Monumente Online

Ausgabe: Oktober 2011

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Regionen im Wandel

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Der Blick der Denkmalpfleger richtet sich nach und nach auch auf Kulturlandschaften. Aber noch werden international erst wenige als schützenswert betrachtet. Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe der MONUMENTE Online Regionen vor, die sich zwar nicht mit dem UNESCO-Welterbetitel schmücken können, die aber gleichfalls Aufmerksamkeit verdient haben.

Allen voran der Rheingau, der sich auf rund 35 Kilometern zwischen Rüdesheim und Wiesbaden am rechten Rheinufer erstreckt. Schon die Römer schätzten die fruchtbaren Böden dieser sonnenverwöhnten Gegend, die heute vor allem für den Anbau edler Rieslingweine bekannt ist. Doch diese jahrhundertealte Kulturlandschaft hat mehr zu bieten: Benediktiner- und Zisterziensermönche gründeten dort Klöster, die zu prächtigen Anlagen ausgebaut wurden.

Eine weitere Kulturlandschaft, die wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen, ist die Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Die Weichseleiszeit hinterließ hier zahlreiche Seen, die diesen dünnbesiedelten Landkreis zu einer beliebten Ferienregion machten. Zu DDR-Zeiten waren die meisten Uckermärker in der Landwirtschaft beschäftigt. Nach der Wiedervereinigung sind durch die Schließung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und weiterer Betriebe viele Arbeitsplätze weggebrochen, so dass vor allem junge Frauen die Uckermark auf der Suche nach Ausbildungsplätzen verließen. Wir haben mit Menschen gesprochen, die sich in die atemberaubende Natur dieser Region verliebten und sich bewusst dort angesiedelt haben.

Kulturlandschaften sind durch Menschenhand geformt. Wie Regenten ihre Königreiche prägten, zeigen wir exemplarisch an Wilhelm I. von Württemberg. Stuttgart verdankt ihm zahlreiche repräsentative Gebäude, er trieb den Ausbau des Kurortes Bad Cannstatt voran und schuf sich mit der Wilhelma einen ganz persönlichen Rückzugsort.

Doch auch die jeweiligen Lehnsherren hinterließen ihre Spuren wie die von Bismarcks in der Altmark. Mitten im Dreißigjährigen Krieg bauten sie sich in der Nähe von Stendal ihren Stammsitz, von dem sie 1945 vertrieben wurden. Wie der Enkel des letzten Besitzers die ländliche Idylle heute wiederbeleben möchte, erzählen wir in dem Beitrag "Das Schloss am See".

Viel Spaß beim Durchklicken wünscht Ihnen
die MONUMENTE Online Redaktion

Carola Nathan

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