum Münster ausführte, voll und ganz zuzustimmen: "Die Kirchenbauten waren von Anbeginn in gleicher Weise einem bis heute währenden Wandel unterworfen wie die Auslegung der Heiligen Schrift und besonders die Liturgie, die am stärksten Einfluss auf die Gestaltung der sakralen Innenräume hatte."(1)

  • Die Bochumer Epiphaniaskirche liegt direkt am Ruhrschnellweg 08.11.2012 Komm zur Ruhe Komm zur Ruhe

    Komm zur Ruhe

    Auf der A 40 geht mal wieder nichts mehr. Dort im Stau zu stehen, gehört zum normalen Alltag der Ruhrgebietler. Doch an diesem Sonntag im Juli 2010 ist alles anders: Nicht mürrische Gesichter in Autos, die sich Stoßstange an Stoßstange reihen, sondern entspannte Menschen, die neben ihren Fahrrädern geduldig warten oder auf Inlinern kleine Pirouetten drehen. Es scheint, als hätten sie den Spruch "Ich komm' zur Ruhe" verinnerlicht, der in großen Lettern an der Autobahnbrücke in Bochum-Hamme zur Gelassenheit mahnt und auf die direkt neben der Autobahn liegenden Epiphaniaskirche hinweist.

  • St. Christophorus in Weimar-Tiefurt wurde baupolizeilich gesperrt 08.11.2012 Kirche dringend gebraucht! Kirche dringend gebraucht!

    Kirche dringend gebraucht!

    Die Kirche ist vom Einsturz bedroht! Wie man gut nachvollziehen kann, löste diese Diagnose im vergangenen Jahr großes Entsetzen bei der Kirchengemeinde im Weimarer Ortsteil Tiefurt aus. Weil ein Holzschutzgutachten vorbereitet werden sollte, hatte Jörg Rietschel, Ortsbürgermeister und Gemeindekirchenratsmitglied, im April 2010 einen Blick in den Dachstuhl geworfen und gravierende Schäden entdeckt. Nach einer Begehung durch Bausachverständige und den Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf musste die Kirche baupolizeilich gesperrt werden. Offenbar hatte der Orkan Emma, der Anfang März 2008 mit großer Wucht auch über Tiefurt hinweggerast war, dem ohnehin morschen Dachgebälk so zugesetzt, dass Gefahr im Verzug war.

  • Die Elias-Kirche in Prenzlauer Berg 08.11.2012 Kinder erobern ein Stück Stadt Kinder erobern ein Stück Stadt

    Kinder erobern ein Stück Stadt

    2005 gab man sich bei der Verleihung der Ferdinand von Quast-Medaille, benannt nach dem ersten preußischen Denkmalpfleger, ganz jugendlich: Die höchste Denkmal-Auszeichnung des Landes Berlin wurde damals an zwei Kinder- bzw. Jugendprojekte vergeben. Zum einen an die Elterninitiative der Zinnowwaldschule, die die Aula, "einer der schönsten Schulräume Berlins", renoviert hatten.

  • Akanthusaltäre in der Oberpfalz 08.11.2012 Heilige im Rankenmeer Heilige im Rankenmeer

    Heilige im Rankenmeer

    Wie eine überdimensionale Monstranz mutet der Hochaltar von St. Katharina im oberpfälzischen Reuth bei Erbendorf an. Kunstvoll verflochtene Akanthusranken rahmen das Gemälde der Kirchenpatronin sowie das Bild der Heiligen Sippe darüber. Die aufgesetzten, lüsterfarben gefassten Blüten erscheinen von ferne wie funkelnde Edelsteine.

  • Interview mit Sonja Hahn 08.11.2012 Entschlossene Kirchen Entschlossene Kirchen

    Entschlossene Kirchen

    Die Stiftung "Entschlossene Kirchen" möchte dem Problem entgegentreten, dass Besucher gerade bei den kleinen Dorfkirchen vor verschlossenen Türen stehen. Auch Einheimische entdecken so ihre kleinen Architektur-Schätze wieder.

  • Hinter den Kulissen der Bonner Kreuzkirche 08.11.2012 "Durch Erinnerung nicht beschwert" "Durch Erinnerung nicht beschwert"

    "Durch Erinnerung nicht beschwert"

    Als sich die Kirchengemeinde der Kreuzkirche in Bonn zu Beginn der 1930er Jahre entschloss, "sämtliche mit gotisierenden Kapitellen ausgestattete Säulen, die vielen Wasserspeier und Kreuzblumen sowie unnötige Galerieverzierungen zu entfernen", hatte sie Gutes im Sinn. Zwar erachtete man die "Anwendung spielerischer oder gar unehrlicher Zutaten an kirchlichen Bauwerken" auch nicht mehr für zeitgemäß, doch im Mittelpunkt stand die marode Substanz der 1871 nach den Plänen von Christian August Dieckhoff eingeweihten neugotischen Hallenkirche.

  • Fachwerkkapelle zu Niedereisenhausen 08.11.2012 Die Kirche im Dorf lassen Die Kirche im Dorf lassen

    Die Kirche im Dorf lassen

    Die Kapelle des alten Dorfes Niedereisenhausen im Tal der Perf steht seit Jahren leer. Nur in Teilen restauriert, ist besonders ihr Innenraum in beklagenswertem Zustand. Damit teilt sie das Schicksal vieler traditionsreicher Sakralbauten auf dem Lande. Ihre Erhaltung und künftige Nutzung war Thema der Tagung "Kirchen im Dorf lassen. Erhaltung und Nutzung von Kirchen im ländlichen Raum", die vom 7.-9. April 2011 in Marburg/Lahn stattfand. Organisiert hatte sie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger und das Marburger EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart. Während der ganztägigen Exkursionen im Rahmen der Tagung gab es die Gelegenheit, unterschiedliche Beispiele des bürgerlichen und kommunalen Engagements für die Bewahrung der Gotteshäuser kennenzulernen. Eines der beispielhaften Projekte einer Nutzungserweiterung ist die genannte Fachwerkkapelle zu Niedereisenhausen in der hessischen Gemeinde Steffenberg.

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