Monumente Online

Ausgabe: Februar 2013

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Technik und Wissenschaft

Service Service

Nachrichten

Meldungen

  • 01.08.2015

    10.000 Besucher feiern die Eröffnung von Schloss Bothmer

    Am Pfingstwochenende war es soweit: Über 10.000 Besucher kamen am 23. Mai zur Wiedereröffnung von Schloss Bothmer im Klützer Winkel zwischen Lübeck und Wismar. Ein ganztägiges Festprogramm mit eintrittsfreien Führungen, Konzerten und einer Lichterinszenierung stellte die barocke Schlossanlage glanzvoll in den Mittelpunkt. Sie hat es verdient: Schloss Bothmer stand lange Zeit leer, die Eigentumsverhältnisse waren schwierig und damit war auch eine sinnvolle Nutzung nicht möglich. Umso schöner, dass Mecklenburg nun nahe der Ostsee mit einem architektonischen und sorgfältig restaurierten Kulturgut ersten Ranges locken kann. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte das Schloss zwischen 1993 und 2008 mit über 700.000 Euro. 2008 wurde eine treuhänderische Stiftung in ihrer Obhut für das Schloss errichtet.

    Das aus 13 miteinander verbundenen Gebäuden bestehende backsteinerne Schlossensemble wurde von 1726 bis 1732 im Auftrag des Reichsgrafen Hans Caspar von Bothmer durch den Ar-chitekten Johann Friedrich Künnecke errichtet. Ein Wassergraben und mehrere Lindenalleen umschließen bis heute die sieben Hektar große Schlossinsel und den Park. Der Bauherr stand als Diplomat in den Diensten der hannoverschen Kurfürsten und lebte während langjähriger Missionen an vielen Höfen Europas, was die unterschiedlichen architektonischen Einflüsse am Schloss erklärt. In London arbeitete Bothmer für den hannoverschen Kurfürsten Georg Ludwig, der 1714 als Georg I. König von Großbritannien wurde. Der Reichsgraf starb im Jahr der Fertigstellung, er lebte nie an diesem Ort. Die heutige Schlossbesitzerin, das Land Mecklenburg-Vorpommern, hat im Schloss eine Ausstellung über ihn und sein bewegtes Leben eingerichtet.

    Bis Oktober kann das Schloss dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden, im Juli und August öffnet es täglich bis 18 Uhr seine Pforten. Im Ostflügel gibt es ein Café. www.schlossbothmer-mv.de Informationen zur DSD-Stiftung Schloss Bothmer: Dr. Dorothe Trouet, Tel. 0228 9091-208

    Beatrice Härig

  • 01.08.2015

    Denkmalpreis 2015 der Hypo-Kulturstiftung

    Im Mai wurde der diesjährige Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung verliehen. Neben dem Preis, der dieses Jahr auf die Eigentümer zweier Denkmale, nämlich von Schloss Zeilitzheim in Kolitzheim und vom Bürgerhaus in der Straße Unterer Kaulberg 3 in Bamberg, aufgeteilt wurde, sind wie immer Anerkennungen vergeben worden. Darunter auch für den ehemaligen Herrensitz Schübelsberg in Nürnberg, der von seiner Eigentümerin Dr. Ursula Macher geduldig und sehr sorgsam in den letzten Jahren restauriert wurde. Die DSD unterstützte sie mit 140.000 Euro. Der dreigeschossige Sandsteinquaderbau mit seinem steilen Satteldach, der noch mittelalterliche Bausubstanz besitzt, wurde nach mehreren Bauabschnitten und Zerstörungen in seiner heutigen Form 1602 vollendet. Der Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung wird seit 1986 jährlich an private Eigentümer in Bayern verliehen, die ihre Baudenkmale mit großem privaten Engagement fachgerecht restauriert haben. Der Preis ist mit 75.000 Euro dotiert, die Anerkennungen mit jeweils 7.000 Euro.

    Beatrice Härig

  • 01.08.2015

    Fachwerktriennale 2015

    Zum dritten Mal nach 2009 und 2012 findet dieses Jahr die Fachwerktriennale statt. Ausgerichtet von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. steht sie diesmal unter dem Motto "Impulse aus der Wirtschaft". Der demografische Wandel bereitet vielen Fachwerkstädten durch Wohnungsleerstand und Handelseinbußen große Probleme. Die Fachwerktriennale 2015 möchte mit positiven Beispielen zeigen, wie sich neben den Kommunen auch Unternehmen und Privatpersonen für Stadtentwicklungsprogramme einsetzen. Die teilnehmenden 17 Fachwerkstädte skizzieren ihre Probleme und einen möglichen Umgang mit ihnen auf jeweils einer eigenen Veranstaltung. Eine Übersicht der teilnehmenden Städte und der Veranstaltungen, die noch bis März 2016 stattfinden, gibt es unter www.fachwerktriennale.de

    Beatrice Härig

  • 01.08.2015

    Geprüfte Sicherheit: DZI-Spendensiegel für Deutsche Stiftung Denkmalschutz

    Das Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Mitte Mai mit seinem Spendensiegel ausgezeichnet. Das DZI-Siegel ist eines der anerkanntesten Qualitätssiegel für gemeinnützige Organisationen in Deutschland und bestätigt, dass mit den Spenden sorgfältig umgegangen wird. Umfangreiche Prüfungen gehen einer Siegel-Verleihung voraus. Jedes Jahr prüft das DZI die Organisationen erneut auf die Einhaltung der Kriterien, unter anderem die satzungsgemäße Mittelverwendung unter wirksamer Leitung und Aufsicht mit einer geprüften Rechnungslegung innerhalb von transparenten und effizienten Strukturen. Das DZI-Spendensiegel bedeutet: Die Spende kommt an, und zwar da, wo sie hin soll.

    Beatrice Härig

  • 01.08.2015

    Prominente für die Friedenskirche

    Die große Spendenaktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zugunsten der Potsdamer Friedenskirche hat prominente Unterstützer: Seit Mai ist der an Denkmalpflege und Städtebau interessierte Schauspieler Jörg Hartmann - bekannt als Dortmunder Tatort-Kommissar - Botschafter für die Sanierung des Gotteshauses, das Friedrich Wilhelm IV. 1845-48 nach italienischen Vorbildern errichten ließ.

    Bauliche Mängel, die über die Jahre entstanden sind, gefährden die Substanz der Friedenskirche und ihres freistehenden Glockenturms. Schnelle Hilfe benötigt auch das Apsismosaik aus dem 13. Jahrhundert, das Friedrich Wilhelm in seinem originalen Mörtelbett aus Italien holte und in Potsdam anbringen ließ. Weil Günther Jauch die Friedenskirche und besonders ihre Apsis mit dem mittelalterlichen Mosaik am Herzen liegt, unterstützt er ebenfalls die Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dank seiner großzügigen Spende können die Arbeiten an diesem östlichen Bauteil noch 2015 mit einer Voruntersuchung beginnen.

    Insgesamt sind bereits 250.000 Euro für die Friedenskirche bei der Deutsche Stiftung Denkmalschutz eingegangen, aber die Not ist so groß, dass diese Summe nicht reichen wird, um die Schäden zu beseitigen. Daher hofft die Stiftung auf weitere Zuwendungen, denn 2016 sollen die Instandsetzungsmaßnahmen starten. Bis dahin werben neben Jörg Hartmann auch die anderen Botschafter - Georg Friedrich Prinz von Preußen, die SPD-Landtagsabgeordnete Klara Geywitz und das Friedenskirchen-Gemeindemitglied Ursula Weyrauch - weiter für die Erhaltung des Gotteshauses. Die Friedenskirche ist bis Oktober täglich geöffnet.

    Julia Ricker

  • 01.08.2015

    Stiftung ist Mitglied im Deutschen Spendenrat

    Seit dem 1.6.2015 ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Mitglied des Deutschen Spendenrates. Damit dokumentiert die Stiftung nachprüfbar ihren hohen Anspruch an den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern. Wer spendet, möchte sein Geld in guten Händen wissen. In den 30 Jahren ihres Bestehens hat unsere Stiftung immer schon großen Wert auf eine angemessene und transparente Verwendung der Spenden ihrer Förderinnen und Förderer gelegt.

    Dieser Ethik hat sich auch der Deutsche Spendenrat e. V. verschrieben, dessen Mitglieder sich durch eine Selbstverpflichtungserklärung entsprechende Ziele auferlegen. Der Antragsteller wird umfassend auf seine Eignung geprüft. In der Folge muss er dem Verein regelmäßig Rechenschaft über seine Arbeitsweise und die sachgerechte Verwendung der Spendengelder ablegen. Damit können sich die Förderer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz noch sicherer sein, dass ihr Geld ankommt. Mehr Informationen unter www.spendenrat.de 

    Stefanie Kellner

  • 01.08.2015

    UNESCO war Gast bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn

    Große Ehre für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Im Zuge der 39. UNESCO-Welterbekomitee-Sitzung, die vom 28. Juni bis 8. Juli in Bonn und damit seit 20 Jahren erstmals wieder in Deutschland stattfand, trat die Stiftung am 1. Juli als Gastgeber auf. In ihren Räumen wurde die Gründung des Arbeitsausschusses "Monument Machine" beschlossen. Er versteht sich als Ort des Sachverständigenaustausches und möchte die informelle Kontaktpflege unter den Denkmalpflegern der UNESCO-Delegationen fördern. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte sich und ihre Arbeit an dem Abend im festlichen Rahmen vorstellen und war mit der Veranstaltung die einzige nichtstaatliche Organisation, die bei der internationalen Konferenz zum Programm beitragen durfte. Am Tag zuvor hatte sie während der Konferenz außerdem zwei denkmal aktiv-Projekte präsentieren können.

    Die jährlich stattfindende UNESCO-Welterbekomitee-Tagung führt etwa 2.000 Teilnehmer aus über 190 Ländern zusammen. Auf ihr entscheidet das Welterbekomitee unter anderem über die Aufnahme von Kultur- und Naturstätten in die UNESCO-Welterbeliste. Dieses Jahr konnte sich Deutschland über die Aufnahme der Hamburger Speicherstadt mitsamt dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus in die Welterbe-Liste freuen. Das Komitee muss sich aber auch mit der Einschreibung von Stätten in die "Liste des Welterbes in Gefahr", wie zum Beispiel gerade der im Irak und in Syrien, beschäftigen. Eine Erklärung unter dem Titel "Bonner Deklaration" brandmarkt die Zerstörungen als Kriegsverbrechen und fordert Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern.

    Beatrice Härig

  • 01.06.2015

    Das schwäbische Jerusalem: Ulms Museum präsentiert die erhaltenen Tafelbilder des „Wengenaltars“

    Noch bis zum 12. Juli 2015 wartet das Ulmer Museum mit einer sehenswerten Son-derausstellung auf: Unter dem Titel "Jerusalem in Ulm" sind zum ersten Mal seit über 200 Jahren die Tafelbilder des zerteilten Flügelaltars aus der Ulmer Stiftskirche St. Michael zu den Wengen zusammengeführt.

    Die Ausstellung ist der krönende Abschluss eines Forschungsprojektes, dessen Anstoß die Restaurierung von acht, teilweise beidseitig bemalten Tafelbildern aus dem spätgotischen Retabel gab. Diese hochkarätigen Fragmente befinden sich im Besitz der Evangelischen Münstergemeinde Ulm. Dank der großzügigen Bereitstellung von über 43.000 Euro durch die Julius Rohm-Stiftung in der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden sie in den vergangenen drei Jahren umfassend restauriert. Die Julius Rohm-Stiftung widmet sich der Restaurierung der Innenausstattung des Ulmer Münsters und der Erhaltung der von Dominikus Böhm erbauten Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm.

    Die Tafelbilder weisen den einst zweifach wandelbaren Flügelaltar als ein Meister-werk verschiedener Ulmer Künstlerwerkstätten aus. Allen voran die von Bartholomäus Zeitblom (um 1455-1518), dem Hauptmeister der sogenannten Ulmer Schule. Sie begründete im 15. und 16. Jahrhundert den Ruf der schwäbischen Reichsstadt als bedeutendes Kunstzentrum. Wer den Auftrag für das um 1500 geschaffene Kunstwerk erteilte, ist unbekannt. Es gehörte zur Kirchenausstattung des Augustiner-Chorherrenstifts St. Michael zu den Wengen und diente vermutlich als Hochaltar. Geschlossen zeigt der Altaraufsatz großformatig das Gebet Christi am Ölberg. In der ersten Wandlung wird auf 16 Bildern aus der christlichen Heilsgeschichte erzählt. Die zweite Wandlung bekamen die Gläubigen nur an den höchsten Kirchenfeiertagen zu sehen. Sie wies auf den Flügeln Dreiergruppen von großfigurig gemalten Heiligen auf. Wie die Predella und das Gesprenge ist auch der Mittelschrein des Aufsatzes verloren. Die Forschung nimmt an, dass sich dort eine Skulptur der Muttergottes mit dem Jesuskind befand, flankiert von Heiligenfiguren.

    Bewusst versetzte Bartholomäus Zeitblom in der Ölbergszene das biblische Jerusa-lem ins damalige Hier und Jetzt, indem er im Hintergrund die Stadt Ulm darstellte, eindeutig am Ulmer Münster zu erkennen. Ein Gegenwartsbezug, so erklärt Muse-umskuratorin Dr. Eva Leistenschneider, der besagt: Christi¬ Erlösungswerk wirkt fort.

    Ein nicht minder beeindruckendes Anschauungsobjekt ist die maßstabsgetreue Rekonstruktion des Flügelaltars im Lichthof des Museums. Im geöffneten Zustand erreichten alleine die Flügel eine errechnete Höhe von gut 2,60 Metern und eine Breite von 5,80 Metern.

    Bereits in der Reformationszeit kam das spätgotische Meisterwerk zu Schaden. Zwischen 1591 und 1628 wurde der Flügelaltar abgebaut und in seine Einzelteile zerlegt. Das Säkularisationsjahr 1803 besiegelte sein Schicksal endgültig: Das Stift wurde aufgelöst und das Inventar der Wengenkirche verkauft. Zu diesem Zweck wurden die Einzelteile nochmals in handlichere Stücke zersägt. Ein Großteil der Tafelbilder ist dennoch erhalten und befindet sich in verschiedenen deutschen Museen und Kirchen von Lübeck bis Friedrichshafen sowie im irischen Dublin.

    Nach der Ausstellung kehren die Gemälde zu den Leihgebern zurück und sind in dieser Zusammenschau vorläufig nicht mehr zu sehen. Dann wird auch die Altar-Rekonstruktion eingelagert - es sei denn, es findet sich ein Interessent.

    "Jerusalem in Ulm", bis 12.7.2015, Museum Ulm, Markt- platz 9, 89073 Ulm, Tel. 0731 161-4307 Öffnungszeiten: Di-So und feiertags 11-17 Uhr, Do -20 Uhr. www.museum.ulm.de Der Katalog mit den Forschungsergebnissen ist empfehlenswert.

    Christiane Rossner

  • 01.06.2015

    Jugendfotowettbewerb gestartet

    In diesem Jahr ruft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wieder Kinder und Jugendliche dazu auf, ihren Blick für Denkmale zu schärfen und ganz besondere Perspektiven mit ihrer Kamera einzufangen - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Der Jugendfotowettbewerb "Fokus Denkmal" zum Tag des offenen Denkmals steht wie dieser unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie". Junge Fotografen bis zu 20 Jahren können beispielsweise historische Werkstätten, Mühlen, Arbeitersiedlun-gen und Fabrikanlagen in ihren Fokus rücken. Genauso passen Motive wie Lokomotiven, Schiffe und außerdem Zeugnisse traditioneller Handwerkstechniken.

    Einzelteilnehmer und Schulklassen sind gleichermaßen eingeladen, sich zu beteiligen. Die Gewinner erhalten Preisgelder bis zu 300 Euro. Einsendeschluss ist der 25.9.2015. Jeder Teilnehmer kann maximal drei Digitalfotos in hoher Auflösung (Bildgröße min. 1 MB) per E-Mail an denkmaltag@denkmalschutz.de oder auf CD per Post an die Stiftung senden: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Referat Tag des offenen Denkmals, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn. Infos und Ausschreibung unter www.fokus-denkmal.de, Tel. 0228 9091-443.

    Julia Ricker

  • 01.06.2015

    Wo man sich über Geldbußen freut

    Werden Angeklagte zu einer Geldauflage verurteilt, können die Richter und Staatsanwälte entscheiden, ob der Betrag an die Staatskasse oder an einen gemeinnützigen Verein gezahlt werden soll. Eine äußerst erfreuliche Entwicklung hat die Summe der Bußgelder aus Sicht der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Jahr 2014 genommen: 465.268 Euro wurden der Stiftung im letzten Jahr zugewiesen. Damit konnte sie dank der Zahlungen aus den mehr als 6.500 Geldauflagen seit 1991 insgesamt fast fünf Millionen Euro für die Erhaltung von Denkmalen einsetzen. Letztes Jahr wurden die meisten Zuwendungen von den Juristen für den "allgemeinen Topf" der Stiftung ausgesprochen, einige aber auch projektbezogen, so zum Beispiel für die Brehm-Gedenkstätte im thüringischen Renthendorf, für Schloss Ahlsdorf im brandenburgischen Schönewald, die Kapelle des Alten Gottesackers in Wangen im Allgäu und die Stadtkirche im niedersächsischen Bückeburg.

    Heute ist es eher unüblich, dass bei einer Urteilsverkündung mit hoher Geldstrafe die gesamte Summe einer einzelnen gemeinnützigen Organisation zugesprochen wird. Besonders positiv waren daher im Jahr 2014 einige hohe Beträge für die Stiftung im Rahmen von mehreren Wirtschaftsstrafverfahren - es zeugt von dem Vertrauen der zuweisenden Behörden in die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

    Fragen zu Bußgeldern und Geldauflagen sowie Förderprojekten in Ihrer Region beantwortet gern Annette Röhrig, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Tel. 0228 9091-255, bussgeld@denkmalschutz.d

    Beatrice Härig

  • 01.04.2015

    Förderprojekte 2015

    Die Parkwege von Schloss Clemenswerth im niedersächsischen Sögel, die Kapelle von Süderholz-Klevenow in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Ziegelei im brandenburgischen Glindow haben eines gemeinsam: In diesem Jahr werden sie mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) restauriert. Sie gehören zu rund 380 Denkmalen, die im Februar in das Förderprogramm für 2015 aufgenommen wurden. Vorgestellt wurden die bedürftigen Objekte der ehrenamtlich tätigen Wissenschaftlichen Kommission, die sich aus Experten der Bereiche Denkmalschutz, Kunst und Architektur zusammensetzt. Im Laufe des Jahres kann sich die Zahl der Förderprojekte entsprechend der Einnahmen noch erhöhen. Außerdem hält die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Mittel bereit, um Denkmale zu unterstützen, die unerwartet Hilfe benötigen.

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist stolz, dass sie für das kulturelle Erbe jährlich bis zu 22 Millionen Euro bereitstellen kann. Diese große Summe kommt auch dank Ihres Engagements, liebe Förderinnen und Förderer, zustande.

    Weitere Denkmale aus dem aktuellen Förderprogramm finden Sie auf unseren Internetseiten www.denkmalschutz.de/denkmale/aktuelle-projekte.html

    Julia Ricker

  • 01.04.2015

    Mit dem Erbe Kultur erhalten – Beratungstermine

    Was bleibt, wenn ich einmal nicht mehr bin? Wie kann ich mein Erbe sinnvoll und nachhaltig einsetzen? Wem der Erhalt der Kultur und der Denkmalschutz am Herzen liegen und wer über seinen Tod hinaus Gutes tun will, kann sich bei den Nachlass-Sprechstunden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz informieren, wie er diese Ziele mit seinem Testament verwirklichen kann.

    Neben der Spende gibt es auch viele andere Möglichkeiten. Sie können beispielsweise eine eigene Treuhandstiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz errichten. Oder Sie stocken das Stiftungskapital auf, indem Sie einen eigenen Namensfonds gründen. Sie können auch zu Themenfonds, wie zum Beispiel dem Dorfkirchenfonds, zustiften, oder auch direkt zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die verschiedenen Möglichkeiten lassen sich individuell kombinieren. Den Zustiftungsvarianten ist gemein, dass Ihr Geldbetrag erhalten bleibt, denn nach dem deutschen Stiftungsrecht darf das Kapital selbst nicht angetastet werden. So ist gewährleistet, dass Ihr Vermächtnis dauerhaft Denkmale rettet und erhält. Die Spende bietet den Vorteil, unmittelbar zu helfen. Mit den Nachlass-Sprechstunden unterstützen wir Sie dabei, Ihre optimale Lösung zu finden.

    Die nächsten Termine finden am 17. April in Stuttgart, am 10. Juni in Frankfurt am Main und am 6. August in Hamburg statt. Für die individuellen Beratungsgespräche ist eine vorherige Terminabsprache erforderlich, telefonisch bei Christiane Feulner unter 0228 9091-204 oder per E-Mail unter testamente@denkmalschutz.de. Die Broschüre zum Thema Testamente und Vermächtnisse "Auf die Zukunft bauen" ist kostenlos erhältlich. Weitere Fragen zu testamentarischen Verfügungen beantwortet Ihnen Dr. Steffen Skudelny gerne unter testamente@denkmalschutz.de.

    Stefanie Kellner

  • 01.04.2015

    Münzenbergmuseum wird in die Straße der Romanik aufgenommen

    Wer auf mittelalterlichen Spuren wandeln möchte, dem sei die Straße der Romanik empfohlen. Entlang einer Strecke von 1.000 Kilometern in Sachsen-Anhalt zeugen Dome, Burgen, Klöster und Kirchen von den Anfängen romanischer Kunst und Architektur bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts.

    Hierzu gehört jetzt auch offiziell das Münzenbergmuseum in Quedlinburg, das bedeutende Überreste der mittelalterlichen Klosterkirche St. Marien zugänglich macht. Eindrucksvoll zeigt es die heute noch erhaltenen Teile der frühen Architektur und präsentiert überdies Fundstücke aus der Zeit der Häusernutzung. Die vor kurzem erfolgte Restaurierung der Ostkrypta und die damit einhergehende Erweiterung des Museums gab den Anlass, es in die Straße der Romanik aufzunehmen. Die Bebauung des Münzenbergs mit seinen malerischen Fachwerkhäuschen entwickelte sich im 16. Jahrhundert auf den Grundmauern eines Benediktinerinnenklosters. Dieses wurde 986 von der ersten Äbtissin Mathilde zusammen mit ihrer Schwägerin, der Kaiserin Theophanu, zum Gedenken an den früh verstorbenen Bruder und Mann, Otto II., errichtet und gehört zu den wichtigen ottonischen Bauwerken der Stadt Quedlinburg.

    Zugänglich und sichtbar wurde die Klosterkirche St. Marien durch den Einsatz von Professor Siegfried Behrens, der in den letzten 20 Jahren die teilweise überbauten Kirchenfundamente durch Zukäufe, Tauschhandel und zähe Verhandlungen mit den Nachbarn wieder zusammenführte. Teile des Baus wurden in die Stiftung Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übertragen, die den Erhalt des Denkmals und den Aufbau des Museums unterstützt.

    Münzenbergmuseum, Münzenberg 4, 06484 Quedlinburg, Öffnungszeiten: Di, Mi, 10-12 und 14-18 Uhr, Do-Mo 11-17 (mit Führung)

    Stefanie Kellner

  • 01.04.2015

    Neue Plakatmotive zum 30. Geburtstag

    Pünktlich zum 30-jährigen Geburtstag haben wir für Sie eine neue Plakatserie erstellt. Insgesamt sechs neue Motive zeigen die große Vielfalt an historischen Zeugnissen, die in ganz Deutschland mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bewahrt werden konnten. Jedes der Motive hat eine spannende Geschichte, die Sie im Internet nachlesen können. Unter www.dieganzegeschichte.de erfahren Sie, was es mit dem Drachenbrunnen auf dem Drachenfels in Königswinter, dem Antriebsrad der Auslegerkräne der Sayner Hütte, einem Wasserspeier am Kirchturm des Ulmer Münsters, dem Trinkbrunnen im Sprudelhof von Bad Nauheim, einem Stuhl im Stolberger Schloss und der Glocke aus dem Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Wolfersdorf auf sich hat. Ihre Lieblingsmotive können Sie ab sofort bestellen: http://www.denkmalschutz.de/service/die-ganze-geschichte/bestellformular.html

    Julia Ricker

  • 01.04.2015

    Restplätze bei Monumente Reisen

    Kurzentschlossene haben in diesem Jahr noch die Möglichkeit, mit Monumente-Reisen Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kennenzulernen. Eine einmalige Gelegenheit, denn einige der Denkmale sind normalerweise nicht für Besucher geöffnet. Wenige freie Plätze sind noch an ausgewählten Terminen für die Reisen nach Mittel-Hessen, nach Görlitz, Zittau und Bautzen und zur Backsteingotik an der Ostseeküste zu vergeben. Einen kompakten Einblick in die Kunstgeschichte bieten die Stilkunde-Seminare in Bamberg, für die man sich ebenfalls noch anmelden kann.

    Eine Beschreibung der einzelnen Touren finden Sie in unter www.denkmalschutz.de/aktionen/monumente-reisen.html Interessenten wenden sich bitte an Bärbel Hensen vom Reiseland Reisebüro, die Sie gerne berät, Tel. 02224 9017496.

    Julia Ricker

  • 02.02.2015

    Ausgezeichnet! 20 Jahre „Bundespreis für das Handwerk in der Denkmalpflege“

    Es ist sein Lebenswerk. Vor 20 Jahren kaufte Thomas Stüwe das barocke Zaschendorfer Torhaus von der Treuhand und rettete es dadurch vor dem Abriss. Immer wenn Zeit ist, arbeitet der Zimmerermeister an dem Fachwerkgebäude, das selbst die Denkmalpflege wegen des katastrophalen Zustands schon aufgegeben und von der Denkmalliste gestrichen hatte. "Inzwischen habe ich das Torhaus aus der Zeit um 1780 von drei Seiten instand gesetzt; auch das Dachgeschoss ist fertig." Für seine hervorragende handwerkliche Leistung, seinen Mut und das große Engagement - Geld und Arbeitsstunden hat er nicht gezählt - zeichneten die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks Thomas Stüwe im November vergangenen Jahres mit einem der Bundespreise für Handwerk in der Denkmalpflege aus.

    Mit diesem Preis würdigen die beiden Institutionen seit 20 Jahren private Bauherren und Handwerker, die Herausragendes bei der Bewahrung von Baudenkmalen geleistet haben. Ohne deren Idealismus, Einsatz und Können sähe die Denkmallandschaft in Deutschland sehr viel ärmer aus. Seit den ersten Auszeichnungen 1994 ist die Qualität der eingereichten Arbeiten kontinuierlich gestiegen. "Das kann an der Werbung für die handwerkliche Qualität liegen, aber auch an der Bekanntheit des Preises", so urteilt Dr. Ursula Schirmer, Leiterin der Abteilung Bewusstseinsbildung in der DSD, die seit den Anfängen des Wettbewerbs als Jurymitglied dabei ist. 2014 durften sich Bewerber aus Hessen und Mecklenburg-Vorpommern über Auszeichnungen freuen, die ihnen im November vergangenen Jahres in Wiesbaden und Schwerin in Anwesenheit der Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Erwin Sellering verliehen wurden.

    In Hessen vergab die Jury zwei 1. Preise. Das Ehepaar Conradi wurde ausgezeichnet, weil es mit viel Geduld über Jahre hinweg die Hofreite von 1715 in Hünstetten (Taunus) restauriert hat. Bei einigen Entscheidungen stellten die Eheleute ihre eigenen Vorstellungen sogar hinten an, um das Denkmal soweit wie möglich zu erhalten und in seinen Originalzustand zurückzuversetzen. Ebenso einen 1. Preis bekamen Jutta Diegelmann und Robert Fischenich für die Sanierung der historistischen Villa Wegener in Fulda. Dank ihres großen Einsatzes erhielt dieses Baudenkmal der Gründerzeit wieder seine Nutzung als Wohngebäude zurück. An den Arbeiten war eine Vielzahl hochqualifizierter Handwerksbetriebe beteiligt, die bei der Suche nach den bestmöglichen Lösungen vorbildhaft zusammenarbeiteten. 2. Preise bekamen Bernhard und Jeannette Eschweiler für die Restaurierung des Bassenheimer Palais in Schmitten und Jürgen Kremer für die Wiederherstellung eines Fachwerkhauses in Limburg. Der 3. Preis ging an Wolfgang Wagner, der ein Ackerbürgerhaus in Hungen vor dem Verfall rettete, sowie an Felix und Sarah Naglik für die Instandsetzung des Hubert-Lütcke-Hauses von 1950/51 in Amöneburg.

    In Mecklenburg-Vorpommern konnten sich Sylke und Dr. Wolfram Klemm über einen 1. Preis freuen. Mit viel Einfühlungsvermögen haben sie das Gutshaus in Below behutsam erneuert. In Zusammenarbeit mit denkmalpflegerisch geschulten Handwerkern richteten sie dort ihren Wohnsitz, eine Naturheilpraxis und Ferienwohnungen ein. Weitere Auszeichnungen gingen an die BHL Budde Heinen Land KG für die Restaurierung der barocken Gutsanlage Falkenhagen und an Mariola Brandt für die Instandsetzung des Büro- und Wohnhauses in der Sankt-Georg-Straße in Rostock (2. Preise) sowie an Nina Hennig und Michael Schimek für die Wiederherstellung des Allgäuhauses von 1928/29 im Ostseebad Göhren auf Rügen (3. Preis). Neben Thomas Stüwe, dem Zimmerermeister aus Zaschendorf, erhielt noch Ulrich Bunnemann mit seiner Schelfbauhütte GmbH Co. KG einen Sonderpreis.

    Der Bundespreis für das Handwerk in der Denkmalpflege wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt. Je Land ist er mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Für 2015 können sich Eigentümer aus Sachsen-Anhalt und Bayern bewerben, die in den vergangenen acht Jahren ihre Denkmale von Handwerksbetrieben restaurieren ließen. Vorschläge für den Preis dürfen auch Handwerker, Nutzer, Architekten und Denkmalpfleger einreichen: Dr. Nicoline-Maria Bauers, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin, Tel. 030 20619-336, dr.bauers@zdh.de

    Amelie Seck

     

    Hessen:

    Eigentümer:

    Anja und Ralf Conradi
    Hohlstr. 3
    65510 Hünstetten

    Architekt:
    Architekturbüro
    Dipl.-Ing. Stephan Dreier
    Bergstr. 16
    65611 Brechen-Niederbrechen

    Handwerker:
    Dachdecker/Klempner:
    Alex Pfeiffer GmbH
    Neesbacher Str. 17
    65597 Hünfelden-Dauborn

    Stuckateur:
    REICHWEIN Stuckateure,
    Lehmbauer und Maler
    Frank Reichwein
    Am Steinkreuz 10
    65589 Hadamar

    Zimmerer:
    Hermann Birkenfeld
    Fachwerk und Lehm
    Bergstr.14
    65611 Brechen

    Tischler:
    Bau- und Möbeltischlerei
    Peter Conradi
    Langgasse 21
    65510 Hünstetten

    Bau- und Möbeltischlerei
    Oliver Mehl
    Vombachstr. 19
    65329 Hohenstein-Holzhausen

    Gerhard Jeck
    Baudenkmalpflege
    Ringstr. 27
    35789 Weilmünster

    Elektrotechniker:
    Elektroinstallation
    Thomas Lieber
    Zum Haingraben 5
    65510 Hünstetten

    Eigentümer:
    Jutta Diegelmann und
    Robert Fischenich
    Klosterweg 8
    36039 Fulda

    Architekt:
    Dipl.-Ing. Claus Diegelmann
    Rittergasse 2
    36037 Fulda

    Handwerker:
    Dachdecker/Zimmerer:
    Hans Diegelmann
    Bedachungen GmbH
    Habelbergstr. 9
    36043 Fulda

    Steinmetz:
    Hartmann & Sohn GmbH
    Natursteinarbeiten
    Turmstr. 123
    36093 Künzell-Bachrain

    Maler und Stuckateur:
    Heßler-Kraft GmbH & Co. KG
    Maler- , Putz und Denkmalpflege
    Memelstr. 3
    36110 Schlitz

    Stuckateur:
    Cosimo Notarangelo
    Stuck und Design
    Mittelroder Str. 19
    36041 Fulda

    Tischler:
    Michael Heep GmbH
    Handwerk & Denkmalpflege
    Am Sportplatz 14
    65599 Dornburg-Thalheim

    Kultur und Handwerk
    Werkstätten für Restaurierung
    Thom F. Hein
    Buchonienweg 10
    36093 Künzell

    Metallbauer:
    Vogel GmbH
    Schmiede und Metallwerkstätte
    Karl Winfried Vogel
    Fischerweg 2a
    36041 Fulda-Kämmerzell

    Parkettleger:
    Wiegand + Weß Parkett und Fußbodentechnik GmbH
    Karlheinz Weß
    Kohlhäuser Str. 67
    36043 Fulda

    Klempner:
    Sauer + Reinhard GmbH
    Heizung. Sanitär. Klempnertechnik
    Tanner Str. 41
    36145 Hofbieber/ Schwarzbach

    Heizung-Sanitär-Installation
    Erwin Müller
    Bergstr. 16
    36100 Petersberg

    Eigentümer:
    Jeanette und Bernhard Eschweiler
    Schlossstr. 1
    61389 Schmitten-Oberreifenberg

    Architekt:
    Dipl.-Ing. Claus Giel
    Odenwaldstr. 5
    64807 Dieburg

    Handwerker:
    Maler und Lackierer:
    Unger GmbH & Co. KG
    Kalterer Str. 25
    64646 Heppenheim

    Installateur/Heizungsbauer:
    Reichel & Steinmetz
    Kreuzweg 1
    61389 Schmitten

    Bodenleger:
    Oliver Luig
    Untere Neustr. 1
    65606 Villmar

    Elektrotechniker:
    Elektro-Datz GmbH Co. KG
    Usastr. 49
    61267 Neu-Anspach

    Eigentümer:
    Jürgen Kremer
    Hermesbachstr. 7
    65618 Selters

    Architekt:
    Architekturbüro
    Dipl.-Ing. Stephan Dreier
    Bergstr. 16
    65611 Brechen-Niederbrechen

    Handwerker:
    Dachdecker/Klempner:
    Bendel Bedachungs GmbH
    Inhaber Christoph Blank
    Brunnenstr. 7
    65551 Limburg-Lindenholzhausen

    Zimmerer:
    Hermann Birkenfeld
    Fachwerk und Lehm
    Bergstr. 14
    65611 Brechen

    Holzbau Müller GmbH & Co KG
    Baudenkmalpflege
    Inhaber Gero Müller
    Alte Selterser Str. 9
    65597 Hünfelden-Dauborn

    Tischler:
    Tischlerei Jürgen Kremer
    Brotweg 3
    65606 Villmar

    Maler und Lackierer/ Stuckateur:
    Paul Werner Baudekoration
    Inh. Markus Werner
    Struther Weg
    65606 Villmar

    Glaser:
    Glas-Kunst-Glaserei
    Hans-Jürgen König
    Holzbachstr. 21
    56477 Rennerod

    Eigentümer:
    Wolfgang Wagner
    Unterdorfstr. 3
    63667 Unter-Widdersheim

    Architekt:
    Dipl.-Ing. Axel Adelmann
    Behringstr. 1
    35410 Hungen

    Handwerker:
    Lehmbau:
    Malessa-Holzwerk
    Friedensstr. 23
    35325 Mücke

    Zimmerer:
    Nils Christian Querl
    Wood & Art
    Hellengartenweg 3
    35321 Laubach-Wetterfeld

    Zimmerei Adelmann & Co. GmbH
    Behringstr. 1
    35410 Hungen

    Eigentümer:
    Sarah und Felix Naglik
    An der Winneburg 1
    35287 Amöneburg

    Handwerker:
    Tischler:
    Inovitas Denkmalpflege GmbH
    Inhaber Jürgen Rüdger
    In der Bäch 14b
    63688 Gedern

    Mosler & Münchow GmbH
    Dreimannsgasse 2
    65589 Hadamar-Oberzeuzheim

    Eigentümer:
    Wilhelm Schmidt
    Wetzlarer Str. 15
    35641 Schöffengrund

    Zimmerer:
    Pfeiffer Holzbau GmbH
    Hartmut Pfeiffer
    Willersdorfer Str. 8
    35274 Kirchhain-Emsdorf

    Eigentümer:
    Ilona und Boris Schroer
    Gartenstr. 2
    64521 Gross-Gerau

    Stuckateur:
    Steuernagel & Lampert GmbH & Co. KG
    Jahnstr. 44
    64401 Groß Bieberau

    Eigentümer:
    Dipl.-Ing. Marco Herdina
    Lezouxer Str. 36B
    34393 Grebenstein

    Stuckateur:
    Putz-Stuck-Lehmbau Siebert
    Jochen Siebert
    Oberstr. 68
    34471 Volkmarsen

    Eigentümer:
    Renate Schneider
    Erlenweg 16
    26355 Grebenhain-Hochwaldhausen

    Zimmerer:
    Knöss, Restaurierungen in der Denkmalpflege
    Jürgen Knöss
    Im Haigen 18
    36355 Grebenhain

    Maler und Lackierer:
    Malerbetrieb Günter Lange
    Holzburger Str. 2
    34637 Schrecksbach

    Eigentümer:
    Gustav Trinkaus
    Seltersweg 50
    35390 Gießen

    Steinmetz:
    Damm Natursteine
    Untergasse 30
    35418 Buseck

    Mecklenburg Vorpommern:

    Eigentümer:

    Sylke Klemm und
    Dr. Wolfram Klemm
    Dorfstr. 17
    17209 Grabow-Below

    Architekt:
    Ingenieurbüro Gesell
    Dipl.-Ing. Stefan Gesell
    Haus 3/Ausbau
    17166 Rothenmoor

    Handwerker:
    Maurer:
    Maik Niclas und Marcel Niclas GbR
    Stubbendorf 27
    17159 Dargun

    Zimmerer:
    Zimmerei Balasai
    Meister und Restaurator im
    Zimmererhandwerk
    Silvio Krüger
    Alter Bahnhof Zirtow 1
    17252 Leussow

    Maler und Lackierer:
    Malereibetrieb Haug
    Henner Haug
    Kranichstr. 1
    17192 Waren (Müritz)
    OT Warenshof

    Tischler:
    Tischlerei André Behncke
    André Behncke
    Ernst-Thälmann-Str. 31
    19260 Vellahn

    Bodenleger:
    Holzwerkstätten Schmidt
    Carsten Schmidt
    Feldstr. 31
    18273 Güstrow

    Installateur und Heizungsbauer:
    Heizung- und Sanitärinstallation
    Reinhold und Reinhold GbR
    Lindenstr. 26
    17166 Großen Luckow

    Eigentümer:
    Mariola Brandt
    Eichholz 33
    18059 Papendorf

    Architekt:
    Architekturbüro André George
    August-Bebel-Str. 32e
    18055 Rostock

    Handwerker:
    Dachdecker:
    Hensel Dach Bau
    Inh. Doris Hensel
    August-Bebel-Str. 8
    18258 Schwaan

    Stuckateur:
    Entling GmbH
    Andreas Entling
    Nordring 15
    19073 Wittenförden

    Maler und Lackierer:
    Neumühler Bauhütte
    Vor dem Wittenburger Tor 6
    19057 Schwerin

    Tischler:
    Tischlerei Peter Braun
    Neu-Sommersdorf 21
    17111 Sommersdorf

    M-O-L Tischler und Bau GmbH
    Hof Nr. 2b
    18276 Bülower Burg

    Eigentümer:
    BHL Budde Heinen Land KG
    Dr. Julius Budde
    Falkenhagen 3
    18519 Sundhagen

    Architekt:
    Tangram Planwerkstatt GmbH
    Architektur- und Ingenieurbüro
    Steinbeckerstr. 21
    17489 Greifswald

    Handwerker:
    Maurer:
    Hochbau und Denkmalpflege GmbH
    Am Feldrain 19
    18437 Stralsund

    Zimmerer:
    Bau GmbH A. Langner
    Heinrich-Heine-Ring 78
    18345 Stralsund

    Tischler:
    Jörg Meier
    Albert-Schweitzer-Str. 25
    18442 Lüssow

    Tischlerei N. Knispel
    Dorfstr. 26
    17398 Kagendorf

    Raumausstatter:
    Raumausstatter Ohseloff
    Arnold-Gustavs-Str. 11
    17498 Neuenkirchen

    Ofen- und Luftheizungsbauer:
    Ofenbaufirma Jörg Dähn
    Hauptstr. 16
    24589 Eisendorf

    Eigentümer:
    Dr. Nina Hennig und
    Dr. Michael Schimek
    Uferstr. 16
    26135 Oldenburg i.O.

    Architekt:
    Architekturbüro Olaf Neugebauer+Partner
    Dipl.-Ing. Olaf Neugebauer
    Friedrichstr. 6
    18586 Ostseebad Göhren

    Handwerker:
    Zimmerer:
    Florian Werbke
    Blieschow 3b
    18586 Ostseebad Göhren

    Tischler:
    Bau und Möbeltischlerei
    Bertram Eder
    Elisenstr. 4
    18586 Ostseebad Göhren

    Elektrotechniker:
    Elektro Norbert Friedrich
    Fritz-von-Pressenthin-Straße 5
    18586 Ostseebad Göhren

    Eigentümer:
    Thomas Stüwe
    Dorfstr. 11
    19412 Zaschendorf

    Handwerker:
    Zimmerer:
    Restaurator im Zimmermanshandwerk
    Thomas Stüwe
    Dorfstr. 11
    19412 Zaschendorf

    Eigentümer:
    Sabine und Andreas Pieper
    Bahnhofstr. 41
    18299 Laage

    Handwerker:
    Maler:
    Malermeister Andreas Pieper
    Pinnower Str. 17
    18299 Laage

    Eigentümer:
    Martin Bischoff
    Weinbergstr. 3
    19061 Schwerin

    Handwerker:
    Stuckateur und Maurer:
    Neumühler Bauhütte GmbH
    Vor dem Wittenburger Tor 6
    19057 Schwerin

  • 01.02.2015

    Auszeichnung für „denkmal aktiv“-Projekt

    Es ist kein rühmliches Kapitel der Ortsgeschichte, das die elf Oberstufenschüler des Werdenfels-Gymnasiums mit ihrem Audio-Guide "Garmisch-Partenkirchen im Nationalsozialismus" aufgeschlagen haben. Umso mehr Anerkennung verdient die Wahl des unbequemen Themas für ein Seminar, das im Rahmen von "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule", dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, stattfand.

    Das Ergebnis der umfangreichen Recherchen ist beeindruckend, spannend und beklemmend zugleich. Mithilfe von Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks haben die Schüler es zu Gehör gebracht: An acht Stationen, darunter auch Stätten der Olympischen Winterspiele von 1936, wird die NS-Vergangenheit der oberbayerischen Stadt mit Hilfe von Sprechtexten, Dialogen, O-Tönen, Geräuschkulissen und Spielszenen vergegenwärtigt.

    Dafür wurden die Schüler 2014 mit dem Simon-Snopkowski-Preis bedacht, den die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition seit 2006 verleiht. Alle zwei Jahre zeichnet sie vorrangig Jugendliche aus, die sich mit der Erforschung jüdischer Geschichte in Bayern befassen. Das Werdenfels-Gymnasium durfte sich über den 1. Preis freuen.

    Die feierliche Preisverleihung fand in Anwesenheit des bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Ludwig Spaenle am 18. November im Kaisersaal der Münchner Residenz statt. Die Auszeichnung nahmen die Lehrerin Christine Riesenhuber als Leiterin des Projektes sowie Schüler der Geschichts-AG entgegen.

    Bettina Vaupel

  • 01.02.2015

    Banner und Plakate für unsere Förderprojekte

    Wir tun Gutes, und Sie reden darüber! In diesem Fall macht das die Stadt Nördlingen für uns. Zurzeit wird die Westfassade der Kirche St. Georg mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert. St. Georg ist einer der bedeutendsten spätgotischen Sakralbauten Süddeutschlands. Der 90 Meter hohe Westturm "Daniel" beherrscht das Zentrum der mittelalterlichen Altstadt. Im Zuge unserer Förderung stellte die Stadt Bauzaunflächen zur Verfügung, auf denen wir über die Arbeit der Stiftung in der Region informieren. Herzlichen Dank an alle, die sich dafür eingesetzt haben, dass unsere Stiftung in Nördlingen einen großen Auftritt hat! Wenn Sie als Nutznießer unserer Förderung ebenfalls Flächen für Informationen über unsere Arbeit freigeben möchten, würden wir uns sehr freuen. Anforderungen für Material wie Bauzaun- und Gerüstbanner oder Plakate nehmen wir gerne entgegen.

    Infos: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Brigitte Golchert, Tel. 0228 9091-224, brigitte.golchert@denkmalschutz.de.

    Christiane Schillig

  • 01.02.2015

    Berliner Denkmalpflegepreis geht an Mälzerei

    Sie ist eines der markantesten Industriedenkmale Berlins und hat nicht nur die Aufmerksamkeit des Architekturfachpublikums und der Stadtplaner sicher: Die ehemalige Schultheiss-Mälzerei in Berlin-Schöneberg macht schon lange Furore als Firmenstandort, Event Location und Vorreiter der immer größer werdenden Bewegung des "Urban Farming". Dabei geht es um die Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus der Stadt. Auf dem Gelände der Alten Mälzerei haben die Stadtfarmer einen ausgeklügelten Kreislauf errichtet: In einem ausgedienten Schiffscontainer werden Barsche gezüchtet. Das Abwasser wird zur Düngung von Gemüsepflanzen verwendet, so geklärt und gelangt dann wiederum zurück ins Barschbecken. Urban Farming und Denkmalpflege sind sich nicht fern: Beide sind nachhaltig im Umgang mit Ressourcen. Noch besser, wenn sich beides an einem Ort wie der Alten Mälzerei zusammenfügt. Sie wurde durch die originelle Nutzung vor dem Leerstand gerettet und zu neuem Leben erweckt, die Gebäude werden nach und nach energetisch saniert. Das würdigte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ausdrücklich, als sie am 10. Dezember 2014 die Ferdinand-von-Quast-Medaille an Frank Sippel, Geschäftsführer der IGG Malzfabrik mbH, verlieh: "In der Malzfabrik spielen nun moderne Kunst, Ökologie, Jugendarbeit und ein soziales Miteinander die Hauptrollen. Frank Sippel hat Berlin um einen wertvollen, lebendigen Denkmal-Ort bereichert." Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung der Mälzerei 2012 und 2013 mit 40.000 Euro.
    Neben Frank Sippel konnte Hans Timm, Gründer der Hans Timm Fensterbau GmbH & Co. KG, für seine Verdienste um die Berliner Holzkastenfenster die Auszeichnung entgegennehmen.

    Beatrice Härig

  • 01.02.2015

    Eine Kastanie für Liebermanns Garten

    Sie ist 15 Jahre alt, sieben Meter hoch und blüht weiß. Die Rosskastanie aus einer Baumschule im brandenburgischen Ketzin hat ein großes Erbe anzutreten: Seit November letzten Jahres füllt sie die Lücke, die die 120 Jahre alte Rosskastanie im Garten der Liebermann-Villa am Berliner Wannsee hinterlassen hat. Im Juni 2014 war der betagte Baum umgekippt - Pilzbefall und Baumfäule hatten ihm zu stark zugesetzt. Die Gartenanlage am Wohnhaus des Künstlers, der dort ab 1910 mit der Familie die Sommermonate verbrachte, gilt als ein wichtiges Denkmal. Nicht nur, weil der Maler die Blumen und Gehölzarrangements in seinen Kunstwerken festgehalten hat. Sondern auch, weil Liebermann sich gemeinsam mit seinem Freund und Gartenreformer Alfred Lichtwark, seines Zeichens Direktor der Hamburger Kunsthalle, intensiv der Gartengestaltung widmete.

    Daher war es der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e. V. als Träger des Museums Liebermann-Villa am Wannsee und der Gartendenkmalpflege ein großes Anliegen, dem adäquaten Ersatz alle Chancen auf guten Wuchs an derselben Stelle zwischen Terrasse und Heckengärten zu ermöglichen: Das vom Pilz kontaminierte Erdreich wurde ausgetauscht, die Grube mit Unterboden und Pflanzsubstrat gefüllt und eine nicht sichtbare Unterflurverankerung eingebracht, damit der zarte Baum an dieser für die Gartenkonzeption so wichtigen Stelle die nächsten drei Jahre bei Sturm gestützt wird. 15.000 Euro waren für diesen letzten Akt der nun vollendeten Restaurierung des Liebermann-Gartens nötig. Sie wurden durch Spenden finanziert, unter anderem durch eine Großspende aus dem Kulturgut-Baum-Fonds in der Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz betreut wird.

    Christiane Rossner

  • 01.01.2015

    Sensationsfund in Nörten-Hardenberg

    Nur 35 Zentimeter unter dem Asphalt stieß man letztes Jahr bei der Sanierung des Stiftsplatzes im niedersächsischen Nörten-Hardenberg auf Steine, die offenbar zu einer mittelalterlichen Kirche gehörten. Bei einer archäologischen Grabung wurden guterhaltene Reste einer auf die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts datierten Krypta freigelegt - ein Sensationsfund, der die Bedeutung des heute rund 8.100 zählenden Fleckens im Mittelalter belegt.

    Weil eine dauerhafte Präsentation der Grabung sowohl aus konservatorischen als auch aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, wurde die Krypta dokumentiert und denkmalgerecht verfüllt. "Weitere Anstrengungen", so Dr. Stefan Amt, Baudenkmalpfleger des Bistums Hildesheim, "werden sich jetzt auf die Finanzierung der wissenschaftlichen Auswertung und Publikation der gewonnenen Erkenntnisse zu diesem bisher völlig unbekannten Kirchengebäude konzentrieren."

    Carola Nathan

  • 01.12.2014

    20 Jahre Welterbe Quedlinburg

    Am 17. Dezember feiert Quedlinburg ein besonderes Jubiläum: Vor 20 Jahren erklärte die Unesco die historische Altstadt mit ihrem einmaligen Bestand an Fachwerkhäusern, mit der romanischen Stiftskirche St. Servatius und dem Schlossberg zur Welterbestätte.

    Auch für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist dies ein freudiger Anlass zurückzublicken. Schon bald nach der Wende fand sie mit der Harz-Stadt, die eines der größten und eindrucksvollsten Flächendenkmale Deutschlands besitzt, ihren Förderschwerpunkt in Sachsen-Anhalt.

    Für die Instandsetzung von über 120 Denkmalen - viele Kirchen, unzählige Wohnbauten, öffentliche Gebäude, Plätze und Parks - hat unsere Stiftung bislang 24,6 Millionen Euro zur Verfügung stellen können. Sie hat ein spezielles Fachwerkhausprogramm entwickelt und richtete hier 1999 ihre erste Jugendbauhütte ein. Außerdem hat sie mit der Übernahme und Sanierung des Palais Saalfeldt nicht nur ein wichtiges Denkmalensemble gerettet, sondern erfolgreich ein Tagungszentrum etabliert. Die Aufzählung der Projekte, die die Stiftung mit angestoßen und begleitet hat, ließe sich noch weiter fortsetzen - Quedlinburg kann sich als "Arbeitszeugnis" der DSD sehen lassen.

    Bei dem Festakt zum Jubiläumstag wird neben hochrangigen Vertretern von Bund und Land auch unser Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Illert sprechen.

    Bettina Vaupel

  • 01.12.2014

    Berliner Kant-Garagen werden nicht abgerissen

    Vor einem Jahr berichteten wir im Zuge des Artikels zur Architekturgeschichte der Parkhäuser über die gefährdeten Kant-Garagen im Berliner Stadtteil-Charlottenburg. Damals hatte der Eigentümer wegen des desolaten Zustands eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung des Baudenkmals aus dem Jahre 1930 als nicht mehr möglich gesehen und den Abriss beantragt.

    Der Ablehnung seitens des Denkmalamtes folgte ein Widerspruch des Eigentümers. Das Verfahren wurde ausgesetzt und eine Untersuchung durch Sachverständige sowohl von Eigentümer- als auch von Denkmalpflegeseite beauftragt.

    Das Gebäude gilt als einzigartiges Zeugnis der Automobilgeschichte, der Weimarer Moderne und des technischen Bauens im Stil der Neuen Sachlichkeit und ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke aus der Anfangszeit der Hochgaragen. Nun hat das Landesdenkmalamt Berlin dem Besitzer mitgeteilt, dass der Abriss "aus konservatorischen Gründen nicht gerechtfertigt" sei. Die Gutachter hätten zwar "erhebliche Mängel" gefunden, aber diese seien "heilbar". Grund zur Freude für alle Denkmalinteressierten, besonders aber für die "Initiative zur Rettung des Kantgaragen-Palastes". Die Experten- und Bürgergruppe hatte sich gegen den Abriss formiert, auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte die Kampagne. Für den 5. Dezember wird die Initiative nun eine erste Planungswerkstatt durchführen, um Vorschläge für eine sinnvolle neue Nutzung des Denkmals zu erarbeiten.

    1. Werkstatt Kantgarage, 5.12.2014, 16-20 Uhr, Internationales Begegnungszentrum Berlin IBZ-Berlin. Weitere Informationen unter www.ibz-berlin.de oder per Anfrage an Andreas.Barz@studentendorf.berlin 

    Beatrice Härig

  • 01.12.2014

    Klaviermusik und Architektur des 20. Jahrhunderts

    Klaviermusik der klassischen Moderne präsentiert der Pianist Stephan Kaller auf seiner neuen CD. Sie enthält unter anderem Live-Mitschnitte aus einem Benefizkonzert zugunsten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, das im Rahmen der letztjährigen Tagung im Augsburger "Kongress am Park" stattfand.

    Bei dem Architektur-Symposium "Bauen für die Massenkultur" ging es um die Stadt- und Kongresshallen aus den 1960er- und 1970er-Jahren.
    Passenderweise interpretiert Kaller Werke eben jener Zeit von Aram Chatschaturjan, Michael Tippett, Karl Erhard und Richard Heller. "Klaviermusik des 20. Jahrhunderts - Live" erscheint Ende November unter dem Label ISSA Klassik (16,90 Euro) und ist ab Mitte Dezember in allen Downloadportalen wie beispielsweise iTunes und Amazon erhältlich.

    Bettina Vaupel

  • 01.12.2014

    Online-Adventskalender mit Denkmal-Rätsel

    Genaues Hinschauen ist in diesem Jahr bei unserem Online-Adventskalender gefragt: Es gilt, Fehler in Denkmalen zu entdecken. Vom 1. bis zum 24. Dezember erwartet Sie hinter jedem virtuellen Türchen ein Bilderrätsel zu Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Machen Sie mit und gewinnen Sie einen unserer attraktiven gestifteten Preise, die täglich verlost werden! www.denkmalschutz.de

    Bettina Vaupel

  • 01.12.2014

    Stiftung stellt sich neu auf

    Die bald 30-jährige Geschichte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist eine Erfolgsgeschichte: Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 kontinuierlich gewachsen, konnte sie um zahlreiche Aufgabengebiete und Initiativen erweitert werden. Nun hat die größte private Einrichtung in der Denkmalpflege eine zeitgemäße Struktur erhalten, die ihre Weiterentwicklung auch für die Zukunft gewährleistet. Mit der am 15. September 2014 in Kraft getretenen neuen Satzung stellt sich unsere Stiftung den veränderten Ansprüchen an eine moderne Organisation, die transparent und effizient agiert.

    Ein neuer geschäftsführender Vorstand, dem die beiden bisherigen Geschäftsführer Stephan Hansen und Dr. Wolfgang Illert sowie Dr. Felix Breidenstein angehören, leitet fortan die Arbeit der bundesweit tätigen Stiftung. Als Kontrollgremium fungiert der neu gegründete ehrenamtliche Stiftungsrat mit neun Mitgliedern. Unter dem Vorsitz von Professor Dr. Jörg Haspel engagieren sich Andreas de Maizière (Stellvertretender Vorsitzender), Dr. Monika Bachtler, Benedikt Buhl, Gerhard Eichhorn, Professor Monika Harms, Professor Dr. Michael Krautzberger, S.K.H. Georg Friedrich Prinz von Preußen und Dr. Rosemarie Wilcken in der größten Bürgerbewegung für Denkmalschutz in Deutschland.

    Bettina Vaupel

  • 01.12.2014

    „denkmal aktiv“ – Bildung für nachhaltige Entwicklung

    Der Schutz von Kulturdenkmalen ist eine Aufgabe, die zwingend mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit verknüpft ist. Kinder und Jugendliche genau dafür zu sensibilisieren, ist das Ziel von "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule".

    Das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz war 2006/07 innerhalb der Weltdekade der Vereinten Nationen als offizielles Dekadeprojekt aus dem Bereich Denkmalpflege ausgezeichnet worden und durfte sich 2008 mit einer Ausstellung in Bonn an den Aktionstagen beteiligen. Die UN-Dekade hatte sich 2005-14 dem großen Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung", kurz BNE, gewidmet.

    Diese Bildungsoffensive, für die sich zahlreiche Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stark machen, möchte die Nachhaltigkeit als Leitbild in sämtlichen Bereichen der Bildung verankern. Mit einer nationalen Konferenz in Bonn, veranstaltet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Deutschen Unesco-Kommission, wurde die Dekade im September beendet.

    Zu der BNE-Abschlusskonferenz war "denkmal aktiv" ebenfalls eingeladen. Dies bot die Gelegenheit, gemeinsam mit rund 450 Teilnehmern aus Politik, Bildung und Wissenschaft auf die vergangenen zehn Jahre zurückzublicken und Ziele für die Zukunft zu formulieren.

    Bettina Vaupel

  • 01.02.2013

    Denkmalschutz im Koalitionsvertrag

    Als gesamtstaatliche Aufgabe wurde die Erhaltung von Denkmalen im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD im letzten Jahr bezeichnet. Konkret wurde festgelegt: Die Denkmalschutz-Sonderprogramme sowie das Programm "National wertvolle Kulturdenkmäler" werden fortgesetzt. Die Bundesregierung sichert zu, dass sie die "für die Baukultur und den Denkmalschutz bereitgestellten Mittel auf sachgerechtem Niveau fortführt". Die steuerliche Förderung von Baudenkmalen bleibt unangetastet.

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz begrüßt das weiterhin zugesagte Engagement des Bundes für die in Deutschland liegenden UNESCO-Welterbestätten, deren Koordinierungsstelle "personell verstetigt" werden soll.
    Ausdrücklich zugesagt wird zudem die Unterstützung der drei Bauhaus-Einrichtungen in Dessau, Weimar und Berlin bei der Gestaltung des Bauhaus-Jubiläums im Jahre 2019 durch den Bund.

    Überdies möchte sich die Regierung für ein "Europäisches Jahr für Denkmalschutz" einsetzen.
    Beatrice Härig

  • 28.02.2011

    Seminar: Ohne Schutz kein Denkmal

    Die Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz treuhänderisch verwaltet wird, wirbt auch in diesem Jahr wieder für ein zweitägiges Seminar zur Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks. Es findet vom 6. bis 8. Mai 2011 in der Europäischen Akademie in Waren an der Müritz statt. Das Thema des Seminars nimmt Bezug auf einem Artikel von Nikolaus Bernau, der am 13.9.2010 anlässlich des "Tags des offenen Denkmals" in der Berliner Zeitung veröffentlicht wurde und die Überschrift "Ohne Schutz kein Denkmal" trägt.

    Seminar mit Exkursionen "Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks - Bewahrung eines nationalen und europäischen Kulturerbes und Wirtschaftsfaktors". 6.-8.5.2011.

    Informationen und Anmeldung: Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e. V., Am Eldenholz 23, 17192 Waren (Müritz), Tel. 03991/15 37 11, org@europaeische-akademie-mv.de, www.europaeische-akademie-mv.de

  • 30.11.1999

Service zur Ausgabe
Funk und Fernsehen
  • Immer auf dem Laufenden

    Eine Auswahl von Sendeterminen der nächsten Wochen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Termine
  • Wo ist was los?

    Eine Auswahl von Ausstellungen, Tagungen und Seminaren finden Sie hier.

Nachrichten
  • Was gibt es Neues?

    Hier finden sie aktuelle Nachrichten rund um das Thema Denkmalschutz.

Leserbriefe
Deutsche Stiftung Denkmalschutz