Die Lust am Repräsentieren und die Freude am Ausschmücken haben uns die vielfältigsten Raumausstattungen des Adels und des Bürgertums überliefert. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert zeigte man gern seine Bildung und seinen Reichtum - jeweils im Geschmack der Zeit: kostbare Motivtapeten, vergoldete Kachelöfen, stuckierte Decken und festlich-schimmernde Kristall-Kronleuchter. Man gestaltete mit Pfauenfedern, Fayencen und Perlmutt, experimentierte mit neuen Techniken und verwandelte schlichte Räume in exotische Landschaften oder in ein klassisches Arkadien.
Editorial
Wir haben in unserer neuesten Ausgabe der MONUMENTE ONLINE eine kleine Auswahl solcher Interieurs zusammengestellt. Dabei dringen Sie vor bis zum Prunkbett von August dem Starken, in den Sommerspeisesaal des Soldatenkönigs, zum Saal des Wissenschaftlers Ferdinand Orban und auf den Landsitz von Christian von Kielmannseck.
Selbst wenn man gern Gäste einlud, waren diese Räume nicht für Tausende gedacht. Während manch schönes Interieur gut geschützt weiter existieren kann, hat "Linderhof" einen Massenansturm von Besuchern zu überstehen. Um die Bayerischen Königsschlösser für mehrere Millionen Besucher jährlich zu präparieren und sie vor Zerstörung zu bewahren, haben die Kuratoren der Schlösser-Verwaltung ganz besonders schwierige Aufgaben zu bewältigen. Näheres über die Arbeit hinter den Kulissen erfahren Sie in einem Interview mit Dr. Johannes Erichsen.
Viel Spaß beim Lesen und Schauen wünscht Ihnen
Dr. Christiane Schillig
Redaktion MONUMENTE ONLINE














