Kann man sich vorstellen, dass die Frau des Hauses sonntags zu ihrer Familie sagt: "Kommt, wir machen einen Ausflug ins Industriegebiet - und packt die Badesachen ein!"? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das nicht ungewöhnlich in Leipzig, der Stadt mit den vielen Flüsschen und Kanälen. Macht man heute einen Ausflug nach Leipzig-Plagwitz, so findet man sich in einem Künstlerviertel wieder, das unter Kennern weltweit schon lange eine bekannte Adresse ist. Denn in 20 Hallen und Gebäuden der ehemaligen Baumwollspinnerei haben sich etwa 100 Künstler und 13 Galerien niedergelassen. Wie kam es dazu, und vor allem, was ist aus den vielen Gewässern der sächsischen Metropole geworden, auf denen einst wie in Venedig die Gondeln zum freizeitlichen Vergnügen schaukelten? Verschiedene Bürgerinitiativen haben sich zum Ziel gesetzt, die verlorengegangenen Flusslandschaften wieder aufzuspüren und fordern die Freilegung und Revitalisierung der Leipziger Kanäle. So auch der Förderverein "Neue Ufer e. V." unter dem Vorsitz von Niels Gormsen. Wir haben den ehemaligen Stadtplanungschef von Leipzig als Interviewpartner zu diesem großen Thema gewinnen können.
Wer sich auf dem internationalen Kunstmarkt umsehen will, braucht nicht nach Leipzig zu fahren, sondern kann dies auch bei Auktionen tun. Sie zählen zu den ältesten Handelsformen überhaupt. Neben Kunstwerken bietet sich jede Art von Ware an - leider auch über Jahrhunderte üblich: die Versteigerung von Sklaven. Wenn Sie wissen möchten, welche Versteigerung als die wohl kurioseste in die Geschichte eingegangen ist und wer der Schutzpatron der Auktionatoren ist, dann klicken Sie doch einfach in unsere "Kleine Kulturgeschichte".
Hoch im Kurs stehen in diesem Jahr wieder die Werke von Wilhelm Busch. Der Todestag des Erfinders von Max und Moritz jährte sich zum 100. Mal. Aus diesem Anlass stellen wir Ihnen in einem unserer Streiflichter Kleiekotzer vor. Soviel sei verraten: Hierbei handelt es sich nicht um eine seltene Tierart, und Max und Moritz haben bereits Bekanntschaft mit einem solchen gemacht.
Es würde uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre
Gisela Sander
Redaktion MONUMENTE Online














