Monumente Online

Ausgabe: Dezember 2007

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Stimmungsvolle Kirchenräume

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Meldungen

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  • 01.08.2010

    Auf der Krämerbrücke

    Eigentlich wollte Martha Herzner mit ihrem Mann Heribert aus Bad Kreuznach - an einem schönen Sommertag Anfang Juni mit einer Busgesellschaft in Erfurt unterwegs - nur mal gerade das Krämerbrücken-Museum besichtigen. Und wurde unversehens als 400.000. Besucherin im Haus der Stiftungen in Empfang genommen. Sowohl Ingo Mlejnek, Vorsitzender der Stiftung Krämerbrücke, als auch Dr. Dieter Tettenborn, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überraschten das erfreute Paar mit einem üppigen Blumenstrauß, Glückwünschen und einem Buchgeschenk. Seit Abschluss der Sanierung im Jahr 2000 präsentieren sich im Fachwerkhaus Nr. 31, das 1578/79 auf der Krämerbrücke errichtet wurde, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die von ihr treuhänderisch verwaltete Elisabeth und Fritz Thayssen-Stiftung und die Stiftung Krämerbrücke der Stadt Erfurt. Den Besucher erwartet das restaurierte Brückenhaus mit der wiederhergestellten Bohlenstube, ein Krämerbrückenmodell im Maßstab 1:100 sowie eine Dauerausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Krämerbrücke.
    Catharina Winzer


  • 01.08.2010

    Duden open

    Als eine neue Möglichkeit, junge Menschen an den Denkmalschutz heranzuführen und eine bewusste Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe anzuregen, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für 2010/11 eine Kooperation mit dem Dudenverlag vereinbart. Duden open, der Jungjournalisten-Wettbewerb des Verlags, wird dieses Jahr unter dem Motto "Kultur - immer in Bewegung" stehen und sich damit thematisch an den Tag des offenen Denkmals 2010 binden. Den Auftakt des Wettbewerbs bildet im Herbst ein Online-Fragebogen, über den sich die Teilnehmer für die zweite Runde im Winter qualifizieren können. Hier sind dann journalistische Arbeiten - Reportagen, Berichte oder Interviews - zum Begriff Kultur vor dem Hintergrund von Migration und grenzüberschreitendem Austausch gefragt. Aus den eingereichten Arbeiten werden von einer Jury die Teilnehmer bestimmt, die im Frühjahr 2011 beim Finale dabei sind.
    Catharina Winzer

  • 01.08.2010

    Gebrauchtes Werkzeug gesucht

    Die "Rollende Werkstatt" der Jugendbauhütten sucht dringend gebrauchtes Werkzeug, damit die Jugendlichen während der Seminarwochen noch intensiver den Umgang mit Baumaterialien erlernen und Schaustücke herstellen können. Sie benötigen Geräte für die Bereiche Glas- und Schablonenmalerei, Holz- und Steinbearbeitung sowie Lehmbau und Bauaufnahme. Die Jugendlichen, die ihr Freiwilliges Jahr in einer der zwölf Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz absolvieren, arbeiten normalerweise in Handwerks- und Baubetrieben, bei Architektur- und Planungsbüros oder Denkmalbehörden mit. Sie verlassen aber auch ihre Einsatzstellen, um in sieben über das Jahr verteilten einwöchigen Seminaren theoretische Grundlagen der Denkmalpflege zu erlernen. In dieser Zeit realisieren sie zudem praktische Projekte: Sie stampfen gemeinsam Lehm, bearbeiten Holz oder stellen Dachziegel für konkrete Baudenkmale her, die oft über Jahre von den Jugendbauhüttlern als "ihr Denkmal" betreut werden. Die Seminare finden nicht nur in angemieteten Werkstätten statt, sondern direkt bei den Denkmalen. Daher wurde die "Rollende Werkstatt" eingerichtet, eine Art mobiler Werkzeugkasten, der immer häufiger auf Wanderschaft geht. Wenn Sie gebrauchtes Werkzeug abzugeben haben, melden Sie sich bitte bei: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Christian Kiesow, Jugendbauhütten e. V., Tel. 069/3 40 07 86 13, christian.kiesow@denkmalschutz.de
    Carola Nathan

  • 01.08.2010

    Plácido Domingo für Europa Nostra

    Die 1963 gegründete europäische Vereinigung von mehr als 400 nichtstaatlichen Denkmalschutzorganisationen mit Sitz in Den Haag hat auf ihrer Jahreskonferenz in Istanbul Plácido Domingo zum neuen Präsidenten gewählt. Der weltbekannte Tenor tritt damit die Nachfolge der Infantin Pilar, der Schwester des spanischen Königs Juan Carlos, an. Die Geschäftsstelle von Europa Nostra Deutschland ist bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz angesiedelt.
    Catharina Winzer

  • 01.08.2010

    Scheinbar unscheinbar

    Der Titel des zum ersten Mal verliehenen Denkmalpreises "scheinbar unscheinbar" ist Programm. Die private Stiftung Kleines Bürgerhaus, eine Treuhand-Stiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vergibt ihn künftig alle zwei Jahre im Rahmen des "Westfälischen Denkmaltages", um herausragende Leistungen zur Erforschung, Dokumentation, Erhaltung und Präsentation des Bautyps "Kleines Bürgerhaus" in Westfalen-Lippe auszuzeichnen. In diesem Jahr erhielt der Förderverein "Haus Kirchstraße 14" den Preis für die Rettung eines Fachwerkbaus in Steinfurt-Borghorst. Das 2006 bereits zum Abriss freigegebene Gebäude wurde durch eine Altersbestimmung der Hölzer auf 1465 datiert und als eines der ältesten Bürgerhäuser der Stadt nachgewiesen. Mit der Auszeichnung und dem Preisgeld von 10.000 Euro wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Baus geleistet.
    Catharina Winzer

  • 01.08.2010

    Tag des offenen Denkmals online

    In diesem Jahr geht das bundesweite Programm für den Tag des offenen Denkmals Anfang August online. Erstmals bietet der Service der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auf der Internetseite auch die Möglichkeit, sich das eigene Besuchsprogramm in Verbindung mit google-maps sowie neuen Auswahl- und Sortierungskriterien auf einfachste Weise zusammenzustellen. Zum Beispiel lassen sich alle Denkmale einer Region anzeigen, die sich am diesjährigen Schwerpunktthema "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" beteiligen.
    Catharina Winzer

  • 01.08.2010

    Über Kreuz in Thüringen: Die Aktion Kunst in Kirchen

    "Manchmal können wir einen Kirchenraum erst wahrnehmen, wenn etwas Andersartiges, etwa ein Kunstwerk, in ihm steht. Die Gewöhnung ist ein Feind der Wahrnehmung, die Verfremdung dagegen hilft, Vertrautes neu zu sehen." Auf diese Weise beschreibt Ines Gliemann vom Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis das thüringische Projekt "Kunst in Kirchen", das diesen Sommer bereits zum sechsten Mal veranstaltet wird.

    Für die Dauer von sieben Wochen werden Arbeiten von sieben zeitgenössischen Künstlern, darunter auch Werke der Jugendkunstschule von Mühlhausen, in sieben Kirchen entlang des Mühlhäuser Landgrabens - eine ab 1350 angelegte Wallanlage und heute ein wichtiges Kultur- und Bodendenkmal - zu entdecken sein. Dabei stellt sich die Verbindung von Kunst und Kirche bewusst dem ästhetischen Ideal entgegen, Kunst müsse auch im Kirchenraum "autonom" bleiben. Die Veranstalter wünschen sich vielmehr, Kirchen als Baudenkmale, spirituelle Orte und Orte der Kommunikation wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Und sie knüpfen mit ihrem Konzept an die in den 1970er Jahren entwickelte ortsbezogene Kunst an, bei der das Umfeld nicht als Raum oder Hintergrund des Werkes genutzt wird, sondern als wichtiger Bestandteil in die künstlerische Gestaltung einfließt.

    Von den zahlreichen Dorfkirchen mit ihren wertvollen Innenräumen im Unstrut-Hainich-Kreis, in denen sich die Zahl der Kirchgänger, wie an anderen Orten, normalerweise in Grenzen hält, freuen sich in diesem Jahr Eigenrieden, Struth, Dörna, Horsmar, Zella, Sollstedt und Bickenriede auf die Aufmerksamkeit des kunstinteressierten Publikums. "Denn mit der Aufmerksamkeit", so Ines Gliemann, "wächst oft auch das Engagement für die Sicherung und die Sanierung der Gebäude." Die Ausstellungen, deren Künstler zuvor von einer Jury ausgewählt wurden, sind dem Thema "ÜberKreuz" gewidmet.
    Darüber hinaus werden sie zum ersten Mal von Kindern und Jugendlichen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein sowie des Evangelischen Schulzentrums von Mühlhausen begleitet, deren Kunstprojekte in den Außenbereichen der Kirchen zu sehen sind. Wie in den vergangenen Jahren wird "Kunst in Kirchen" 2010 wieder von vielen Händen getragen. Das Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis als Veranstalter unterstützen die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die SparkassenVersicherung ART-regio, das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie die örtlichen Kirchengemeinden. Und auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert das Projekt.
    Catharina Winzer

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