Monumente Online

Ausgabe: Dezember 2011

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Bürgerschaftliches Engagement

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Zugepackt!

Immer lauter und massiver melden sich in jüngster Zeit die Bürger zu Wort, wenn es darum geht, Abrisse von Denkmalen oder umwälzende Masterpläne in unseren Städten zu verhindern. Zahllose Bürger sind daran interessiert, ihre Denkmallandschaft zu schützen. Davon profitiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als "Bürgerinitiative". Sie kann sich glücklich schätzen, dass sich soviele Menschen mit ihrem gebauten Erbe identifizieren und bereit sind, auf die Straße zu gehen und zu protestieren sowie Spenden für die Restaurierung von Kirchen, Schlössern und technischen Bauten zusammenzutragen.

Spenden zu sammeln ist die eine dringend nötige Sache. Sich an der Rettung unserer Denkmale praktisch zu beteiligen, die andere. Ohne Eigenleistung von Denkmalbesitzern, die Arbeit gemeinnütziger Vereine, Gemeinden und Kommunalpolitikern, ohne das Know-how hochspezialisierter Handwerker und diplomierter Restauratoren - kurz: ohne zupackende Hände - könnte unsere Denkmallandschaft auf Dauer nicht bestehen. Diese Ausgabe der Monumente Online widmet sich daher all denjenigen, die "beim großen Projekt Denkmalschutz" mitmachen. Neben den hauptamtlich Tätigen sind es Ehrenamtliche, freiwillige Helfer und Kulturliebhaber, die selten namentlich gewürdigt werden, es aber verdienen, aus der Anonymität herauszutreten.

Ein Musterbeispiel für Engagement bietet die evangelisch-benediktinische Joseph-Bruderschaft. Sie erwarb 1999 das ruinöse Kloster Dambeck in der Altmark und gründete eine karitative Stiftung, um dort Hilfesuchenden Unterkunft und Halt zu gewähren. Noch sind die vier Brüder mit der Restaurierung beschäftigt. Oft bis tief in die Nacht wirken sie - unter ihnen ein gelernter Tischler und Restaurator - auf der Dauerbaustelle. Im Moment retten sie die Propstei vor dem Verfall - 2011 erstmals gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Auch der aus Sachsen stammende Nautiker Oliver Ernst und seine Partnerin Manja Landschreiber, Diplomingenieurin für Garten- und Landschaftsbau aus Brandenburg, legen bei der Sanierung ihres Hauses in der Lübecker Altstadt seit 2005 selbst Hand an. Der zum Familien-Domizil umgebaute Kaiserturm gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und fordert die ganze Kraft der Eigentümer. Ihr Wirken wird gleichfalls von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.

Ohne den Einsatz der Besitzerin Ursula Albers und des 2003 gegründeten Fördervereins zum Erhalt der Oberahmer Peldemühle e.V. wäre es auch nicht gelungen, das technische Denkmal in "Frieslands schönstem Dorf" Neustadtgödens zu erhalten. Mit Hilfe von Fördergeldern und Spenden richtete der Verein, der inzwischen 140 Mitglieder zählt, die Mühle schrittweise wieder her. Lassen Sie sich von den Ideen und Taten der Menschen inspirieren!

Viel Vergnügen beim Durchklicken wünscht Ihnen
Die Monumente Online-Redaktion

Christiane Schillig

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