Vor 150 Jahren fanden Steinbrucharbeiter im Neandertal bei Düsseldorf Knochen eines Skeletts, das später weltberühmt wurde. War mit ihm doch eine frühe Menschenart gefunden, die sowohl für die Entwicklungsgeschichte des heutigen Menschen als auch für die archäologische Erforschung der Lebensumstände eiszeitlicher Kulturen von großer Bedeutung war.
Die Archäologen Bärbel Auffermann, stellvertretende Leiterin des Neanderthal Museums in Mettmann, und Jörg Orschiedt stellen in ihrem gerade erschienenen Buch ausführlich dar, dass die vor etwa 100.000 Jahren erstmals auftretenden Neandertaler nach neuesten Erkenntnissen keineswegs dumme und primitive Wilde waren, sondern dass sie bereits über hoch entwickelte Werkzeuge und Jagdtechniken, über Sprache und Religion sowie über ein ausgeprägtes Sozialverhalten verfügten. Warum sie allerdings seit der Zeit vor etwa 27.000 Jahren nicht mehr nachweisbar sind und welche Rolle der anatomisch moderne Mensch dabei spielte, ist noch immer ungeklärt.
Bärbel Auffermann und Jörg Orschiedt: Die Neandertaler. Auf dem Weg zum modernen Menschen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006. ISBN 3-8062-2016-6, 160 S., 29,90 Euro.
Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Alle, die sich für den Erhalt unserer Baudenkmäler einsetzen, wissen die hervorragende Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu schätzen und sind stolz auf sie. Prof. Dr. Kiesow, dem Initiator, ist es geglückt, der Stiftung mit Hilfe anerkannter Persönlichkeiten eine breite Basis zu geben. Insbesodnere nach der Wende war die Stiftung für unsere neuen Bundesländer ein wahrer Segen.
Wir wünschen uns sehr, daß die Erfolgsstory der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auch in Zukunft lebendig bleibt.