Es erstaunt immer wieder, wie viele unbekannte Kunstschätze es im Kultur- und Reiseland Deutschland noch zu entdecken gibt. Oftmals liegen die Kleinode nur wenige Kilometer von den ausgewiesenen Reiserouten entfernt. Manche werden gehegt und gepflegt, andere sind unbeachtet dem Verfall preisgegeben.
In dieser Ausgabe möchten wir Ihr Augenmerk auf einige dieser Kostbarkeiten lenken. So wartet im Kurpark von Hanau-Wilhelmsbad ein nicht mehr funktionstüchtiges Pferdekarussell aus dem 18. Jahrhundert auf seine Restaurierung. Die Dorfkirche von Azmannsdorf, das heute zu Erfurt gehört, besitzt eine bemerkenswert einheitliche Barockausstattung. Und 2007, im Jahr der heiligen Elisabeth, geriet eine kleine, gotische Kapelle in Creuzburg bei Eisenach wieder in den Blick der Öffentlichkeit, denn sie bewahrt eines der schönsten Zeugnisse der Elisabethverehrung.
Eine besondere Form der Marienverehrung in den katholischen Gegenden Deutschlands ist vielen ebenso unbekannt: die sogenannten Lourdesgrotten, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von Lourdespilgern zu Ehren der Mutter Gottes in der Heimat errichtet werden.
Aber es gibt auch unbeachtete Denkmale an sehr prominenten Orten. Unser Denkmal in Not, für das wir Sie diesmal um finanzielle Hilfe bitten, ist der ehemalige Gasthof am Eingang zum Wörlitzer Park, der mit dem Titel "Weltkulturerbe" geadelt wurde. Das ab 1785 gebaute Ensemble "Zum Eichenkranz", in dem illustre Gäste des Fürsten Franz logierten, droht zu verfallen.
Nicht zuletzt weist Deutschland noch ganze Landstriche auf, die kulturtouristisch nahezu unbekannt sind. So beschäftigt sich unsere große Geschichte mit Ostfriesland. Wie man das mit Sehenswürdigkeiten reichbestückte, aber strukturschwache Küstenland bekannter machen möchte, lesen Sie in unserem Interview mit Katrin Rodrian, der Kulturleiterin der Ostfriesischen Landschaft.
Eine unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen
Christiane Rossner
Redaktion MONUMENTE Online














