Monumente Online

Ausgabe: September 2006

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Orte der Inspiration – Künstler- und Dichterhäuser

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Künstlerhäuser gestern und heute

Ob ästhetische Genüsse oder "selbstgebauter Kohl" - der Garten von Max Liebermann bot Selbstversorgung in jeglicher Hinsicht. Hatte der Berliner Impressionist auf seinem Wannseegrundstück doch nicht nur Gemüse, sondern vor allem eine nie versiegende Motivquelle parat. Seit Mai 2006 ist seine Sommervilla samt Garten öffentlich zugänglich. Mit der Umgestaltung zum Museum kehrte auch der Geist des Malers zurück. Künstlerhäuser - denen diese Monumente Online gewidmet ist - haben ihre eigene Aura: Nach einem Blick hinter die Kulissen scheint man den kreativen Persönlichkeiten ein Stück näher gekommen zu sein.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee feiert in diesem Jahr bereits sein 50-jähriges Bestehen. Abgeschieden von Trubel und Hektik, lässt es noch immer erahnen, was den Dichter über viele Jahre in dieses Refugium zog. Weit unkonventioneller war das Heim, das sich das Künstlerehepaar Bossard ab 1912 am Rand der Lüneburger Heide geschaffen hatte. Hinter der expressionistischen Fassade ihres Wohnhauses verbirgt sich mehr als ein Fluchtort: Dem ungewöhnlichen Gesamtkunstwerk liegt ein ganzer Lebensentwurf zugrunde.

Daneben gibt es jene Künstlerhäuser, die keine Gedenkstätten sind, sondern der Förderung von Kulturschaffenden dienen. Ein Garant für fruchtbare Begegnungen war schon seit den 1950er Jahren das Künstlerhaus Wiepersdorf südlich von Berlin. Um es als lebendige Wohn- und Arbeitsstätte für internationale Stipendiaten zu erhalten, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das idyllisch gelegene Familienschloss der von Arnims übernommen. Anne Frechen, die neue Leiterin, schildert im Interview ihre Ziele.

Eine inspirierende Lektüre wünscht Ihnen
Ihre

Dr. Bettina Vaupel
Redaktion Monumente Online

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