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Ausgabe: Juli 2007

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Neues Bauen - Aufbruch in die Moderne

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Bücher

Ausgabe Juli / August 2007

100 Jahre Deutscher Werkbund

Der vor 100 Jahren gegründete Deutsche Werkbund wird in der Münchner Pinakothek der Moderne noch bis zum 26. August 2007 mit einer Ausstellung gewürdigt. Ziel dieses Zusammenschlusses von Architekten und Gestaltern war es von Anfang an, die Qualität von Bauten und Produkten, aber auch von Werbemitteln zu verbessern und hierfür anerkannte Maßstäbe zu schaffen. Sein Wirken bis in die heutigen Tage wird in dem zur Ausstellung erschienenen umfangreichen Katalog dokumentiert. Einbezogen ist dabei ein sehr großes Spektrum von der Stadtplanung über einzelne Gebäude, Inneneinrichtungen, Produktdesign bis hin zur Lebens- und Umweltgestaltung. Viele der vom Werkbund initiierten Themen, die im reich bebilderten Katalog - ebenso wie die verschiedenen Werkbundausstellungen - angesprochen werden, sind heute weltweit selbstverständlich geworden.

100 Jahre Deutscher Werkbund 1907-2007. Hrsg.: Winfried Nerdinger in Zusammenarbeit mit Werner Durth. Prestel Verlag, München 2007. ISBN 978-3-7913-3867-5, 380 S., 59 Euro.

Architektur und Design im Bauhaus

Das Bauhaus war keine reine Architekturschule, angestrebt wurde vielmehr die Einheit von Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk. Die Architektur ist aber die Disziplin, die am ehesten dazu geeignet ist, den Gedanken des Gesamtkunstwerks plastisch vor Augen zu führen.

Der Architekturfotograf Hans Engels legt gemeinsam mit dem Architekten Ulf Meyer eine Bestandsaufnahme der zwischen 1919 und 1933 entstandenen Bauten von bekannten und weniger bekannten Mitgliedern des Bauhauses vor. Dargestellt in Bild und Text werden alle noch erhaltenen und in den letzten Jahren oft aufwendig sanierten Bauten in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern. Dabei zeigt sich, dass die Bauhaus-Architektur bei weitem nicht so einheitlich ist wie oft angenommen, sondern dass vielmehr eine große Vielfalt an Wohnhäusern und Siedlungen, an Industriegebäuden und öffentlichen Einrichtungen entstanden ist.

Hans Engels und Ulf Meyer (Text): Bauhaus 1919-1933. Text in Deutsch und Englisch, Prestel Verlag, München 2006. ISBN 978-3-7913-3613-8, 144 S., 16,95 Euro.


Meister des farbigen Bauens

Zentrales Anliegen des Architekten Bruno Taut war es, zur Verbesserung der Lebensqualität der einfachen Menschen beizutragen. Mit seinen Siedlungen, die er in den 1920er Jahren in Berlin errichtete, prägte er den Wohnungsbau der Zeit. Seine ausdrucksstarke Farbigkeit wurde zwar teilweise von den Berlinern spöttisch betrachtet, belegt aber noch heute - sorgfältig restauriert - die Modernität seiner Arbeiten.

Das zum 125. Geburtstag Bruno Tauts erschienene Buch widmet sich dem Leben und umfangreichen Werk des Stadtplaners, Sozialreformers und Künstlers. Neben Beiträgen verschiedener Autoren, darunter der Architekt und ausgewiesene Taut-Kenner Winfried Brenne, Otto Schily, Edzard Reuter und der Berliner Landeskonservator Jörg Haspel, enthält es auch ein umfangreiches Werkverzeichnis des 1933 emigrierten Architekten.

Bruno Taut - Meister des farbigen Bauens in Berlin. Hrsg.: Deutscher Werkbund Berlin e. V. und Winfried Brenne. Verlagshaus Braun, Berlin 2005. ISBN 978-3-935455-82-4, 170 S., 19,90 Euro.

Rezensionen: Dr. Dorothee Reimann

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