Überseemuseum Bremen
Als "Welt unter einem Dach" verstand der Gründungsdirektor und Zoologe Hugo Schauinsland das 1896 eröffnete Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde - seit 1951 Überseemuseum - in Bremen. Die Sammlung des Hauses ging in großen Teilen aus der "Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung" hervor, die 1890 im Bürgerpark der Stadt gezeigt wurde. Andere Stücke trug der Direktor selbst bei seinen Reisen rund um den Globus zusammen. Sie veranschaulichen den Besuchern die Vielfalt der Naturräume, Lebenswelten und Handelsgüter auf der Erde. Das Museum sollte nicht ausschließlich der Wissenschaft, sondern vor allem der Volksbildung dienen. Für die Fülle an Ausstellungsobjekten wurde das klassizistische Gebäude schnell zu klein, weshalb es in den Jahren 1908 bis 1911 zwei Lichthöfe erhielt. Noch heute bewegt man sich durch die lichtdurchfluteten Räume wie auf einer dreidimensionalen Landkarte über die Kontinente. Der Museumsbau ist ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Auf den Internetseiten des Bremer Überseemuseums kann man eine virtuelle Tour durch alle Ausstellungsbereiche unternehmen. Anhand von übergeordneten Themen wie Handel, Kunst, Totenkult, Fauna und Flora erhält der Nutzer einen Einblick in die Charakteristika der einzelnen Kontinente. Er kann sich außerdem in die verschiedenen Museumsräume klicken, ausgewählte Exponate betrachten und weitergehende Informationen abrufen. Einen besonderen Service bietet die Rubrik "Ihr eigener Weg". Hier kann man sich einen Rundgang nach eigenen Vorlieben individuell zusammenstellen und auf einen Videoguide im Museum überspielen, um sich von diesem an Ort und Stelle zu den ausgewählten Punkten führen zu lassen.
Julia Ricker



