Wer sich auf eine Reise durch das Land Brandenburg begibt, stößt beinahe hinter jeder Biegung auf ein Herrenhaus oder ein Schloss. Es sind mehr als 500, und sie sind in den meisten Fällen von weitläufigen Parks und Gärten umgeben. Viele von ihnen befinden sich in einem baulich schlechten Zustand, die Eigentümer - Gemeinden, Kreise oder das Land - können jedoch eine Sanierung selten alleine schultern.
Um diese einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 1992 zusammen mit dem Land Brandenburg die Brandenburgische Schlösser GmbH gegründet. Aufgabe dieser gemeinnützigen Gesellschaft ist es, eine denkmalgerechte Sanierung der Schloss- und Parkanlagen voranzutreiben und nach der Sanierung die nachhaltige Nutzung zu organisieren, denn nur diese garantiert einen langfristig gesicherten Bestand des Kulturguts.
Die Brandenburgische Schlösser GmbH begleitete und finanzierte seit ihrer Gründung Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an 18 Schlössern und Herrenhäusern. In einigen Anlagen, wie in Reichenow, Fürstlich Drehna und Steinhöfel, konnten inzwischen Hotels eröffnet werden. Aus dem barocken Landsitz des Schriftstellers Hermann Sudermann in Blankensee wurde ein Tagungshaus, aus Schloss Reckahn ein Museum, das an das Wirken des Schulreformers Friedrich Eberhard von Rochow erinnert, und in Schloss Diedersdorf haben sich verschiedene Dienstleister langfristig eingemietet. Durch die Sanierung der Ensembles gelingt es außerdem, den Arbeitsmarkt in den strukturschwachen Regionen Brandenburgs zu stärken.
Auf den Internetseiten der Brandenburgischen Schlösser GmbH findet man Informationen über die Schlösser und Herrenhäuser, die bereits einer Nutzung zugeführt werden konnten, und über solche, die noch auf Pächter warten. Zahlreiche Bildergalerien vermitteln einen Eindruck von der hohen baukünstlerischen Qualität der einzelnen Objekte.
Carola Nathan



