Es sind die öffentlichen Bauten, die unsere modernen Städte prägen, in vielen Fällen haben sie Kirchen und Schlösser als Wahrzeichen abgelöst. Die Räume, die allen offen stehen, sind im besten Sinne Spiegel der Gesellschaft. Ihnen haben wir die neueste MONUMENTE ONLINE gewidmet.
Heute darf sich jeder Mensch als Teil der Öffentlichkeit fühlen - in anderen Zeiten konnte dies ein Privileg sein. So war es in früheren Jahrhunderten für Mädchen keineswegs üblich, eine Schule besuchen zu dürfen. Wie mühsam dieses Recht errungen werden musste, erzählt der Artikel über die Mädchenbildung. Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht schossen nach der Reichsgründung 1871 öffentliche Schulen wie Pilze aus dem Boden - einladend waren sie allerdings nicht immer.
Editorial
Etwas Einschüchterndes haben auch viele der im 19. Jahrhundert errichteten Gerichtsgebäude: Hier war respekteinflößende Monumentalität ein wesentliches Gestaltungskriterium. Andere wichtige Bauaufgaben, die die Architekten im Zeitalter des Bürgers zu erfüllen hatten, waren Museen, Krankenhäuser oder Bahnhöfe. Oft genug entwarfen sie diese in bewusster Anlehnung an überkommene Formen.
Auch die freie Natur, der öffentlichste aller Räume, wurde seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert mehr und mehr vereinnahmt. Als die "Sehlust" immer stärker wurde, hatte der Bau von Aussichtstürmen Hochkonjunktur. Begleiten Sie uns auf Deutschlands ältesten und höchsten Aussichtsturm in Fachwerk, der im thüringischen Sondershausen steht. Wer die 214 Stufen erklimmt - seit 2004 wieder möglich -, wird mit einem herrlichen Panorama belohnt.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht
Dr. Bettina Vaupel
Redaktion MONUMENTE ONLINE














