Vieles, was im antiken Rom selbstverständlich war, können wir uns heute nur schwer vorstellen. Oder würden Sie sich - vor allem angesichts weltweiter Wasserknappheit - jeden Tag siebenmal waschen? Aber genau das tat der vornehme Römer. Es sollte nur wenige Jahrhunderte dauern, bis der Mensch die tägliche Körperhygiene als schädlich ablehnte. Man nahm damals an, dass das Wasser durch die Haut in den Körper gelange und die Organe schädige.
Bei der Betrachtung des Themas Wasser, dem diese Ausgabe unseres Online- Magazins gewidmet ist, konzentrieren wir uns aber nicht allein auf Baderituale. Wir erzählen Ihnen zwar die Kulturgeschichte des Badens "Von der Therme bis zum Wellnesstempel" und die Geschichte des Johannisbades in Zwickau. Aber es geht auch um die Wasserversorgung der Menschen durch den Bau von Brunnen, Wassertürmen oder Talsperren oder um Flüsse und Meere als Transportwege für Schiffe wie die Seute Deern.
Wenn Flüsse über die Ufer treten, kann Wasser aber auch zur Bedrohung werden. In diesem Frühjahr wurden wieder Städte und Dörfer überschwemmt, und manche Baudenkmale, deren Sanierung man nach der Jahrhundertflut 2002 erst vor kurzem abgeschlossen hatte, waren erneut betroffen.
Eine abwechslungsreiche Lektüre wünscht Ihnen
Carola Nathan














