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Ausgabe: Juli 2005

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Schwerpunkt: Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal

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Bücher

Ausgabe Juli/August 2005

Lausitzer Holzbaukunst

Bei Holzbaukunst in der Lausitz denkt man in erster Linie an die Umgebindehäuser, bei denen Block- und Fachwerkbauweise auf ungewöhnliche Art vereint sind. Doch im Norden des Gebiets - vor allem im Spreewald - überwiegt die so genannte reine Blockbauweise, bei der die Wände aus mit dem Beil bearbeiteten Halbstämmen zusammengesetzt sind.
Der Fotograf Rudolf Hartmetz zeigt die verschiedenen Typen dieser Häuser in qualitätvollen Schwarzweißbildern. Die Strukturen der alten Hölzer werden so bei den zahlreichen Detailansichten besonders deutlich. Im einleitenden Text stellt der Bautzener Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Hans Mirtschin nicht nur die Geschichte dieser Volksbauweise dar, er verweist auch auf einige Fehleinschätzungen in der Vergangenheit.
Hans Mirtschin und Rudolf Hartmetz (Fotografien): Lausitzer Holzbaukunst. Die traditionelle Holzbaukunst in der Nieder- und Oberlausitz. Reihe ZeitmaschineLausitz im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land 2003/04. Verlag der Kunst, Dresden 2003. ISBN 3-364-00437-4, 96 S., 94 Duplex-Abb., 25 Euro. (Dr. Dorothee Reimann)

Ein Haus erzählt seine Geschichte

Als Direktor des Staatlichen Bauhauses in Weimar hat Walter Gropius bis 1925 vier Einfamilienhäuser errichtet, drei davon in Berlin. Doch erst beim 1924 entstandenen "Haus Auerbach" in Jena setzte er zusammen mit Adolf Meyer sein Prinzip des "Baukastens im Großen" in die Tat um. Die farbige Innenraumfassung stammt vom Bauhäusler Alfred Arndt.
Gebaut wurde es für das Ehepaar Anna und Prof. Dr. Felix Auerbach, das sich in Jena auch im kulturellen Bereich sehr engagierte, insbesondere für zeitgenössische Kunst. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nahmen sich beide das Leben.
Die heutigen Besitzer des Hauses, Dr. Barbara Happe und Prof. Dr. Martin S. Fischer, sorgten seit 1994 für die behutsame Restaurierung dieser Ikone des Neuen Bauens. In dem von ihnen verfassten Buch stellen sie ausführlich die Baugeschichte des Hauses und die Geschichte seiner Bewohner dar.
Barbara Happe und Martin S. Fischer: Haus Auerbach von Walter Gropius mit Adolf Meyer. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen/Berlin 2003. ISBN 3-8030-0635-X, 172 S., 24 Euro. (Dr. Dorothee Reimann)

Plädoyer für alte Fenster

Fenster dienen dazu, Licht und Luft in die Räume zu lassen und das Eindringen von Kälte und Lärm zu verhindern. Andererseits sind sie wesentliche Gestaltungselemente für die Fassaden. In den vergangenen Jahrzehnten aber sind historische Fenster oft viel zu schnell durch neue ersetzt worden.
Im Buch "Fenster im Bestand" der Fachbuchreihe Kontakt & Studium geben Experten differenzierte Informationen zu bauphysikalischen, denkmalpflegerischen und handwerklichen Aspekten des spannenden Themas "Fenster".
Hans Rudolf Neumann (Hrsg.): Fenster im Bestand. Grundlagen der Sanierung in Theorie und Praxis. Expert Verlag, Renningen 2003. ISBN 3-8169-2203-1, 196 S., 46 Euro. (Dr. Dorothee Reimann)

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