Lausitzer Holzbaukunst
Bei Holzbaukunst in der Lausitz denkt man in erster Linie an die Umgebindehäuser, bei denen Block- und Fachwerkbauweise auf ungewöhnliche Art vereint sind. Doch im Norden des Gebiets - vor allem auch im Spreewald - überwiegt die sogenannte reine Blockbauweise, deren Wände aus Halbstämmen bestehen, die mit dem Beil bearbeitetet sind.
Der Fotograf Rudolf Hartmetz zeigt im Buch "Lausitzer Holzbaukunst" die verschiedenen Typen dieser Häuser vor allem auch in Detailansichten, bei denen die Strukturen der alten Hölzer durch die Schwarzweißfotografie besonders gut erfasst werden. Im einleitenden Text stellt der Kunsthistoriker und Bautzener Denkmalpfleger Hans Mirtschin nicht nur die Geschichte dieser Volksbauweise dar, er verweist auch auf einige Fehleinschätzungen in der Vergangenheit.
Hans Mirtschin und Rudolf Hartmetz (Fotografien): Lausitzer Holzbaukunst. Die traditionelle Holzbaukunst in der Nieder- und Oberlausitz. Reihe ZeitmaschineLausitz im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land 2003/04. Verlag der Kunst, Dresden 2003. ISBN 3-364-00437-4, 96 S., 94 Duplex-Abb., 25 Euro.
Unterwegs im Artland
Als Kornkammer des Fürstbistums Osnabrück genoss das Artland bereits in früher Zeit ein hohes Ansehen. Heute liegt das Gebiet im Nordwesten Deutschlands mit den Städten Quakenbrück, Badbergen, Menslage und Nortrup zwar etwas abseits der üblichen Touristenwege, dennoch lohnt es sich, das Land mit den vielen Baudenkmalen wie Mühlen, Kirchen, Fachwerkhäuser und mit seinen großen bäuerlichen Höfen zu besuchen. Besonders zu beachten sind die oft aufwendigen Verzierungen an den Giebeln der niederdeutschen Hallenhäuser, die den ehemaligen Reichtum dieser Höfe zeigen. Der gerade erschienene Reiseführer "Das Artland" hilft, die vielfältigen Facetten dieses Landstrichs zu entdecken.
Das Artland. Kulturschatz im Nordwesten - entdecken und erleben. Reiseführer. ARTLAND ATELIER, Quakenbrück 2006, ISBN 3-00-018542-9, 130 S., 7,95 Euro. Zu beziehen in den Tourismus-Informationen Quakenbrück und Osnabrück sowie in regionalen Buchhandlungen und Tourismus-Betrieben im Artland, tourismus.information@artland.de
Mühlenstraße durch Berlin und Brandenburg
Um auf den vielfältigen und reichhaltigen Bestand an Mühlen in Berlin und Brandenburg aufmerksam zu machen und gleichzeitig interessante Ausflugsziele in der Region anzubieten, hat die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e. V. zusammen mit dem Verlag Edition Terra eine Mühlenkarte herausgegeben. Sehr übersichtlich sind auf dieser Faltkarte die Standorte von 119 Mühlen zwischen der Prignitz und der Niederlausitz dargestellt. Die unterschiedlichen Mühlenarten werden anschaulich erläutert, 16 ausgewählte Wind-, Wasser- und Motormühlen als besondere Höhepunkte vorgestellt. Zudem erfährt man einiges über Antriebsarten und Konstruktionstypen, über den Weg, den das Korn zurücklegen muss, bevor aus ihm Mehl wird, und über das Leben der Müller.
Die "Mühlenkarte" ist zum Preis von 4,50 Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich bei der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e. V., Maulbeerallee 5, 14469 Potsdam, www.muehlenvereine-online.de, sanssoucimuehle@freenet.de.
Rezensionen: Dr. Dorothee Reimann, Gisela Sander