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Ausgabe: August 2008

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Architektur und Landschaft

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Meldungen

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  • 01.04.2012

    13. Jugendbauhütte eingeweiht

    Am 30. März wurde in Lübeck eine neue Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz offiziell eingeweiht. Ihre Arbeit in den Einsatzstellen haben die 22 Jugendlichen bereits im September 2011 aufgenommen. Sie absolvieren ihr freiwilliges Jahr bei Handwerkern, Restauratoren, Denkmalpflegern, Architekten oder Archäologen. Die 13. Jugendbauhütte wurde durch die großzügige Unterstützung der Lübecker Possehl-Stiftung ermöglicht, die fünf Jahre lang die notwendigen Mittel zur Verfügung stellt.

    Weitere Informationen: Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e. V., Silke Strauch, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn, Tel. 0228/90 91-160, jugendbauhuetten@denkmalschutz.de

    Das Spendenkonto der Jugendbauhütten: 305 555 505, Commerzbank AG Bonn, BLZ 380 400 07

    Carola Nathan

  • 01.04.2012

    7. Internationaler Kongress für Backsteinbaukunst

    In der Wismarer Georgenkirche findet am 6. und 7. September 2012 der 7. Internationale Kongress für Backsteinbaukunst statt. Es ist eine offene Veranstaltung der Hansestadt Wismar, zu der alle herzlich eingeladen sind, die sich für das Thema interessieren. Der diesjährige Schwerpunkt der Vorträge unter der Tagungsleitung von Gerhard Eichhorn, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, lautet: "Klosterformat und Klöster".

    Der Einstieg in den Kongress ist praktischer Natur: Am 6. September besteht vormittags die Gelegenheit, an der Kirche St. Marien selbst zu mauern. Nach der offiziellen Eröffnung wird es Vorträge über Klöster aus Backstein, die Klosterlandschaft Brandenburg, Klöster in und um Stralsund, Rostock und Wismar geben. Ein lettischer Referent wird über die Bauperioden des Rigaer Doms sprechen.

    Der zweite Tag des Kongresses widmet sich unter anderem dem sogenannten Klosterformat und den Zisterzienserklöstern und Bettelorden als Pionieren des Backsteinbaus in Polen. Im Anschluss an die Tagung können die Teilnehmer die Anlage Neukloster bei Wismar und die Klöster Rühn, Tempzin und Bad Doberan kennenlernen.

    Ansprechpartner: Andreas Nielsen, Tel. 03841/2 51 90 10, anielsen@wismar.de

    Christiane Schillig

  • 01.04.2012

    Auf den Spuren des Zaren - Seminare der DenkmalAkademie im Schloss Romrod

    Märchenhaft mutet es an, das Schloss Romrod im hessischen Vogelsbergkreis. Einst als staufische Wasserburg im 12. Jahrhundert errichtet, wurde es rund vierhundert Jahre später unter Einbeziehung mittelalterlicher Teile im Stil der Renaissance zum Jagdschloss umgebaut. Seine Besitzer, die Landgrafen und Großherzöge von Hessen, nutzten es als Amtssitz, Sommerresidenz und als Ausgangspunkt für die Jagd. Viele Angehörige des europäischen Hochadels, darunter Zar Nikolaus II., gingen hier ein und aus.
    Seit 1996 befindet sich das ehemalige Jagdschloss, das lange leergestanden hatte, im Besitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Sie ließ es denkmalgerecht restaurieren.

    Ein Hotelbetrieb im historischen Gemäuer bietet seit acht Jahren den Rahmen für stilvolle Übernachtungen, köstliches Essen, feierliche Bankette und romantische Hochzeitsfeiern. Die perfekt ausgestatteten Tagungsräume des Schlosses nutzt auch die DenkmalAkademie der DSD für ihre Veranstaltungen im Bereich Denkmalpflege. Dort bietet sie die Seminare des "Netzwerks Ländlicher Raum" an. Sie beschäftigen sich mit der belebenden Wirkung, die der Denkmalschutz gerade abseits der Touristenhochburgen haben kann. Die Fortbildungen mit praktischen Übungen finden an den Werkbänken in der translozierten Scheune Eichelsachsen statt, einem Fachwerkgebäude mit viel Originalsubstanz, das sich im Schlosspark befindet.

    Vom einmaligen Ambiente des Schlosses sind die Seminarteilnehmer begeistert. Um mehr über seine Vergangenheit zu erfahren, besuchen sie gern die Museumsscheune, in der Fundstücke aus archäologischen Grabungen im Schlosshof ausgestellt sind. Zusammen mit der neben der Museumsscheune gelegenen ehemaligen Synagoge hat Romrod ein eigenes "Museumsufer" erhalten.

    Daniela Heinemann

    Denkmalschutz und Kulturtourismus
    Fachwerk-Sanierung
    Seminar unter Leitung des Kunsthistorikers Karl-Eberhard Feußner
    18. Juni 2012, Romrod,
    Kosten: 100 Euro
    Der Kulturtourismus stellt eine immer wichtiger werdende Entwicklungsmöglichkeit für ländliche Regionen dar. Das Seminar informiert, welche Voraussetzungen Sehenswürdigkeiten und Denkmale für eine erfolgreiche Vermarktung mitbringen müssen.

    Fachwerksanierung - Seminar unter Leitung des Kunsthistorikers Karl-Eberhard Feußner
    7. bis 8. September 2012, Romrod
    Kosten: 140 Euro
    Die Konstruktionsprinzipien des Fachwerkbaus sowie die fachgerechte Pflege werden hier behandelt. Eigentümer von Fachwerkhäusern erhalten Grundkenntnisse über die verwendeten Baustoffe und ihre Eigenschaften, lernen Schäden zu erkennen, einzuschätzen und kleinere Mängel selbst zu beheben.

    Informationen und Anmeldungen zu diesen und anderen Seminaren:
    DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
    Bei der Peterskirche 5 a, 02826 Görlitz, Tel. 03581/40 74-23

  • 01.04.2012

    Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

    Private Bauherren aus Niedersachsen und dem Saarland, die in den letzten acht Jahren denkmalgeschützte Objekte von Handwerksbetrieben haben restaurieren lassen, können sich 2012 um den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege bewerben. Der mit 15.000 Euro pro Bundesland dotierte Preis wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ausgelobt. Die ausführenden Handwerker erhalten eine Urkunde.

    Die allgemeinen Vergaberichtlinien und Antragsformulare sind unter www.denkmalschutz.de/3847.html und bei den jeweiligen Handwerkskammern erhältlich. Vorschläge und Bewerbungen von privaten Bauherren, aber auch von Handwerksbetrieben, Architekten und Denkmalpflegern können bis zum 15. Juni 2012 eingereicht werden. Zentralverband des Deutschen Handwerks, Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin, Tel. 030/2 06 19-336, dr.bauers@zdh.de.

    Carola Nathan

  • 01.04.2012

    Bußgeld für Denkmale

    Ab 1830 entstand das brandenburgische Gutsdorf Wolfshagen nach den Vorstellungen des Grafen Hermann von Schwerin inmitten einer malerischen Parklandschaft. Heute gehören zu dem Denkmalensemble 38 Gebäude. Seit einigen Jahren werden sie mit großem Einsatz saniert. Auf Hilfe wartet aber noch der ehemalige Speicher des Gutshofs. Weil er lange Zeit leer stand, sind das Dach sowie die von hellen Bändern und einem Rundbogenfries geschmückte rote Ziegelfassade gravierend geschädigt. Dank zweckgebundener Bußgeldzuweisungen, mit denen der Speicher im vergangenen Jahr bedacht wurde, wird die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seine anstehende Restaurierung unterstützen können.

    Als gemeinnützige Organisation erhält die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Bußgelder und Geldauflagen, die ihr Gerichte, Staatsanwaltschaften und Finanzämter im Rahmen von Ermittlungs- und Strafverfahren zukommen lassen. Satzungsgemäß werden sie für die Sanierung von Kulturdenkmalen verwendet. Im vergangenen Jahr konnten beispielsweise die Martinskirche in Nottuln, die Dorfkirche im niedersächsischen Hölsede und die Mikwe in Mainz-Weisenau durch Zuweisungen aus Bußgeldern gefördert werden. Rund vier Millionen Euro aus etwa 5.400 Bußgeldfällen erreichten die Stiftung seit 1991.

    Mit dieser Art der Unterstützung kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wesentlich zur langfristigen Erhaltung unseres gebauten Erbes beitragen. Daher hofft sie auch in diesem Jahr wieder auf Denkmalfreunde in der Justiz und ist für Zuwendungen in jeder Höhe dankbar. Gerne beantwortet Ihre Fragen zu Bußgeldern und Geldauflagen sowie Förderprojekten in Ihrer Region: Annette Röhrig, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Tel. 0228/90 91-255, bussgeld@denkmalschutz.de

    Julia Ricker

  • 01.04.2012

    Dehio Westfalen neu bearbeitet

    "Ein Nachschlagewerk für die Arbeit am Schreibtisch und zugleich ein bequemes Reisehandbuch" hatte Georg Dehio im Blick, als er 1905 das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler ins Leben rief.

    Seiner Idee folgt auch die Neubearbeitung des Dehio-Handbuchs "Nordrhein-Westfalen II: Westfalen". Ganz in der Tradition des Gründungsvaters haben die Herausgeber einen fundierten Überblick über die westfälische Denkmallandschaft vorgelegt. Er stellt ein breites Spektrum unseres kulturellen Erbes an Kunst- und Baudenkmalen vor. Vollständig neu bearbeitet, ersetzt die umfangreiche Publikation den 1969 erschienenen Band "Westfalen".

    Dem gewandelten Denkmalverständnis entsprechend bezieht sie die Architektur und Ausstattung des späteren 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein und berücksichtigt Bauten der Nachkriegsmoderne, Bürgerhäuser, bäuerliche Privatbauten, Industriearchitektur sowie Gärten. Die Neubearbeitung wurde mit der Unterstützung der LWL-Kulturstiftung, des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz realisiert. Das Buch erscheint innerhalb einer Reihe, die alle Bundesländer umfasst und in Kürze durch eine überarbeitete Neuauflage des Bandes über die Kunstdenkmale in Brandenburg erweitert wird. Für diesen wurden etliche Baudenkmale ergänzt, insbesondere aus dem 20. Jahrhundert, sowie die Ergebnisse aus Forschungsprojekten und Restaurierungsmaßnahmen in zahlreichen Kirchen, Klöstern und Schlössern (u.a. Neuzelle, Chorin, Heiligengrabe, Ziesar, Bad Wilsnack, Frankfurt /Oder, Altdöbern).

    Dehio Nordrhein-Westfalen II - Westfalen. Hrsg: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und Institut für vergleichende Städtegeschichte. Deutscher Kunstverlag. Berlin/München 2011. 1.340 Seiten mit Plänen, Grundrissen, Künstlerverzeichnis, Glossar und Kartenteil. ISBN 978-3-422-03114-2, 59,70 Euro.

    Julia Ricker

  • 01.04.2012

    Glück für die Patres - Professor Dr. Klaus Trouet zum 80. Geburtstag

    Die Patres freuen sich darüber, dass in ihr Kloster 2013 wieder mehr Ruhe einkehren wird. Sie lieben Roggenburg zwar als Zentrum für kulturelle Veranstaltungen und für Jugend- und Sozialarbeit, aber die "Großbaustelle" auf dem Berg im Landkreis Neu-Ulm müssen sie glücklicherweise nicht dauerhaft ertragen. Seit 2009 wird die mehr als 250 Jahre alte barocke Anlage restauriert.

    Dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Brüder seit mehreren Jahren dabei unterstützt, den geforderten Eigenanteil an der Sanierung bestreiten zu können, ist besonders dem DSD-Vorstandsmitglied Professor Dr. Klaus Trouet zu verdanken. Er kennt die Roggenburger Patres und Pater Gilbert Kraus, den Provisor des Konvents, und ließ sich von deren Energie und Einfallsreichtum begeistern. Seine Überzeugung für das Projekt trug er in die Gremien unserer Stiftung und steckte die anderen mit seinem Wunsch zu helfen an.

    1982 waren 14 Brüder in das leerstehende ehemalige Prämonstratenserkloster gezogen, um es wiederzubeleben. Nun führen sie, auch während der Restaurierung, ihr Hotel und das Restaurant weiter, halten Gottesdienste ab, veranstalten Tagungen und Konzerte. Zur Anlage gehören ein Kräutergarten und ein Klosterladen.

    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dankt dem 1932 in Trier geborenen Klaus Trouet, der 1994 stellvertretender Vorsitzender der DSD wurde und seither im Vorstand tätig ist, von Herzen für sein Engagement und gratuliert ihm an dieser Stelle zum 80. Geburtstag! "Vergelt's Gott" würde man wohl in Bayern bei den Prämonstratensern sagen. Im Jahr 2008 wurde der heute in Kelkheim im Taunus Lebende mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, weil er erkannt hatte, wie notwendig Weiterbildung in der Denkmalpflege ist. Er setzte sich von Beginn an für die DenkmalAkademie ein und ist im Verein "Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e. V." Mitglied im Vorstand. Daneben fungiert der Jurist, der auch Physik und Mathematik studierte, für die Brandenburgische Schlösser GmbH als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.

    Dass das Barockkloster Roggenburg zu einem immer größeren Anziehungspunkt gerade für Eltern mit Kindern wird, dürfte den Familienmenschen Trouet, der selbst mit sieben Geschwistern aufwuchs und eine noch größere Zahl an Enkelkindern hat, mit Stolz erfüllen.

    Christiane Schillig

  • 01.04.2012

    Jugendfotowettbewerb gestartet

    2012 lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wieder Kinder und Jugendliche dazu ein, ihren Blick für historische Bauwerke zu schärfen und ganz besondere Perspektiven auf Denkmale mit ihrer Kamera einzufangen. Ob als Panorama- oder Detailaufnahme - den Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

    Noch bis zum 30. April können sich interessierte Hobbyfotografen im Alter bis zu 21 Jahren an dem bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgerufenen Wettbewerb "Fokus Denkmal" beteiligen. Im Mittelpunkt steht das Thema Holz, das auch Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals ist.

    Egal, ob das verträumte Bauernhaus, der stattliche Ratssitz oder die beeindruckende Mühle - nahezu alle historischen Bauten haben hölzerne Bestandteile: Von Konstruktionselementen wie Fachwerk oder Dachstühlen bis hin zur Innenausstattung mit Dielen und Mobiliar.

    Einzelteilnehmer und Schulklassen sind gleichermaßen dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Gewinner erhalten Preisgelder bis 300 Euro. Jeder Teilnehmer kann maximal drei Digitalfotos (Auflösung mind. 300 dpi bei 13 x 18 cm) auf CD an die Stiftung oder per E-Mail an denkmaltag@denkmalschutz.de schicken. Neben den Angaben zur Person (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum) sollten auch Hinweise zum Denkmal (Name, Ort, kurze Geschichte) zugesandt werden.

    Julia Ricker

  • 01.04.2012

    Touren zu Berliner Förderprojekten

    Viele Jahre hat die Gartenstadt Atlantic im Wedding ein Schattendasein geführt. Denn sie war während der Teilung Berlins an drei Seiten von der Sektorengrenze umgeben. Dabei gilt die 1925-28 errichtete Siedlung wegen ihrer hellen Wohnungen und den begrünten, großflächigen Innenhöfen bis heute als Inbegriff städtischer Reformarchitektur. Die Anlage wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Es schloss sich eine Sanierung an, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2004 und 2005 unterstützte. Somit erlangte die Gartenstadt Atlantic den Stellenwert im Bewusstsein der Bevölkerung zurück, der ihr zusteht. Mittlerweile nimmt man die Qualität der Bebauung wieder wahr.

    Davon kann man sich bei einer Stadterkundung mit den Kulturhistorikern Michael Bienert und Ralf Hoppe ein Bild machen, die der Verein StattReisen Berlin e. V., unterstützt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, unter dem Motto "Denkmal gerettet!" anbietet. Bei der etwa dreistündigen Tour werden weitere Förderprojekte der DSD mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren, darunter die Parochial- und die Herz-Jesu-Kirche, gründerzeitliche Wohnhäuser am Prenzlauer Berg sowie das Nicolaihaus.
    "Denkmal gerettet!", 29. Apr., 13. Mai, 24. Juni, 26. Aug., 23. Sept., Treffpunkt jeweils 14 Uhr am U-Bahnhof Gesundbrunnen, Eingang Behm-/Ecke Badstraße. 11,50 Euro, 8,50 Euro ermäßigt. Weitere Informationen, auch über Gruppenführungen zu anderen Förderprojekten der DSD, unter Tel. 030/4 55 30 28.

    Carola Nathan

  • 01.02.2012

    100 Jahre Filmgeschichte - Die Babelsberger Studios feiern Geburtstag

    Die Berliner Feuerpolizei ist erleichtert, als die Deutsche Bioskop-Gesellschaft Ende des Jahres 1911 vor die Tore der Hauptstadt zieht. Denn leicht entflammbares Filmmaterial, Kulissen aus Holz und Pappe sowie heiße Scheinwerfer setzen die Berliner Dachateliers allzu häufig in Brand. Das verkehrsgünstig gelegene Heidefeld am Rande der Babelsberger Villenkolonie bietet dem Stummfilmhersteller dagegen eine ausreichende Freifläche. Hier mietet er das leerstehende Gebäude einer ehemaligen Kunstblumenfabrik an, das noch im selben Jahr um ein Filmatelier aus Glas für Tageslichtaufnahmen erweitert wird. Am 12. Februar 1912 beginnt mit den Dreharbeiten zum Stummfilm "Der Totentanz" die Produktion.

    In diesem Monat kann das Babelsberger Studio also auf 100 Jahre Filmgeschichte zurückblicken. Eine bewegte Ära, die eng mit politischen und gesellschaftlichen Veränderungen verwoben ist.

    Mit der Filmproduktion setzt in Babelsberg die Zeit der großen Regisseure ein. Einer der ersten ist Fritz Lang, der 1925/26 den Klassiker "Metropolis" dreht. Gleichzeitig expandiert das inzwischen von der Universum-Film AG (UFA) übernommene Produktionsgelände zur Filmstadt. Neben Außenkulissen entsteht die Stumme Halle, heute Marlene-Dietrich-Halle, das damals größte Kunstlichtatelier Europas. Als "Wunder von Babelsberg" feiert die Presse 1929 das erste Atelier, in dem Tonfilme produziert werden, die ein neues Kapitel in der deutschen Filmgeschichte einleiten. Beide Aufnahmegebäude zeugen noch immer von der langen Schaffensphase.

    Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, wird die UFA verstaatlicht. Jüdische Mitarbeiter werden entlassen, und zahlreiche Filmemacher und Stars verlassen das Land, um ihr Glück in Hollywood zu suchen.

    Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg setzt der Neuanfang ein. 1946 wird während des Drehs zum Film "Die Mörder sind unter uns" mit Hildegard Knef die Deutsche Film AG (DEFA) gegründet, die in der DDR als Staatsbetrieb weiter produziert und nach der Wende privatisiert wird. Nun entstehen wieder Großproduktionen. In jüngster Zeit zieht Babelsberg auch internationale Filmschaffende an. Fasziniert von Drehorten in der Umgebung und im nahen Berlin können sie hier aus einem enormen Kostüm- und Requisitenfundus schöpfen.

    Julia Ricker

    Zum 100. Geburtstag der Babelsberger Filmstudios zeigt das Berliner Filmmuseum bis zum 29. April 2012 die Ausstellungen "Paris - Babelsberg - Hollywood, 1910 bis 1939" und "Berlin - Babelsberg, heute". Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin. www.deutsche-kinemathek.de

    Das Filmmuseum in Potsdam präsentiert die neue ständige Ausstellung "Traumfabrik - 100 Jahre Film in Babelsberg". Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1A/Marstall, 14467 Potsdam. www.filmmuseum-potsdam.de

    Die historischen Ateliers können, sofern es laufende Filmproduktionen zulassen, im Rahmen einer Studiotour besichtigt werden. Info: 0331/7 21 21 31. www.studiobabelsberg.com

  • 01.02.2012

    DAI-Literaturpreis für Ira Mazzoni

    Seit nunmehr 40 Jahren wird der Literaturpreis des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e. V. (DAI) im jährlichen Wechsel mit dem Preis für Baukultur verliehen. 2011 ging die Bronzeplakette an Ira Diana Mazzoni. Die Kunsthistorikerin und Architekturkritikerin ist bekannt durch ihre fundiert zugespitzten Artikel unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, in Fachzeitschriften sowie durch ihre Publikationen zur Kunst- und Gartengeschichte. Baukultur und Denkmalschutz liegen ihr besonders am Herzen: Seit vergangenem Jahr gehört sie der Wissenschaftlichen Kommission der Deutsche Stiftung Denkmalschutz an.
    In seiner Laudatio betonte der Architekturhistoriker Professor Dr. Wolfgang Pehnt, er wüsste kaum eine Autorin, die als Wächterin der alten Bauten "aufmerksamer, ehrfurchtsvoller ihres Amtes waltet, mutiger den hurtigen Rekonstrukteuren und Verschlimmbesserern entgegentritt, phantasievoller auf erhaltende Lösungen und erhaltene Spuren dringt als Ira Mazzoni".

    Bettina Vaupel

  • 01.02.2012

    Forschungspreis für den Freundeskreis Schloss Wiepersdorf

    Der Freundeskreis Schloss Wiepersdorf erhielt den Forschungspreis der Bettina von Arnim-Gesellschaft. Professor Dr. Hartwig Schultz, Vorsitzender des Freundeskreises und langjähriger Leiter der Brentano-Redaktion im Freien Deutschen Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum, nahm die Auszeichnung am 6. November im Rahmen eines Festaktes in der Humboldt-Bibliothek in Berlin-Tegel entgegen.

    Den Bettina-von-Arnim-Forschungspreis verleiht die Gesellschaft für die Verbreitung des Wissens über die Schriftstellerin der Romantik, die lange auf Schloss Wiepersdorf südlich von Berlin lebte. 2006 übernahm die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das damals in seiner Existenz bedrohte Künstlerhaus.

    Die Bettina-von-Arnim-Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Freunden der Bettina-von-Arnim-Oberschule in Berlin-Reinickendorf, gegründet 1985 als literarische Namensgesellschaft und Schulverein. Der Vorstandsvorsitzende ist Dr. Uwe Lemm. Sie verfolgt das Ziel, das Wissen und die Kenntnis über Leben und Wirken Bettina von Arnims (1785-1859) sowie ihrer Zeit zu vertiefen. Dazu erscheinen im Saint Albin Verlag in Berlin das Internationale Jahrbuch der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft sowie die Bettina von Arnim-Studien.

    Christiane Schillig

  • 01.02.2012

    Horst von Bassewitz zum 80. Geburtstag

    "Wenn ich den menschlichen Aspekt in allem, was die Deutsche Stiftung Denkmalschutz tut, nicht geahnt hätte, dann hätte ich mich überhaupt nicht zur Verfügung gestellt", bekannte Horst von Bassewitz 1995. Er sagte dies damals als Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission, die das Förderprogramm unserer Stiftung begutachtet. Bis heute ist er diesem aus Denkmalpflegern, Kunsthistorikern, Historikern und Architekten bestehenden Gremium, das 1992 eingerichtet wurde, treu geblieben.

    Horst von Bassewitz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Profil der Wissenschaftlichen Kommission in den letzten zwanzig Jahren weiterentwickelt hat. In den Anfangsjahren wählte sie zusammen mit dem Vorstand unserer Stiftung aus der Fülle der wertvollen Denkmale diejenigen aus, deren endgültiger Verfall nur durch eine sofortige Sicherung zu stoppen war. Mittlerweile muss die Kommission immer häufiger ihre Stimme gegen geplante Zerstörungen von Bauten des 20. Jahrhunderts, wie des Bahnhofs in Stuttgart oder des Landtags in Hannover, erheben.

    Horst von Bassewitz wird nicht müde, immer wieder den Abriss historischer Innenstadtquartiere durch gesichtslose Einkaufszentren anzuprangern. Wir gratulieren zum 80. Geburtstag und wünschen ihm, auch im Namen unserer Baukultur, weiterhin einen kritischen Blick und eine starke Stimme.

    Carola Nathan

  • 01.02.2012

    Internetseiten DenkmalDebatten

    Ob die Notwendigkeit, neue Nutzungskonzepte für leerstehende Sakralbauten zu finden, oder der Plan, anstelle der Beethovenhalle in Bonn ein neues Festspielhaus zu errichten - geht es um einschneidende Maßnahmen an unseren Baudenkmalen, dann schlagen in Politik und Gesellschaft oftmals die Wellen hoch. Wer in diesem Argumentationswirrwarr den Überblick behalten möchte, dem seien die Seiten "DenkmalDebatten" im Internetauftritt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz empfohlen. Sie geben einen informativen und lesestoffreichen Einblick in die Grundlagen der Denkmalpflege. Die Darstellung von Denkrichtungen, Schulen und unterschiedlichen Positionen, die auf historischen und aktuell geführten Debatten fußen, sollen das Verständnis für die denkmalpflegerische Praxis erleichtern.

    Anhand prominenter Beispiele wie der Ruine des Heidelberger Schlosses oder des Marktplatzes von Hildesheim wird außerdem ein Überblick über die Meinungsbildungsprozesse der Denkmalpflege gegeben. Wie sich die Kriterien weiterentwickelt haben, machen die Beiträge über einen angemessenen Umgang mit heute umstrittenen Denkmalen deutlich. Darüber hinaus werden entscheidende Vordenker aus der Denkmalpflege wie Georg Dehio oder Cornelius Gurlitt vorgestellt sowie wichtige bürgerschaftliche Initiativen skizziert, die den Denkmalschutzgedanken in der Gesellschaft verankern. All diese Informationen können dem Kulturinteressierten ein Rüstzeug an die Hand geben, um sich bei den aktuellen Kontroversen eine eigene Meinung zu bilden.

    Die DenkmalDebatten werden nach und nach um weitere Kontroversen, Protagonisten und historische Wendepunkte in der Denkmalpflege ergänzt. www.denkmalschutz.de/denkmaldebatten

    Julia Ricker

  • 01.02.2012

    Jetzt zum Tag des offenen Denkmals anmelden

    Mit dem Naturstoff Holz steht in diesem Jahr erstmals ein Bau- und Werkmaterial im Zentrum des Tags des offenen Denkmals. Ein vielseitiges Motto, denn vom Fachwerk über den historischen Schiffsbau bis hin zu kostbaren Innenausstattungen, Musikinstrumenten oder komplizierten Dachstuhlkonstruktionen kommt es überall in Kunst und Architektur zum Einsatz. Auch aus der Perspektive der Bauforscher und Restauratoren ist Holz ein spannendes Thema, das sich über die Dendrochronologie genau datieren lässt und als organisches Material einer fachgerechten Behandlung bedarf.

    Als Koordinatorin des Tags des offenen Denkmals ruft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz alle Denkmaleigentümer, Kommunen, Vereine und Kirchen dazu auf, historische Bauwerke und archäologische Stätten am 9. September 2012 zu öffnen. Zum Schwerpunkt Holz lassen sich vermutlich unzählige Objekte finden, und selbst wenn Sie sich mit Ihrem Denkmal nicht im Motto wiederfinden, sind Sie herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Alle Veranstalter können bis zum 31. Mai ihre Objekte anmelden oder Materialien bestellen unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/mitmachen. Auch eine schriftliche Anmeldung ist möglich.

    Kontakt und Informationen: Carolin Kolhoff 0228/90 91-440, denkmaltag@denkmalschutz.de

    Julia Ricker

  • 01.02.2012

    Messeakademie 2012

    "Garten.Landschaft.Freiraum" heißt der diesjährige Messeakademie-Wettbewerb für Studierende der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Sie sind aufgerufen, Nutzungs- und Erhaltungsstrategien für sieben ausgewählte Objekte zu entwickeln. Mit ihren Entwürfen sollen sie versuchen, die Verbindung von Natur und Bauwerk aufrechtzuerhalten. "Bauwerk und Garten, Landschaft oder Freiraum gehören untrennbar zueinander und müssen als Einheit geschützt und gepflegt werden", erklärt die Projektbetreuerin Dipl.-Ing. Ina Malgut. Zur Auswahl stehen unter anderem folgende Objekte: die ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn in Sachsen-Anhalt, der Brückenkopf der Landesfestung in Torgau, der Schlossgarten Ebeleben in Thüringen und die ehemalige Heeresversuchsanstalt Gut Kummersdorf in Brandenburg. Damit sich die Teilnehmer mit den Objekten vertraut machen können, bieten die Veranstalter Ende April Exkursionen an. Interessenten müssen sich bis zum 20. April verbindlich bei Ina Malgut per E-Mail anmelden (i.a.malgut@¬t-online.de). Im Rahmen der denkmal 2012 findet die sogenannte Messeakademie zum siebten Mal statt; hier werden die zehn besten Entwürfe ausgestellt und in einer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz herausgegebenen Dokumentation publiziert.

    Die Messeakademie wird von der Leipziger Messe in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V. Rittergut Trebsen und den Landesämtern für Denkmalpflege in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sowie der DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement veranstaltet. Die Sieger erwarten Preisgelder im Gesamtwert von 1.500 Euro. Ansprechpartner: Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V., Rittergut Trebsen, Dipl.-Ing. Ina Malgut, Thomas-Müntzer-Gasse 4c, 04687 Trebsen, Tel. 034383/9 23 13, bildungszentrum@schloss-trebsen.de. Weitere Informationen zur Anmeldung, zu den Objekten und der Jury unter www.denkmal-leipzig.de/messeakademie

    Christiane Schillig

  • 01.02.2012

    Preise für Denkmalschutz im Wohnungsbau vergeben

    Altbauten verleihen unseren Städten und Dörfern ihren Charakter. Sie stehen für Lebensqualität, ihre Erhaltung ist ressourcenschonend und schafft Arbeitsplätze im qualifizierten Handwerk. Innovative Sanierungs- und Modernisierungsprojekte wurden daher im Rahmen der Verleihung der Deutschen Bauherrenpreise im Januar mit dem Sonderpreis Denkmalschutz im Wohnungsbau prämiert. Die Auszeichnung soll deutlich machen, dass die Bewahrung historischer Gebäude positive Impulse für Städte und Kulturlandschaften auslöst. Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gestiftet, ging der durch Vorstandsmitglied Gerhard Eichhorn ausgehändigte Sonderpreis an zwei Wohnsiedlungen. Im brandenburgischen Wildau wurde die gründerzeitliche Schwartzkopff-Siedlung modernisiert. Den Mietern der frei und öffentlich geförderten Wohnungen stehen auch die Gärten zur Verfügung, die zum ursprünglichen Bild der Anlage beitragen. In Köln-Riehl überzeugte die Jury unter anderem der Umgang mit den kleinteiligen Fassadenstrukturen der Naumannsiedlung aus den Jahren 1927-29. Jahrelang baulich vernachlässigt, wird sie jetzt denkmalgerecht erneuert.

    An der Auslobung der im Rahmen der DEUBAU in Essen vergebenen Bauherrenpreise beteiligten sich neben dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen der Bund Deutscher Architekten und der Deutsche Städtetag in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Landschafts-Architekten. Am Rande der Verleihung fand ein Symposium zum Thema Denkmalschutz und nachhaltige Modernisierung im Wohnungsbau statt. Anhand von Beispielen aus dem In- und Ausland zeigten die Referenten insbesondere, wie Denkmalschutz und Klimaschutz in Einklang gebracht werden können, so auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Prof. Dr . Michael Krautzberger.

    Julia Ricker

  • 28.02.2011

    Seminar: Ohne Schutz kein Denkmal

    Die Stiftung Herrenhäuser und Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz treuhänderisch verwaltet wird, wirbt auch in diesem Jahr wieder für ein zweitägiges Seminar zur Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks. Es findet vom 6. bis 8. Mai 2011 in der Europäischen Akademie in Waren an der Müritz statt. Das Thema des Seminars nimmt Bezug auf einem Artikel von Nikolaus Bernau, der am 13.9.2010 anlässlich des "Tags des offenen Denkmals" in der Berliner Zeitung veröffentlicht wurde und die Überschrift "Ohne Schutz kein Denkmal" trägt.

    Seminar mit Exkursionen "Erhaltung und Nutzung von Gutsanlagen, Herrenhäusern, Schlössern und Parks - Bewahrung eines nationalen und europäischen Kulturerbes und Wirtschaftsfaktors". 6.-8.5.2011.

    Informationen und Anmeldung: Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e. V., Am Eldenholz 23, 17192 Waren (Müritz), Tel. 03991/15 37 11, org@europaeische-akademie-mv.de, www.europaeische-akademie-mv.de

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