Monumente Online

Ausgabe: Januar 2007

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Zu Land und zu Wasser – Historische Handelswege

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Editorial

Der Austausch von Waren ist ein wesentlicher Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Blickt man auf die lange Geschichte des europäischen Handels zurück, so denkt man sofort an die "Hanse" des Mittelalters. Das Wirken der einstigen Kaufmannsgenossenschaft beeinflusst bis heute das europäische Wirtschaftsleben und prägt unsere Kultur. Die Hanse steht für bürgerliche Freiheit, Selbstbewusstsein, Wohlstand und Reichtum und spiegelt sich im Erscheinungsbild vor allem der norddeutschen Städte wider. Über 200 See- und Binnenstädte gehörten dem Hansebund an. Ihm gelang der große Schritt vom Binnenmarkt zum kontinentalen Handel.
Entscheidend dafür waren nicht nur Waren und Handelsrechte, sondern die Wege, die im Laufe der Jahrhunderte erschlossen wurden. Zu Lande und zu Wasser wurde ein Netz von Straßen gesponnen, wie etwa die Salzstraße, die von Lüneburg nach Lübeck führte, um die verschiedenen Märkte der oft weit entfernten Orte zu erreichen. Geradezu planmäßig wurden viele Siedlungen an diesen Handelswegen um die Marktplätze angelegt, wie die Städte der Zähringer-Herzöge in Süddeutschland bezeugen.
Rasant entwickelten sich Handel und Verkehr im 19. Jahrhundert, wobei die Verbreitung von Eisenbahn und Dampfschifffahrt Hand in Hand mit der Industrialisierung ging.

Wir laden Sie in dieser Ausgabe von Monumente online ein, uns zu einigen der vielen Denkmale des Handels in Deutschland zu begleiten.

Christiane Rossner
Redaktion Monumente Online

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