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Ausgabe: Februar 2013

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Technik und Wissenschaft

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  • 01.04.2013

    Fotowettbewerb ausgeschrieben

    Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre können sich ab sofort am Jugendfotowettbewerb Fokus Denkmal - ausgerichtet von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - beteiligen.

    Wie der Tag des offenen Denkmals im September steht auch Fokus Denkmal in diesem Jahr unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?". Die Stiftung sucht Aufnahmen von Objekten, die jenseits des Klischees von gefälligen Kostbarkeiten liegen - denn Fragen zur Denkmalwürdigkeit und zum Umgang mit Leerstand, Umnutzung, Sanierung und Instandsetzung stellen sich früher oder später bei fast jedem historischen Gebäude.

    Fokus Denkmal ruft Jugendliche dazu auf, die Denkmale der eigenen Umgebung neu zu entdecken und im Bild festzuhalten - vom Nachkriegsbau über alte Fabriken bis zur archäologischen Ausgrabung.

    Fokus Denkmal richtet sich an Einzelteilnehmer und Schulklassen. Den Gewinnern winken Preisgelder bis 300 Euro. Zusätzlich werden die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs von der Stiftung als deutscher Beitrag zum internationalen Jugendfotowettbewerb "International Heritage Photographic Experience" (IHPE) unter der Schirmherrschaft des Europarats eingereicht.

    Bis zum 15. Mai 2013 können die Beiträge als Digitalfotos (max. 3 Fotos je Teilnehmer, Auflösung mindestens 2200 x 1600 Pixel) auf CD oder per E-Mail (denkmaltag@denkmalschutz.de) an die Stiftung gesandt werden: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Referat Tag des offenen Denkmals, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn, Infos und Ausschreibung zu Fokus Denkmal erhalten Sie bei Carolin Kolhoff, Tel. 0228/90 91-440.

    Christiane Schillig

  • 01.04.2013

    Grundton D-Konzerte

    Die Musikliebhaber unter den Denkmalfreunden können sich in diesem Jahr wieder auf Konzerterlebnisse in außergewöhnlichen Stätten freuen. Auch 2013 werden Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu Veranstaltungsorten der Benefiz-Konzertreihe Grundton D.
    Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird sie vom Deutschlandfunk in Zusammenarbeit mit unserer Stiftung für Baudenkmale in Not organisiert. Der Erlös der Benefiz-Konzerte fließt in die Restaurierung der Aufführungsorte. Wir möchten Sie schon jetzt auf zwei Konzerte im Mai und Anfang Juni aufmerksam machen: Im ehemaligen Sektionssaal des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf spielt Nicolas Altstaedt am 12. Mai um 18 Uhr Solo-Werke für Violoncello von Johann Sebastian Bach und Benjamin Britten.

    In der Ziegelei Oberkaufungen (Hessisches Ziegeleimuseum) findet am 1. Juni um 20 Uhr ein Konzert des Chanson-Duos Pigor & Eichhorn statt.

    Karten sind an den Abendkassen erhältlich. Reservierungen und Informationen: Deutschlandfunk, Abteilung Musik und Information, Simone Wien, Raderberggürtel 40, 50968 Köln, Tel. 0221/345-16 71, simone.wien@dradio.de

    Julia Ricker

  • 01.04.2013

    Schutz für Besucher, Kultur und Natur: Seminar der DenkmalAkademie zur Verkehrssicherheit in der Gartendenkmalpflege

    Auf einer idyllischen Wiese steht im Schlosspark von Oranienburg ein Baum, der wie eine Karikatur wirkt. Von der einst stolzen Eiche ist nach einem Radikalschnitt kaum etwas übriggeblieben. Drei Äste hat man ihr gelassen, an denen nur noch wenige Büschel mit Blättern hängen. Warum wohl, fragen sich die Besucher des Parks, hat man diese Eiche so verstümmelt?

    Eigentümer von historischen Gärten sind verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu wahren, den Besucher also beispielsweise vor herabfallenden Ästen zu schützen. Dies führt allerdings häufig zu einem erheblichen finanziellen Aufwand. Außerdem kann eine Reihe von Auflagen im Widerspruch zu denkmalpflegerischen Ansprüchen stehen, manche widersprechen sogar dem Naturschutz. Parkbesitzer befinden sich oft in der Zwickmühle, einerseits bildprägende Gestaltungen zu erhalten und andererseits Gefahren zu vermeiden.

    In dem Seminar der DenkmalAkademie "Verkehrssicherheit in der Gartendenkmalpflege" wird gezeigt, welche Maßnahmen zum Schutz der Besucher nötig und welche vertretbar sind. Holger Schulz von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Landschaftsarchitektin Anja Brückner und Torsten Volkmann, Gartendenkmalpfleger am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, geben eine theoretische Einführung in das Thema und stellen praktische Beispiele vor. Dabei stehen die Aspekte Baumpflege, Freiflächengestaltung, Gewässerschutz und der Umgang mit Parkarchitekturen im Vordergrund. Anschließend haben die Seminarteilnehmer Gelegenheit, bei einem Rundgang durch den Schlosspark von Steinhöfel, einem Projekt der Brandenburgischen Schlösser GmbH, typische Problembereiche und mögliche Lösungsansätze kennenzulernen. Soviel sei hier bereits verraten: Die Eiche in Oranienburg hätte auch nach den strengen Richtlinien der Gesetze ihre stolze Krone behalten können. Selbst wenn die abgesägten Äste vielleicht eines Tages abgebrochen wären, hätte niemand zu Schaden kommen müssen. Denn der Baum steht weit entfernt von allen Wegen durch den Park.

    Carola Nathan

    17. Mai 2013, 9 bis 17 Uhr, 15518 Steinhöfel. 120 Euro (Seminargebühr und Skripte). Seminarleitung Prof. Dr. Maria Nowosad, Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

    Anmeldung:
    DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gottfried-Kiesow-Platz 1, 02826 Görlitz, Tel. 03581/40 74-23, Fax -24, info@denkmalakademie.de. Das Seminar wird als Vorbereitung auf den Zertifikatsabschluss "Qualifizierung Denkmalpflege" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz anerkannt.

  • 01.04.2013

    Unbequeme Denkmale

    Das diesjährige Motto zum Tag des offenen Denkmals "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" wird schon jetzt mit Interesse von Initiativen und Vereinen aufgenommen, die dazu besondere Veranstaltungen vorbereiten. Der Opladener Geschichtsverein entwickelte neben seinem traditionellen Geschichtsfest eine Ausstellung, die "unbequeme Denkmale" in ¬Leverkusen, zu dem Opladen seit 1974 gehört, und den Partnerstädten Bracknell, Jülich, Ljubljana, Ratibor, Schwedt und Villeneuve d'Ascq zeigt.

    2004 hatte der Opladener Geschichtsverein zu seinem 25-jährigen Bestehen beschlossen, am Tag des offenen Denkmals ein Geschichtsfest rund um die Villa Römer zu veranstalten. Es war ein so großer Erfolg, dass es dieses Jahr zum zehnten Mal veranstaltet wird.

    Am 8. September 2013 führen Mitglieder des Opladener Geschichtsvereins und Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde in Leverkusen durch die Ausstellung und durch die Villa Römer, in der das Haus der Stadtgeschichte untergebracht ist. Dort wird unter anderem das Kriegerdenkmal in Alt-Rheindorf präsentiert. Dieses schwierige und oft beschädigte Standbild stellt einen deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs dar, der eine Handgranate in Richtung Frankreich wirft. Darüber hinaus werden Rundfahrten angeboten, die "unbequeme Denkmale" zum Ziel haben. Angefahren wird zum Beispiel das denkmalgeschützte Zuccalmaglio-Haus in Schlebusch, in dem Anton Wilhelm (1803-69) und Vinzenz Jakob (1806-76) von Zuccalmaglio aufwuchsen. Sie werden als die Brüder Grimm des Bergischen Lands bezeichnet, weil ihnen Sammlungen von Volksliedern aus der Region zu verdanken sind. Dennoch ist das Haus ein unbequemes Denkmal, weil dort seit einigen Jahren ein Spielkasino betrieben wird.

    Ein Besuch des Bayer-Kreuzes in Leverkusen steht ebenfalls auf dem Programm. Das 300 Tonnen schwere Firmenlogo des Bayer-Konzerns gilt als größte Leuchtreklame weltweit und wurde 1958 installiert. Gegen die geplante Demontage regte sich 2009 Widerstand, und der Konzern lenkte schließlich ein. Da das Bayer-Kreuz nicht unter Denkmalschutz steht, ist ein Abbau jedoch weiterhin möglich. Der Opladener Geschichtsverein freut sich auf viele Besucher, mit denen er in einen lebhaften Dialog über unbequeme Denkmale treten möchte.

    Informationen zum Opladener Geschichtsverein und über die geplanten Aktivitäten am 8. September 2013 unter www.ogv-leverkusen.de.

  • 30.01.2013

    Bernhard-Remmers-Preis 2012

    Als Auszeichnung für herausragende Leistungen in der handwerklichen Denkmalpflege wurde Ende November 2012 der Bernhard-Remmers-Preis zum siebten Mal auf der Messe "denkmal" in Leipzig verliehen. Gewürdigt für ihr richtungsweisendes Handeln wurde Elzbieta Lech-Gotthardt, Eigentümerin des Rademacherhauses, das im polnischen Zgorzelec steht und vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammt. Sie rettete das schadhafte Umgebindehaus vor dem Abriss, indem sie es aus dem Dorf Wigancice in den heute polnischen Teil der Stadt Görlitz translozieren und anschließend restaurieren ließ. Die Bauherrin initiierte das Projekt und arbeitete zusammen mit der polnischen Denkmalpflege. Neben Lech-Gotthardt wurden die an der Restaurierung beteiligten Handwerker ausgezeichnet.
    Fachwerkspezialist Prof. Dipl.-Ing. Manfred Gerner wies in seiner Laudatio darauf hin, dass in anderen Epochen Umgebindehäuser zur fahrenden Habe zählten und im Gegensatz zu den Immobilien, die - wie der Name sagt - unversetzbar sind, auf Bohlen transportiert wurden. Eine De- und Remontage von Fachwerkhäusern war bereits im Mittelalter üblich. Heute wird eine Translozierung nur dann von der Denkmalpflege gestattet, wenn sonst ein Abriss nicht verhindert werden kann.

    Die Bauweise der Umgebindehäuser vereint die Vorzüge der Fachwerk- und Blockhausbauweise miteinander und verbindet Regionen in Deutschland, Polen und Tschechien zu einer Kulturlandschaft. Insgesamt sind noch zirka 20.000 Umgebindehäuser in den drei Ländern erhalten. Das Thema wurde im Rahmen der Leipziger denkmal-Messe auf einem internationalen Kolloquium der Bernhard-Remmers-Akademie vertieft.

    Christiane Schillig

  • 30.01.2013

    Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

    In diesem Jahr wird der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege in Sachsen und Schleswig-Holstein vergeben. Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ausgelobt, ist die Prämierung in jedem Bundesland mit 15.000 Euro dotiert.

    Bewerben können sich private Denkmaleigentümer, die bei der Bewahrung ihres historischen Gebäudes in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben. Die beteiligten Handwerksbetriebe werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Zentralverband des Deutschen Handwerks möchten mit dem Preis die privaten Denkmaleigentümer zu qualitätvollen Restaurierungsarbeiten motivieren. Sie hoffen außerdem, dass Handwerker sich verstärkt an Fortbildungen für das Handwerk in der Denkmalpflege beteiligen.

    Bewerbungsunterlagen können beim Zentralverband des Deutschen Handwerks angefordert werden: Gerlinde Nitschke, Mohrenstraße 20-21, 10117 Berlin, Tel. 030/2 06 19-337, nitschke@zdh.de

    Julia Ricker

  • 30.01.2013

    denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule

    Mit einer Tagung in Berlin feierte denkmal aktiv, das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, im Dezember sein zehnjähriges Jubiläum. 2002 als Initiative mit 25 Schulen gestartet, hat sich denkmal aktiv inzwischen zu einem anerkannten und erfolgreichen Programm der kulturellen Bewusstseinsbildung von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Ein entsprechendes Interesse erfuhr die Berliner Tagung, die im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen methodische und pädagogische Konzepte zur Vermittlung von Denkmalthemen an Schülerinnen und Schüler erörterte. Der rege Austausch unter den rund 150 Teilnehmern zeigte, dass es für die nächsten Jahre im Rahmen von denkmal aktiv noch viele Themen geben und es an engagierten Lehrern, neugierigen Schülern sowie außerschulischen Partnern nicht mangeln wird.

    Der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist es ein wichtiges Anliegen, mit denkmal aktiv Kinder und Jugendliche für das kulturelle Erbe zu begeistern, ihnen den Wert von Baudenkmalen zu vermitteln und Möglichkeiten aufzuzeigen, sich für deren Erhalt einzusetzen. Für jeweils ein Jahr bietet denkmal aktiv den fachlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmen zur Erkundung und Erforschung des kulturellen Erbes. Bei der Finanzierung wird die Deutsche Stiftung Denkmalschutz durch verschiedene Kooperationspartner unterstützt. Die Schirmherrschaft liegt bei der Deutschen UNESCO-Kommission.

    Wenn Sie sich für denkmal aktiv interessieren, können Sie eine Broschüre anfordern: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Dr. Susanne Braun, Tel. 0228/90 91-450, susanne.braun@denkmalschutz.de

    Julia Ricker

  • 30.01.2013

    Gratulation für Europa Nostra und die Kunststätte Bossard

    Der Kunststätte Bossard bei Hamburg wurde 2012 der Europa-Nostra-Preis verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung für die Restaurierung der Malerei im Kunsttempel, an der sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt hatte. Der Tempelzyklus mit einzelnen Gemälden und vier großen Triptychen wurde von Johann Michael Bossard entworfen. Er schuf das Gesamtkunstwerk des Norddeutschen Backstein-Expressionismus in der Lüneburger Nordheide zwischen 1911 und 1950. Die Jury von Europa Nostra würdigte besonders die technisch gelungene Restaurierung der Paneele. Über die hohe Auszeichnung freuten sich die Betreiber der Kunststätte Bossard sehr. Der renommierte Preis des Denkmalschutz-Verbunds und der Europäischen Kommission rückt die im Wald gelegene Kunststätte, die bislang eher ein Geheimtipp war, stärker ins Licht der Öffentlichkeit. Besonders dieser Aspekt - die Besucherzahl zu erhöhen - war ausschlaggebend für Europa Nostra. 2013 feiert Europa Nostra ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu gratuliert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ganz herzlich.

    Bei Europa Nostra sind 250 sogenannte Nichtregierungsorganisationen und gemeinnützige Institutionen zusammengeschlossen, die rund fünf Millionen Mitglieder vertreten. Die untereinander vernetzten Fachkräfte und Freiwilligen setzen sich dafür ein, das europäische Kulturerbe für die heutige und für künftige Generationen zu bewahren. Sie legen - wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im nationalen Rahmen - auf europäischer Ebene dar, wie wichtig es ist, den Denkmalschutz-Gedanken an Schüler und Studenten zu vermitteln. Sie tragen nach außen, dass historisch geprägte Stadtbilder für das Wohlbefinden sorgen und einen Teil der Lebensqualität ausmachen. Sie betonen darüber hinaus, wie viele Arbeitsplätze die Denkmalpflege beispielsweise im qualifizierten Handwerk schafft.

    Europa Nostra hat seinen internationalen Sitz in Den Haag. Die deutsche Geschäftsstelle ist seit Anfang dieses Jahres beim Europäischen Burgeninstitut in Braubach angesiedelt. Als langjähriger Vorsitzender von Europa Nostra Deutschland steht Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn dem Netzwerk vor, zu dem auch die Deutsche Burgenvereinigung, der Bund Heimat und Umwelt und der Rheinische Verein für Denkmalschutz gehören.
    Präsident der Vereinigung ist seit 2010 der Tenor Plácido Domingo. Er nahm an der Verleihung des Europa Nostra Preises 2012 im Hieronymus-Kloster von Lissabon teil, ebenso wie Aníbal Cavaco Silva, Präsident von Portugal, Prinz Felipe und Prinzessin Letizia von Asturien sowie die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou.

    Als eines von 12 Mitgliedern des internationalen Vorstands engagiert sich aus Deutschland Professor Dr. Michael Krautzberger dafür, das kulturelle Erbe Europas zu schützen. Durch den Juristen, der gleichfalls im Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wirkt, sind beide Einrichtungen eng miteinander verbunden. Professor Krautzberger verleiht dem Anliegen unserer Stiftung eine Stimme in Brüssel, wo Europa Nostra Einfluss sowohl auf die Denkmalschutz- als auch auf die Klimaschutzpolitik nimmt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich auf weitere Jahre der fruchtbaren Zusammenarbeit!

    Christiane Schillig

  • 30.01.2013

    Sportliche Lösung für den Plöner Schlossgarten

    Inmitten der idyllischen Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz gelegen, kann Plön mit einem sehenswerten Schlossgebiet auftrumpfen. Am Prinzenhaus wird demnächst die Parksanierung fortgesetzt. Bei einer Informationsveranstaltung zur geplanten Umgestaltung übergab der Verein "Prinzenhaus zu Plön e. V." kürzlich einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

    Ab 1730 hatte Herzog Friedrich Carl von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön westlich des Plöner Schlosses einen weitläufigen Park anlegen lassen. In dessen Blickachse errichtete der Hofbaumeister Johann Gottfried Rosenberg 1745-51 das Große Gartenhaus. Seinen heutigen Namen Prinzenhaus verdankt das Rokokoschlösschen dem Umstand, dass die Söhne von Kaiser Wilhelm II. hier erzogen und unterrichtet wurden.

    Das Land Schleswig-Holstein übertrug das Lustschloss samt Garten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die es 2000-03 sanierte. Der von außen eher bescheidene Backsteinbau erstrahlt innen nun wieder als Rokoko-Juwel, die Gartenpartien in unmittelbarer Umgebung sind neu angelegt. Andere Bereiche des Schlossparks, der ab 1840 zum Landschaftsgarten umgestaltet worden war, harren noch der Verschönerung. Spätere Zutaten haben dem Charme der Anlage Abbruch getan. Dazu zählt vor allem der 1926 in die Hauptsichtachse gebaute Sportplatz, der vom Gymnasium Schloss Plön und den Sportvereinen genutzt wird.

    Im Zuge einer von Kreis und Stadt finanzierten Sportplatzsanierung sollen störende Elemente zurückgebaut werden. Zeitgleich zu diesen ab Juli 2013 laufenden Baumaßnahmen wird auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Parksanierung vorantreiben.

    Ziel ist, ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, bei dem Sportler und Spaziergänger gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

    Bettina Vaupel

  • 30.01.2013

    Tag des offenen Denkmals 2013

    "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" ist das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am 8. September. Ein besonders reizvolles Thema, denn es betrifft nicht nur viele historische Gebäude und Gattungen, sondern greift die zentralen Fragestellungen der Denkmalschützer und Denkmalpfleger auf: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem und warum? Gibt es überhaupt "bequeme" Denkmale? Der Denkmaltag lädt dazu ein, diese Fragen zu diskutieren und zu beantworten.

    Unser gebautes Erbe kann aus verschiedenen Gründen unbequem sein, zum Beispiel aufgrund der politischen und sozialen Umstände seiner Entstehung und seiner Nutzung. Man denke an Bunker- und Festungsanlangen, Kriegsgräberstätten, Konzentrations- und Arbeitslager der NS-Zeit, DDR-Wachtürme und Reste ehemaliger DDR-Grenzanlagen. Orte, an denen Menschen unterdrückt wurden, gekämpft und gelitten haben und sogar gestorben sind.
    Aus ganz anderen Gründen können Bauten der Nachkriegsmoderne verkannt sein. Etwa, weil ihre Nutzung für die Zukunft nicht geklärt ist oder in der Vergangenheit heftig diskutiert wurde. Unbequem können ebenso ländliche Wohnhäuser, Kirchen oder Industriearchitektur sein, die wegen des demografischen Wandels und der Abwanderung vom Land in die Stadt nicht mehr genutzt werden. Selbst archäologische Funde können unbequem sein, wenn sie sich unerwartet einstellen und so bedeutend sind, dass in laufenden Baumaßnahmen öffentlich über ihren Erhalt diskutiert werden muss. Von den Überraschungen bei so mancher Sanierung eines Baudenkmals ganz zu schweigen: Zum Beispiel, wenn bislang nicht bekannte Schäden oder kostbare Entdeckungen zutage kommen, die höhere Kosten bzw. Einschränkungen in der Umsetzung von baulichen Maßnahmen nach sich ziehen.
    Natürlich können sich auch wieder historische Stätten am Denkmaltag beteiligen, die nicht zum diesjährigen Motto passen.

    Der Tag des offenen Denkmals am 8. September 2013 wird in Saarbrücken bundesweit eröffnet. Alle Veranstalter können bis zum 31. Mai ihre Objekte anmelden oder Materialien bestellen. Eine schriftliche Anmeldung ist ebenfalls möglich. Kontakt und Informationen: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Carolin Kolhoff , Tel. 0228/90 91-440, denkmaltag@denkmalschutz.de

    Julia Ricker

  • 30.01.2013

    Tagesseminar in der Fachschule Gotha

    In Kooperation mit der Staatlichen Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr Gotha bietet die DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 8. Februar in der Aula und im Baustofflabor der Fachschule das Tagesseminar "Eigenschaften historischer Baustoffe: Bauholz" an. Die Veranstaltung wird als Vorbereitung auf den Zertifikatsabschluss "Qualifizierung Denkmalpflege" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz anerkannt und erfüllt die Kriterien der meisten Ingenieur- und Architektenkammern zum Erwerb von Fort- und Weiterbildungspunkten. Dozent des Seminars ist Dr.-Ing. Jürgen Liebezeit, Sachverständiger für Holz- und Bautenschutz, das Bautrocknungsgewerbe sowie für Beton und Stahlbeton.

    Der DenkmalAkademie steht das Labor der Fachschule Gotha zur Verfügung, so dass Holzfeuchte- und Bohrwiderstandsmessungen durchgeführt werden können. Außerdem werden Holzarten und -schädlinge sowie Biegefestigkeiten bestimmt.

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich über die Zusammenarbeit mit der 1994 gegründeten Fachschule Gotha. An dieser Einrichtung, die durch Zusammenlegung zweier Ingenieurschulen entstand, werden die Traditionen von über 200 Jahren Bauausbildung und 50 Jahren Ausbildung im Verkehrs- und Logistikbereich fortgesetzt. Für unsere Stiftung ist sie auch deshalb ein Gewinn, weil die gut ausgestatteten Werkräume den Seminarteilnehmern beste Bedingungen für die Fortbildung bieten. Die Zusammenarbeit der DenkmalAkademie mit der Fachschule Gotha ist eine von vielen. Auch der letzten Teil der Seminarreihe zu historischen Baustoffen mit dem Thema "Lehm" findet in Gotha (24. Febr. 2014) statt.

    Informationen: Seminarleiterin Professor Dr. Maria Nowosad, Tel. 0331/2 79 15-22, Anmeldungen per Fax 0331/2 79 15-94, per E-Mail an maria.nowosad@denkmalakademie.de oder schriftlich an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Breite Straße 9, 14467 Potsdam.

    Christiane Schillig

  • 30.01.2013

    Wieder Gästefahrten zum "Roten Sand"

    Vom Namen darf man sich nicht abschrecken lassen: Ab dem Frühjahr 2013 wird die "LEV TAIFUN" Überfahrten zum Leuchtturm "Roter Sand" in der Außenweser ermöglichen. Seegang sollten die Gäste, die sich zu dem Wahrzeichen in der Nordsee aufmachen, allerdings schon aushalten können. In den vergangenen zwei Jahren war kein Besucherverkehr möglich, da das geeignete Schiff fehlte. Der Museumsschlepper BMS "Goliath" musste außer Dienst gestellt werden.

    Die "LEV TAIFUN" kann dank ihres Krans und ihrer besonders guten Manövrierfähigkeit den rund zweieinhalbstündigen Transfer bewerkstelligen und wieder Leben in das vereinsamte Seezeichen bringen. Der "Rote Sand" war 1885 als erster Leuchtturm auf dem Meeres-boden verankert worden und befindet sich seit 1987 in der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das technische Denkmal lockt nicht nur Tagesausflügler. Auch Übernachtungsgäste dürfen auf hoher See dem einfachen, aber aussichtsreichen Leben frönen.

    Anmeldungen zu Tagesbesuchen oder Aufenthalten mit Übernachtungen (2-6 Tage), Mai bis September 2013: BIS Bremerhaven Touristik, Tel. 0471/94 64 61 00.

    Bettina Vaupel

  • 28.02.2011

    Seminar: Ohne Schutz kein Denkmal

    Die Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz treuhänderisch verwaltet wird, wirbt auch in diesem Jahr wieder für ein zweitägiges Seminar zur Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks. Es findet vom 6. bis 8. Mai 2011 in der Europäischen Akademie in Waren an der Müritz statt. Das Thema des Seminars nimmt Bezug auf einem Artikel von Nikolaus Bernau, der am 13.9.2010 anlässlich des "Tags des offenen Denkmals" in der Berliner Zeitung veröffentlicht wurde und die Überschrift "Ohne Schutz kein Denkmal" trägt.

    Seminar mit Exkursionen "Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks - Bewahrung eines nationalen und europäischen Kulturerbes und Wirtschaftsfaktors". 6.-8.5.2011.

    Informationen und Anmeldung: Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e. V., Am Eldenholz 23, 17192 Waren (Müritz), Tel. 03991/15 37 11, org@europaeische-akademie-mv.de, www.europaeische-akademie-mv.de

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