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Ausgabe: Januar 2007

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Zu Land und zu Wasser – Historische Handelswege

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Bücher

Ausgabe Januar / Februar 2007

Das Jahrhundert der Eisenbahn

Die Mobilität der Menschen hat sich in den letzten 200 Jahren dramatisch verändert. Das 19. Jahrhundert war dabei das "Jahrhundert der Eisenbahn". Nicht nur der Personenverkehr wurde revolutioniert, auch der Güterverkehr entwickelte sich sprunghaft, neue Industrien und Arbeitsplätze entstanden. Nach nur wenigen Jahrzehnten durchzogen die Schienen zahlreiche Regionen Deutschlands, verbanden die meisten Städte und waren bereits ins europäische Netz eingebunden.

Im Buch "Das Jahrhundert der Eisenbahn" verfolgt der Historiker Ralf Roth die Ausbreitung der Eisenbahn und den technischen Fortschritt, der damit einherging. Er zeigt aber ebenso, wie sich diese Entwicklung auf die Gesellschaft ausgewirkt hat - illustriert auch durch Werke von Malern, die sich häufig mit diesem Thematik auseinandergesetzt haben.

Ralf Roth: Das Jahrhundert der Eisenbahn. Die Herrschaft über Raum und Zeit 1800-1914. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2005. ISBN 978-3-7995-0159-0, 288 S., 28 Euro.

100 Jahre Teltowkanal

"Berlin ist aus dem Kahn erbaut!" heißt es oft in der Stadt, in der es ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen wahren Bauboom gab. Allein 1905 kamen gut 2,5 Millionen Tonnen Steine, Dachziegel und Tonröhren auf dem Wasserweg in der Metropole an. Ohne die zahlreichen Kanalbauten, die Berlin mit den großen Flüssen Elbe, Oder und Havel verbanden, wäre der Aufschwung des Binnenschiffsverkehrs unmöglich gewesen. Aber auch Gewerbe, Handel und Industrie siedelten sich an den künstlichen Wasserstraßen an.

1906 wurde der fast 40 Kilometer lange Teltow-Kanal im Süden Berlins eröffnet. Er verbindet den Griebnitzsee in Potsdam mit den Berliner Stadtgebieten Zehlendorf, Steglitz, Tempelhof und Treptow und mündet in Grünau in die Dahme. An seinen Ufern lässt sich noch heute die wirtschaftliche Entwicklung eines ganzen Jahrhunderts nachvollziehen. Das Buch "Lebensader durch Sumpf und Sand" lädt zu einer Schiffsreise ein - vorbei an Brücken, Schleusen, Mühlen, Kraftwerken und Industriebetrieben -, aber auch zu Wanderungen auf den alten Treidelpfaden.

Jan Feustel: Lebensader durch Sumpf und Sand. 100 Jahre Teltowkanal. Henrik Bäßler Verlag, Berlin 2006. ISBN 978-3-930388-36-3, 128 S., 12,95 Euro.

Der Weg des Tiroler Salzes

Für die Bevölkerung war die Entdeckung des Tiroler Salzvorkommens im 13. Jahrhundert ein Volltreffer. Während Salzabbau und -handel für Hall und die weitere Umgebung zur Lebensgrundlage wurden, war der Transport des Salzes auch für die Bauern entlang der Salzstraße, die vom Inntal über den Fernpass und Reutte und weiter durch das Allgäu bis nach Lindau an den Bodensee führte, eine wichtige Einkommensquelle.
Der Kulturführer "Die Salzstraße nach Westen" von Bernhard Strolz führt den Leser auf eine Reise durch Zeit und Raum. Er macht die Geschichte des Tiroler Salzhandels lebendig und gibt zahlreiche Hinweise auf Sehenswertes in den Orten am alten Handelsweg. Auch wenn sie nicht immer den heutigen Straßen entspricht, lässt die Salzstraße sich anhand dieses Führers noch gut zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto verfolgen.

Bernhard Strolz: Die Salzstraße nach Westen. Ein Kulturführer von Hall in Tirol übers Außerfern durchs Allgäu zum Bodensee. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2004. ISBN 978-3-7022-2559-9, 144 S., 17,90 Euro.

Rezensionen: Dr. Dorothee Reimann

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